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Zeittafel zur deutschsprachigen Soziologiegeschichte

  • Nicole HolzhauserEmail author
  • Andrea Ploder
  • Stephan Moebius
  • Oliver Roemer
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Mit der vorliegenden Zeittafel verbinden wir das Ziel, zentrale sozial- und ideengeschichtliche Ereignisse der Geschichte der deutschsprachigen Soziologie chronologisch zusammenzufassen und im Überblick ihrer Institutionen, Personen und Publikationen darzustellen. Der so entstehende ‚tabellarische Lebenslauf‘ der deutschsprachigen Soziologie visualisiert die Einbettung einzelner Themen und Teilfelder sowie historischer (Einzel-)Daten in größere fachhistorische Kontexte und trägt durch das Aufzeigen der Gleichzeitigkeit oder Ungleichzeitigkeit verschiedener soziologiehistorischer Ereignisse in einer Tabelle dazu bei, neue Forschungsprobleme und -fragen aufzuwerfen und einer Klärung zuzuführen.

Schlüsselwörter

Soziologiegeschichte Chronologie Institutionen Personen Publikationen 

Mit der vorliegenden Zeittafel verbinden wir das Ziel, zentrale sozial- und ideengeschichtliche Ereignisse der Geschichte der deutschsprachigen Soziologie chronologisch zusammenzufassen und im Überblick darzustellen.1 Der so entstehende ‚tabellarische Lebenslauf‘ der deutschsprachigen Soziologie visualisiert die Einbettung einzelner Themen und Teilfelder sowie historischer (Einzel-)Daten in größere fachhistorische Kontexte und trägt durch das Aufzeigen der Gleichzeitigkeit oder Ungleichzeitigkeit verschiedener soziologiehistorischer Ereignisse dazu bei, neue Forschungsprobleme und -fragen aufzuwerfen und einer Klärung zuzuführen.

In der Zeittafel unterscheiden wir neben den Jahresangaben drei Kategorien: Institutionen, Personen und Publikationen. Diese Kategorien sind wechselseitig miteinander verbunden, ihre Anordnung in der Zeittafel verweist auf keine lineare ‚Ablauflogik‘. Institutionen (Kollektive, Organisationen, aber auch Debatten) sind zugleich Ergebnis von und Rahmen für die Arbeit von Individuen und Ort des Austauschs von Ideen. Personen rezipieren, verändern und produzieren Ideen, die über Publikationen einer Öffentlichkeit zugänglich werden. Da jeglicher Versuch einer Vollerhebung in den drei Kategorien allein schon aus Platzgründen scheitern muss – von den definitorischen und methodologischen Problemen, die ein solches Vorhaben mit sich brächte, ganz zu schweigen –, haben wir uns dafür entschieden nicht nach Vollständigkeit, sondern nach einer nachvollziehbaren quellenbasierten Auswahl zu streben. Dies bedeutet zugleich, dass wir zugunsten eines stimmigen, aber nicht ausufernden Überblicks zwangsläufig Auslassungen in Kauf nehmen mussten. Die eine oder andere wichtige Person, Professur oder Publikation der Soziologiegeschichte mag so vielleicht zwar fehlen, doch soll ihr Fehlen mitnichten ein systematischer Ausschluss sein.

In der Kategorie Institutionen haben wir – ausgehend von den Beiträgen zu Band 1 des Handbuchs – Informationen zu soziologischen und sozialwissenschaftlichen Gesellschaften (sowie zu Sektionsgründungen, Vorständen, Kongressen etc.2) und Forschungseinrichtungen sowie eine Auswahl an Ereignissen und Debatten (z. B. Kneer und Moebius 2010) im Rahmen der Institutionengeschichte der deutschsprachigen Soziologie aufgenommen. So wurden, hier exemplarisch genannt, auch die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten (und in der Forschungsdatenbank GEPRIS 2017 recherchierbaren) außeruniversitären sozialwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen aufgelistet sowie auf existierende Verzeichnisse zurückgegriffen (z. B. Bornemann und Nave-Herz 1966). Die Geschichte der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie (SGS) bzw. Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) befindet sich noch in der Aufarbeitung, weshalb sie hier nicht in derselben Ausführlichkeit wie die der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) berücksichtigt werden konnte.

