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Fundraising bei Förderstiftungen in Deutschland

  • Christoph MeckingEmail author
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Zusammenfassung

Trotz oder gerade wegen der großen Anzahl und Vielfalt fördernder Stiftungen in Deutschland kann die erfolgreiche Suche nach einer entsprechenden Partnerorganisation mühsam sein. Eine klare und innovative Projektidee, Kenntnisse der Stiftungslandschaft, eine sorgfältige Recherche in geeigneten Informationsquellen sowie die kritische Auswertung der Ergebnisse sind wichtige Voraussetzungen dafür, eine Förderstiftung für das eigenen Anliegen zu gewinnen.

Schlüsselwörter

Förderlandschaft im Stiftungswesen Förderstiftung Förderpartnersuche Förderantrag und -verfahren Stiftungs-Fundraising 

1 Einleitung

Neben Privatpersonen und Unternehmen gewinnen Stiftungen als Zielgruppe des Fundraisings für gemeinnützige Organisationen immer mehr an Bedeutung.

1.1 Vielgestaltigkeit im Stiftungswesen

Prototyp der Stiftung in Deutschland ist die rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts nach den §§ 80 bis 88 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Sie wird als selbstständige Organisation verstanden, die vom Stifter festgelegte Zwecke aus einem ihr dazu gewidmeten Vermögen dauerhaft verfolgt (ausführlich Mecking 2016a). Daneben existiert eine Vielzahl von Rechtstypen und Erscheinungsformen. Zu differenzieren sind hier etwa die rechtsfähige (selbstständige) und nicht rechtsfähige (unselbstständige, treuhänderische, fiduziarische) Stiftung, privat-, öffentlich-rechtliche und kirchliche Stiftungen, Einzel- und Gemeinschafts- bzw. Bürgerstiftungen, Unternehmensstiftungen, politische Stiftungen, Stiftungsgesellschaften und -vereine.

Für das Fundraising gemeinnütziger Organisationen ist insbesondere die Unterscheidung zwischen gemein- und privatnützigen sowie operativen und fördernden Stiftungen von Bedeutung: Privatnützige Stiftungen fördern lediglich einen begrenzten Personenkreis, z. B. die Mitglieder einer Familie oder die Belegschaft eines Unternehmens (§ 52 Abs. 1 Satz 2 der Abgabenordnung (AO)). Dagegen sind gemeinnützige Stiftungen darauf ausgerichtet, der Allgemeinheit auf materiellem, geistlichem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu dienen (§ 52 Abs. 1 Satz 1 AO). Während eine operative Stiftung mit ihren Erträgen eigene Projekte verwirklicht oder Einrichtungen unterhält, vergeben steuerbegünstigte Förderstiftungen (§ 58 Nr. 1 und 2 AO) ihre Mittel gemäß ihrer in der Satzung festgelegten Zwecke zur Verwirklichung gemeinnütziger (§ 52 Abs. 2 AO), mildtätiger (§ 53 AO) oder kirchlicher (§ 54 AO) Aufgaben an Dritte. Für das Fundraising sind folglich nur steuerbegünstigte, ganz oder teilweise fördernd tätige Stiftungen relevant. Mit operativen Stiftungen lassen sich aber ggf. gemeinsame Projekte entwickeln.

1.2 Eigenheiten der Stiftungsförderung

Bei der Suche nach Fördergeldern muss zunächst genau geprüft werden, ob Stiftungen tatsächlich die richtige Wahl sind. So sehen viele Stiftungen ihren Auftrag darin, Neuerungen anzuregen und vorbildhafte Lösungsansätze zu unterstützen. Sie engagieren sich oft nur dann, wenn es sich um innovative und nachhaltige Vorhaben oder Modellprojekte handelt. Oder sie haben feste, satzungsmäßig fixierte Destinatäre.

Handlungsleitender Imperativ einer Stiftung ist stets ihr Zweck, der den Stifterwillen konkretisiert und in der Satzung festgehalten ist. Er bezeichnet den inhaltlichen Schwerpunkt der Stiftungstätigkeit und ist von den Verantwortlichen in der Stiftung strikt zu beachten. So können Einrichtungen oder deren Projektanliegen nur dann gefördert werden, wenn sie dem Satzungszweck entsprechen. Bei einer Reihe von Stiftungen ist der Zweck relativ offen formuliert oder es sind mehrere Zwecke vorgesehen. Hier nimmt das Management allerdings mitunter eine programmatische Eingrenzung vor oder setzt einen förderpolitischen Schwerpunkt, um die Stiftungstätigkeit zu konturieren und zu strukturieren. Dies ist v. a. bei großen Stiftungen häufig der Fall; kleinere handeln dagegen oft spontaner und emotionaler (Maecenata Institut 2003, S. 2).

Stiftungen fördern in der Regel auch nur zeitlich begrenzt, um sich ihre Handlungsspielräume zu erhalten. Zwar werden Bewilligungen auch für längere Förderzeiträume ausgesprochen, dauerhafte Verpflichtungen kommen aber meist nur dann in Frage, wenn sie der Stifter selbst angeordnet hat. Zudem fördern Stiftungen meist lieber einzelne Projekte oder Personen statt Organisationen im Allgemeinen (institutionelle Förderung) (Maecenata Institut 2003, S. 2). Stiftungen kommen als Förderer also insbesondere dann in Betracht, wenn es um die Anschubfinanzierung für neue Projekte geht oder Objekte mit investivem Charakter unterstützt werden sollen, z. B. Bauvorhaben oder Anschaffungen von Kunstwerken. Auch die Förderung von Veranstaltungen ist recht verbreitet (vgl. Tab. 1).
Tab. 1

Förderaktivitäten

Institutionelle Förderung

Personenförderung

Projektförderung

Zuschüsse

Dauerfinanzierung

Darlehen

Soziale Hilfen

Preise

Wettbewerbe

Druckbeihilfen

Stipendien

Reisebeihilfen

Anschubfinanzierung

Innovatives Vorhaben

Modellprojekt

Objekt mit investivem Charakter (Ankauf)

Veranstaltung

Veröffentlichung (Katalog)

Weiterhin zu bedenken ist, dass Bewilligungsverfahren von Stiftungen mitunter eine recht lange Zeit in Anspruch nehmen können, was bisweilen an den begrenzten personellen (und finanziellen) Ressourcen sowie an den (auch) im Stiftungswesen weit verbreiteten ehrenamtlichen Führungsstrukturen liegt. Zur Erleichterung ihrer Arbeit haben manche Stiftungen bestimmte Termine festgelegt, an denen über bis dahin eingegangene Fördergesuche entschieden wird. In der Regel gibt es pro Jahr zwei bis drei solcher Entscheidungstermine; bei manchen Stiftungen aber auch lediglich einen; andere wiederum schütten ihre Mittel häufiger, bisweilen sogar laufend nach Eingang aus (Haibach 2012, S. 395; Maeceneta Institut 2003, S. 3; Wiek 2013, S. 209). In der Regel sollten aber mindestens sechs Monate für den Zeitraum zwischen Antragstellung und Bewilligung einkalkuliert werden.

1.3 Zur Erfassung der Stiftungslandschaft

Hinter dem Begriff der Stiftung verbirgt sich eine Vielfalt oft sehr individuell ausgestalteter Erscheinungsformen, denn Stiftungen in Deutschland unterscheiden sich etwa nach Typ, Größe, Aktivitäten und Rolle. Eine verbindliche Legaldefinition fehlt. Dies lässt die Ermittlung empirischer Daten zum (gemeinnützigen) Stiftungswesen zu einer besonderen Herausforderung werden (dazu ausführlich Mecking 2016b). Zu den Problemen terminologischer Art kommt hinzu, dass es an einer übergreifenden amtlichen Stiftungsstatistik und einer allgemeinen Verpflichtung der Stiftungen in Deutschland zur Transparenz fehlt. Nur ein Teil der Stiftungen lässt sich in Registern und Verzeichnissen finden. Die Wahrung des Steuergeheimnisses und der Datenschutz tun ein Übriges.

