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René König und die Kultursoziologie

  • Stephan MoebiusEmail author
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Der Beitrag behandelt kultursoziologische Dimensionen des Wegbereiters der bundesrepublikanischen Soziologie, René König. Königs Kultursoziologie nimmt ihren Ausgang von frühen literatursoziologischen Studien und reicht von Forschungen über Subkulturen, Popularkultur und Mode bis hin zur Ethnografie und Kulturanthropologie.

Schlüsselwörter

Literatursoziologie Kunstsoziologie Kulturanthropologie Film Mode Subkulturen 

1 König als Wegbereiter der bundesrepublikanischen Soziologie

Wenn man in soziologischen Fachgesprächen den Namen René König (1906–1992) fallen lässt, kommt es nicht selten vor, dass dieser mit der – von ihm selbst so genannten – „Fliegenbeinzählerei“ quantitativer Sozialforschung assoziiert wird (König 1988a, S. 156). Diese Assoziation geht vor allem auf Königs Einsatz für die empirische Sozialforschung beim Auf- und Ausbau der Nachkriegssoziologie zurück.1 1949 aus dem Schweizer Exil nach Köln berufen, avanciert König rasch – neben Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Helmut Schelsky und Otto Stammer – zu einem der Wegbereiter der bundesrepublikanischen Soziologie nach dem Zweiten Weltkrieg (Moebius 2015). Er hat wesentlichen Anteil an ihrer Institutionalisierung, Professionalisierung, Internationalisierung und Konsolidierung. So publiziert er beispielsweise 1958 das in viele Sprachen übersetzte Soziologie-Lexikon im Fischer-Verlag, das mit über 400.000 Exemplaren zu einem soziologischen Bestseller wurde und zur Popularisierung der Kölner Soziologie wesentlich beitrug. Mit dem Lexikon, dem mehrbändigen Handbuch der empirischen Sozialforschung (seit 1962), der Reihe „Kölner Beiträge zur empirischen Sozialforschung“ sowie – seit 1955 – der Herausgabe der „Kölner Zeitschrift für Soziologie und (nun) Sozialpsychologie“ und deren von König (1984a, S. 208) „erfundenen“ Sonderheften versucht er „die Soziologie in Deutschland wieder auf Weltformat zurück[zu]bringen“ (Ziegler 1998, S. 31).

König ist auch bestrebt, in Deutschland bislang kaum erschlossene soziologische Traditionen zugänglich zu machen, die infolge der von ihm selbst geförderten zeitgenössischen Rezeption US-amerikanischer Sozialforschung größtenteils vernachlässigt wurden. Gemeint sind insbesondere Königs Verdienste um die deutschsprachige Erschließung und Rezeption der Durkheim-Schule, die sowohl für seine Vorstellung sozialreformerischer Gesellschaftsgestaltung, sein Verständnis von Soziologie als „angewandter Aufklärung“ (Lepsius 2008, S. 89) als auch für seine Soziologiekonzeption einer „Soziologie, die nichts als Soziologie ist“, konstitutiv ist (König 1984a, S. 201). Soziologie, so präzisiert er dieses oftmals verkürzt dargestelltes Diktum, sei „die wissenschaftlich-systematische Behandlung der allgemeinen Ordnungen des Gesellschaftslebens, ihrer Bewegungs- und Entwicklungsgesetze, ihrer Beziehungen zur natürlichen Umwelt, zur Kultur im allgemeinen und zu den Einzelgebieten des Lebens und schließlich zur sozial-kulturellen Person des Menschen.“ (König 1967, S. 8 ff.)

Die Auswahl der Forschungsthemen Königs und seiner Schüler2 spiegeln den stets mitlaufenden Problembewältigungswillen der Kölner wider. Dabei weisen König und seine Schüler, verglichen mit den anderen Fachvertretern der Soziologie und Denkschulen der Nachkriegszeit, eine einzigartige fachliche Breite und Tiefe auf. Wie steht es aber mit der Kultursoziologie bei König?

2 Kunst- und Literatursoziologie

Interessanterweise beginnt die Karriere des mit der quantitativen Sozialforschung assoziierten König mit der Kultursoziologie, genauer: der Kunst- und Literatursoziologie (König 1984a, S. 34). Das ist jedoch nicht verwunderlich, da er bereits im Elternhaus, einer bürgerlichen Industriellenfamilie, intensiv mit Kunst in Berührung gekommen war (König 1999a, S. 333 ff.).

