Advertisement

Gliadin

  • R. Tauber
  • F. H. Perschel
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Gliadin

Englischer Begriff

Gliadin

Definition

Fraktion Glutamin- und Prolin-reicher Polypeptide, die durch Alkoholextraktion aus Weizengluten gewonnen wird.

Beschreibung

Die Gliadinfraktion besteht aus mehreren Polypeptiden mit Molmassen zwischen 30 und 75 kDa, die elektrophoretisch in 4 Subfraktionen, die α-, β-, γ- und ω-Gliadine, getrennt werden können. Alle 4 Fraktionen können bei Patienten mit Zöliakie eine Schädigung der Dünndarmmukosa auslösen. Gliadinen wurden zytotoxische Eigenschaften zugeordnet, deren Rolle bei der Pathogenese der Zöliakie unklar ist. Ebenso scheint eine hypothetische, durch Lektineigenschaften von Gliadinen vermittelte Bindung der Gliadine an Dünndarmepithelien keine pathogenetische Bedeutung zu haben.

Literatur

  1. Schuppan D (2000) Current concepts of celiac disease pathogenesis. Gastroenterology 119:234–242CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

Personalised recommendations