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Ružička, Leopold Stjepan

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Ružička, Leopold Stjepan

Lebensdaten

Schweizer Chemiker, geboren am 13. September 1887 in Vukovar (Kroatien), gestorben am 26. September 1976 in Mammern (Kanton Thurgau). Im Jahr 1906 schrieb sich Ružička an der Technischen Hochschule Karlsruhe zum Chemiestudium ein. Er promovierte 1910 bei Hermann Staudinger und ging mit ihm 2 Jahre später an die ETH Zürich. 1918 habilitierte er dort und wurde 1923 an der ETH zum Titularprofessor ernannt. 1926 erhielt er eine Berufung an die Universität Utrecht, wo er von 1926–1929 als Professor für organische Chemie lehrte. 1929 kehrte er als Nachfolger von Richard Kuhn an die ETH Zürich zurück. Er arbeitete in den folgenden Jahren mit zahlreichen bedeutenden Wissenschaftlern zusammen, z. B. mit Tadeus Reichstein (Reichstein, Tadeus), der 1950 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Verdienste

Ružička erwarb sich durch seine Arbeiten über Steroide und die Sexualhormone Testosteron und Androsteron (17-Ketosteroide) hohes wissenschaftliches Ansehen. In seinem Labor wurden im Jahr 1931 erstmalig 50 mg Androsteron aus 25.000 L männlichen Harns isoliert. Drei Jahre später gelang es Ružička, Androsteron künstlich herzustellen. 1939 wurde ihm zusammen mit Adolf Butenandt (Butenandt, Adolf) der Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten über Polymethylene und höhere Terpenverbindungen und ferner 8 Ehrendoktorwürden verliehen.

Literatur

  1. Lectures N (1966) Chemistry 1922–1941. Elsevier Publishing Company, AmsterdamGoogle Scholar
  2. Oberkofler G (2001) Leopold Ruzicka (1887–1976): Schweizer Chemiker und Humanist aus Altösterreich. Studien Verlag Innsbruck, Wien/BozenGoogle Scholar
  3. Prelog V, Jeger O (1983) Leopold Ružička. 13. September 1887 bis 26. September 1976. Helvetica Chimica Acta 66:1307–1342CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Ehem. Krankenhaus Dresden-FriedrichstadtInstitut für Klinische Chemie und LabormedizinDresdenDeutschland

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