In die Kategorie Personen wurden jene (über veröffentlichte und unveröffentlichte Listen zugängliche) Soziologinnen und Soziologen aufgenommen, die bis 1970 eine Professur für Soziologie oder eine eng verwandte Denomination (z. B. Gesellschaftslehre) in Deutschland, Österreich oder der Schweiz innehatten und für die sich der Amtsantritt als Eckdatum ermitteln ließ (Eberle und Reichle 2016; Fleck 2016; Holzhauser 20143; siehe auch Käsler 1984; Lepsius 1979). Für sie wurden die Lebensdaten (Geburts- und Sterbejahr) und Erst- sowie, sofern vorliegend, Folgeberufungen bis einschließlich 1970 verzeichnet. Da dieses Vorgehen Frauen mehrheitlich ausschließt – kaum eine Frau der frühen deutschsprachigen Soziologie hatte eine explizite Soziologieprofessur inne oder wurde in den bisherigen Listen systematisch erfasst – haben wir uns dafür entschieden, die Auswahlkriterien für Soziologinnen gezielt zu erweitern. Aufgenommen sind hiernach zusätzlich alle Frauen, deren Wege in die Soziologie von Ulrike Vogel (2006) für die bundesrepublikanische Soziologie porträtiert wurden und starke biografische Bezüge zum deutschsprachigen Raum haben, sowie alle deutschsprachigen Soziologinnen, die von Claudia Honegger und Theresa Wobbe (1998) als frühe Frauen in der Soziologie vorgestellt wurden. Des Weiteren haben wir einige jener Soziologinnen berücksichtigt, die in Band 1 des Handbuchs erwähnt werden (für einen vollständigen Überblick vgl. das Personenregister in Band 1). Mit Ausnahme dieser Frauen wurden nach 1970 keine Professuren (weder Erst- noch Folgeberufungen) in die Zeittafel aufgenommen. Die Expansion des Bildungssektors und die verstärkte Institutionalisierung der Soziologie in allen drei Ländern haben ab diesem Zeitpunkt zu einem so starken Anstieg der Zahl der Berufungen geführt, dass wir bewusst auf eine Weiterführung der Auflistung verzichtet haben. Da wir zudem nicht sämtliche Lebensereignisse für alle Personen aufnehmen konnten, haben wir uns dafür entschieden, ausgewählte, für bestimmte Zeiträume typische persönliche Ereignisse (etwa Entlassung aus dem Amt oder Emigration während des Nationalsozialismus) für einzelne Personen exemplarisch zu veranschaulichen. Für alle Personen, die in der Zeittafel in den verschiedenen Kategorien erwähnt sind, haben wir (mit Ausnahme der SektionssprecherInnen, der Vorstände der Fachgesellschaften sowie der Institutsleitungen, wenn diese nicht auch über eines der anderen Kriterien Eingang gefunden haben) die Lebensdaten verzeichnet.

In der Kategorie Publikationen haben wir – ausgehend von den Beiträgen aus Band 1 – für die Frühgeschichte der deutschsprachigen Soziologie systematisch alle von Hans Lorenz Stoltenberg (1931) in seinem Beitrag zur Geschichte der Soziologie erwähnten Werke mit Bezug zum deutschsprachigen Raum verzeichnet. Um eine möglichst repräsentative Auswahl an wichtigen soziologischen Werken in der Zeittafel abzubilden, fanden auch die Bücherlisten aus den Umfragen Books of the XX Century (ISA 1997) sowie Top Ten Soziologie (Gerhards 2014) Berücksichtigung.4 Aus ihnen haben wir alle Werke von AutorInnen mit starken biografischen Bezügen zur deutschsprachigen Soziologie übernommen, die mindestens zweimal genannt wurden. Auch die Schlüsselwerke der Soziologie (Papcke und Oesterdiekhoff 2001) sowie das Lexikon der soziologischen Werke (Oesterdiekhoff 2014) wurden berücksichtigt, wenn die darin genannten Werke von AutorInnen der deutschsprachigen Soziologie stammen. Hierunter fallen nach unserer Auffassung ebenfalls jene AutorInnen, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz geboren, aber z. B. ins englischsprachige Ausland emigriert und dort soziologisch tätig gewesen sind. Zusätzlich wurden – wiederum um einen ausschließenden Bias gegenüber frühen Soziologinnen zu vermeiden – alle Werke von deutschsprachigen Frauen, die im Handwörterbuch der Soziologie (Vierkandt 1931) erwähnt sind (Holzhauser 2018), aufgenommen. Auch die soziologischen Zeitschriften, wie sie von Dirk Käsler (1984) und Erhard Stölting (1986, S. 145) als „institutionelle Verdichtung“ untersucht wurden, sind in der Zeittafel abgetragen. Zusätzlich haben wir die in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) geführten Zeitschriften, die per Suchbegriff „Soziologie“ auffindbar sind (DNB 2017, mit Ausnahme von Vorlesungsverzeichnissen), erhoben und diese mit den Funden im System der Österreichischen und Schweizerischen Nationalbibliotheken verglichen.

„Done is better than perfect“ lautet ein Motto, das in Zeiten von Social Media Sheryl Sandberg und Facebook zugeschrieben werden mag, historisch doch schon bei Voltaire als „Le mieux est l’enemi du bien“ (Voltaire 1772, S. 297) zu finden ist, und so veröffentlichen wir mit dieser Fassung nun nach bestem Wissen und Gewissen die erste Version unserer Zeittafel der deutschsprachigen Soziologie.

Jahr

Institutionen

Personen

Publikationen

1603

  

• Johannes Althusius (1557–1638) veröffentlicht Politik (Politica)

1606

 

• Geburt von Hermann Conring (1606–1681)

 

1625

  

• Hugo Grotius (1583–1645) begründet mit De iure belli ac pacis die Wissenschaft vom Völkerrecht (dt. Übersetzung 1869)

1632

 

• Geburt von Samuel von Pufendorf (1632–1694)

 

1660

 

• Hermann Conring hält erste Vorlesungen zur Statistik

 

1679

 

• Geburt von Christian Wolff (1679–1754)

 

1672

  

• Samuel von Pufendorf veröffentlicht De jure naturae et gentium (dt. Übersetzung 1711)

1707

 

• Geburt von Johann Peter Süßmilch (1707–1767)

 

1712

 

• Geburt von Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)

 

1719

 

• Geburt von Gottfried Achenwall (1719–1772)

 

1721

  

• Christian Wolff gibt die Vernünftigen Gedanken von dem gesellschaftlichen Leben der Menschen und insonderheit von dem gemeinen Wesen zur Beförderung der Glückseligkeit des menschlichen Geschlechtes heraus

1724

 

• Geburt von Immanuel Kant (1724–1804)

 

1741

  

• Johann Peter Süßmilch veröffentlicht Die göttliche Ordnung in der Veränderung des menschlichen Geschlechts

1749

  

• Gottfried Achenwall veröffentlicht Abriß der Staatswissenschaft der europäischen Reiche

1755

  

