Advertisement

Pituitary adenylate cyclase activating polypeptide

  • R. Tauber
  • F H Perschel
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Pituitary adenylate cyclase activating polypeptide

Synonym(e)

PACAP

Englischer Begriff

pituitary adenylate cyclase-activating polypeptide

Definition

Pituitary adenylate cyclase activating polypeptide ist ein Neuropeptid, das aufgrund von Strukturähnlichkeit einer Superfamilie zugerechnet wird, der auch Vasoaktives Intestinales Polypeptid (VIP), Glukagon, Growth Hormone Releasing Factor (GRF) und Sekretin angehören.

Beschreibung

PACAP wurde im Jahr 1989 erstmals aus Hypothalamusgewebe extrahiert und kurz danach als Peptid mit 38 Aminosäuren (PACAP38) identifiziert. Aus dem PACAP-Vorläuferpeptid kann außerdem das biologisch ebenfalls aktive 27 Aminosäuren umfassende PACAP27 freigesetzt werden, das dem N-terminalen Anteil des PACAP38 entspricht und eine 68 %ige Sequenzhomologie zu VIP aufweist. PACAP ist immunologisch in verschiedenen Bereichen des ZNS, in den meisten endokrinen Drüsen und in allen Teilen des Gastrointestinaltrakts nachweisbar. HPLC-Untersuchungen haben gezeigt, dass PACAP38 hierbei gegenüber PACAP27 überwiegt, der jeweilige Anteil jedoch gewebespezifisch unterschiedlich ist. PACAP kann in eine breite Vielfalt biologischer Prozesse, wie Reproduktion, Wachstum und Entwicklung, respiratorische und kardiovaskuläre Funktion, gastrointestinale Funktion, Immunantwort und zirkadiane Rhythmik eingreifen. In wieweit die hierbei beobachteten pharmakologischen Effekte physiologische Wirkungen widerspiegeln, ist gegenwärtig noch unklar. Die Konservierung der biologisch wirksamen Sequenz des PACAP in der Evolution vom Fisch bis zum Menschen deutet jedoch auf vitale Funktionen dieses Peptids hin.

Literatur

  1. Vaudry D, Gonzalez BJ, Basille M et al (2000) Pituitary adenylate cyclase-activating polypeptide and its receptors: from structure to functions. Pharmacol Rev 52:269–324PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

Personalised recommendations