Zusammenfassung der Sitzung vom 12. Juni 2014 im Rahmen der 98. Tagung der DGP in Berlin

Für die dreiteilige AG-Sitzung wurden nach Auswahl in einem anonymisierten Reviewverfahren 18 Beiträge als Vorträge angenommen (6 oberer Gastrointestinaltrakt, 6 Leber und Pankreas sowie 6 unterer Gastrointestinaltrakt). Die übrigen Anmeldungen wurden als Poster berücksichtigt. Im Verlauf der AG-Sitzung waren zwischen 30 und 90 Zuhörer anwesend. Neben den wissenschaftlichen Beiträgen wurden 2 „State-of-the-Art-Vorträge“ ausgewählt. Professor Rindi, Pathologie Rom, stellte in seiner 30-minütigen Präsentation Neuigkeiten zu neuroendokrinen Tumoren dar. Der Vortrag wurde von den Auditoren lebhaft diskutiert – stellen doch die „NETs“ eine klinisch-pathologische Herausforderung dar.

Frau Aust aus Dresden berichtete über den aktuellen Stand der neu veröffentlichten Zöliakieleitlinie. Die innerhalb der AG-Sitzung präsentierte Zusammenfassung ausgewählter Poster, in diesem Jahr von Herrn Bläker aus Berlin umfassend vorgetragen, dokumentierte, dass die Posterbeiträge aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft und des Vorstandes der DGP einen außerordentlich wichtigen Beitrag zum Programm der Tagung darstellen. Die Bedeutung der Poster wird dadurch unterstrichen, dass ein gut dotierter Posterpreis der GI-Pathologie zugesprochen wurde (Darjus Tschaharganeh -FR.1-001-).

Schwerpunkte der Tätigkeit der AG Gastroenteropathologie

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung anlässlich der Jahrestagung wurde vom Sprecher der AG über die Aktivitäten des vergangenen Jahres kurz referiert. Im letzten Jahr wurde eine ganze Reihe von Tagungen klinischer kooperierender Fachgesellschaften durch Beiträge unterstützt (DGVS, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie, Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin u. a.). Insbesondere bei der DGVS-Planung sind praktisch alle Organe des Verdauungssystems durch Sitzungen mit außerordentlich hoher Pathologiebeteiligung vertreten. Kritisch wurde eine Teilnahme mit einer eigenen Sitzung im Rahmen der DGEBV-Tagung in München diskutiert. Von einer eigenen Sitzung wird auch in Zukunft abgesehen, eingeladene Referenten sind aufgefordert, pathologisches Fachwissen interdisziplinär auf dieser Tagung zu vertreten.

Ein Überblick über die aktuellen Leitlinienaktivitäten wurde gegeben. Die Leitlinie „Hepatozelluläres Karzinom“ ist veröffentlicht, ebenso die Leitlinie „Pankreaskarzinom“. Die Leitlinie zur „Diagnostik und Therapie des Ösophaguskarzinoms“ ist derzeit im Konsensusverfahren. Es wurde darauf hingewiesen, dass insbesondere die mandatierte Mitwirkung bei der Ausarbeitung der Leitlinien von Pathologen zu unterstützen ist. Insbesondere die finalen Abstimmungsverfahren müssen die Aspekte des Fachgebiets widerspiegeln. Die Leitlinie „Zöliakie“ ist ebenfalls abgeschlossen, hier wurden die wesentlichen pathohistologisch relevanten Themenschwerpunkte im Rahmen einer „State-of-Art-lecture“ von Frau Aust aus Dresden zusammenfassend dargestellt.

Die Leitlinie zur „Diagnostik und Therapie der Fettlebererkrankungen“ befindet sich im Stadium der Literatursuche und Fragenformulierung.

Neue Mitglieder, die dem Beirat der AG Gastroenteropathologie beigetreten sind, sind:

  • Herr Dr. med. Jens Neumann, Pathologisches Institut der München/LMU sowie

  • Herr PD Dr. Rupert Langer, Oberarzt des Instituts für Pathologie der Universität Bern.

Dem Beirat der AG gehören in alphabetischer Reihenfolge an:

D. Aust, Dresden; S. Baldus, Bergisch Gladbach; G. Baretton, Dresden; H. Bläker (stellvertretender Sprecher), Berlin; M. Eck, Aschaffenburg; I. Esposito, München/TU; G. Faller, Karlsruhe; Th. Kirchner, München/LMU; A. Jung, München/LMU; C. Langner, Graz; R. Langer, Bern; J. Lüttges, Hamburg; J. Neumann, München/LMU; Ch. Röcken, Kiel; J. Rüschoff, Kassel; P. Schirmacher, Heidelberg; A. Tannapfel, Bochum (Sprecherin); M. Vieth, Bayreuth; E. Wardelmann, Köln; M. Werner, Freiburg.

Es wurde beschlossen, dass sich der Beirat wie üblich im Herbst bzw. Frühwinter in Frankfurt am Main erneut treffen wird, um die Aktivitäten des nächsten Jahres zu besprechen und zu beschließen. Eine Terminabfrage wird erfolgen.