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Spezialisierung im Journalismus

pp 111-122

Das Konstrukt Nutzwert und wie es vom Rezipienten erkannt wird

  • Andreas EickelkampAffiliated withInstitut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, der Universität Leipzig

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Neben dem klassischen Informationsjournalismus (Dernbach 2005) machen Medien aller Art Kommunikationsangebote, die die Rezipienten auf ihren individuellen Alltag beziehen, als nützlich bewerten und ggf. in Handlungen umsetzen können. Als „praktischer Stoff“ (Groth 1961: 73ff.), Service- (Wolff 2006: 246ff.), Ratgeber- (Mast 2004: 491ff.) oder Nutzwertjournalismus (Fasel 2004; Haller/Eickelkamp 2007: 255ff.) kann diese Journalismusform thematisch universell oder auch speziell angelegt sein, etwa im Wirtschaftsjournalismus (Spachmann 2005). Diverse Medien haben eine derartige rezipientenorientierte Berichterstattung in den vergangenen Jahrzehnten inhaltlich und strukturell etabliert und ausgebaut (Meier 2002). Anders als in journalistischen Angeboten mit rein berichtenden oder rein räsonierenden Darstellungsformen ist im Nutzwertjournalismus erstens eine Funktion identifizierbar, die Hinweise und Orientierung in einem thematischen Gebiet gibt, zweitens eine Beratungsfunktion und drittens eine Problemerkennungs- und -lösungsfunktion (Eickelkamp 2004).