Glutaminsäure

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Glutaminsäure

Synonym(e)

Glu

Englischer Begriff

glutamic acid

Definition

Eine nicht essenzielle α-Aminosäure und wichtiger Baustein von Proteinen. Meistens als „Glutamat“ bekannt. Geschmacksverstärker, besonders in Asien (erstmals im Jahr 1908 in Seetang [Kombu alga] in Japan nachgewiesen).

Struktur

Aminosäuren.

Molmasse

147,1 g.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Glu ist ein Schlüsselmolekül im Metabolismus der Zellen. Durch Transaminierung von α-Oxoglutarsäure mittels Glutamatdehydrogenase entsteht Glu und Ammonium, das in der Leber zu Harnstoff weiter verstoffwechselt wird.

Pathophysiologie

Glu ist im ZNS der häufigste exzitatorische Neurotransmitter. Es wird in den Synaptosomen gespeichert und durch Nervenimpulse freigesetzt. Postsynaptische Rezeptoren (NMDA- und Glu-Rezeptoren) binden Glu und werden aktiviert. Glu ist die Vorstufe von GABA (γ-Aminobuttersäure als Neurotransmitter).

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Serum, Plasma, Liquor, Urin.

Analytik

Aminosäuren.

Referenzbereiche

Aminosäuren.

Literatur

  1. Bremer HJ, Duran M, Kamerling JP et al (1981) Disturbances of aminoacid metabolism: clinical chemistry and diagnosis. Urban & Schwarzenberg, Munich/BaltimoreGoogle Scholar
  2. Duran M (2008) Amino acids. In: Blau N, Duran M, Gibson KM (Hrsg) Laboratory guide to the methods in biochemical genetics. Springer, Berlin, S 53–90CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.IngelheimDeutschland

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