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Retentionszeit

  • T. Arndt
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Retentionszeit

Englischer Begriff

retention time; netto retention time; effective retention time

Definition

Bezeichnet in der Chromatografie die Zeit, die vom Start des Chromatografieprozesses (Probeneinlass) bis zum Auftreten des Analytmaximums im Detektor (im Chromatogramm) verstrichen ist.

Beschreibung

Zieht man von der Retentionszeit die sog. Totzeit ab, erhält man die effektive Retentionszeit oder Nettoretentionszeit. Die Totzeit entspricht der Zeitspanne zwischen Probenapplikation und der Registrierung der mit der Trennsäule nicht in Wechselwirkung tretenden und deshalb faktisch frei eluierenden Probenbestandteile im Detektor. Die mit oder unmittelbar nach der Totzeit eluierenden Probenbestandteile fasst man unter dem Begriff Lösungsmittelfront zusammen.

Durch eine geeignete Kombination aus mobiler Phase (Eluent; Mobile Phase) und stationärer Phase (Säulenfüllmaterial; Stationäre Phase) gelingt es, die Analyte von der Lösungsmittelfront abzutrennen, als individuelle Signale im Chromatogramm darzustellen und dadurch einer quantitativen Analyse zugängig zu machen.

Die Kenndaten können bei konstanter Aufzeichnungsgeschwindigkeit und isothermer Arbeitsweise direkt aus dem Chromatogramm abgelesen werden. In einem definierten chromatografischen System sind Tot-, Retentions- und Nettoretentionszeit substanzspezifische Konstanten. Sie können deshalb auch zur Signalidentifizierung, d. h. zur Zuordnung eines Messsignals (Peak) zu einem Analyten, genutzt werden; s. Abbildung im Stichwort Chromatogramm.

Literatur

  1. Latscha HP, Linti GW, Klein HA (2004) Analytische Chemie Chemie-Basiswissen III. Springer, Berlin/Heidelberg/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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