, Volume 18, Issue 1, pp 25-34,
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Quellen und Vorkommen kurzkettiger Alkylphenole (SCAP)

Zusammenfassung

Aus der Literaturrecherche und eigenen Untersuchungen geht hervor, dass kurzkettige Alkylphenole (SCAP) während der Verarbeitungs- bzw. Veredelungsprozesse fester fossiler Brennstoffe ebenso in die Umwelt freigesetzt werden können, wie basierend auf Prozessen verschiedenster Industrien. Die große Bandbreite an Verwendungs- und Anwendungsmöglichkeiten von SCAP bringt viele Eintragsmöglichkeiten in die Umweltmedien mit sich. Prägnant sind die prozessbedingten SCAP-Muster (vorkommende Einzelsubstanzen) der verschiedenen Industrien und Produkte, wodurch Eintragsquellen und Fließpfade genauer quantifiziert werden können. Natürliche Eintragsquellen von SCAP mit Konzentrationen bis zu mehreren Tausend ppm sind ausschließlich Erdöle bzw. erdölführende Gesteine. Dieser Sachverhalt in Verbindung mit ihren chemisch-physikalischen Eigenschaften begründet die Verwendung der SCAP als Fluss- und Prozessindikatoren in der Erdöl-Reservoir-Erkundung und -Förderung. Anlehnend daran ist der oft noch fehlende Kenntnisstand der Umweltrelevanz und -akzeptanz von SCAP in Grundwasser-Schadensfällen in Deutschland nicht nachzuvollziehen. Es wird verdeutlicht, dass SCAP neben Erdölreservoiren auch für den Wasserkreislauf als Fluss- und Prozessindikatoren prädestiniert sind.

Abstract

A literature research and own data on Short Chain Alkyl Phenols (SCAP) in the environment indicate that treatment of solid fossil fuel materials and the production of chemicals from various industries have common potenzial anthropogenic sources of SCAP compounds in the environment. Potenzial natural sources of SCAP in the environment are solely from petroliferous rocks. A wide range of SCAP applications for different industries is summarized here briefly. Many process-based inputs to the environment have been identified. Contaminations have specific “fingerprints”, (unique types of SCAP compound occurrences). This enables the identification of SCAP sources. Furthermore, unique environmental properties among the variety of SCAP compounds, facilitates characterisation of contaminated sites. Knowledge of the unique SCAP “fingerprints” in conjunction with the environmentally predictable relationships of the various SCAP compounds is the basis for the use of these substances in process and flow characterisation within aquifers.