Der Weg zur Soziologie über die Kunst beginnt 1930 mit Königs (1931/1998) literatursoziologischer Dissertation bei Max Dessoir Die naturalistische Ästhetik in Frankreich und ihre Auflösung (publiziert 1931). Die lebensweltliche Rahmung und lebendige Vermittlung erfährt die Dissertation in der Berliner Bohème (Thurn 1998, S. 254). König untersucht in seiner Schrift wissenssoziologisch die Beziehungen zwischen den Denkformen, Weltanschauungen und Wirklichkeitssphären der Künstlerästhetik des 19. Jahrhunderts. Er nimmt die Künstlerästhetik, also die von den Künstlern propagierten und in den Werke zum Vorschein kommenden ästhetischen Überlegungen, Visionen, Programmatiken, Diskurse und Theorien, als eigenes Untersuchungsobjekt in den Blick und erforscht sie anhand von Manifesten, Werktiteln, Kommentaren, Briefen, Essays, Romaninhalten und Vorworten. Dabei zeigt sich, dass die Künstlerästhetik und ihr Wirklichkeitsverständnis durch und durch sozial geprägt sind und immer im Kontext der gesellschaftlichen und feldspezifischen Dynamiken des Kunstfeldes zu sehen sind. Die naturalistische Ästhetik ist hier für den Soziologen deswegen besonders interessant, weil sich in ihr bereits die Soziologie selbst ankündigt – man denke etwa an den ungeschönten Blick auf die soziale Wirklichkeit bei Balzac, Maupassant, den Brüdern Goncourt oder Flaubert. „Ich war mir, trotz einiger methodologischer Einsichten, die ich seither vertieft habe, damals natürlich keineswegs darüber klar, wie sehr ich mit dieser Arbeit selber die These bestätigt hatte, daß künstlerische Visionen der wissenschaftlichen Analyse zumeist vorausgehen.“ (König 1931/1998, S. 51) Nicht nur Durkheims arbeitsteilige Gesellschaft findet sich hier vorgezeichnet, auch andere soziologische Kategorien werden anschaulich dar- und vorgestellt, zunächst Kategorien wie „Menschheit“, „Milieukreise“, „Gesellschaft“, aber dann auch „Familie“ oder „Nachbarschaft“. Begleitet wird diese naturalistische Künstlerästhetik durch die Theoretiker der angehenden Soziologie wie Auguste Comte, Pierre Leroux, Pierre-Joseph Proudhon, Hippolyte Taine oder Jean-Marie Guyau. Positivismus und naturalistische Künstlerästhetik gehen demzufolge Hand in Hand. Es zeige sich etwa, dass eine „bestimmte Art des künstlerischen Naturalismus, die im Kunstwerk Gesetze aussprechen will über die Natur des Menschen, der Welt der gesetzmäßigen Natur zugeordnet ist. Diese aber findet ihr subjektives Korrelat in der Weltanschauung des Naturwissenschaftlers“ (König 1931/1998, S. 19).

Der Dissertation folgen 1933 ein kunstsoziologischer Artikel und eine Rezension Königs (1933a, b) im 27. Band der von seinem Lehrer Max Dessoir herausgegebenen „Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft“. Der darin enthaltene kunstsoziologische Beitrag „Künstlerästhetik als geisteswissenschaftliches Problem“ (König 1933a) ist ein Resümee der Doktorarbeit, in dem er nun die Künstlerästhetik nicht nur in den sich als „theoretisch gebärdenden Dokumenten“ auszumachen sucht, sondern im Kunstwerk selbst. König versucht wissenssoziologisch aufzuweisen, wie die Künstlerästhetik einer „weltanschaulichen Perspektive“ entspringt und nur verständlich wird, wenn man sie auf die jeweilige Weltanschauung und diese wiederum auf deren „Wirklichkeitssphäre“ zurückführt (König 1933a, S. 13, 19). Aus der Weltanschauung werden dann wiederum die damit zusammenhängenden normativen Annahmen und Wertsetzungen, die Urteile der Künstler über die Kunst verständlich; ebenso aber auch der „postulative Charakter aller Künstlerästhetik“ (König 1933a, S. 14), das heißt die hinter vorgeblich theoretischen Überlegungen stehenden imperativen Aufforderungen der Künstler, ihren Wertungen zu folgen und ihre Kunst als Kunstideal (man denke etwa an das klassische, romantische oder naturalistische Kunstideal) anzusehen und andere, der eigenen Weltanschauung nicht entsprechende Kunst- und Denkformen kategorisch abzulehnen (König 1933a, S. 14). Man fühlt sich wohl nicht ganz zu Unrecht an Bourdieus (1999) Kunstsoziologie erinnert, die dieses Feld vornehmlich als eines des Kampfes einerseits um Anerkennung unterschiedlicher Kunstauffassungen und andererseits um soziale Positionierungen begreift.

