HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik

ISSN: 1436-3011 (Print) 2198-2775 (Online)

Description

Die Zeitschrift HMD liefert IT-Fach- und Führungskräften Lösungsideen für ihre aktuellen Herausforderungen, zeigt ihnen Umsetzungsmöglichkeiten auf und informiert sie über Neues in der Wirtschaftsinformatik (WI). WI-Studierende, -Forschende und -Lehrende erfahren, welche Themen in der Praxis ihres Faches Herausforderungen darstellen und aktuell in der Forschung diskutiert werden.

HMD-Beiträge basieren auf einem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis der Wirtschaftsinformatik. Umfassendere Themenbereiche werden in HMD-Heften aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, so dass in jedem Heft sowohl Wissenschaftler als auch Praktiker zu einem aktuellen Schwerpunktthema zu Wort kommen. Den verschiedenen Facetten eines Schwerpunktthemas geht ein Grundlagenbeitrag zum State of the Art des Themenbereichs voraus. Zusätzlich enthält jedes Heft 1-2 Beiträge aus dem Themenspektrum der Wirtschaftsinformatik außerhalb des Schwerpunktes.

Verlag und Herausgeber haben sich zum Ziel gesetzt, die Qualität von HMD-Heften und -Beiträgen stetig weiter zu verbessern. 

  • Jeder Beitrag wird nach Einreichung mehrfach begutachtet: vom zuständigen HMD- oder Gastherausgeber (Herausgebergutachten) und von mindestens einem weiteren Experten, der anonym begutachtet (Blindgutachten). Die Gutachter bewerten den Beitrag und machen konstruktive Verbesserungsvorschläge oder empfehlen die Ablehnung. Nach Überarbeitung durch die Beitragsautoren prüft der betreuende Herausgeber die Einhaltung der Gutachtervorgaben und entscheidet in Zweifelsfällen abschließend über Annahme oder Ablehnung.
  • Mit dem »HMD Best Paper Award« werden alljährlich die drei besten Beiträge eines Jahrgangs gewürdigt. Die Auswahl der Beiträge erfolgt durch das HMD-Herausgebergremium.

Die HMD ist vor 50 Jahren erstmals erschienen: Im Oktober 1964 wurde das Grundwerk der ursprünglichen Loseblattsammlung unter dem Namen "Handbuch der maschinellen Datenverarbeitung" ausgeliefert. Seit 1998 lautet der Titel der Zeitschrift unter Beibehaltung des bekannten HMD-Logos "Praxis der Wirtschaftsinformatik". 

Nach 38-jähriger Tätigkeit für die HMD, davon 24 Jahre als Schriftleiterin, hat zum 1.7.2006 Prof. Dr. Heidi Heilmann diese Funktion an Prof. Dr. Susanne Strahringer übergeben. Am 1.1.2015 hat Prof. Dr. Matthias Knoll die verantwortliche Schriftleitung übernommen, mit Stellvertretung durch Dr. Stefan Reinheimer. Seit 2014 wird die Zeitschrift bei Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH von Sybille Thelen und Dr. Sabine Kathke (Stellv.) betreut. Im Rating VHB-JOURQUAL3 ist die HMD mit "D" gelistet.

Möchten Sie zu einem HMD-Heft beitragen, richten Sie Ihren Vorschlag gerne an die zuständigen Herausgeber oder reichen Sie Ihren Beitrag online ein. Willkommen sind Beiträge zum jeweiligen Schwerpunkt ebenso wie Beiträge zum gesamten Themenspektrum der Wirtschaftsinformatik.

