Mehrfachanalyse

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Zusammenfassung

Mehrfachanalyse

Definition

Gleichzeitige(r) Nachweis und/oder Bestimmung mehrerer Messgrößen in einer Probe (ggf. mithilfe eines Analysengerätes).

Beschreibung

Beispiel: Urinuntersuchung mittels Teststreifen zur gleichzeitigen Untersuchung z. B. auf Protein (s. Protein, gesamt im Serum (Plasma), Protein, gesamt im Urin), Glukose, Bilirubin, Urobilin(ogen), Nitrat (s. Nitrit im Urin) und Ketonkörper.

Zur gleichzeitigen quantitativen Bestimmung mehrerer Messgrößen in einer Probe werden Mehrkanalanalysensysteme eingesetzt, die (selektiv) die verschiedenen Bestimmungen durchführen. Die Auswertung der Mehrfachanalyse erlaubt weitergehende diagnostische Schlüsse als die Bestimmung nur einer Messgröße oder der zeitlich versetzten Messung verschiedener Messgrößen. Es muss bei der Auswertung berücksichtigt werden, ob die Messgrößen bezüglich z. B. der speziellen Krankheit voneinander abhängig oder unabhängig sind (s. a. Befundkranke).

Literatur

  1. Büttner J, Stamm D (1995) Ärztliche Verwendung von klinisch-chemischen Befunden. In: Greiling H, Gressner AM (Hrsg) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie, 3. Aufl. Schattauer Verlag, Stuttgart, S 96–111Google Scholar
  2. Galen RS, Gambino SR (1979) Norm und Normabweichung klinischer Daten. G. Fischer-Verlag, StuttgartGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskriminalamt NiedersachsenDezernat 53 „Chemie“HannoverDeutschland
  2. 2.HannoverDeutschland

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