In gewissem Sinne ist in diesem frühen Aufsatz bereits Königs späteres positivistisches3 Wissenschaftsideal enthalten, das er in seiner Dissertation mit dem Aufkommen der naturalistischen Ästhetik eng geführt hatte und in seiner Habilitationsschrift zur Kritik der historisch-existenzialistischen Soziologie von 1937 im Sinne einer „objektiven Soziologie“ fortsetzt. Mit der ihm bereits Anfang der dreißiger Jahre durch einen Paris-Aufenthalt vermittelten Durkheim’schen und Mauss’schen Soziologie und einer bei Max Dessoir „am Phänomen der Kunst illustrierten empirischen Kulturanthropologie“ (König 1984a, S. 91) im Gepäck kehrte König zugunsten der Soziologie und Ethnologie den insbesondere hermeneutisch verfahrenden Geisteswissenschaften den Rücken.

Die Sozialfigur des Künstlers wird König dennoch auch noch in späteren Jahren beschäftigen. Zwei Beispiele: 1964 veröffentlicht er mit Alphons Silbermann „Der unversorgte selbstständige Künstler. Über die wirtschaftliche und soziale Lage der selbstständigen Künstler in der Bundesrepublik“ (König und Silbermann 1964); 1974 gibt er mit Silbermann das Sonderheft 17 der KZfSS zu „Künstler und Gesellschaft“ heraus (König und Silbermann 1974).4 Die Künstlerästhetik nehme in der modernen Gesellschaft mit ihrem Zwang zur Warenförmigkeit der Kunst wieder zu; sie sei ein Versuch, mit Gerede über Kunst diesem Zwang wieder zu entkommen und mit der „programmatischen Diskussion“ und den Manifesten „überhaupt auf das Werk zu verzichten“ (König 1974, S. 348) Das Konsumfeld der Kunst habe sich durch das Massenkommunikationsfeld heute beträchtlich erweitert.

„Mir scheint das, realistisch betrachtet, kein Anfang einer neuen Kreativität, sondern genau umgekehrt das Ende einer vollzogenen Kulturrevolution zu sein, die im Grunde ihre Kunst noch vor sich hat. Der Boden, aus dem sie erwachsen könnte, ist eine ästhetische Erweckung großer Menschenmassen, in denen sich eine ‚Popular Culture‘ eigener Art aufbaut, welche die Chance einer neuen Kunst befördert, die nicht mehr Kunst als Existenz eines posierenden ‚Künstlers‘, sondern eines Kreateurs ist, der das Werk will.“ (König 1974, S. 348, 350)

Konsumenten dieser neuen Popkultur sind in erster Linie die Jugendlichen, wie König 1959/1960 in „Ist das Kunsterleben der Jugend konventionell?“ (König 1965a, S. 129–133) festhält. Mit der Betonung der popular culture geht auch Königs Interesse für das „Massenmedium“ Film einher (König 1965c). Mehrfach fährt König zum „Festival für den ethnologischen und soziologischen Film“ nach Florenz. Dabei gilt sein Interesse vor allem dem ethnografischen Dokumentarfilm, wie ihn beispielsweise ethnografische Filmemacher Jean Rouch ins Leben gerufen hat (König 1971, 1972b, S. 193, 1980, S. 200, 1988b). Zentrale Erkenntnisse der Cultural Studies und deren Encoding/Decoding-Konzept nahezu antizipierend (Moebius 2012, S. 20), hält König fest, dass die Wirkung des Films nicht bei jedem dieselbe sei, sondern je nach sozialer Lage, Alter, Berufsgruppe etc. unterschiedlich ausfällt.

