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Die Ostsahara im Spätquartär

Ökosystemwandel im größten hyperariden Raum der Erde

  • Hans-Joachim Pachur
  • Norbert Altmann

About this book

Introduction

Die Ostsahara ist der größte hyperaride Raum der Erde. Die Forschungen zeigen, dass in den letzten ca. 13.000 Jahren ein geradezu dramatischer Klimawandel abgelaufen ist. Die Rekonstruktion der ostsaharischen Geoökosysteme auf der Basis von geomorphologisch-paläohydrographischen, sedimentologischen und paläozoologischen Befunden führt zu überraschenden Ergebnissen. Beispielsweise erweisen sich einige schwer zugängliche Syneklisen der Ostsahara während der früh- bis mittelholozänen Feuchtphase als bedeutende Wasserdampfquellen. Die Existenz von fischreichen Süßwasserseen und ausgedehnten Sümpfen im Inneren des Kontinents führte zu einem rückgekoppelten System mit niederschlagsauslösendem Effekt und Grundwasserbildung. Paläodrainagesysteme hoben den endorheischen Status auf; sie bildeten Migrationsbahnen für äthiopide Großsäuger und neolithische Ethnien. Der Widerspruch zwischen der heutigen Aridität und der Tatsache eines Grundwasserexports aus den großen Becken der Ostsahara an die nordafrikanische Küste wird vor dem Hintergrund der geologischen und paläoklimatischen Entwicklung diskutiert.

Keywords

Aridität Biosphäre Fossilien Geomorphologie Holozän Karte Klima Klimawandel Niederschlag Paläoklima Wasser Wüste hyperarid Ökosystem

Authors and affiliations

  • Hans-Joachim Pachur
    • 1
  • Norbert Altmann
    • 1
  1. 1.Institut für Geographische Wissenschaften Fachrichtung Physische GeographieFreie Universität BerlinBerlin

Bibliographic information