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Direkte und indirekte, institutionelle und strukturelle Diskriminierung

Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Der Text untersucht die Bedeutung von institutioneller Diskriminierung, einer sozialwissenschaftlichen Kategorie, die in Deutschland rechtlich und politisch zunehmend relevant geworden ist. Neben begriffsgeschichtlichen Hintergründen werden zentrale theoretische und methodologische Perspektiven ausgearbeitet, um diesen noch wenig verstandenen Aspekt sozialer Ungleichheit und Unterdrückung empirisch und theoretisch weiter erschließen sowie geeignete Interventionen entwerfen und umsetzen zu können. Akzentuiert wird dabei das Themenfeld Migration und Bildung.

Schlüsselwörter

  • Institutionelle Diskriminierung
  • Organisation
  • Bildungsungleichheit
  • Rassismus
  • Migration

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Notes

  1. 1.

    In der angloamerikanischen Literatur werden die Begriffe Diskriminierung und Bias (im Deutschen: Einseitigkeit, Befangenheit, Voreingenommenheit) auch synonym verwendet. Da Diskriminierung stark mit Handeln assoziiert wird, wird Bias teilweise als der allgemeinere Begriff bevorzugt, „meant to capture any attitude, belief, or behaviour that might contribute to the problem of differential, group-based outcomes.“ (Henry 2010, S. 438).

  2. 2.

    Für den deutschen Kontext vgl. auch diverse Berichte und Publikationen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (www.antidiskriminierungsstelle.de/…) und des Deutschen Instituts für Menschenrechte (www.institut-fuer-menschenrechte.de/…).

  3. 3.

    Wenn in diesem Text von ethnischen Zugehörigkeiten die Rede ist – ob infolge von Fremdzuschreibungen oder von Selbstpositionierungen – werden diese grundsätzlich als soziale Konstruktionen begriffen, die in alltäglichen Interaktionen und im Zuge politischer Interessenskonflikte geltend gemacht und fortwährend transformiert werden.

  4. 4.

    Einflussreiche Macht- und Konflikttheorien, die teilweise verbunden wurden, waren neben der in diesem Text ausführlicher dargestellten institutionalistischen Perspektive die Interessentheorie der Diskriminierung (zsf. Feagin/Feagin 1986, 1999) und die These des Inlandskolonialismus (vgl. Carmichael und Hamilton 1967).

  5. 5.

    Ausführlichere historische Einordnung s. auch Hormel (2007); Gomolla und Radtke (2009); Gomolla (2010a).

  6. 6.

    Exemplarisch für die Fülle der Arbeiten vgl. Knowles und Prewitt (1969); Jones (1972); Alvarez et al. (1979).

  7. 7.

    Affirmative Action-Programme in den USA, Ethnic Monitoring und Positive Action-Programme in Großbritannien.

  8. 8.

    Vgl. z. B. Kalpaka und Räthzel (1986); Bielefeld (1992); Osterkamp (1996, 1997); Terkessidis (1998); Melter und Mecheril (2009); Scharathow und Leiprecht (2009); APuZ (2014).

  9. 9.

    Exemplarisch lassen sich diese Tendenzen am Abschlussbericht des Antirassismus-Ausschusses der Vereinten Nationen zum aktuellen Staatenbericht Deutschlands zur Umsetzung des 1969 unterzeichneten Antirassismus-Übereinkommens (ICERD) ablesen. Der VN-Ausschuss bescheinigt der Bundesregierung darin eklatante Defizite in der Aufklärung, strafrechtlichen Verfolgung und Unterbindung rassistischer Einstellungen und Gewalthandlungen. Er fordert in staatlichen Behörden wie im Bereich der Schule nachdrückliche Reformen von der Bundesregierung, um institutionellen Formen von Diskriminierung und Rassismus entgegenzuwirken (vgl. CERD 2015). In der offiziellen Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der ‚Linken‘ im Anschluss an das Staatenberichtsverfahren der VN wird die Relevanz der Auseinandersetzung mit Problemen von institutionellem Rassismus/institutioneller Diskriminierung leider weitgehend zurückgewiesen (vgl. Deutscher Bundestag 2015).

  10. 10.

    Exemplarisch für die Fülle der Literatur sei an dieser Stelle auf die kritische Diskussion der Perspektive des institutionellen Rassismus bzw. der institutionellen Diskriminierung von Troyna und Williams (1986); Miles (1991, 2000); Wieviorka (1995); Bonilla-Silva (1996); Bhavnani (2001); Wight (2003); Berard (2008); Gomolla (2010a); Hasse und Schmidt (2012) verwiesen.