Amtliche Verzeichnisse der rechtsfähigen Stiftungen und eine zunehmende Anzahl an Studien auf der Grundlage freiwilliger Auskünfte machen indes zumindest eine Annäherung an das aktuelle und bunte Erscheinungsbild der deutschen Stiftungen möglich. Dass Stiftungen durchaus gewillt sind, über ihre Verhältnisse Auskunft zu geben, zeigt sich in ihrer zunehmenden Bereitschaft zur Präsenz in der Öffentlichkeit, etwa auch über das Internet. Ein erheblicher Teil der Stiftungen betreibt in irgendeiner Form Öffentlichkeitsarbeit; allerdings verfügen bislang lediglich 37 % über eine Website mit Kontaktdaten und ergänzenden Informationen; seit 2011 zeigt sich hier jedoch ein leichter Anstieg von 3,5 Prozentpunkten (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 122, 2011b, S. 117).

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat 1989 mit der systematischen Sammlung von Daten zu deutschen Stiftungen begonnen. Damals konnten rund 5.000 Datensätze angelegt werden; heute umfassen die einschlägigen Datenbanken mehr als 20.000 Datensätze. Mit ihren derzeit 27.262 Datensätzen zu Stiftungen aller Art und Rechtsformen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 44) ist die Datenbank Deutscher Stiftungen (schon Mecking 1998, S. 119) die umfangreichste ihrer Art. Auf dieser Grundlage wurden bei der letzten Gesamterhebung im Herbst/Winter 2013 bis zum Frühjahr 2014 25.564 Stiftungen um die Beantwortung eines ausführlichen Fragebogens gebeten. Es beteiligten sich 9.546 Stiftungen, was einer für solche auf freiwilliger Basis erfolgende Befragungen beachtlichen Rücklaufquote von 37,3 % entspricht (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 46). Allerdings ist seit 1994 eine stetig sinkende Beteiligung festzustellen, die seit 2011 sogar unter der Quote der ersten Erhebung 1991 liegt. Insgesamt kann dennoch von einem recht hohen Repräsentationsgrad ausgegangen werden. Die ermittelte Datenlage macht zusammengefasste Beschreibungen über Struktur und Umfang des Stiftungssektors in Deutschland möglich. Die Grundgesamtheit aller Stiftungen bleibt allerdings ebenso unbekannt wie manche Strukturdaten im Einzelnen.

Aus den gewonnenen Daten wurde die inzwischen achte Ausgabe des Verzeichnisses Deutscher Stiftungen aggregiert. Die bislang dem Verzeichnis vorangestellte statistische Auswertung ist auch als eigenständige Publikation (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a) erschienen und zudem kostenfrei online abrufbar (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014b). Das Stiftungsverzeichnis 2014 beinhaltet 18.848 Datensätze zu aktiven rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zur letzten Erhebung 2011 von 12,7 % sowie 93 % der bei Redaktionsschluss ermittelten Grundgesamtheit (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 44 f.). Zudem enthält das Verzeichnis Portraits von 22.751 Stiftungen aller Rechtsformen – eine Zunahme gegenüber der Vorauflage von 21,7 % (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 46).

In den ersten Monaten eines jeden Jahres bringt der Bundesverband Deutscher Stiftungen darüber hinaus neueste Errichtungs- und Bestandszahlen rechtsfähiger Stiftungen des bürgerlichen Rechts heraus (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2015a). Aufgrund regelmäßiger Abfragen bei den Stiftungsbehörden und zusätzlich gewonnener Informationen nimmt der Verband des Weiteren kontinuierlich punktuelle Aktualisierungen vor und fasst diese in thematisch fokussierten StiftungsReports zusammen, die seit 2007 jährlich erscheinen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2007, 2008a, 2009a, 2010, 2011a, 2012, 2013a, 2014c, 2015c).

Die rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts sind auf der Ebene der Länder des Weiteren in Stiftungsverzeichnissen erfasst, die öffentlich zugänglich sind und von den zuständigen Aufsichtsbehörden gepflegt werden (zu Stiftungsverzeichnissen ausführlich Mecking 2009, S. 1324–1327). Darüber hinaus wurden und werden in einigen Gemeinden und Regionen von Gemeinden, Aufsichtsbehörden oder Stiftungsinitiativen lokale oder regionale Stiftungsverzeichnisse (eine Übersicht hierzu im Literaturverzeichnis) erarbeitet, um Vielfalt und Ausprägungen von Teillandschaften des Stiftungsbereichs darzustellen, Aufmerksamkeit und Bindung zu stärken und zu Kooperationen anzuregen. Auch Stiftungsverzeichnisse zu einzelnen Teilsektoren wie etwa zu Sparkassenstiftungen (Deutscher Sparkassen- und Giroverband 1999), Stiftungen für Bildung (Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung 2004), Wissenschaft und Forschung (Berkel et al. 1989), Kunst und Kultur (Mecking 2006c) bzw. Umwelt (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2013c) oder Bürgerstiftungen (Aktive Bürgerschaft e.V. 2015; Bundesverband Deutscher Stiftungen 2009b) können herangezogen werden. Allerdings sind die hier erfassten Informationen häufig veraltet oder unvollständig.

2 Aktuelle Zahlen zum deutschen Stiftungswesen

2.1 Anzahl deutscher Stiftungen

Durch eine Befragung der Stiftungsaufsichtsbehörden der Länder ist für 2014 die Existenz von 20.784 rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts in Deutschland belegt (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a). Hier nicht mit berücksichtigt sind die weiteren Rechtsformen, etwa die rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts oder Stiftungen in der Rechtsform der (gemeinnützigen) GmbH, der AG oder des Vereins, ebenso wie die zahlreichen fiduziarischen Rechtsverhältnisse in privater, kirchlicher oder öffentlicher Trägerschaft. Eine umfassende Erhebung dieser Gestaltungsformen existiert bislang nicht. Aus den Verlautbarungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen sind die in Tab. 2 aufgeführten Zahlen bekannt.
Tab. 2

Vorläufiges Maximum bekannter Stiftungen in Deutschland, Stand: 2014/2015 (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 78 f., 2015b, S. 1)

Stiftungstyp

Anzahl

Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts

20.784

(davon rechtsfähige kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts)

(926)

Rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts

719

(davon rechtsfähige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts)

(153)

Stiftung (g)GmbH

203

Stiftung e.V.

210

Nicht rechtsfähige Stiftung in privater Trägerschaft (einschließlich Bürgerstiftungen)

1.997

Nicht rechtsfähige Stiftung in öffentlicher Trägerschaft

1.174

Nicht rechtsfähige Stiftung in kirchlicher Trägerschaft

241

Nicht rechtsfähige Stiftung in sonstiger Trägerschaft

1.380

Im Verhältnis etwa zu den 588.801 eingetragenen Vereinen (V&M Service GmbH 2014) oder der ca. eine Million Gesellschaften mit beschränkter Haftung sind Stiftungen vergleichsweise selten; in der Institutionenlandschaft der Bundesrepublik Deutschland besetzen sie lediglich einen kleinen Teil. Im direkten Vergleich zu den Vereinen fallen die Steigerungsraten der Stiftungen aber, wenn auch auf zahlenmäßig niedrigerem Niveau, erheblich höher aus. So ergab die Vereinszählung aus dem Jahr 2014 im Vergleich zur ersten Erhebung 2001 eine Zunahme um 44.100 Vereine, also um knapp 8,1 % (V&M Service GmbH 2001, 2014); von 2001 bis 2014 erhöhte sich die Zahl rechtsfähiger Stiftungen bürgerlichen Rechts dagegen um 10.281, respektive 97,9 % (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2015a).