 

Vorschau

          

HMD 318, 54. Jahrgang, Dezember 2017

Digital Workplace

Herausgeber: Josephine Hofmann

Digitalisierung, Vernetzung und Virtualisierung von Arbeit und Arbeitsgeräten verändern unsere Art zu arbeiten und die Wertschöpfung massiv. Es wird immer selbstverständlicher, dass Arbeit von unterschiedlichsten Orten aus und zu flexibilisierten Zeitpunkten erbracht wird. Immer leistungsfähigere Endgeräte und eine immer bessere Netzanbindung durch neue Mobilfunkstandards, WLAN-Zugänge und Hotspots erlauben ubiquitäre Arbeits- und Kommunikationsfähigkeit. Die damit verbundene Entgrenzung des Arbeitslebens wird auch aus arbeitswissenschaftlicher Sicht intensiv diskutiert. Modernität und Design entsprechender Ausrüstungen werden zu einem relevanten Faktor der Arbeitgeberattraktivität. Unterstützt werden diese Ausstattungstrends durch cloudbasierte Datenhaltung und Dienstebereitstellung; ein wesentlicher Funktionalitätenbereich dieser Digital Workplaces sind kollaborationsunterstützende Anwendungen, die immer mehr Echtzeitkooperation mit immer umfänglicheren Kommunikationskanälen ermöglichen.  Diese Entwicklung hin zur zunehmenden Virtualisierung von Arbeits“plätzen“ auf IT-Basis hat ein natürliches Gegenstück in der Frage, wie diese virtuellen Arbeitsmöglichkeiten in physische Arbeitsumgebungen und Meetingräumlichkeiten integriert werden.

Das geplante HMD-Heft 318 will eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Thema des Digital Workplace vorlegen. Wie ist der aktuelle Stand der Ausrüstungen? Wie ist die Durchdringung in einzelnen Branchen, Unternehmensgrößen oder Funktionsbereichen? Mit welchen Vorgehensweisen werden die Nutzer dieser Arbeitsmittel in deren Planung und Implementierung einbezogen, welche Beteiligungsformen gibt es hierfür? Wie „user-centric“ ist deren Planung? Welche Wirkungen haben diese Ausstattungskomponenten auf die individuelle Arbeitssituation, die Gestaltung von Teamwork, die Etablierung übergreifender Wertschöpfungsnetzwerke? Welche Implikationen in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz ergeben sich? Wie funktioniert das Zusammenspiel von virtuellen Arbeitsumgebungen, physischen Büroumgebungen und sonstigen Aufenthaltsorten?

Dieses Schwerpunktheft stellt wesentliche Entwicklungslinien, Lösungen, Diskussionslinien  und Anwendungsbeispiele vor, beschreibt wesentliche Erfahrungen aus Projekten und soll damit einen prägnanten Überblick über die genannten Fragestellungen ergeben.  

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Josephine Hofmann, Josephine.Hofmann@iao.fraunhofer.de

   

HMD 319, 55. Jahrgang, Februar 2018

Enterprise Systems

Herausgeber: Knut Hildebrand, Christian Leyh

Betriebswirtschaftliche Standard-Software gibt es seit Jahrzehnten, und spätestens seitdem SAP R/3 Anfang der 1990er den Markt für ERP-Anwendungen zunehmend dominierte, ist Enterprise Software der Dreh- und Angelpunkt der betrieblichen Datenverarbeitung. In den vergangenen Jahren hat sich viel getan, neue Techniken und Anwendungsfelder haben sich entwickelt – Big Data, Cloud Computing oder Bring your own Device – um nur einige zu nennen.

Neue Systeme bringen nicht nur zusätzliche Funktionen mit, sondern regelmäßig auch frische Probleme. Die Integration von Systemen und Anwendungen, Migration von Legacy-Systemen zu ERP-Standardsoftware in der Cloud, Releasewechsel und Upgrades, neue Hardware, Datenbanken oder Betriebssysteme – immer gibt es etwas zu tun, oft wird Neuland betreten. Soll man sich für Standardlösungen („alles aus einer Hand“) ent­scheiden oder passt „Best-of-Breed“ besser? Wie geht man um mit den alten Daten, was kann, soll, muss archiviert weden? Was ist im Mittelstand anders als in einem Groß-Konzern?