  11. 11.

    Wie die institutionelle und organisationale Rahmung‚output‘-orientierter Bildungsregulierung die Ziele und Praxis einer inklusionsorientierten und diskriminierungskritischen Schulentwicklung unterläuft wird in einer Reihe von Studien in Bezug auf den englischen Kontext Anfang der 2000er-Jahre konkret nachvollzogen (vgl. Gomolla 2005; Tikly 2006; Gillborn 2008).

  12. 12.

    gl. z. B. Troyna und Williams (1986); Essed (1991); Troyna (1993); Miles (1991, 2000); Omi und Winant (1994); Crenshaw et al. (1995); Hall (2000); Gillborn und Youdell (2000); Feagin (2006); Gillborn (2008).

  13. 13.

    Für neuere ethnographische Untersuchungen von Selektionsprozessen im (vor-)schulischen Bereich wie in der beruflichen Bildung, die sich mit unterschiedlichen Akzentsetzungen auf institutionen- und organisationstheoretische Überlegungen stützen, vgl. Gomolla und Radtke (2002, 2009); Gomolla (2005); Sieber (2006); Imdorf (2008, 2015); Hasse und Schmidt (2010, 2012); Kelle (2015); Scherr et al. (2015); diverse Beiträge in Leemann et al. (2016).

  14. 14.

    Vgl. z. B. die viel zitierte Definition des amerikanischen Sozialpsychologen und Rassismustheoretikern James M. Jones (1972) von institutionellem Rassismus als „[t]hose established laws, customs, and practices which systematically reflect and produce group-based inequities in any society. An institution may be biased whether or not the individuals maintaining those practices have biased intentions.“ (zit. n. Henry 2010, S. 427); als aktuelleres Beispiel s. Macpherson of Cluny (1999).

  15. 15.

    Zu methodischen Fragen der Analyse institutioneller Diskriminierung z. B. Alvarez (1979); Gomolla und Radtke (2009, S. 83 ff.).

  16. 16.

    So z. B. im britischen Race Relations Act von 1976, der im Jahr 2000 zum Race Relations Amendment Act erweitert wurde. Ähnlich unterscheiden die Antidiskriminierungs-Richtlinien der EU zwischen unmittelbarer und mittelbarer Diskriminierung und das bundesdeutsche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – den Begriff der Diskriminierung vermeidend – zwischen unmittelbarer und mittelbarer Benachteiligung (vgl. AGG, § 3, 1 und 2; Bundesministerium der Justiz 2006).

  17. 17.

    Die Abgrenzung von institutioneller und struktureller Diskriminierung ist in der Literatur uneinheitlich. Einige Autoren fassen die in diesem Text als indirekte Diskriminierung gekennzeichneten Mechanismen als strukturelle Diskriminierung auf (vgl. z. B. Pincus 1999; Bielefeldt 2010). Generell handelt es sich bei individueller, institutioneller und struktureller Diskriminierung um idealtypische Konstruktionen, die sich nur analytisch trennen lassen. In der Praxis kommen sie in Reinform kaum vor (vgl. Pincus 1999; Dovidio et al. 2010).

  18. 18.

    Nghi Ha (2004) betont, „[w]ährend alle institutionellen Diskriminierungen sich strukturell auf die Gesellschaft auswirken, sind nicht alle strukturellen Diskriminierungen auf institutionelle Fehlorientierungen zurückzuführen.“ (ebd., S. 6); es habe jedoch „bisher keinen strukturellen Rassismus gegeben, der ohne institutionelle Unterstützung durch staatliche Agenturen und Akteure ausgekommen ist.“ (ebd., S. 7).

  19. 19.

    Hierzu ist der Forschungsstand insbesondere in den angloamerikanischen Ländern gut ausgebaut (vgl. exemplarisch Gillborn und Youdell 2000; für einen Überblick z. B. Radtke und Weiß 2000; Gomolla 2005, 2013).

  20. 20.

    Exemplarisch für die Fülle der vorliegenden Studien vgl. z. B. Dietrich (2001); Weber (2003, 2009); Rose (2012); Schofield und Alexander (2012); Große (2015); Schwendowius (2015).

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Gomolla, M. (2016). Direkte und indirekte, institutionelle und strukturelle Diskriminierung. In: Scherr, A., El-Mafaalani, A., Gökcen Yüksel, E. (eds) Handbuch Diskriminierung. Springer Reference Sozialwissenschaften. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-11119-9_9-1

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