Bei der Ankunft in der Akutstation wurde eine Hämogasanalyse durchgeführt, mit folgenden Ergebnissen: Anteil an eingeatmetem Sauerstoff 21 % (FiO2, Normwert: 21 %), Sauerstoffpartialdruck 47 mm Hg (pO2, Normwert: 75–100 mm Hg), Kohlendioxidpartialdruck von 29 mm Hg (pCO2, Normwert: 35–45 mm Hg), einen D‑Dimer-Wert von 464 ng/ml (Normwert: <500 ng/ml), Procalcitonin von 0,16 ng/ml (Normwert: <0,05 ng/ml) und einer Anzahl von weißen Blutkörperchen von 26.610/ml (Normwert: 4000–10.000/ml). Weiters wurden mehrere Blutabnahmen zur Virus-Antikörper-Bestimmung durchgeführt, und zwar für das H1N1-Virus, für H3N2, für das Adenovirus, für das humane Meta-Pneumovirus 3, das Parainfluenza-Virus 1–4, das Bocavirus, und für das Coronavirus 229E und OC43, alle mit negativem Ausgang. Diese ausgedehnten Virus-Titer-Bestimmungen werden in der Pneumologie nur bei klinischen Notfällen durchgeführt, wobei man ein Ergebnis innerhalb von 3–6 h (wenn dringend eingestuft) erhält. Auch die Bestimmung von Autoimmun-Antikörpern verlief negativ. Blutkulturen für aerobe und anaerobe Bakterien blieben negativ. Auch zeigte sich keine Erhöhung des C‑reaktiven Proteins.
Laut dem „Lake Louise Consensus of the Definition of Altitude Illness“ hatte dieser Patient einen Punkte-Score von 6 und damit mehr als pathologisch (ab 3 Punkte spricht man von einer AMS – „acute mountain sickness“).