Entscheidend ist für die IT im Unternehmen, als „Enabler“ für den Unternehmenserfolg zu agieren. Sei es mit einer maßgeschneiderten CRM-Anwendung oder mit hochkomplexen Supply-Chain-Management-Lösungen, die betriebsübergreifend mit der ERP-Software interagieren. Im HMD 319 werden diese Themen aufgegriffen und diskutiert. Vorgesehen sind – neben konzeptionellen Grundlagen – insbesondere aktuelle praxisrelevante Beiträge, Projekt- und Erfahrungsberichte zum Thema Enterprise Systems.

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Knut Hildebrand, Knut.Hildebrand@hswt.de

Christian Leyh, christian.leyh@tu-dresden.de

   

HMD 320, 55. Jahrgang, April 2018

Digitale Geschäftsmodelle

Herausgeber: Stefan Meinhardt, Karl-Michael Popp

Digitale Geschäftsmodelle und die damit erforderliche Transformation stellt Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen: Betroffen ist nicht nur die gesamte Wertschöpfungskette und eine veränderte Interaktion mit dem Kunden, sondern oftmals auch die gesamte Organisation, ihre Prozesse und die zugrundeliegenden IT-Systeme. Eine zielführende Digitalstrategie zeigt nicht nur Chancen für neue digitale Erlösquellen auf, sondern verfolgt in erster Linie auch die digitale Transformation des bisherigen Geschäfts.

Bei der Diskussion von digitalen Geschäftsmodellen stehen oftmals bahnbrechende, markt- oder Industriegrenzen verändernde Entwicklungen im Fokus. Durch diese „disruptiven“ Entwicklungen, getrieben von innovativen digitalen Technologien und darauf basierenden Geschäftsmodellen, verändern sich komplette Marktmechanismen.

Beispiele für solche Entwicklungen sind Technologien, die neuartige digitale Geschäftsmodelle gar erst möglich machen, wie z. B.  Cloud Plattformen, Internet of Things, Robotics, Virtual Reality, Artificial Intelligence & Machine Learning, 3D-Printing, Big Data & Data Intelligence sowie Blockchain.  Die Wertschöpfung mit Produkten und damit verknüpfbaren, häufig datenbasierten, Diensten wird bei digitalen Geschäftsmodellen in der Regel neu definiert und es kommt stark darauf an, in neuartigen System- bzw. Lösungszusammenhängen anstatt in Produkten zu denken.

Digitalinvestitionen ohne ein grundlegendes Verständnis des digitalen Marktes und der passenden digitalen Geschäftsmodelle sind in der Regel nicht erfolgreich. Um unternehmerische Fehlentscheidungen zu verhindern, sollte ein klares strategisches Zielbild und ein digitales Transformationskonzept entwickelt werden, das die jeweiligen Chancen und Risiken adäquat bewertet.

Beiträge aus Forschung und Praxis werden sich mit den Fragestellungen auseinandersetzen, die neue digitale Geschäftsmodelle aus verschiedenen Blickwinkeln für Unternehmen mit sich bringen. Betroffenen und Interessierten sollen Enabler-Technologien zur Digitalisierung sowie Effekte der Digitalisierung auf Marktbedingungen und die beteiligten Unternehmen aufgezeigt werden. Darüber hinaus werden im Schwerpunktheft HMD 320 neuartige digitale Geschäftsmodell-Beispiele sowie Methoden und Technologien, die bei der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen maßgeblich sind, vorgestellt.

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Stefan Meinhardt, stefan.meinhardt@sap.com

  

HMD 321, 55. Jahrgang, Juni 2018

Vague Information Processing

Herausgeber: Andreas Meier, Rudolf Seising

Im Zeitalter von Big Data werden immense Informationsbestände aus unterschiedlichen Quellen gesammelt: Mitteilungen (Postings) aus sozialen Netzwerken, elektronische Briefe (eMails) und Korrespondenz, Anfragen aus Suchmaschinen, Dokumentsammlungen aus Content-Management-Systemen, Sensordaten beliebiger Art, Kursentwicklungen von Börsenplätzen, Daten aus Verkehrsströmen, Satellitenbilder, Videoaufnahmen, Messdaten von Geräten des Haushalts (Smart Meter), Kauf- und Bestellvorgänge aus elektronischen Shops, Daten aus eHealth-Anwendungen oder Aufzeichnungen von elektronischen Monitoring-Systemen.