Es muss indes davon ausgegangen werden, dass der Stiftungssektor noch erheblich größer ist. Die tatsächliche Gesamtzahl der Stiftungen unterschiedlicher Rechtsform im Bereich der katholischen und evangelischen Kirche beispielsweise ist weithin unbekannt. Schätzungen zufolge dürfte die Zahl der kirchlichen Stiftungen öffentlichen Rechts bei rund 20.000 liegen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 17). Insgesamt kann von mehr als 30.000 Kirchenstiftungen aller Rechtsformen in Deutschland ausgegangen werden (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2013d, 2/2.1, S. 4). Die körperschaftlich organisierten Stiftungsgesellschaften und -vereine, deren Existenz in Handels- und Vereinsregistern auffindbar wären, sind ebenfalls weithin unerschlossen. Die größte Dunkelziffer aber besteht im Bereich der unselbstständigen Stiftungsformen, die sich gerade durch ihre einfache Entstehung und die mangels Rechtspersönlichkeit fehlende staatliche Erfassung auszeichnen. Sofern sie als gemeinnützige Steuersubjekte qualifiziert und mit eigener Steuernummer bei der Finanzverwaltung erfasst sind, verhindert das Steuergeheimnis einen Zugang. Gerade sie sind für auf Zuwendungen angewiesene Organisationen jedoch besonders interessant, da sie häufiger als Förderorganisationen ausgestaltet sind, als selbst operativ tätig zu werden.

In regionaler Hinsicht sind die Stiftungen in Deutschland durchaus unterschiedlich verteilt. Die Entwicklung in den Ländern differiert entsprechend (zur Veranschaulichung regionaler Unterschiede und Tendenzen Mecking 2016b; Maecenata Institut 2013). Bei einer Betrachtung der Verteilung der Stiftungszahlen nach Ländern zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen und Bayern seit Jahren die Spitzenplätze belegen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2005, S. A 3, 2008b, S. 47, 2011b, S. 46, 2014a, S. 53, 2015b, S. 1) – fast jede dritte Stiftung ist dort angesiedelt, gefolgt von Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und Hamburg. Nur knapp 7 % der erfassten rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts haben ihren Sitz in den neuen Ländern (ohne Berlin).

Wie schon die Jahre zuvor sind fast zwei Drittel (61 %) aller Stiftungen ausschließlich fördernd, gut 20 % der Stiftungen sowohl fördernd als auch operativ tätig. Lediglich rund 18 % verwirklichen ihre Zwecke – als Projekt- oder Einrichtungsträger – rein operativ selbst (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 36, 116).

2.2 Tätigkeitsschwerpunkte deutscher Stiftungen

Mehr als 95 % aller rechtsfähigen deutschen Stiftungen bürgerlichen Rechts verfolgen steuerbegünstigte Zwecke, davon 93, 7 % ausschließlich (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 36). Die Schwerpunkte der Stiftungstätigkeit, gewichtet nach Anzahl vorhandener Zwecke, liegen aktuell bei den rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts auf der Förderung sozialer Zwecke (28,8 %), von Kunst und Kultur (15,2 %), Bildung und Erziehung (15,3 %), Wissenschaft und Forschung (12,4 %) sowie Umweltschutz (4,2 %). Andere gemeinnützige (18,7 %) und privatnützige Zwecke (5,4 %) runden das Bild ab (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2015b, S. 2).

Bei der Art der Zweckverwirklichung fördernder Stiftungen zeigt sich ein Schwerpunkt bei der Personenförderung, der bei zwei Dritteln dieser Stiftungen eine Rolle spielt. Daneben stehen die Projekt- und die institutionelle Förderung (Sprengel und Ebermann 2007, S. 68). Die meisten Stiftungen, die ausschließlich bzw. auch fördernd tätig sind, verfolgen neben mildtätigen Zwecken Anliegen in den Bereichen Bildung, Erziehung und Studentenhilfe, Kinder-, Jugend- und Altenhilfe, Kunst und Kultur sowie Wissenschaft und Forschung (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 114–115). Für alle steuerbegünstigten Zwecke gemäß der §§ 52 bis 54 AO ergibt sich die in Tab. 3 dargestellte Aufteilung.
Tab. 3

Verwirklichung ausgewählter, gewichteter, steuerbegünstigter (in der Regel nach § 52 Abs. 2 AO – jeweilige Nummer als Klammerzusatz) Stiftungszwecke (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 114 f.)

Zwecke

fördernd

operativ

fördernd und operativ

alle Zwecknennungen, inkl. unbekannter Verwirklichung

Wissenschaft und Forschung (1) darunter differenzierter:

410,3

99,6

165,1

1.194,4

Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

73,1

38,9

46,9

183,6

Medizin

161,0

27,1

45,8

323,6

Naturwissenschaften

118,4

20,3

31,5

199,2

Religion (2)

117,4

30,1

37,5

284,4

Öffentliche(s) Gesundheitswesen und -pflege etc. (3)

176,5

102,7

65,8

619,9

Kinder- und Jugendhilfe (4)

558,0

120,5

138,5

1.501,1

Altenhilfe (4)

491,4

249,7

145,4

1.251,7

Kunst und Kultur (5)

562,2

243,0

278,9

1.854,7

Denkmalschutz und -pflege (6)

122,3

52,2

80,5

430,4

Bildung, Erziehung und Studentenhilfe (7)

844,9

204,8

241,8

2.078,0

Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege etc. (8)

156,4

46,3

107,0

531,8

Wohlfahrtswesen (9)

227,4

44,4

61,6

454,5

Verfolgten-, Flüchtlings-, Vertriebenen- und Aussiedlerhilfe (10)

4,6

0,4

1,3

10,8

Kriegsopferhilfe (10)

2,6

0,3

0,7

5,3

Zivilbeschädigten- und Behindertenhilfe (10)

36,0

4,3

6,7

130,4

Straftatenopferhilfe (10)

3,3

0,8

1,3

8,7

Andenken an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer (10)

2,0

0,3

0,6

4,9

Lebensrettung (11)

4,5

0,1

1,1

19,2

Feuer-, Arbeits-, Katastrophen- und Zivilschutz (12)

6,2

0,6

1,9

19,3

Völkerverständigung (13)

81,0

32,5

58,8

276,2

Tierschutz (14)

98,9

10,7

23,4

287,5

Entwicklungszusammenarbeit (15)

46,1

8,1

18,2

146,0

Verbraucherberatung und -schutz (16)

10,9

8,6

4,5

31,7

Strafgefangenenfürsorge (17)

0,9

0,5

0,3

2,0

Gleichberechtigung von Frauen und Männern (18)

1,9

0,9

1,4

6,5

Ehe- und Familienschutz (19)

5,3

1,5

1,2

20,9

Kriminalprävention (20)

1,4

0,5

1,6

8,9

Sport (21)

159,4

8,9

49,6

398,3

Heimatpflege und -kunde (22)

72,4

23,3

45,2

227,5

Tierzucht und Hundesport (23)

3,4

0,6

2,3

10,5

Pflanzenzucht und Kleingärtnerei (23)

2,5

2,5

2,3

11,4

Traditionellen Brauchtum und Karneval (23)

21,0

3,2

12,0

66,6

Soldaten- und Reservistenbetreuung (23)

1,2

0,0

0,1

2,3

Demokratisches Staatswesen (24)

13,4

7,5

14,0

51,7

Bürgerschaftliches Engagement (25)

11,4

9,4

12,2

69,9

Mildtätige Zwecke (§ 53 AO)

684,0

164,3

165,6

1.344,1

Kirchliche Zwecke (§ 54 AO)

142,3

84,2

33,8

420,7

Sonstige gemeinnützige Zwecke

39,8

11,1

17,6

81,9

Summe

5.475,7

1.664,7

1.924

14.570,5

Der Aktionsradius fördernder Stiftungen ist in den meisten Fällen auf ein örtliches oder regionales Umfeld beschränkt (77 %); bundesweit sind 11 %, in einem internationalen Maßstab 12 % der Stiftungen tätig (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 118; zur räumlichen Reichweite von Stiftungstätigkeit in Abhängigkeit von den Zwecken Sprengel und Ebermann 2007, S. 69–70).

