Zeitschrift für Krebsforschung

, Volume 49, Issue 1, pp 57–85

Tabakmißbrauch und Lungencarcinom

  • Franz Hermann Müller
Article

DOI: 10.1007/BF01633114

Cite this article as:
Müller, F.H. Z Krebs-forsch (1940) 49: 57. doi:10.1007/BF01633114

Zusammenfassung

Wir haben somit an einem größeren Krankengut die Frage geprüft, welche Momente für die Zunahme des primären Lungencarcinoms verantwortlich zu machen sind und stellen als wichtigstes Moment das Tabakrauchen heraus.

Diese Tatsache verpflichtet uns, durch Aufklärungen und Hinweise auf diese Gefahren des Tabakrauchens eine weitere Zunahme des primären Lungencarcinoms einzudämmen. Insbesondere ist die weit verbreitete Unsitte des Inhalierens von Zigarettenrauch, durch die die krebserzeugenden Substanzen in die tieferen Atemwege gelangen, zu bekämpfen, wie überhaupt den Menschen, welche krebsbelasteten Familien entstammen, und allen, die mit chronischen Katarrhen der Atemwege behaftet sind, vom Tabakrauchen abzuraten ist.

Aus vielen Hinweisen ergibt sich daneben eine große Bedeutung der gewerblichen Schädigungen. Diese Frage bedarf noch weiterer eingehender Untersuchungen, die um so vordringlicher sind, als auch hier eine wirksame Prophylaxe den gewerblichen Arbeitern Schutz vor dieser Krankheit zu bieten vermag.

Auch die Frage, wieweit die Grippe an der Entstehung des primären Lungencarcinoms beteiligt ist, ist durch weitere Untersuchungen zu klären.

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© Verlag von Julius Springer 1940

Authors and Affiliations

  • Franz Hermann Müller
    • 1
  1. 1.Köln-BürgerhospitalMedizinischen Universitäts-PoliklinikKölnDeutschland