Warum Gleichstellungspolitik an Hochschulen? Gründe und Erklärungsansätze für Ausschlüsse im Wissenschaftssystem

  • Eva Blome
  • Alexandra Erfmeier
  • Nina Gülcher
  • Sandra Smykalla
Chapter

Zusammenfassung

Dominanzkulturen im Wissenschaftsbetrieb bestehen trotz jahrzehntelanger Gleichstellungspolitik an Hochschulen bis heute fort. Ein Rückblick auf den Prozess der Institutionalisierung von Wissenschaft, Lehre und Forschung sowie auf die Entwicklung akademischer Denkstrukturen und Handlungslogiken macht deutlich, dass dabei geschlechtliche Zuschreibungen zu Abwertung und Ausgrenzung von Frauen geführt haben. Als empirische Begründung für den bis heute notwendigen gleichstellungpolitischen Handlungsbedarf dienen aktuelle Statistiken über Geschlechterverteilungen in den verschiedenen Statusgruppen an der Hochschule (1.1). Ein Einblick in die historische Entwicklung des Studiums und der akademischen Ausbildung zeigt, wie sich die Situation von Wissenschaftlerinnen historisch verändert hat und welche Entwicklungen sich in der Frauen- und Geschlechterforschung bis in die Gegenwart vollzogen haben (1.2). Ein Überblick über die bis heute wirksamen Erklärungsmuster für die Unterrepräsentanz von Frauen in bestimmten Fächergruppen, Qualifizierungsstufen und in den Führungspositionen im Wissenschaftsbetrieb dient schließlich zur Orientierung und als Argumentationsgrundlage für die gleichstellungspolitische Praxis (1.3).

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  • Eva Blome
    • 1
  • Alexandra Erfmeier
    • 2
  • Nina Gülcher
    • 3
  • Sandra Smykalla
    • 4
  1. 1.Universität GreifswaldGreifswaldDeutschland
  2. 2.Universität Halle-WittenbergHalleDeutschland
  3. 3.Universität GöttingenGöttingenDeutschland
  4. 4.Fachhochschule KielKielDeutschland

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