3 Kulturanthropologie

Wie erwähnt gehört zu Königs Kultursoziologie auch seine Beschäftigung mit der Kulturanthropologie. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang sein Lehrer Richard Thurnwald. Von jenem Anfang der 1930er zu einem Paris-Aufenthalt bewegt, um dort über „Die neuesten Strömungen in der gegenwärtigen französischen Soziologie“ zu schreiben – ein Aufsatz, der dann 1931/1932 in Thurnwalds Zeitschrift Völkerpsychologie und Soziologie (später Sociologus) erscheint (König 1978) –, kommt König in Kontakt zur Durkheim-Schule, insbesondere zu Marcel Mauss. Erstmals erschließt sich ihm die für die französische Soziologie so typische enge Verbindung zwischen Soziologie und Ethnologie. Hinzu kommt aber auch die Beschäftigung mit der US-amerikanischen Kulturanthropologie (u. a. Franz Boas, Margaret Mead, Ralph Linton). Hier findet König nicht nur die Mauss’sche kulturrelativistische Idee wieder, es gebe keine „nicht-zivilisierten Gesellschaften“, sondern auch die für ihn wichtige enge Verknüpfung zwischen Kultur und Person, zwischen Anthropologie und Psychologie. Vorbereitet wurde dies wie erwähnt durch Thurnwald, der ebenfalls auf die besondere Beziehung zwischen Ethnologie und Psychologie hingewiesen hat. Mit Blick auf Königs Sozialtheorie und Kultursoziologie ist insbesondere die dialektische Beziehung zwischen Kultur und Person/Psyche von Bedeutung, die in seiner Forderung einer engen Beziehung zwischen „empirischer Kulturanthropologie amerikanischen Stils“, Soziologie und Sozialpsychologie zum Ausdruck kommt (König 1972a, S. 21). Unmittelbar praktischen Nutzen erhalte eine solche „angewandte Kulturanthropologie“, so König in der Einleitung zu einem mit Axel Schmalfuß herausgegebenen Kulturanthropologie-Reader, angesichts der „Entwicklungsproblematik der Dritten Welt“, die sich nicht ethnozentristisch bewältigen lasse, sondern nur mit Hilfe eines Wissens über die spezifischen Kulturen und einer daran anknüpfenden „interkulturellen Kommunikation“ (König 1972a, S. 8 f., 38 ff.). Für die Positionierung im soziologischen Feld bedeutet dies nach König unter anderem eine Zurückweisung der Philosophischen Anthropologie, die erst dann „aufgebaut“ werden könne, wenn die „empirische Kulturanthropologie weiter gediehen“ sei (König 1972a, S. 11).

4 Person – Gesellschaft – Kultur

Die mit den Disziplinen der Kulturanthropologie, Soziologie und Sozialpsychologie implizierte, sich explizit auf Thurnwald berufende soziologische Orientierung an der „Dreiecksbeziehung Person – Gesellschaft – Kultur“ (König 1967, S. 163, 241) als einheitlicher Zusammenhang ist ein zentraler Bestandteil der Lehre Königs. Was versteht König aber genau unter Person, Kultur und Gesellschaft und wie sind sie miteinander verwoben? Mit Blick auf die Person interessieren ihn zum einen verhaltensbiologische Fragen zur Unterscheidung zwischen Mensch und Tier. Zum anderen hebt er insbesondere die Prozesse der Soziabilisierung und Enkulturation hervor, die sozial-kulturelle „zweite Geburt des Menschen“ (König 1967, S. 243).5 Damit ist gemeint: die intersubjektive Kulturaneignung jeder individuellen Person, die primäre und sekundäre Sozialisierung und das „Heranwachsen des Menschen in seiner Kultur“ durch „spezifische Lern- und Übertragungsmechanismen, mit deren Hilfe in den verschiedenen Kulturen der kulturelle Transfer von einer Generation auf die andere vollzogen wird“, und wodurch sich kulturspezifisch dominante Persönlichkeitsmerkmale konstituieren (König 1972a, S. 21). Dadurch, so die Hoffnung Königs, ließe sich auch der Widerspruch zwischen Personen- und Kollektivstrukturen überwinden.

