Die Befragung als Kommunikationssituation

Zur Reaktivität im Forschungsinterview

  • Authors
  • Armin Scholl

Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 109)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-11
  2. Armin Scholl
    Pages 13-17
  3. Armin Scholl
    Pages 18-34
  4. Armin Scholl
    Pages 35-50
  5. Armin Scholl
    Pages 51-74
  6. Armin Scholl
    Pages 97-99
  7. Armin Scholl
    Pages 100-126
  8. Armin Scholl
    Pages 127-135
  9. Armin Scholl
    Pages 136-154
  10. Armin Scholl
    Pages 166-183
  11. Armin Scholl
    Pages 184-191
  12. Armin Scholl
    Pages 271-294
  13. Armin Scholl
    Pages 299-322
  14. Back Matter
    Pages 323-332

About this book

Introduction

8. 4 Zusammenfassung In diesem Kapitel sind die Funktionen nonverbaler Kommunikation beschrieben, um sie im Kontext der Kommunikation im Interview einzuordnen. Die Bedeutung nonverbaler Kommunikation in den Inferenzprozessen für die Eindrucksbildung belegt, daß es für die empirische Erforschung dieser Eindrucksbildung erforderlich ist, nonverbale Indikatoren zu erheben. Eine Einschränkung soll jedoch an dieser Stelle gemacht werden: Zwar kann man zeigen, daß aufgrund nonverbaler Kommunikation Inferenzen provoziert werden, allerdings können diese non­ verbalen Verhaltensweisen nicht für sich stehen, sondern sind an die verbale Kommunikation ge­ bunden, bzw. beziehen sich auf sie. Auch die Inferenzen sind ihrerseits wiederum verbalisier­ tl3 bar. Nur unter dieser Voraussetzung ist es sinnvoll, in einer Reaktivitätsbefragung statt in einer Beobachtung die Eindrucksbildung nachzuvollziehen. 113 Deshalb will z. B. KNAPP (1986: 233) nonverbale Verhaltensweisen nicht als Kommunikationssystem ver­ standen wissen. 9 Das Interview als soziale Situation 9_1 Problematisierung des Situationsbegriffs Eine der Grundlagen der hier entwickelten und vorgestellten Theorie des Forschungsinterviews ist 1l4 seine Konzeptualisierung als soziale Situation _ Einerseits muß sich der Mensch situational ver­ halten, selbst wenn er sich personal verhalten möchte, andererseits wird die Situation personal wahrgenomen und entsprechend umgewandelt, so daß Handlung und Situation interpenetrie­ ren_ 115 (MARKOWITZ 1979: 37) Oder konkreter: Einerseits determiniert die Situation das Verhalten, jedoch ist auch das Verhalten ein Teil der Situation, so "daß Verhalten sich nicht nur im Rahmen sozialer Situationen äußert, sondern diese auch als ihr Teil konstituiert.

Keywords

Einkommen Emotion Interaktion Kommunikation Sozialwissenschaft Struktur

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-93600-4
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1993
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12338-7
  • Online ISBN 978-3-322-93600-4
  • About this book