• Jean-Jacques Rousseau veröffentlicht Diskurs über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen

1758

  

• Johann Peter Süßmilch veröffentlicht Gedancken von den epidemischen Kranckheiten und dem größeren Sterben des 1757ten Jahres

1762

 

• Geburt von Johann Gottlieb Fichte (1762–1814)

• Jean-Jacques Rousseau veröffentlicht Emile oder von der Erziehung

• Jean-Jacques Rousseau veröffentlicht Über den Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts

1765

 

• Geburt von Franz von Baader (17651841)

 

1768

 

• Geburt von Friedrich Schleiermacher (1768–1834)

 

1770

 

• Geburt von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831)

 

1776

 

• Geburt von Johann Friedrich Herbart (1776–1841)

 

1779

 

• Geburt von Adam Müller (1779–1829)

 

1780

 

• Geburt von Carl von Clausewitz (1780–1831)

 

1781

 

• Geburt von Karl Krause (1781–1832)

 

1784

  

• Johann Herder veröffentlicht die Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit (1784–1791)

• Immanuel Kant veröffentlicht die Ideen zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht

1789

 

• Geburt von Friedrich List (1789–1846)

 

1796

  

• Johann Fichte veröffentlicht Naturrecht, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters und das System der Rechtslehre (1796/1797–1820)

• Immanuel Kant veröffentlicht Zum ewigen Frieden

1799

 

• Geburt von

 - Robert von Mohl (1799–1875)

 - Richard Rothe (1799–1867)

 

1802

  

• Franz von Baader veröffentlicht Gesellschaftslehre (18021841)

1804

 

• Geburt von Ludwig Feuerbach (1804–1872)

 

1807

  

• Johann Friedrich Herbart veröffentlicht sein Werk von der Allgemeinen praktischen Philosophie

1808

• Die ersten deutschen Staaten gründen Statistische Bureaus oder Statistische Zentralstellen, die späteren Statistischen Landesämter (Preußen 1805, Bayern 1808, Württemberg 1820)

• Geburt von

 - Heinrich Ahrens (1808–1874)

 - Johann G. Droysen (1808–1884)

 

1809

  

• Adam Müller veröffentlicht Elemente der Staatskunst

1811

  

• Karl Krause veröffentlicht das Urbild der Menschheit

1815

 

• Geburt von

 - Johann Jacob Bachofen (18151887)

 - Lorenz von Stein (1815–1890)

 

1818

 

• Geburt von Karl Marx (1818–1883)

 

1820

 

• Geburt von Friedrich Engels (1820–1895)

 

1821

 

• Geburt von Theodor Waitz (1821–1864)

• Georg Wilhelm Friedrich Hegel veröffentlicht die Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrechts und Staatswissenschaft im Grundrisse

1823

 

• Geburt von Wilhelm Heinrich Riehl (1823–1897)

 

1824

 

• Geburt von Moritz Lazarus (1825–1903)

 

1826

 

• Geburt von Adolf Bastian (18261905)

 

1829

• Einrichtung des Statistischen Bureaus in Österreich

• Geburt von Alfred Brehm (1829–1884)

 

1831

 

• Geburt von Albert Schäffle (1831–1903)

 

1832

 

• Geburt von Wilhelm Wundt (1832–1920)

• Georg Wilhelm Friedrich Hegel veröffentlicht Phänomenologie des Geistes (1832–1848)

1833

 

• Geburt von Wilhelm Dilthey (1833–1911)

 

1834

• Entwicklung von länderübergreifenden Statistiken zum Außenhandel und Volkszählungen durch den deutschen Zollverein

• Geburt von Heinrich von Treitschke (1834–1896)

 

1835

  

• Friedrich Schleiermacher veröffentlicht seinen Entwurf eines Systems der Sittenlehre

1837

  

• Georg Wilhelm Friedrich Hegel veröffentlicht die Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte

1838

 

• Geburt von

 - Ludwig Gumplowicz (1838–1909)

 - Gustav von Schmoller (1838–1917)

 

1839

 

• Geburt von Albert Hermann Post (1839–1895)

 

1841

 

• Geburt von

 - Otto von Gierke (1841–1921)

 - Georg von Mayr (1841–1925)

• Ludwig Feuerbach veröffentlicht Das Wesen des Christentums

• Friedrich List veröffentlicht sein Werk vom Nationalen System der politischen Ökonomie

1842

 

• Geburt von

 - Georg Friedrich Knapp (1842–1926)

 - Gustav Ratzenhofer (1842–1904)

• Lorenz von Stein veröffentlicht Der Sozialismus und Kommunismus des heutigen Frankreichs

1843

 

• Geburt von Gustav A. Lindner (1843–1919)

 

1844

 

• Geburt von

 - Friedrich Nietzsche (1844–1900)

 - Albert Maria Weiss (1844–1925)

• Gründung der Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft (1844–1943/1944)

• Karl Marx verfasst Ökonomisch-philosophische Manuskripte

1845

• Sozialpolitische und -medizinische Enquêten über die Lage der arbeitenden Klassen und der Landbevölkerung in Deutschland (ab 1845)

 

• Friedrich Engels veröffentlicht Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Nach eigner Anschauung und authentischen Quellen

• Friedrich Engels und Karl Marx veröffentlichen Die heilige Familie, oder Kritik der kritischen Kritik. Gegen Bruno Bauer & Consorten

• Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen Die deutsche Ideologie. Kritik der neuesten deutschen Philosophie in ihren Repräsentanten Feuerbach, Bauer und Stirner, und des deutschen Sozialismus in seinen verschiedenen Propheten (1845/1846)

• Richard Rothe veröffentlicht die Theologische Ethik

1846

 

