Pyrethroide

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Pyrethroide

Englischer Begriff

pyrethroids

Definition

Aliphatische Esterverbindungen, die sich von Pyrethrum ableiten. Insektizide.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Pyrethroide werden über die Haut oder Schleimhaut aufgenommen oder auch inhalativ über Schwebestaub. Im Organismus werden sie durch Hydrolyse und Hydroxylierung in 3-Phenoxibenzoesäure (3-PBA) und Cyclopropancarbonsäure überführt. Die Konjugate der Metabolite erscheinen im Urin.

Halbwertszeit

2,5–12 Stunden (Plasma).

Pathophysiologie

Bei Vergiftung treten Sensibilitätsstörungen auf, aber auch Erbrechen und evtl. Krämpfe. Schwere Vergiftungen wurden in Deutschland nicht beobachtet. Gelegentlich treten Mischintoxikationen von Organophosphaten und Pyrethroiden auf.

Untersuchungsmaterial

Urin.

Analytik

GC-MS oder LC-MS/MS.

Indikation

Verdacht auf Intoxikation.

Interpretation

Bei nicht exponierten Personen soll die 3-PBA-Konzentration <0,7 μg/L Urin liegen. Angaben über toxische oder letale Konzentrationen fehlen.

Literatur

  1. Geldmacher-von Mallinckrodt M (2009) Pyrethroids. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 599–603Google Scholar

Copyright information

© © Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskriminalamt NiedersachsenDezernat 53 „Chemie“HannoverDeutschland
  2. 2.HannoverDeutschland

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