2.3 Finanzkraft deutscher Stiftungen

Die Validität der Daten zur Finanzlage deutscher Stiftungen lässt ebenfalls zu wünschen übrig. So sind die Kriterien der Bewertung von Stiftungsfinanzen durchaus unterschiedlich, uneinheitlich, unklar, umstritten oder bleiben gänzlich verdeckt. Bei den Vermögensangaben handelt es sich in der Regel um Buchwerte, die sich bei einer Bewertung nach Verkehrswerten erheblich erhöhen würden. Zudem wird ihre finanzielle Situation von vielen Stiftungen als hochsensibel eingeschätzt. Freiwillige Selbstauskünfte erfolgen daher oft zurückhaltend und weitgehend nur bei Zusicherung vertraulicher Behandlung und ausschließlicher Verwendung für statistische Zwecke. Dies gilt besonders bei kleineren und mittleren Stiftungen. Die meisten der etablierten, aber auch neu errichteten oder jüngst in die Spitzengruppe gewachsenen größeren Stiftungen sind im veröffentlichten Datenmaterial vertreten. Gerade bei diesen Großstiftungen werden die Angaben vom Bundesverband jährlich in einer gesonderten Frühjahrsbefragung verifiziert und publiziert. Aber auch bei ihnen ist die Vergleichbarkeit angesichts der Vielgestaltigkeit der Vermögensarten (z. B. Geld, Wertpapiere, Unternehmensanteile, Immobilien, Sachen, Forderungen, sonstige Rechte) und fehlender einheitlicher Bewertungsvorschriften erschwert.

Die Auswertungen zeigen für die rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts, dass geschätzt 58,8 % der deutschen Stiftungen lediglich ein Vermögen von bis zu 500.000 Euro aufweisen, dagegen nur 0,8 % ein Vermögen von über 250 Mio. Euro (vgl. Tab. 4). Hier sind allerdings auch die Stiftungsgesellschaften einbezogen, die die nach Vermögen größten Stiftungen privaten Rechts darstellen. Vor allem die Treuhandstiftungen sind in aller Regel mit weitaus geringerem Vermögen ausgestattet.
Tab. 4

Vermögensverteilung bei den rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 61)

Vermögensklassen in Euro

Anzahl

Prozentsatz

bis zu 50.000

570

11,9 %

bis zu 100.000

689

14,4 %

bis zu 250.000

876

18,3 %

bis zu 500.000

676

14,2 %

bis zu 1 Mio.

645

13,5 %

bis zu 2,5 Mio.

547

11,5 %

bis zu 5 Mio.

325

6,8 %

bis zu 10 Mio.

192

4,0 %

bis zu 25 Mio.

140

2,9 %

bis zu 50 Mio.

53

1,1 %

bis zu 100 Mio.

26

0,5 %

bis zu 250 Mio.

17

0,4 %

bis zu 500 Mio.

11

0,2 %

mehr als 500 Mio.

8

0,2 %

Gesamt

4.775

99,9 %

Die Vermögen der deutschen Stiftungen sind damit hochgradig konzentriert: Einerseits sind die meisten deutschen Stiftungen vergleichsweise finanzschwach, andererseits hält eine relativ kleine Zahl von Stiftungen einen großen Teil am kumulierten Gesamtvermögen und tritt durch seine Aktivitäten in der öffentlichen Wahrnehmung besonders hervor (Zu möglichen Zusammenhängen zwischen Vermögen und dem Stiftungssitz, -alter und -zweck Maecenata Institut 2013, S. 12 f., 17).

Gemessen am Kapital ist aktuell die Else Kröner-Fresenius-Stiftung mit einem Vermögen von 6,2 Mrd. Euro die größte deutsche Förderstiftung, gefolgt von der Robert Bosch Stiftung mit einem Vermögen von rund 5,2 Mrd. Euro. Tab. 5 fasst die größten deutschen Förderstiftungen zusammen.
Tab. 5

Die größten deutschen Förderstiftungen nach Vermögen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2015a; V = Verkehrswert, B = Buchwert), inkl. Förderbereiche

Name

Vermögen in Euro

Sitz

Förderbereiche

Else Kröner-Fresenius-Stiftung

6.200.000.000 (V)

Frankfurt am Main

- medizinisch-(humanitäre) Forschung

Robert Bosch Stiftung

5.166.609.000 (B)

Stuttgart

- Gesundheit und Wissenschaft

- Bildung, Gesellschaft und Kultur

- Völkerverständigung Amerika und Asien

- Völkerverständigung Europa und seine Nachbarn

Dietmar-Hopp-Stiftung gGmbH

4.300.000.000 (V)

Walldorf

- Sport

- Medizin

- Soziales

- Bildung

Klaus Tschira Stiftung gGmbH

3.907.978.000 (B)

Heidelberg

- Naturwissenschaften

- Mathematik

- Informatik

- Frühkindliche naturwissenschaftliche Bildung

- Wissenschaftskommunikation

VolkswagenStiftung

2.873.332.000 (V)

Hannover

sehr breites Förderspektrum u. a. in den Bereichen

- Erziehungswissenschaften

- Geografie

- Kunst- und Literaturwissenschaften

- Kultur und Sprachen

- Medizin

- Politik- und Rechtswissenschaften

- Theologie

- Wirtschaft

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

2.113.100.000 (B)

Osnabrück

- Umwelttechnik

- Umweltforschung und Naturschutz

- Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH

2.063.242.000 (B)

Stuttgart

- Forschung

- Bildung

- Gesellschaft und Kultur

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

1.101.877.000 (B)

Essen

- Wissenschaft in Forschung und Lehre

- Erziehungs- und Bildungswesen

- Gesundheitswesen

- Sport

- Literatur, Musik und bildende Kunst

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

875.273.000 (V)

Hamburg

- Wissenschaft und Forschung

- Kunst und Kultur

- Bildung und Erziehung

- Politik und Gesellschaft

- digitale Revolution

Software AG-Stiftung

847.380.000 (V)

Darmstadt

- Erziehung und Bildung

- Kinder- und Jugendhilfe

- Behindertenhilfe

- Altenhilfe

- Wissenschaftsförderung

- Naturhilfe

Gemeinnützige Hertie-Stiftung

718.978.000 (B)

Frankfurt am Main

- Demokratieerziehung

- Neurowissenschaften

- Europäische Integration

- Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Gerda Henkel Stiftung

710.000.000 (V)

Düsseldorf

- Archäologie

- Geschichtswissenschaften

- Historische Islamwissenschaften

- Kunstgeschichte

- Rechtsgeschichte

- Ur- und Frühgeschichte

- Wissenschaftsgeschichte

Auskunft über das Leistungspotenzial der Stiftungen geben die Gesamtausgaben, wobei zu beachten ist, dass diese neben der Zweckverwirklichung zum Teil auch für die sonstige Verwaltung verwendet werden. Während 63,8 % der Stiftungen bis zu 50.000 Euro im Jahr zur Zweckerfüllung ausgeben, stehen lediglich 4,4 % von ihnen dafür 5 Mio. Euro oder mehr zur Verfügung (vgl. Tab. 6; zu möglichen Zusammenhängen zwischen Ausgaben und Stiftungssitz sowie -alter Maecenata Institut 2013, S. 14–16).
Tab. 6

Ausgabenverteilung bei den rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 65)

Gesamtausgabenklassen in Euro

Anzahl

Prozentsatz

bis zu 5.000

706

22,6 %

bis zu 10.000

379

12,2 %

bis zu 25.000

511

16,4 %

bis zu 50.000

393

12,6 %

bis zu 100.000

341

10,9 %

bis zu 250.000

296

9,5 %

bis zu 500.000

137

4,4 %

bis zu 1 Mio.

111

3,6 %

bis zu 2,5 Mio.

