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Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Auszug

Nach Jahren der Stagnation und Konsolidierung steht die betriebliche Altersversorgung vor neuen Herausforderungen. Die demographischen Entwicklungen haben zu geänderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geführt, welche für die betriebliche Altersversorgung auch als Chance angesehen werden können. Für die meisten Industriestaaten wird damit gerechnet, dass die Alterslastkoeffizienten, welche das Verhältnis zwischen der Bevölkerung im Rentenalter (ab 65 Jahren) und der Arbeitsbevölkerung (15—64 Jahre) angeben, bis zum Jahr 2050 dramatisch ansteigen werden. 1 Als Konsequenz stehen umlagefmanzierte gesetzliche Rentenversicherungen vor der Alternative, entweder die Beitragssätze anzuheben oder die Versorgungsleistungen zu senken. Die politischen Entscheidungsträger in Deutschland haben sich für einen Mittelweg entschieden. Langfristig soll der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung 22 % nicht überschreiten.2 Gleichzeitig wurde das Rentenniveau des sog. Eckrentners von bislang 70 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens auf 67 % gesenkt. Um die sich vergrößernde Versorgungslücke im Alter schließen zu können, sollen die Bürger ermutigt werden, private oder betriebliche Versorgungsprodukte stärker in Anspruch zu nehmen. Das politische Eingeständnis, dass die in Deutschland bislang übermächtige Säule der gesetzlichen Rentenversicherung das Altersversorgungssystem nicht mehr alleine tragen kann, führte somit zu einer Aufwertung der bisherigen „Stützpfeiler“ der betrieblichen und privaten Altersversorgung. Zwar werden betriebliche Versorgungszusagen in der wissenschaftlichen Literatur und in der Rechtsprechung seit längerem als Entgelt verstanden.

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