Trockenchemie

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Trockenchemie

Englischer Begriff

dry chemistry

Definition

Umgangssprachlicher Begriff für die Analytik mit trägergebundenen Reagenzien

Beschreibung

Es handelt sich um Analyseverfahren für eine qualitative oder quantitative Analyse mit (zumeist) geringem apparativen Aufwand und unter Verwendung von in getrockneter Form auf sog. Slides (kleinen Testfeldern) oder Teststreifen fixierten Reagenzien.

Die Bezeichnung Trockenchemie ist nicht korrekt. Tatsächlich laufen, ebenso wie bei der konventionellen (nasschemischen) Analytik, die chemischen Reaktionen in wässriger Phase ab. Im Unterschied zur Nasschemie liefert bei der Trockenchemie jedoch ausschließlich die zu untersuchende Probe (Blut bzw. Plasma oder Serum, Urin etc.) das Lösungsmittel (Wasser) für die chemischen Reaktionen. Exakter ist die Verwendung des Begriffs Analytik mit trägergebundenen Reagenzien (Analyse mit trägergebundenen Reagenzien). Ein wichtiges Einsatzgebiet sind Point-of-Care-Tests (POCT; Patientennahe Sofortdiagnostik).

Literatur

  1. Greiling H, Gressner AM (Hrsg) (1995) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie. Schattauer Verlag, Stuttgart/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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