103

3,3 %

bis zu 5 Mio.

38

1,2 %

bis zu 10 Mio.

28

0, 9 %

bis zu 25 Mio.

38

1,2 %

bis zu 50 Mio.

13

0,4 %

bis zu 100 Mio.

13

0,4 %

bis zu 250 Mio.

6

0,2 %

über 250 Mio.

4

0,1 %

gesamt

3.117

99,9 %

Tab. 7 zeigt die größten deutschen Förderstiftungen gemessen an ihren Gesamtausgaben bzw. Auszahlungen.
Tab. 7

Die größten deutschen Förderstiftungen nach Gesamtausgaben / Auszahlungen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2015a), inkl. Förderbereiche

Name

Gesamtausgaben (G) / Auszahlungen (A) in Euro

Sitz

Förderbereiche

VolkswagenStiftung

195.799.000 (G)

Hannover

sehr breites Förderspektrum u. a. in den Bereichen

- Erziehungswissenschaften

- Geografie

- Kunst- und Literaturwissenschaften

- Kultur und Sprachen

- Medizin

- Politik- und Rechtswissenschaften

- Theologie

- Wirtschaft

Robert Bosch Stiftung

84.090.000 (G)

Stuttgart

- Gesundheit und Wissenschaft

- Bildung, Gesellschaft und Kultur

- Völkerverständigung Amerika und Asien

- Völkerverständigung Europa und seine Nachbarn

Hans-Böckler-Stiftung

72.085.000 (G)

Düsseldorf

- Strukturpolitik: Innovation und Beschäftigung

- Mitbestimmung im Wandel

- Erwerbsarbeit im Wandel

- Wohlfahrtsstaat im Wandel

- Bildung für die und in der Arbeitswelt

- Geschichte der Gewerkschaften

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

60.109.000 (G)

Osnabrück

- Umwelttechnik

- Umweltforschung und Naturschutz

- Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz

Klaus Tschira Stiftung gGmbH

53.386.000 (A)

Heidelberg

- Naturwissenschaften

- Mathematik

- Informatik

- Frühkindliche naturwissenschaftliche Bildung

- Wissenschaftskommunikation

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH

52.502.000 (G)

Stuttgart

- Forschung

- Bildung

- Gesellschaft und Kultur

Stiftung Mercator GmbH

44.458.000 (G)

Essen

- Europa

- Integration

- Klimawandel

- Kulturelle Bildung

- Schnittstelle Wissenschaft-Politik

- Institutionelle Hochschulkooperationen im Ruhrgebiet

- Internationale Verständigung (Europa/Türkei, China)

Dietmar-Hopp-Stiftung gGmbH

41.000.000 (A)

Walldorf

- Sport

- Medizin

- Soziales

- Bildung

Software AG Stiftung

28.756.000 (G)

Darmstadt

- Erziehung und Bildung

- Kinder- und Jugendhilfe

- Behindertenhilfe

- Altenhilfe

- Wissenschaftsförderung

- Naturhilfe

Gemeinnützige Hertie-Stiftung

27.075.000 (G)

Frankfurt am Main

- Demokratieerziehung

- Neurowissenschaften

- Europäische Integration

- Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Else Kröner-Fresenius-Stiftung

23.800.000 (G)

Frankfurt am Main

- medizinisch-(humanitäre) Forschung

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

22.348.000 (G)

Hamburg

- Wissenschaft und Forschung

- Kunst und Kultur

- Bildung und Erziehung

- Politik und Gesellschaft

- digitale Revolution

Die Angabe verlässlicher Zahlen zur kumulierten Finanzkraft aller deutschen Stiftungen ist angesichts der derzeit bekannten Daten- und Bewertungsprobleme nicht möglich. Ein grober Anhaltspunkt in Gestalt eines Richtwertes wurde zuerst im Jahre 2000 veröffentlicht (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2000a, S. XI). Für die 7.449 Stiftungen, die zum Stiftungskapital Angaben gemacht hatten, ließen sich Vermögenswerte von ca. 29 Mrd. Euro ermitteln. Da die Finanzdaten der größten Stiftungen vorliegen, kann für die über 20.000 bekannten rechtsfähigen deutschen Stiftungen bürgerlichen Rechts heute ein Gesamtvermögen von ca. 100 Mrd. Euro geschätzt werden, hinzu kommen nicht unerhebliche Vermögen sonstiger Stiftungen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014b, S. 32, 2015b, S. 1). Auch das Gesamtausgabenvolumen des Sektors muss hochgerechnet werden. Bei vorsichtiger Schätzung ergibt sich ein Wert von etwa 17 Mrd. Euro, die allein rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts 2014 für ihre satzungsmäßigen steuerbegünstigten Zwecke aufgewendet haben; die Gesamtausgaben über alle Rechtsformen dürften um einige Milliarden Euro höher liegen (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014b, S. 34, 2015b, S. 1). Unterstützt eine kleine oder mittlere Stiftung finanziell mehrere Projekte, wird dem am höchsten geförderten Vorhaben meist nicht mehr als 15 % des Jahresetats zugesprochen; Limits bestehen aber selbstverständlich auch bei größeren Stiftungen (Haibach 2012, S. 392).

3 Förderstiftungen finden und als Partner gewinnen

Es gibt in der Literatur vielfältige Hinweise zum erfolgreichen Fundraising; die Auswahl hilfreicher Hinweise zur Gewinnung von Stiftungsgeldern ist allerdings begrenzt (siehe aber Mecking 2006a, b; Stiftung Mitarbeit und Die paritätische Geldberatung e.G 2001). Ein Grund hierfür ist, wie schon bei der empirischen Erfassung der Stiftungslandschaft angedeutet, die ausgeprägte Individualität deutscher Stiftungen, die allgemein verbindliche Aussagen nur schwerlich erlaubt: Neben der Vielfalt von Rechtsformen, Stifterpersönlichkeiten und -motiven, Zwecksetzungen und Vermögensausstattungen, Förderaktivitäten und -instrumenten sind auch die Förderbestimmungen und Antragsverfahren ganz unterschiedlich ausgestaltet.

Vor diesem Hintergrund muss vom Fördersuchenden genau hingesehen werden. Einen Königsweg zur Stiftung gibt es nicht. Wer Gelder und Unterstützung von Stiftungen sucht, muss sich auf die Eigenheiten und Vorstellungen der einzelnen Stiftung einstellen. Die nachfolgenden Hinweise für den Umgang mit Stiftungen sind daher in jedem Einzelfall zu modifizieren (Verlaufsdiagramm zum Management des Stiftungs-Fundraisings bei Urselmann 2014, S. 344).

3.1 Schritt 1: Planmäßiges Vorgehen

Am Anfang einer erfolgreichen Gewinnung von Stiftungsgeldern steht ein durchdachtes inhaltliches Konzept, kombiniert mit einem klaren, sachgerechten und nachvollziehbaren Finanzplan. Zu klären sind die
  • Ziele des Projekts und deren Umsetzbarkeit,

  • zu erreichende(n) Zielgruppe(n) und deren Nutzen durch das Projekt,

  • notwendigen Inhalte und Maßnahmen,

  • Trägerschaft,

  • Partner,

  • Sach- und Personalaufwand,

  • Einnahmen- und Ausgabensituation sowie,

  • der erforderliche Zeitrahmen.

Ebenfalls bereits im Vorfeld ist zu überlegen, wie die begleitende und abschließende Kommunikation und Evaluation des Vorhabens gestaltet sein soll. Nicht nur für den Lernprozess der durchführenden Organisation, auch für die Förderstiftung ist eine gewissenhafte Kontrolle der Entwicklung und Wirkungen des Projekts wichtig. Erst nach der Klärung dieser Punkte sollte sich die Frage nach einem passenden (Mit-)Förderer (aus dem Bereich des Stiftungswesens) stellen.