• Geburt von Louis Wuarin (1846–1927)

• Heinrich Ahrens veröffentlicht Naturrecht

1847

  

• Karl Marx veröffentlicht Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhons „Philosophie des Elends“

1848

 

• Geburt

 - Hans Delbrück (1848–1929)

 - Helene Lange (1848–1930)

 - Vilfredo Pareto (1848–1923)

• Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Manifest der kommunistischen Partei in London in deutscher Sprache

1850

• Erste Volkszählung im Schweizerischen Bundesstaat, durchgeführt vom Departement des Innern (Leitung Stefano Franscini)

 

• Lorenz von Stein veröffentlicht Band 1 der Geschichte der sozialen Bewegung in Frankreich von 1789 bis auf unsere Tage

1851

 

• Geburt von

 - Georg Jellinek (1851–1911)

 - Friedrich von Wieser (1851–1926)

• Ludwig Feuerbach veröffentlicht Vorlesungen über das Wesen der Religion

• Moritz Lazarus veröffentlicht die Abhandlung Über den Begriff und die Möglichkeit einer Völkerpsychologie

1852

  

• Lorenz von Stein veröffentlicht System der Staatswissenschaft

1854

 

• Geburt von Wilhelm Jerusalem (1854–1923)

• Wilhelm Heinrich Riehl veröffentlicht Die Naturgeschichte des Volkes als Grundlage einer deutschen Social-Politik

1855

 

• Geburt von Ferdinand Tönnies (1855–1936)

 

1856

 

• Geburt von

 - Sigmund Freud (1856–1939)

 - Karl Nathanael Lamprecht (1856–1915)

 - Rudolf Stammler (1856–1938)

 

1857

 

• Geburt von

 - Adolf Menzel (1857–1938)

 - Franz Müller-Lyer (1857–1916)

 - Paul Sartori (1857–1936)

• Karl Marx verfasst Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie (Rohentwurf 1857/1858)

1858

 

• Geburt von

 - Paul Barth (1858–1922)

 - Josef Beck (1858–1943)

 - Franz Boas (18581942)

 - Ernesto Quesada (1858–1934)

 - Georg Simmel (1858–1918)

 

1859

 

• Geburt von Ludwig Stein (1859–1930)

• Robert von Mohl veröffentlicht die Enzyklopädie der Staatswissenschaften

• Heinrich von Treitschke veröffentlicht Gesellschaftswissenschaft

• Theodor Waitz veröffentlicht Anthropologie der Naturvölker

1860

• Gründung

 - Eidgenössische Statistische Büros in Bern (heute Bundesamt für Statistik)

 

• Adolf Bastian veröffentlicht Der Mensch in der Geschichte. Zur Begründung einer psychologischen Weltanschauung

1861

 

• Geburt von

 - Henriette Katzenstein (später Henriette Fürth, 1861–1938)

 - Carl Grünberg (1861–1940)

• Johann Jacob Bachofen veröffentlicht Das Mutterrecht. Eine Untersuchung über die Gynäkokratie der Alten Welt nach ihrer religiösen und rechtlichen Natur

1862

• Gründung

 - Berlin gründet das erste statistische Amt einer Stadt im deutschen Raum

• Geburt von

 - Heinrich Cunow (1862–1936)

 - Eugen Ehrlich (1862–1922)

 - Arthur von Rosthorn (1862–1945)

 - Sebald Rudolf Steinmetz (1862–1940)

• Gründung

 - Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik (bis 1963)

1863

• Gründung

 - Statistische Zentralkommission in Österreich

• Geburt von

 - Heinrich Herkner (1863–1932)

 - Heinrich Rickert (1863–1936)

 - Werner Sombart (1863–1941)

• Ersterscheinen

 - Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik (bis 1963)

• Alfred Brehm veröffentlicht sein Werk Tierleben

1864

• Gründung

 - Schweizerische Gesellschaft für Statistik und Volkswirtschaft (SGSV, später Schweizerische Gesellschaft für Volkswirtschaft und Statistik, SGVS)

• Geburt von

 - Franz Oppenheimer (1864–1943)

 - Max Weber (1864–1920)

 

1865

 

• Geburt von Ernst Troeltsch (1865–1923)

 

1866

 

• Geburt von

 - Kurt Breysig (1866–1940)

 - Edgar Jaffé (1866–1921)

 

1867

 

• Geburt von

 - Franz Eulenburg (1867–1943)

 - Alfred Vierkandt (1867–1953)

• Karl Marx veröffentlicht Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie (Erster Band) in Hamburg

1868

 

• Geburt von

 - Karl Dunkmann (1868–1932)

 - Alfred Weber (1868–1958)

• Johann G. Droysen veröffentlicht Grundriß der Historik

 - Otto von Gierke veröffentlicht Das deutsche Genossenschaftsrecht (1868–1913)

1869

 

• Geburt von

 - Pasquale Boninsegni (1869–1939)

 - Richard Thurnwald (1869–1954)

 

1870

 

• Geburt von

 - Rudolf Goldscheid (1870–1931)

 - Karl Renner (1870–1950)

 - Marianne Schnitger (später Marianne Weber, 1870–1954)

 

1871

 

• Geburt von Rosa Luxemburg (1871–1919)

• Ersterscheinen

 - Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtspflege des Deutschen Reiches, herausgegeben von Gustav Schmoller; 1877 umbenannt in Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich; 1913 umbenannt in Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft (1871–1967)

• Gustav A. Lindner veröffentlicht die Ideen zur Psychologie der Gesellschaft als Grundlage der Sozialwissenschaft

1872

• Gründung

 - Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Verein für Socialpolitik in Eisenach

