Advertisement

Phencyclidin

  • C. Vidal
  • W. -R. Külpmann
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Phencyclidin

Englischer Begriff

phencyclidine; PCP

Definition

Anästhetikum, Opioidanalgetikum.

Molmasse

243,40 g.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Die Zufuhr erfolgt überwiegend inhalativ durch Rauchen entsprechender Zigaretten. PCP wird in der Leber metabolisiert, sodass ein- oder zweifach hydroxylierte Abbauprodukte entstehen, die im Urin ausgeschieden werden. Nur ca. 10 % der Muttersubstanz werden unverändert renal eliminiert.

Halbwertszeit

1–12 (bis 50) Stunden (Plasma).

Funktion – Pathophysiologie

Bei Überdosierung werden Anfälle, Rhabdomyolyse und Hyperthermie beobachtet. Todesfälle sind in der Regel nicht durch PCP selbst bedingt, sondern mittelbar durch Verletzungen und Ertrinken unter dem Einfluss der Droge.

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Serum (S), Plasma (P), Urin, Schweiß, Speichel, Haare.

Analytik

Immunoassay, HPLC, GC-MS, LC-MS/MS.

Indikation

Drogenscreening, Verdacht auf Phencyclidinabusus.

Interpretation

In Deutschland kein regulärer Bestandteil des Drogenscreenings. Der Missbrauch von PCP ist hier im Gegensatz zu USA selten. Die Untersuchung ist nur bei konkretem Verdacht erforderlich.

Therapeutischer Bereich (S, P): unbekannt; toxisch: 0,007–0,24 mg/L; komatös/letal: >1–5 mg/L.

Literatur

  1. Käferstein H, Sticht G (2009) Phencyclidine. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 499–502Google Scholar

Copyright information

© © Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskriminalamt NiedersachsenDezernat 53 „Chemie“HannoverDeutschland
  2. 2.HannoverDeutschland

Personalised recommendations