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Fab-Fragmente

  • H. Renz
  • B. Gierten
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Fab-Fragmente

Englischer Begriff

Fab fragments

Definition

Antigenbindender Teil von Immunglobulinen nach Spaltung durch Papain.

Beschreibung

Die Proteinase Papain spaltet Immunglobulin G im Bereich der prolinreichen Hinge-Region (Schwerketten) N-terminal der Disulfidbindung der Schwerketten. Neben einem Fc-Fragment entstehen dadurch zwei 47 kDa schwere Fab-Fragmente („antigen-binding fragment“). Bestehend aus der Kombination der variablen Teile von Schwer- und Leichtketten bilden die N-terminalen Enden der Fab-Fragmente die funktionelle Tasche des Immunglobulins, in der ein Antigen spezifisch binden kann. Durch unterschiedliche Kombination verschiedener Genbereiche (V = „variety“, J = „joining“, D = „diversity“) wird die Aminosäuresequenz und damit Tertiär- und Quartärstruktur des Fab-Fragments bestimmt.

Dieser Molekülbereich wird als hypervariable Region bezeichnet, da sich hinter den Bezeichnungen für die Genbereiche zahlreiche weitgehend voneinander unabhängig zu variierende Gene verbergen. Diese immensen genetischen Kombinationsmöglichkeiten bestimmen die Vielfältigkeit der möglichen Antigene.

Literatur

  1. Cruse JM, Lewis RE (1999) Atlas of immunology. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 116–121Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Institute of Laboratory Medicine and Pathobiochemistry, Molecular DiagnosticsPhilipps University Marburg, University Hospital Gießen and Marburg GmbHMarburgDeutschland
  2. 2.Institut für Medizinische Diagnostik GmbH, ImmunologieBioscientiaIngelheimDeutschland

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