 - Das Kaiserliche Statistische Amt wird im Deutschen Reich innerhalb des Reichsministerium des Inneren gegründet

• Geburt von

 - Guillaume Léonce Duprat (1872–1956)

 - Alice Salomon (1872–1948)

 

1873

 

• Geburt von

 - Max Adler (1873–1937)

 - Gertrud Bäumer (1873–1954)

 - Abroteles Eleutheropulos (1873–1963)

 - Rudolf Eisler (1873–1926)

 - Arnold van Gennep (1873–1957)

• Ersterscheinen

 - Schriften des Vereins für Socialpolitik (SVS) (bis 1939, neue Folge ab 1949)

1874

 

• Geburt von

 - Marie Baum (1874–1964)

 - Ernst Cassirer (1874–1945)

 - Christian Eckert (1874–1952)

 - Johann Plenge (1874–1963)

 - Max Scheler (1874–1928)

 

1875

 

• Geburt von

 - Paul Deegener (1875–1949)

 - Hugo Sinzheimer (1875–1945)

• Albert Schäffle veröffentlicht Bau und Leben des sozialen Körpers

1876

 

• Geburt von

 - Heinz Marr (1876–1940)

 - Robert Michels (1876–1936)

 - Leopold von Wiese (1876–1969)

 

1877

 

• Geburt von

 - Willy Hellpach (1877–1955)

 - Waldemar Mitscherlich (1877–1961)

 - Arnold Schering (1877–1941)

• Ersterscheinen

 - Die Zukunft. Sozialistische Revue (bis 1878), fortgesetzt als Jahrbuch für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik (1879–1881), fortgesetzt als Die neue Zeit. Wochenschrift der Deutschen Sozialdemokratie (1883–1923), fortgesetzt als Die Gesellschaft. Internationale Revue für Sozialismus und Politik (1924–1933), wiederaufgenommen und fortgesetzt als Die Neue Gesellschaft. Frankfurter Hefte (1954–1984)

 - Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie (1877–1901), fortgesetzt als Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie und Soziologie (1901–1916)

1878

 

• Geburt von

 - Martin Buber (1878–1965)

 - Emil Haemig (1887–1939)

 - Friedrich O. Hertz (Frederick Hertz, 1878–1964)

 - Arthur Levy (später Arthur Liebert, 1878–1946)

 - Max Rumpf (1878–1953)

 - Othmar Spann (1878–1950)

• Albert Hermann Post veröffentlicht Die Anfänge des Staats- und Rechtslebens. Ein Beitrag zu einer allgemeinen vergleichenden Staats- und Rechtsgeschichte

1879

 

• Geburt von

 - Lu Märten (1879–1970)

 - Andreas Walther (1879–1960)

• Umbenennung

 - Die Zukunft. Sozialistische Revue in Jahrbuch für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik (bis 1881)

1880

 

• Geburt von

 - Aloys Fischer (1880–1937)

 - Adolf Grabowsky (auch Adolf Grabowski, 1880–1969)

 - Theodor Litt (1880–1962)

• Carl von Clausewitz’ Vom Kriege. Hinterlassenes Werk wird posthum veröffentlicht

• Otto Gierke veröffentlicht Johannes Althusius und die Entwicklung der naturrechtlichen Staatstheorie

1881

 

• Geburt von

 - Henryk Grossmann (1881–1950)

 - Adolf Günther (1881–1958)

 - Ludwig von Mises (1881–1973)

• Gustav Schmoller wird Herausgeber des Jahrbuchs für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtspflege des Deutschen Reiches (seitdem „Schmollers Jahrbuch“)

1882

 

• Geburt von

 - Emil Lederer (1882–1939)

 - Alfred von Martin (1882–1979)

 - Richard Müller-Freienfels (1882–1949)

 - Otto Neurath (1882–1945)

 - Anna Siemsen (später Anna Vollenweider, Pseudonym Friedrich Mark, 1882–1951/1952)

 - Eduard Spranger (1882–1963)

• Die Statistische Zentralkommission gibt die Oesterreichische Statistik heraus (bis 1916)

1883

• Beginn des Methodenstreits zwischen Gustav Schmoller und Carl Menger innerhalb der deutschsprachigen Nationalökonomie

• Geburt von

 - Karl Jaspers (1883–1969)

 - Franz Wilhelm Jerusalem (1883–1970)

 - Jacob Lorenz (1883–1946)

 - Robert Heinrich Löwe (später Robert Harry Lowie, 1883–1957)

 - Fritz Karl Mann (1883–1979)

 - Joseph Schumpeter (1883–1950)

• Umbenennung

 - Jahrbuch für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik in Die neue Zeit. Wochenschrift der Deutschen Sozialdemokratie (bis 1923)

• Wilhelm Dilthey veröffentlicht seine Einleitung in die Geisteswissenschaft. Versuch einer Grundlegung für das Studium der Gesellschaft und der Geschichte

• Ludwig Gumplowicz veröffentlicht Der Rassenkampf. Grundriss der Sociologie

1884

 

• Geburt von

 - Fritz Kern (1884–1950)

 - Konstantin Radaković (1884–1973)

 - Fedor Stepun (1884–1965)

 - Mathilde Vaerting (1884–1977)

 - Frieda Wunderlich (1884–1965)

• Friedrich Engels veröffentlicht Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats. Im Anschluss an Lewis H. Morgans Forschungen

1885

 

• Geburt von

 - Ernst Bloch (1885–1977)

 - Carl Brinkmann (1885–1954)

 - Paul Honigsheim (1885–1963)

 - Karen Horney (1885–1952)

 - Georg Jahn (1885–1962)