3.2 Schritt 2: Die Stiftungssuche

Die Suche nach dem passenden Förderpartner erfordert Zeit und Einsatz, denn nicht jede Stiftung kommt als Finanzierungsquelle für jedes Anliegen in Betracht. Auch haben sie in der Regel einen bestimmten inhaltlichen Schwerpunkt sowie weitere Förderkriterien definiert (hierzu oben 2.2, auch 3.3).

Um einen Überblick zu gewinnen, können in erster Linie Nachschlagewerke genutzt werden. Das Verzeichnis Deutscher Stiftungen ist das umfassendste von ihnen: Mit Einträgen zu über 22.700 Stiftungen ist es als Buch und CD-ROM in jeder größeren deutschen Bibliothek zu finden. Es enthält Name, Anschriften, Rechtsform, Errichtungsjahr, Sitz und Zwecke der gelisteten Stiftungen.

Wichtige Hilfsmittel sind auch Stiftungsführer und die regional zugeschnittenen Stiftungsverzeichnisse (eine Übersicht hierzu im Literaturverzeichnis). Eine Übersicht zu regionalen Stiftungsnetzwerken findet sich etwa auf der Website des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (www.stiftungen.org) unter Veranstaltungen/Stiftungstage/Stiftungsnetzwerke, zu internationalen Netzwerken unter Stiftungswissen/Stiftungen international (Zugegriffen am 10.07.2015). Bei der Recherche und Kontaktaufnahme zu Stiftungen im Bereich Wissenschaft und Forschung ist der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Essen ein kompetenter Ansprechpartner. Er betreute 2013 563 Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von knapp 3 Mrd. Euro (Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 2013/2014, S. 2).

Die Ordnung der Nachschlagewerke erfolgt in aller Regel nicht nur nach Stiftungsnamen. Es findet sich auch meist ein nach geografischen Gesichtspunkten geordnetes Glossar, wo die Stiftungen zu finden sind, die sich in räumlicher Nähe befinden. Nicht jede fördert freilich vor Ort. Gerade bei kleineren oder örtlich gebundenen Stiftungen (z. B. Sparkassenstiftungen) ist das aber der Fall. Außerdem finden sich Register nach Stiftungszwecken geordnet. Speziell für den Kulturbereich wurde das Deutsche Informationszentrum Kulturförderung (DIZK) entwickelt, das online Informationen über private und öffentliche Förderer von Kunst und Kultur bereitstellt (www.kulturfoerderung.org).

Zwar hat die Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ergeben, dass etwa 58 % der befragten Stiftungen, von denen bekannt ist, dass diese fördernd tätig sind, keine Internetpräsenz haben (Bundesverband Deutscher Stiftungen 2014a, S. 122). Dennoch kann eine Recherche auch im Internet erfolgreich sein. Ein wichtiges Hilfsmittel stellt der vom Bundesverband Deutscher Stiftungen betreute Index Deutscher Stiftungen dar. Unter www.stiftungsindex.de sind mittlerweile rund 10.000 Stiftungen aufgelistet, die mit einem eigenen Auftritt im Internet vertreten sind (Stand: Juli 2015). Über den Index kann die Homepage der Stiftung direkt angeklickt werden.

Eine weitere Online-Datenbank betreut das Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin seit 1989. Sie ist unter www.maecenata.eu/stiftungsdatenbank erreichbar und geht auf eine im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen erstellte Datensammlung zurück, die 1991 als erstes Verzeichnis Deutscher Stiftungen publiziert wurde. Die Datenbank wird als Grundlage für statistische Aussagen und verschiedene Publikationen wie z. B. für die an Fördersuchende gerichteten Verzeichnisse von Förderstiftungen genutzt. Datensätze zu einzelnen Stiftungen sind im Internet zugänglich. Daneben stellt der Maecenata Stiftungsführer über 6.000 elektronisch erreichbare Förderstiftungen in einzelnen Stiftungsprofilen mit Informationen zu Zwecksetzung und Fördermöglichkeiten sowie Kontaktdaten inkl. Ansprechpartner vor. Über die Einbindung verschiedener Links wird ermöglicht, auf Homepages, E-Mail-Adressen sowie auf die Satzung der jeweiligen Stiftung direkt zuzugreifen.

Auf den Internetseiten der Stiftungsbehörden der einzelnen Länder kann in der Regel ebenfalls eine Liste der beaufsichtigten Stiftungen abgerufen werden.

Eine Zusammenstellung mit Links zu den Homepages der einzelnen Bürgerstiftungen, die insbesondere für lokale Projekte interessant sein können, bietet der Bürgerstiftungsfinder der Aktiven Bürgerschaft unter www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungsfinder.

Insgesamt werden aus nahe liegenden Gründen immer mehr Darstellungen und Gesamtverzeichnisse zum Stiftungsbereich in das Internet verlagert (Aktive Bürgerschaft e.V. 2015; Bundesverband Deutscher Stiftungen 2015a; www.kulturfoerderung.org; www.buergerstiftungen.org/de/ueber-buergerstiftungen/buergerstiftungssuche.html).

Zur Identifizierung der passenden Stiftung hilft die Beantwortung folgender Fragen:
  • Fördert die Stiftung oder verwirklicht sie operativ ausschließlich eigene Projekte?

  • Steht die Stiftung für Förderanträge Dritter offen oder sucht sie ausschließlich selbst nach geeigneten Förderprojekten?

  • Wird das Förderprojekt vom Stiftungszweck erfasst?

  • Bestehen Beschränkungen der Fördertätigkeit?
    • auf bestimmte Destinatäre?

    • auf bestimmte Sachgebiete?

    • auf bestimmte Regionen?

  • Stimmt das Projekt mit den derzeitigen Förderschwerpunkten der Stiftung überein?

  • Gibt es konkrete Auflagen für eine Förderung? Was sind Auswahlkriterien?

  • Kann der Förderbedarf von den finanziellen Kapazitäten der Stiftung abgedeckt werden?/In welcher Höhe ist eine Förderung möglich?

  • Muss der Antragsteller zusätzlich eigene Gelder bereitstellen?

  • Darf das Projekt schon begonnen haben, bevor die Förderung beginnt?

  • Für welchen Zeitraum ist eine Förderung möglich?

  • Bis wann muss der Antrag gestellt werden?

  • Zu welchem Zeitpunkt schüttet die Stiftung aus? Mit welchen Vorlaufzeiten ist zu rechnen?

Es bietet sich an, beim Abgleich des eigenen Projekts mit bestehenden Stiftungszwecken kreativ zu sein: So kann etwa ein Bildungsvorhaben auch Elemente eines Kultur- oder Wissenschaftsprojekts beinhalten. Zudem ist manches Projekt in bestimmten Grenzen mitunter an die Anforderungen einer Förderstiftung anpassbar (Maecenata Institut 2003, S. 2). Auch sind manche Stiftungen durchaus auch für neue, innovative Ideen offen, die ihren aktuellen Fokus ggf. erweitern.

Hat die Recherche ergeben, dass eine bestimmte Stiftung aufgrund ihrer Satzung und sonstigen Anforderungen grundsätzlich als Förderpartnerin in Betracht kommt, empfiehlt sich eine erste Anfrage auf persönlichem, telefonischem oder schriftlichem Wege, in der das Projekt und seine Umstände kurz geschildert werden, um zu klären, ob eine Förderung in der aktuellen Situation der Stiftung überhaupt in Betracht kommen kann, denn manchmal
  • hat eine Stiftung Fördergelder bereits für einen längeren Zeitraum im Voraus verplant;

  • wurden Förderpolitik oder Schwerpunkte der Stiftungstätigkeit gegenüber den bisherigen Verlautbarungen verändert;

  • muss die Stiftung ihre Fördertätigkeit wegen sinkender Erträge einschränken.

Um vertieft in Erfahrung zu bringen, welche Stiftungen was konkret gefördert haben, sind auch unverbindliche Gespräche mit deren Vertretern oder Geförderten ebenso hilfreich wie Berichte in Zeitungen, Fachzeitschriften oder im Internet.