Wie steht es mit der Qualität und der Aussagekraft dieser Daten? Daten oder daraus abgeleitete Informationen sind oft missverständlich, unbestimmt, ungenau, ungewiss, unsicher oder vage. Deshalb drängt es sich auf, Verfahren zu entwickeln, welche die Ungewissheit der Daten miteinbeziehen und bewerten. Ein Lösungsansatz besteht darin, die unscharfe Logik (Fuzzy Logic) zur Bewertung der Information anzuwenden. Diese kennt nicht nur die beiden Wahrheitswerte wahr (1) und falsch (0), sondern alle Abstufungen oder Grautöne dazwischen. Das Arbeiten mit Mengenzugehörigkeitsfunktionen erlaubt deshalb, differenzierte Aussagen über die Qualität der Daten zu erhalten.

Im Schwerpunktheft HMD 321 wird das Potenzial bei der Anwendung der unscharfen Logik im betriebswirtschaftlichen Umfeld aufgezeigt und diskutiert: unscharfe Segmentierung von Online-Kunden, Festlegen von individualisierten Preisen, Nutzung eines Fuzzy Data Warehouse für Web Analytics und Monitoring, unscharfe Selektion von Kunden für eine Marketingkampagne, Aufbau eines Service Managements mit linguistischen Konzepten oder politische Wahlhilfen basierend auf unscharfer Klassenbildung.

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Andreas Meier, andreas.meier@unifr.ch

Rudolf Seising, rudolf.markus.seising@uni-jena.de

  

HMD 322, 55. Jahrgang, August 2018

Wertbeitrag Wissen

Herausgeber: Stefan Reinheimer

  

HMD 323, 55. Jahrgang, Oktober 2018

IT-Architektur

Herausgeber: Matthias Knoll

Der Begriff „IT-Architektur“ ist vielschichtig, seine Verwendung in der Praxis daher häufig mehrdimensional. Eine mögliche Definition ist die Beschreibung der IT in einer Organisation über ein Ebenenmodell. Eine Ebene umfasst dabei die technische Infrastruktur und die Architektur der auf dieser Infrastruktur laufenden (Anwendungs-)Systeme. Diese Ebene beschreibt vorrangig Strukturen. Eine zweite Ebene beschreibt zentrale IT-Prozesse und damit auch die Anbindung an die Geschäftsprozesse, die sich der IT bedienen. Sie thematisiert vorrangig „Management-Tätigkeiten“. Eng verwandt mit dem Begriff der „IT-Architektur“ sind unter anderem die Begriffe IT-Unternehmensarchitektur, Software-Architektur, Rechner-/Prozessorarchitektur, System-/Anwendungsarchtektur, Daten-/Informationsarchitektur, und – im Zeitalter der Digitalisierung und des Internet of Things besonders aktuell – die Sicherheitsarchitektur.

Das Ziel der Ausgabe 323 der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik mit Erscheinungsdatum Oktober 2018 ist es, einen umfassenden Überblick über die Architekturbegriffe im Kontext der IT zu verschaffen, sie systematisch einzuordnen und Anwendungsszenarien zu beschreiben. Neben technischen Beiträgen sollen insbesondere auch alle Überlegungen zur „richtigen“ Architektur im Kontext der Digitalisierung mit einfließen. Denn letztlich ist es gerade heute von zentraler Bedeutung die unternehmenseigene IT-Architektur auf allen Ebenen so zu gestalten, dass der digitale Wandel des eigenen Unternehmens erfolgreich ist.

Bitte richten Sie Ihre Beitragsvorschläge oder Anfragen nach dem Call for Papers an:

Matthias Knoll, matthias.knoll@h-da.de

  

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