In Abgrenzung zu geschichtsphilosophischen Kulturbegriffen, zur künstlichen „Scheidung zwischen den Systemen der Kultur (Kunst, Wissenschaft, Religion, Sittlichkeit, Recht, Wirtschaft) und den ‚äußeren‘ Organisationsformen der Kultur (Gemeinschaft, Herrschaft, Staat, Kirche)“ sowie gegen die für König kulturpessimistische Differenzierung zwischen „höherer“ und „niederer“ Kultur möchte er einen „spezifisch soziologischen Begriff der Kultur“ setzen, der davon ausgeht, dass „Kultur als inhärenter Bestandteil des sozialen Geschehens angesehen wird“ (König 1967, S. 162). Soziale Tatbestände weisen somit immer eine kulturelle, symbolische Dimension auf, ohne dass sie auf diese reduziert werden können.

Soziales Handeln schließt aus dieser Perspektive immer ein Sinnmoment ein. Was zunächst nach Weber klingt, wird jedoch von König gleichsam pragmatistisch gewendet, indem als Grundlage des sozialen Handelns nicht der subjektiv gemeinte Sinn, sondern die – um es in der aktuellen Begrifflichkeit von Hans Joas zu sagen – in der „primären Sozialität“ (Joas) vermittelten sozialen Erfahrungen als konstitutiv betrachtet werden (König 2002, S. 15 f.).

Vor dem Hintergrund, dass König der Erforschung der Kulturhaftigkeit des Sozialen eine so zentrale Position einräumt, nimmt es auch nicht wunder, dass er die von Friedrich Tenbruck und Wolfgang Lipp forcierte Wiederbelebung der Kultursoziologie in Deutschland durch die Ermöglichung eines Schwerpunkthefts „Kultursoziologie“ der KZfSS 1979 unterstützt hat (dazu Moebius und Albrecht 2013; Moebius 2016b in diesem Handbuch).6 Während diese jedoch eine insbesondere an Max Weber ausgerichtete Kultursoziologie wiederbeleben möchten, ist für Königs eigene Kultursoziologie dagegen gesellschaftstheoretisch und -diagnostisch insbesondere das Theorem des cultural lag von William F. Ogburn zentral. Das heißt, dass sich materielle bzw. immaterielle Kultur sowie die „verschiedenen kulturellen Variablen in verschiedenem Tempo entwickeln, was in der einen Richtung ‚Vorstöße‘, in der andern ‚Verspätungen‘ (cultural lag) zeugen muß“ (König 1967, S. 163, 1965b, S. 54 ff., 2011). Der zeitgenössischen Soziologie kommt dabei nach König die Aufgabe zu, den diagnostizierten cultural lag aufzuheben, das heißt, die kulturellen Denk- und Wahrnehmungsschemata und Orientierungen den gesellschaftlichen Prozessen anzupassen, anstatt sie kulturkritisch zu verbrämen.

5 Subkulturen und pluralistische Gesellschaft

Kultursoziologisch relevant ist ferner Königs auf die in Großbritannien entstehenden Cultural Studies vorverweisende, sich in den 1950er-Jahren immer mehr durchsetzende Annahme, der zufolge komplexe fortgeschrittene Industriegesellschaften aufgrund ihrer arbeitsteiligen und schichtspezifischen Differenzierung eine Vielzahl von „Subkulturen“ hervorbringen (König 1967, S. 158, 1965b, S. 62 ff.). Statt gesamtgesellschaftlicher „normativer Integration“ (Parsons) hat es die moderne Gesellschaft vielmehr mit ausdifferenzierten Subkulturen zu tun. Diese Perspektive wird König durch die Chicago School der Soziologie vermittelt (König 1984b, S. 27 f.). Mit der Pluralisierung unterschiedlicher Subkulturen und Schichten vervielfachen sich auch die jeweiligen Lebensformen, Moral- und Bildungsvorstellungen, Erwartungen sowie Konsum- und Medienpraktiken. Die damit einhergehenden „feinen Differenzierungen“ (Bourdieu spricht später von Distinktionen) verweisen laut König weniger auf eine „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ (Schelsky) als vielmehr auf eine sich in viele Schichten und Ebenen entfaltende „pluralistische Gesellschaft“ (König 2006, S. 96, 100, 1967, S. 111; Stichwort Gesellschaft, 2011). Diese pluralistische Gesellschaft, so König 1967, weise aber aufgrund der unterschiedlichen „Berufe, Klassenschichtungen und sozialen Lagen“ wiederum eigene Herrschafts- und Machtverhältnisse auf, was man beispielsweise bei der Entstehung einer „neuen“ sozialen Unterschicht (Unqualifizierte, Migranten, unversorgte alte Menschen, Unterprivilegierte etc.) beobachten könne (König 2006, S. 98 f.).