Im Anschluss an die Recherche nach passenden Stiftungen, die Auswertung der Suchergebnisse und der gesammelten Unterlagen sowie der Kontaktaufnahme können die möglichen Erfolgsaussichten eines Förderantrages bewertet werden. Dabei sind die Antworten auf die zunächst gestellten Fragen zu vergleichen.

3.3 Schritt 3: Der Förderantrag

Es ist dringend davon abzuraten, alle Stiftungen, die in einem bestimmten, zum geplanten Projekt passenden Bereich fördernd tätig sind, mit einem allgemein gehaltenen, maschinell gefertigten Standardanschreiben, einem Rundbrief oder E-Mails anzufragen. Sinnvoller ist es, gezielt an die Stiftungen herantreten, bei denen man sich aufgrund der Recherche wirkliche Chancen ausrechnen kann. Zudem ist deutlich zu machen, dass die Führung der antragstellenden Organisation hinter dem Vorhaben steht (Maeceneta Institut 2003, S. 2; Starz 2008, S. 438). Wichtig für den Antragsteller ist, sich dabei nicht als Bittsteller zu verstehen, sondern der Stiftung als gleichwertiger Partner gegenüberzutreten, denn letztlich handelt es sich auch bei einer Förderung um ein „Geschäft auf Gegenseitigkeit“, in dem sich beide Seiten als Dienstleister verstehen sollten. Ein angemessen überzeugtes und gleichzeitig respektvolles Auftreten schafft eine gute Grundlage für eine spätere partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Ist die Entscheidung, eine bestimmte Stiftung um Unterstützung zu bitten, gefallen, muss der Förderantrag vorbereitet und gestellt werden. Die meisten Stiftungen fordern die Einhaltung spezieller und damit individueller Formalitäten, um die für eine Entscheidung notwendigen Informationen zu erhalten; mitunter sind auch Formulare vorgesehen. Diese Richtlinien sollten sorgfältig beachtet werden; einige Grundvoraussetzungen muss der Förderantrag aber in jedem Fall beachten. So sollte er etwa
  • Informationen zur antragstellenden Organisation (z. B. Zwecke, Rechtsform, Steuerbegünstigung, Mitgliederzahl, Bankverbindung) inkl. Ansprechpartner (mit Kommunikationsdaten etc.);

  • inhaltliche Angaben über das Projekt in Form einer kurzen Projektvorstellung bzw. -zusammenfassung sowie

  • einer ausführlichen, spannenden Projektbeschreibung mit Darstellung der Problemlage, des hierzu passenden Lösungskonzepts und der praktischen Umsetzung des Vorhabens (ausführlich zu den Inhalten zuvor 3.1), die zeigt, worin die spezifische Qualität und Wirkung des Projekts liegt;

  • Vorschläge für (gemeinsame) Öffentlichkeitsarbeit und Erfolgskontrolle;

  • die Beschreibung vorhandener Ressourcen der antragstellenden Organisation;

  • einen detaillierten Kosten- und Finanzierungsplan (Eigenmittel, Zusagen anderer Förderer und Antragssumme);

  • einen Zeitplan und

  • eventuelle Referenzen, Stellungnahmen, Gutachten etc.

enthalten (u. a. Haibach 2012, S. 392–395; Starz 2008, S. 437; ausführliche Checklisten bei Bortoluzzi Dubach 2011, S. 162–165.).

Darüber hinaus kann die Stiftung – auch schon vor der Projektbewilligung – weitere aussagefähige Unterlagen über den Antragsteller, wie etwa die Satzung, die letzten Freistellungsbescheinigung über die Steuerbegünstigung oder den letzten Jahresbericht, einfordern.

Die Betitelung des Projekts sollte prägnant und ansprechend sein und einen ersten Abgleich von Vorhaben und Stiftungszweck sowie eine schnelle fachliche Zuordnung ermöglichen. Mitunter mag er durch maximal zwei Untertitel konkreter bestimmt sein. Eine folgende Kurzbeschreibung dient der Stiftung zur feineren Abstimmung und zur Prüfung, ob sie überhaupt die Möglichkeit hat, das vorgestellte Projekt zu fördern. Die Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen, die Skizzierung des Problembereichs und die vorgesehenen innovativen Lösungsvorschläge sollten beim Leser Neugier und Interesse an der Weiterbearbeitung wecken.

Wenn erforderlich, muss das Projekt im Detail vorgestellt werden (Bortoluzzi Dubach 2011, S. 153–157, 163 f.). Dennoch sollten die Ausführungen nicht zu weitschweifig und umfassend sein – auch Mitarbeiter in den Förderabteilungen von Stiftungen haben nicht unbegrenzt Zeit. Es empfiehlt sich, die Angaben zum Projekt so gut zu strukturieren, dass der jeweils mit dem Antrag befasste Mitarbeiter die für seine Aufgaben notwendigen Passagen erkennen kann. Die Projektbeschreibung sollte deutlich machen, warum ausgerechnet die angesprochene Stiftung der ideale Partner für das Projekt ist. Falls vorab eine wissenschaftliche Expertise oder sonstige Referenz erbeten ist, sollte diese gesondert beigefügt sein. Es kann sicherlich nicht schaden, auf bereits erfolgreich realisierte (vergleichbare) Projekte hinzuweisen. Um die Eignung des Antragstellers für die erfolgreiche Realisierung des Projekts deutlich zu machen, sollten zudem die bereits zur Verfügung stehenden Ressourcen der Organisation, etwa notwendige Fachkräfte, Räumlichkeiten etc. benannt werden.

Zielsetzung und Zielgruppe(n) des Projekts sollten herausgearbeitet und dabei der gemeinnützige und vielleicht auch zukunftsweisende Modellcharakter des Projekts deutlich herausgestellt werden. Viele Stiftungen wollen innovativen Vorhaben zum Erfolg verhelfen und sind daher neuen und einzigartigen Ansätzen gegenüber besonders aufgeschlossen. Mit Hinweis auf die einzusetzenden Methoden, Instrumente und Mittel sollte der individuelle Lösungsansatz beschrieben und die spezielle Vorgehensweise mit Blick auf das gewünschte Resultat und den Nutzen für die Zielgruppe(n) begründet werden.

Der Förderantrag muss nachvollziehbare Angaben über den finanziellen Rahmen des Projektes enthalten (vgl. Bortoluzzi Dubach 2011, S. 157–160, 164 f.). Von den meisten Stiftungen wird ein genauer und detaillierter Kosten- und Finanzierungsplan gefordert. Hier sind die geplanten Ausgaben und Einnahmen in Einzelposten aufgeschlüsselt einander gegenüberzustellen und in der Summe zu saldieren, um den Förderbedarf (beantragte Fördersumme) zu erkennen. Dabei sind auch der Eigenanteil und Zuwendungen weiterer Förderer sowie ggf. mögliche Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit klar zu benennen.

Die Stiftung benötigt zudem Angaben über die geplante Dauer des Projekts und den Zeitrahmen, in dem die Mittel erwartet werden. Bei auf Dauer angelegten Projekten sind an dieser Stelle auch Angaben über die vorgesehene Folgefinanzierung bei möglicher Fortführung des Projekts zu machen.

Selbstverständlich ist die eigene Organisation mit Angaben über Name, Sitz, Steuerbegünstigung, Gründungsjahr, Aufgaben und Ziele vorzustellen. Sowohl für inhaltlich wie administrativ motivierte Nachfragen ist die Stiftung auch für Angaben zum Projektbetreuer dankbar. Dabei empfehlen sich möglichst umfassende Hinweise zu Position, Funktion und Kontaktdaten des Ansprechpartners, ggf. auch zu seinem persönlichen Werdegang.