 - Georg Lukács (1885–1971)

 - Alexander Rüstow (1885–1963)

• Berufungen und Professuren

 - Louis Wuarin liest an der Universität Genf Soziologie (1885–1921), ab 1892 als Ordinarius

• Ludwig Gumplowicz veröffentlicht den Grundriß der Sociologie

1886

 

• Geburt von

 - Carl August Emge (1886–1970)

 - Wilhelm Koppers (1886–1961)

 - Karl Polanyi (1886–1964)

 - Paul Tillich (1886–1965)

 

1887

 

• Geburt von

 - Geburt von Thomas Otto Achelis (1887–1967)

 - Hans Freyer (1887–1969)

 - René Arpad Spitz (1887–1974)

• Ersterscheinen

 - Archiv für Geschichte der Philosophie (1887–1925), danach Archiv für Geschichte der Philosophie und Soziologie (1925–1930)

• Georg Friedrich Knapp veröffentlicht Die Bauernbefreiung und der Ursprung der Landarbeiter in den älteren Teilen Preußens

• Friedrich Nietzsche veröffentlicht die Genealogie der Moral

• Ferdinand Tönnies veröffentlicht Gemeinschaft und Gesellschaft. Abhandlung des Communismus und des Socialismus als empirischer Culturformen (ab der 2. Auflage: Grundbegriffe der reinen Soziologie)

1888

 

• Geburt von

 - Wilhelm Andrae (1888–1962)

 - Ludwig Heyde (1888–1961)

 - Charlotte Leubuscher (1888–1961)

 - Hans Proesler (1888–1956)

 - Eugen Rosenstock-Huessy (1888–1973)

 - Carl Schmitt (1888–1985)

 - Hans Lorenz Stoltenberg (1888–1963)

• Max Weber tritt dem Verein für Socialpolitik bei

• Ersterscheinen

 - Archiv für Soziale Gesetzgebung und Statistik (1888–1904), danach Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik (1904–1933)

1889

 

• Geburt von

 - Friedrich Alverdes (1889–1952)

 - Erwin von Beckerath (1889–1964)

 - Götz Briefs (1889–1974)

 - Eduard Heimann (1889–1967)

 - Siegfried Kracauer (1889–1966)

 - Hanna Meuter (1889–1964)

 - Ernst Michel (1889–1964)

 - Fritz Sander (1889–1939)

 - Walter Sulzbach (1889–1969)

 - Ludwig Wittgenstein (1889–1951)

• Fedor von Schmidt-Warneck veröffentlicht Die Soziologie im Umrisse ihrer Grundprinzipien

1890

 

• Geburt von

 - Friedrich Bülow (1890–1962)

 - Kurt Lewin (1890–1947)

 - Heinz Werner (1890–1964)

• Berufungen und Professuren

 - Albert Maria Weiss wird Ordinarius für Nationalökonomie und Gesellschaftslehre an der Universität Fribourg (Freiburg i. Ue., 1890–1919)

• Gustav von Schmoller übernimmt den Vorsitz des Vereins für Socialpolitik

• Georg Simmel veröffentlicht Über soziale Differenzierung. Sociologische und Psychologische Untersuchungen

1891

 

• Geburt von

 - Petre Andrei (1891–1940)

 - Max Hildebert Boehm (1891–1968)

 - Theodor Geiger (1891–1952)

 - Hermann Heller (1891–1933)

 - Hans Riehl (1891–1965)

 - Johannes Sauter (1891–1945)

 - Albert Salomon (1891–1966)

 - Edith Stein (1891–1942)

 - Wilhelm Vleugels (1891–1942)

 - Edgar Zilsel (1891–1944)

• Berufungen und Professuren

 - Josef Beck übernimmt den Lehrstuhl für Pastoraltheologie in Freiburg i. B. und tritt für eine enge Verbindung zwischen Philosophie, Theologie und Soziologie ein

 - Ludwig Stein lehrt an der Universität Bern Soziologie im Rahmen seines Ordinariats für Philosophie (bis 1919)

• Ersterscheinen

 - Statistische Jahrbuch der Schweiz

• Karl Nathanael Lamprecht veröffentlicht Deutsche Geschichte (1891–1909)

1892

 

• Geburt von

 - Walter Benjamin (1892–1940)

 - Erna Corte (1892–1975)

 - Gustav Gundlach (1892–1963)

 - Helmuth Plessner (1892–1985)

 - Edgar Salin (1892–1974)

 - Gottfried Salomon-Delatour (1892–1964)

• Max Weber veröffentlicht Die Verhältnisse der Landarbeiter im ostelbischen Deutschland

1893

• Gründung

 - Institut International de Sociologie (International Institute of Sociology/Internationales Institut für Soziologie), als erste soziologische Fachvereinigung, in Paris durch René Worms. Bekannte Mitglieder vor dem Zweiten Weltkrieg: Franz Boas, Lujo Brentano, Theodor Geiger, Karl Mannheim, Georg Simmel, Werner Sombart, Ludwig Stein, Richard Thurnwald, Ferdinand Tönnies, Max Weber, Leopold von Wiese

• Geburt von

 - Charlotte Malachowski (später Charlotte Bühler, 1893–1974)

 - Wilhelm Brepohl (1893–1975)

 - Karl B. Frank (1893–1969)

 - Elisabeth (Lisbeth) Franzen-Hellersberg (1893–1970)

 - Adolph Löwe (auch Adolf Löwe, 1893–1995)

 - Karl Mannheim (1893–1947)

 - Max Graf zu Solms (1893–1968)

• Gustav Ratzenhofer veröffentlicht Wesen und Zweck der Politik

1894

 