Die Frage sei dann, „wie solche hochkomplexen Systeme integriert werden können“. Man hört aus dieser Frage ganz deutlich Durkheim heraus, der auch für Königs Gesellschaftsbegriff zentral ist. Gesamtgesellschaftliche Integration erfolge heute immer weniger auf der „unmittelbaren Basis des sozialen Geschehens“ als vielmehr auf „der Ebene der Symbolidentifikation […], wie schon Durkheim erkannte“ (König 1967, S. 157).

6 Modesoziologie

Zur Kultursoziologie Königs gehören auch die Arbeiten und Vorlesungen zur Mode (König 1999b, 1965d sowie Thurn 1999). Auch hier reicht die Beschäftigung mit dem Sujet bis zu seiner Dissertation zurück. Die naturalistische Ästhetik und die „Gesellschaftspanoramen der Brüder Goncourt, von Guy de Maupassant, Emile Zola und anderen bis hin zu Marcel Proust boten facettenreiche Schilderungen, welche die Wichtigkeit des äußeren Eindrucks, den man im geselligen Verkehr durch Kleidung, Frisuren, Accessoires und dergleichen erweckte, mit liebevoller Akribie unterstrichen“ (Thurn 1999, S. 266). Ähnlich wie bei seiner Beschäftigung mit dem Film setzt König auch mit dem Thema Mode einen Kontrapunkt zu seinen kulturkritischen Zeitgenossen, denen Schmuck und Mode nur als überflüssiges Ornament erscheint und nicht als relevantes symbolisches Produktions-, Distinktions- und Kohäsionsmedium des Sozialen, das Individuierung und Sozialisierung zugleich umfasst und zu dem auch ganz wesentlich die Erotik gehört (König 1965d).

Überall treffen wir heute auf Moden, in allen Feldern der Gesellschaft, von Lebensstilpraktiken, technischen Neuerungen über Politik bis hin zu den Vorlieben für bestimmte wissenschaftliche Theoreme; deshalb ist die Mode bzw. das Modische nach König „in der Tat ein ‚soziales Totalphänomen‘ (Marcel Mauss), und das fordert eben eine Vielfalt an Perspektiven, die sich letztlich alle zusammen historisch bewähren müssen“ (König 1999b, S. 7).

7 Wirkungen

König gilt im soziologischen Diskurs für gewöhnlich nicht als Kultursoziologe. Zwar hat er schon sehr früh und als einer der ersten bedeutenden Soziologen der Bundesrepublik die „Ästhetisierung des Sozialen“ (Hieber und Moebius 2011) ohne kulturkritisches Pathos im Blick gehabt und – wie heute etwa Bourdieu und Wacquant (1996, S. 241) – auch auf die Ähnlichkeiten zwischen dem Soziologen und dem Künstler hingewiesen. Aber an der Renaissance der deutschen Kultursoziologie Ende der 1970er-Jahre war er nur mittelbar beteiligt.

Kritisch war er gegenüber allen Versuchen einer „Substantialisierung der Kultur“ (dazu Moebius 2010, S. 32 ff.), das heißt gegenüber der überhöhten Vorstellung von Kultur als einer normativ aufgeladenen, der Gesellschaft und ihren Akteuren weitgehend enthobenen Sphäre. Repräsentant einer solchen Kulturauffassung ist für ihn insbesondere Alfred Weber, den König (1967, S. 160) in seinem Beitrag „Kultur“ im Fischer-Lexikon deswegen auch mehr der „Geschichts- und Sozialphilosophie“ als der Soziologie zuordnet (dazu Demm 1999, S. 348 f.).

