Berufliche Rückgliederung nach der KZ-Haft

  • Paul Matussek
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie Psychiatry Series book series (PSYCHIATRIE, volume 2)

Zusammenfassung

Die im letzten Kapitel dargestellte Beziehung zu den Mitmenschen und zur Gesellschaft ist ein wichtiger Indikator für die geglückte bzw. mißlungene Reintegration. In diesem Kapitel wollen wir den Beruf als Sonderform der gesellschaftlichen Rückgliederung diskutieren. Zwar ist der Beruf in erster Linie eine Tätigkeit, die zum Broterwerb und zur Befriedigung persönlicher Fähigkeiten und Interessen ausgeführt wird. Darüber hinaus ist er aber auch ein Bindeglied zur mitmenschlichen und gesellschaftlichen Wirklichkeit. Je nach Beruf und Berufserfolg wird der Kontakt zu den Mitmenschen und zur Gesellschaft verschieden ausfallen. Berücksichtigt man diese Tatsache, so empfindet man die Lücke in der Literatur über die Folgeerscheinungen bei ehemaligen KZ-Häftlingen doppelt stark. Berufliche Rückgliederungsprobleme wurden dort kaum angesprochen. Diese Lücke erklärt sich zum größten Teil daraus, daß man sich primär um die körperlichen und seelischen Krankheiten und nicht um die gesellschaftlichen Reintegrationsprobleme bei ehemaligen Häftlingen kümmerte.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1971

Authors and Affiliations

  • Paul Matussek
    • 1
  1. 1.München 23Deutschland

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