Das Anschreiben, mit dem der Projektantrag versandt wird, ist die Eintrittskarte zur weiteren Prüfung des Antrags bei der Stiftung. Es kann sachlich und kurz gehalten sein, sollte jedoch die Kontaktdaten des Antragstellers, einen Betreff und Angaben dazu enthalten, was man von der Stiftung erwartet, z. B. weitere Informationen, die Nennung weiterer möglicher Förderer, die Bewilligung, und warum gerade von ihr. Ein Anschreiben sollte zudem die Bereitschaft signalisieren, mit der Stiftung auch persönlich in Kontakt zu treten. Das Angebot zu einem persönlichen Gespräch vor Ort (dazu Bortoluzzi Dubach 2011, S. 200–203, 206 f.) signalisiert Interesse und Offenheit für die Aufgaben der Stiftung und ermöglicht ggf. die Übergabe weiterer Unterlagen und die Beantwortung wichtiger Fragen. So kann eine gemeinsame und auch über das eine Projekt hinaus tragende Kooperationsbasis geschaffen werden.

Neben den inhaltlichen sind auch allgemeine formale Anforderungen zu beachten: So sind präzise Formulierungen in einfachen, gut verständlichen Sätzen (ohne unnötige Fachterminologie) von Vorteil. Auch ein in sich logischer Aufbau mit durch Absätze sichtbaren inhaltlichen Abgrenzungen (insbesondere bei längeren Schriftstücken) kann die vorzeitige Ermüdung des Bearbeiters vermeiden. Eine Gliederung sollte bei notwendig umfassenden Antragsschriften vorangestellt sein. Natürlich dürfen Begeisterung und Herzblut nicht fehlen.

Wie die Bearbeitung des Antrags gestaltet ist, ist von Stiftung zu Stiftung unterschiedlich. Manche befassen sich grundsätzlich nur mit Anträgen, die den Vorgaben entsprechen, vollständig sind und fristgerecht eingereicht wurden; andere schätzen Voranfragen und/oder verhandeln mit Antragstellern (unklare) Einzelheiten, bevor der endgültige Antrag dem Entscheidungsgremium vorgelegt wird. Zum Teil wird von der Stiftung zudem eine Prüfung der Anträge durch unabhängige externe (Fach-)Gutachter in Auftrag gegeben (Maecenata Institut 2003, S. 2 f.).

Der Prüfungs- und Entscheidungsprozess ist im Regelfall in die in Abb. 1 dargestellten drei Phasen gegliedert.
Abb. 1

Prüfungs- und Entscheidungsprozess (in Anlehnung an Wiek 2013, S. 205–209)

3.4 Schritt 4: Die Abwicklung der Förderung

Je nach Projekt wird sich das Förderverfahren unterschiedlich entwickeln. Es sollte allerdings bestimmt sein durch gegenseitiges Vertrauen und Anerkennung. Wünschenswert ist es, wenn Stiftungen und Antragsteller zugleich geben und nehmen. Erst ein ausgewogenes Win-win-Verhältnis kann zum Erfolg auf beiden Seiten führen. Ein Fördervertrag bzw. eine zwischen den Partnern abgestimmte Bewilligung schafft für die gegenseitigen Rechte und Pflichten die verbindliche Grundlage (vgl. ausführlich Streiter 2013). Regelungsgegenstände sind u. a.
  • Gegenstand der Förderung
    • Zweck der Förderung

    • Fördersumme

    • Förderzeitraum

    • Zweckbindung und Auflagen

  • Abwicklung der Förderung
    • Informations- und Berichtspflichten des Mittelempfängers

    • Informations- und Auskunftsrechte der Stiftung

    • Zeitplan für die Auszahlung der Förderraten

    • Vorgaben für die Drittmittelverwaltung

    • Form und Zeitpunkt der Abrechnung

    • Projektdokumentation bzw. -evaluation

    • Geistiges Eigentum und Datenschutz

    • Rückforderungsrechte und andere Sanktionsmöglichkeiten

  • Kommunikation
    • Ansprechpartner und Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten

    • Absprachen zur Kommunikation des Projekts

    • Bestimmungen zur Außendarstellung der Stiftung

  • Anlagen
    • Projektantrag, inkl. Kosten- und Finanzierungsplan

Unhöflich, undankbar und ignorant ist schon mit Stiftungen umgegangen worden, nachdem die Projektbewilligung zugesagt und das Geld auf dem Konto des Förderempfängers eingegangen war. Nach und nach breitet sich aber die Philosophie der „Donor Services“ auch in Deutschland aus: Wer etwas gibt, will diese gute Tat auch gewürdigt sehen. Der Geförderte verpflichtet sich mit der Annahme einer Förderung zwar nicht unbedingt zur Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für die Stiftung. Eine Geste des Dankes und der Hinweis auf die Stiftung, die das Projekt in finanzieller Hinsicht erst ermöglicht hat, ist jedoch eine Selbstverständlichkeit. So sollten etwa
  • geförderte Publikationen einen Hinweis auf die Förderstiftung und ein Wort des Dankes enthalten;

  • geförderte Veranstaltungen auf der Einladung einen entsprechenden Hinweis enthalten, der Stiftung auch bei der Eröffnungsansprache nochmals gedankt, Vertreter der Stiftung hierzu eingeladen und ggf. aktiv in die Veranstaltungsgestaltung und -durchführung eingebunden werden;

  • in den Projektberichten die vollständige Förderung oder anteilige Unterstützung durch die Stiftung dargelegt werden.

Schon während des Förderzeitraums sollte mit der Stiftung ein guter Kontakt im Sinne des Relationship Fundraisings gepflegt und das Verhältnis intensiviert werden, etwa durch die Übersendung von Zwischenberichten, die Einladung von Mitgliedern der Stiftungsorgane und zuständiger Mitarbeit zu Projektbesichtigungen etc. Ein regelmäßiger, offener und partnerschaftlicher Austausch – nicht nur über die (Zwischen-)Erfolge des Projekts, sondern auch über sich ändernde Rahmenbedingungen und mögliche Fehlentwicklungen – schafft gegenseitiges Vertrauen und erhöht bestenfalls die Bereitschaft der Stiftung, sich nicht nur mit finanziellen Mitteln an der Realisierung des Projekts zu beteiligen, sondern auch anderweitige Expertise einzubringen (Maeceneta Institut 2003, S. 3; auch Lorentz und Schlüter 2012, S. 20 f.).

Zeitnah nach Projektende sollten unaufgefordert über das Projekt abgerechnet, Verwendungsnachweise eingereicht, ein Abschlussbericht erstellt und nicht benötigte Mittel zurückerstattet werden. Mitunter lohnt es sich, auch nach Förderende weiterhin Kontakt zur Stiftung und diese über den weiteren Fortgang des Projekts auf dem Laufenden zu halten. Mit Beachtung dieser Hinweise ist eine wichtige Weiche für die Zusammenarbeit auch in Zukunft (bei weiteren Projekten) gestellt.

4 Fazit

Wenn sich nicht ein tragfähiger Zufallskontakt ergibt oder belastbare Förderbeziehungen bestehen, setzt eine Förderung durch Stiftungen umfangreiche und oft auch mühsame Vorbereitungen voraus. Gerade weil Stiftungen zunehmend auf eine partnerschaftliche Ausrichtung gegenüber Antragstellern bedacht sind und ihre Fördergrundsätze und -programme öffentlich machen, muss die Vorbereitung und Durchführung eines Antragsverfahrens respektvoll, sorgfältig und passgenau auf die individuellen Verhältnisse der Stiftung erfolgen. Bei einer Ablehnung mag ein Unbehagen verbleiben, zumal die Förderentscheidungen oft nicht nachvollziehbar sind (Lorentz und Schlüter 2012, S. 20 f.). Hier mag sich eine erneute Kontaktaufnahme empfehlen, um Hinweise für eine Verbesserung der eigenen Projektidee oder des Antrages zu erhalten und vielleicht die Grundlage für eine erneute, dann vielleicht erfolgreichere Anfrage zu schaffen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.StiftungskonzepteBerlinDeutschland

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