Wie gezeigt wurde, lassen sich bei König kultursoziologische Dimensionen nachweisen, die auch heute noch von Bedeutung für die Analyse moderner Gesellschaften sind, seien es seine Perspektiven auf die mit Ausdifferenzierung verbundenen Subkulturbildungen einer pluralistischen Gesellschaft, seine Untersuchungen der Popularkultur und Mode, seine Soziologie des künstlerischen Feldes oder seine kulturanthropologischen Annahmen von der sozial-kulturellen „zweiten Geburt des Menschen“. Dass diese Beiträge von ihm nicht selbst ausdrücklich mit dem Label „Kultursoziologie“ versehen werden, liegt vielleicht nicht nur daran, dass Kultursoziologie für ihn insbesondere mit von ihm kritisierten Konzeptionen wie derjenigen Alfred Webers assoziiert wird. Wahrscheinlich bedarf es aus seiner Sicht auch nicht dieser ausdrücklichen Betonung als Kultursoziologie, weil soziale Phänomene für ihn in erster Linie immer kulturanthropologisch verankerte Phänomene darstellen (Enkulturation, bildliche Wahrnehmung, Mode als soziales Totalphänomen), das Soziale also immer schon kulturell codiert ist. „Kultur“ muss nach König „als inhärenter Bestandteil des sozialen Geschehens angesehen“ werden (König 1967, S. 162). Insofern geht Kultursoziologie in Allgemeiner Soziologie auf (und umgekehrt). In diesem fundamentalen Sinne ist Soziologie nicht ohne Kultursoziologie zu denken, weswegen die Bezeichnung Kultur-Soziologie eigentlich „doppelt gemoppelt“ ist.

Fußnoten

  1. 1.

    Zur „Kölner Schule“, Königs Forschungsschwerpunkten und Wirkungen siehe Moebius (2015). Aus dieser Studie sowie aus der ausführlicheren Darstellung der Kunstsoziologie Königs (Moebius 2016a) sind einige der Formulierungen der folgenden Darstellung entnommen.

  2. 2.

    Zu seinen Schülern zählen insbesondere Erwin K. Scheuch, Peter Heintz, Peter Atteslander, Dietrich Rüschemeyer, Fritz Sack, Hansjürgen Daheim, Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, Wolfgang Sodeur, Rolf Ziegler, Karl-Dieter Opp, Hans Joachim Hummell, M. Rainer Lepsius, Hans Peter Thurn, Dieter Fröhlich, Heine von Alemann, Gerhard Kunz, Heinz Sahner, Wolfgang Sodeur, Günther Lüschen, Michael Klein, Karl-Dieter Opp, Günter Albrecht, Klaus Allerbeck, Kurt Hammerich, Hartmut Esser.

  3. 3.

    Dabei steht König in der Tradition des französischen und nicht des wissenschaftstheoretischen Positivismus: „Diesen Positivismus, für den man mich manchmal verantwortlich macht, habe ich nie geteilt, und wer das sagt, hat nie eine Zeile von mir gelesen. Außerdem ist der moderne Positivismus etwas ganz anderes als der französische Positivismus, aus dem ich komme. Bei Auguste Comte heißt es: ‚Positivisme, c’est action‘, Positivismus heißt Handlung, ist also nicht Szientismus, also eine Vertrocknung in technischen und methodologischen Problemen, sondern genau umgekehrt, ist Reform, ist sogar gelegentlich Revolution allerdings mit rationalen Maßstäben […].“ René König im Gespräch mit Hans G. Oxenius, 7. März 1976, Sendereihe: Zeitfragen – Streitfragen, WDR III, in: René König, Ich bin Weltbürger. Originaltonaufnahmen 1954–1980, hg. von Jürgen Elias et al., Köln 2006, CD1, Track 3. Abschrift des Interviews auf www.rene-koenig-gesellschaft.de.

  4. 4.

    Von 1974–1977 ist König zudem mit Silbermann, Leo Löwenthal und Abraham Moles im Enke Verlag Herausgeber der Reihe „Kunst & Gesellschaft“.

  5. 5.

    Neben der Kulturanthropologie, Durkheim und der Psychoanalyse spielen hier für König insbesondere Autoren des amerikanischen Pragmatismus wie George Herbert Mead und Charles Horton Cooley eine zentrale Rolle zur Erhellung der Prozesse der Enkulturation.

  6. 6.

    Schwerpunktheft Kultursoziologie, hrsg. von Wolfgang Lipp und Friedrich Tenbruck, KZfSS, 31. Jg./Heft 3, 1979. Der Mittler war hier Hans Peter Thurn, König-Schüler und Mitbegründer der Sektion Kultursoziologie in der DGS.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieUniversität GrazGrazÖsterreich

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