• Geburt von

 - Käthe Mengelberg (später Käthe   Bauer-Mengelberg, 1894–1968)

 - Friedrich Pollock (1894–1970)

 - Alexander von Schelting (1894–1963)

 - Herbert Sultan (1894–1954)

• Max Adler veröffentlicht Max Stirner. Ein Beitrag zur Feststellung des Verhältnisses von Socialismus und Individualismus

1895

• Gründung

 - Socialwissenschaftlicher Bildungsverein in Wien

• Geburt von

 - Jakob Baxa (1895–1979)

 - Georg Höltker (1895–1976)

 - Max Horkheimer (1895–1973)

 - Ernst H. Kantorowicz (1895–1963)

 - Hans Lips (1895–1950)

 - Julius Lips (1895–1950)

 - Charlotte Lorenz (1895–1979)

 - Hendrik de Man (1895–1953)

 - Hermann Mitgau (1895–1980)

 - Marianne Katharina Pick (später Käthe Leichter, 1895–1942)

• Ersterscheinen

 - Archiv für systematische Philosophie (bis 1923), fortgesetzt als Archiv für systematische Philosophie und Soziologie (1926–1931)

• Georg von Mayr veröffentlicht Statistik und Gesellschaftslehre

1896

• Gründung

 - Société de Sociologie de Paris

• Ab diesem Jahr kann ein Doktorat in Soziologie an der Universität Genf erworben werden

• Geburt von

 - Arnold Bergstraesser (1896–1964)

 - Ludwik Fleck (1896–1961)

 - Rudolf Heberle (1896–1991)

 - Charlotte Lütkens (geb. Mendelsohn, 1896–1967)

 - Alfred Meusel (1896–1960)

 - Karl Valentin Müller (1896–1963)

 - Jean Piaget (1896–1980)

 - Karl Wittfogel (1896–1988)

• Heinrich Rickert veröffentlicht Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung. Eine logische Einleitung in die historischen Wissenschaften (1896–1902)

• Rudolf Stammler veröffentlicht Wirtschaft und Recht

• Alfred Vierkandt veröffentlicht Naturvölker und Kulturvölker

1897

 

• Geburt von

 - Gerhard Cohn (später Gerhard Colm, 1897–1968)

 - Norbert Elias (1897–1990)

 - Hertha Kraus (1897–1968)

 - Siegfried Landshut (1897–1968)

 - Karl Löwith (1897–1973)

 - Julie Meyer (später Julie Meyer-Frank, 1897–1970)

 - Eva Gabriele Reichmann (1897–1998)

 - Emil Jakob Walter (1897–1984)

 - Gerda Walther (1897–1977)

 - Hans Weigmann (1897–1944)

• Berufungen und Professuren

 - Vilfredo Pareto lehrt an der Universität Lausanne Soziologie (1897–1916)

• Paul Barth veröffentlicht Die Philosophie der Geschichte als Soziologie

1898

 

• Geburt von

 - Eduard Baumgarten (1898–1982)

 - Otto Brunner (18981982)

 - Ernst Fraenkel (18981975)

 - Adolf L. H. Geck (1898–1987)

 - Julius Kraft (1898–1960)

 - Herbert Marcuse (1898–1979)

 - Joachim Wach (1898–1955)

• Ersterscheinen

 - anfangs Zeitschrift für Socialwissenschaft, ab 1910 Zeitschrift für Sozialwissenschaft (1898–1909, neue Folge: 1910–1921, damit eingestellt)

• Gustav Ratzenhofer veröffentlicht Die soziologische Erkenntnis

• Ludwig Stein veröffentlicht Wesen und Aufgaben der Sociologie. Eine Kritik der organischen Methode in der Sociologie

1899

 

• Geburt von

 - Hans Achinger (1899–1981)

 - Hans Dietrich Disselhoff (1899–1975)

 - Friedrich August Hayek (1899–1992)

 - Hildegard Hetzer (1899–1991)

 - Gunther Ipsen (1899–1984)

 - Adolf Ellegard Jensen (1899–1965)

 - Adolf Leschnitzer (1899–1980)

 - Gertrud Savelsberg (1899–1984)

 - Alfred Schütz (1899–1959)

 - Leo Strauss (1899–1973)

 - Heinrich Weippert (1899–1965)

 - Ferdinand von Westphalen (später Ferdinand Westphalen, 1899–1989)

• Thomas Otto Achelis veröffentlicht Sociologie

• Rosa Luxemburg veröffentlicht Sozialreform oder Revolution

1900

 

• Geburt von

 - Franz Borkenau (1900–1957)

 - Erich Fromm (1900–1980)

 - Hans-Georg Gadamer (1900–2002)

 - Willy Gierlichs (1900–1945)

 - Karl Griewank (1900–1953)

 - August Maria Knoll (1900–1963)

 - Leo Löwenthal (1900–1993)

 - Ernst Manheim (später Ernest Manheim, 1900–2002)

 - Franz Leopold Neumann (oft Franz L. Neumann, 1900–1954)

 - Georg Rusche (1900–1950)

 - Otto Stammer (1900–1978)

 - Karl Christian Thalheim (1900–1993)

 - Hilde Weiss (auch Hilde Rigaudias-Weiss, später Hilda Weiss, auch Hilda Weiss Parker, 1900–1981)

• Hans Delbrück veröffentlicht Geschichte der Kriegskunst

Georg Jellinek veröffentlicht Allgemeine Staatslehre

• Friedrich Nietzsche veröffentlicht Der Wille zur Macht. Versuch einer Umwertung aller Werte

• Gustav von Schmoller veröffentlicht Grundriss der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre

• Georg Simmel veröffentlicht Philosophie des Geldes

• Wilhelm Wundt veröffentlicht Völkerpsychologie. Eine Untersuchung der Entwicklungsgesetze von Sprache, Mythus und Sitte (1900–1920)

1901

 

• Geburt von

 - Ludwig von Bertalanffy (19011972)

 - Pierre Jaccard (1901–1979)

 - George Kantona (1901–1981)

 - Paul Felix Lazarsfeld (1901–1976)

 - Friedrich Lütge (1901–1968)

 - Ludwig Neundörfer (1901–1975)

 - Hermann Trimborn (1901–1986)

 - Erich Vögelin (später Eric Voegelin, 1901–1985)

• Umbenennung

 - Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie in Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie und Soziologie (bis 1916)

• Gertrud Bäumer gibt mit Helene Lange das Handbuch der Frauenbewegung. Teil I und II heraus

1902

 

• Geburt von

 - Günther Anders (19021992)

 - Erik H. Erikson (19021994)

 - Max Holzer (19021974)

 - Carl Mayer (1902–1974)

 - Elisabeth Michel (später Elisabeth Heimpel-Michel, 1902–1972)

 - Oskar Morgenstern (1902–1977)

 - Otto Neuloh (1902–1993)

 - Talcott Parsons (1902–1979)

 - Karl R. Popper (1902–1994)

• Umbenennung

 - Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie in Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie und Soziologie (1902–1916), herausgegeben von Paul Barth

• Henriette Fürth veröffentlicht Die Fabrikarbeit verheirateter Frauen

• Werner Sombart veröffentlicht Der moderne Kapitalismus

1903

 

• Geburt von

 - Josef Dobretsberger (1903–1970)

 - Eugen Kogon (1903–1987)

 - Konrad Lorenz (1903–1989)

 - Gerhard Mackenroth (1903–1955)

 - John von Neumann (1903–1957)

 - Siegfried Frederick Nadel (1903–1956)

 - Theodor Wiesengrund (später Theodor W. Adorno, 1903–1969)

 - Heinz Otto Ziegler (1903–1944)

• Abroteles Eleutheropulos hält an der Philosophischen sowie der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich eine Einführungsvorlesung in die Soziologie (bis 1936)

• Ersterscheinen

 - Schweizerische Blätter für Schulgesundheitspflege und Kinderschutz (bis 1915), fortgesetzt als Jugendwohlfahrt: schweizerische Blätter für Schulgesundheitspflege, Kinder und Frauenschutz (1916–1919); fortgesetzt als Pro Juventute: Zeitschrift für Jugend, Familie und Gesellschaft (1920–1997); fortgesetzt als Thema Jugend, Familien und Gesellschaft. Pro Juventute (1998–2002)

• Rudolf Eisler veröffentlicht Soziologie. Die Lehre von der Entstehung und Entwicklung der menschlichen Gesellschaft

1904

 

• Geburt von

 - Wilhelm Abel (1904–1985)

 - Wilhelm Bernsdorf (1904–1990)

 - Arnold Gehlen (1904–1976)

 - Jürgen Kuczynski (1904–1997)

 - Wilhelm E. Mühlmann (1904–1988)

 - Sigmund Neumann (1904–1962)

 - Josef Pieper (1904–1997)

 - Werner Ziegenfuß (1904–1975)

• Max Weber, Werner Sombart und Edgar Jaffé übernehmen die Herausgeberschaft des Archivs für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik

• Abroteles Eleutheropulos veröffentlicht Soziologie

• Karl Renner veröffentlicht Die Rechtsinstitute des Privatrechts und ihre soziale Funktion

• Max Weber veröffentlicht Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus in zwei Abhandlungen (1904/1905)

1905

• Gründung

 - American Sociological Association

• Neugründung

 - Mutterschutzbund, zu den UnterzeichnerInnen gehören Feministinnen wie Helene Stöcker, aber auch Soziologen wie Werner Sombart und Max Weber

• Geburt von

 - Eugene Bongras (1905–1981)

 - Henry Jacoby (1905–1986)

 - Otto Kirchheimer (1905–1965)

 - Heinz Sauermann (1905–1981)

 - Hans Speier (1905–1990)

 - Hans Zeisel (1905–1992)

• Kurt Breysig veröffentlicht Der Stufenbau und die Gesetze der Weltgeschichte

1906

• Gründung

 - Schweizerisches Sozialarchiv in Zürich

• Geburt von

 - Wolfgang Abendroth (1906–1985)

 - Hannah Arendt (1906–1975)

 - Emerich Klaus Franzis (später Emerich Francis, 1906–1994)

 - Christian Gasser (1906–1990)

 - René König (1906–1992)

 - Eva Lips (1906–1988)

• Martin Buber gibt die sozialwissenschaftliche Schriftenreihe Die Gesellschaft. Sammlung sozialpsychologischer Monographien heraus (erscheint bis 1912)

• Alice Salomon veröffentlicht Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit

• Albert Schäffle veröffentlicht Abriß der Soziologie

1907

• Gründung

 - Soziologische Gesellschaft in Wien

• Geburt von

 - Marie Jahoda (1907–2001)

 - Leo Kofler (1907–1995)

 - Gertrude Wagner (1907–1992)

• Berufungen und Professuren

 - Pasquale Boninsegni zum außerordentlichen Professor für Sozialrecht, Statistik und Soziologie an der Universität Lausanne (1926–1939: Ordinarius für Soziologie)

• Gustav Ratzenhofer veröffentlicht Soziologie. Positive Lehre von den menschlichen Wechselbeziehungen

1908

• Gründung

 - Soziologische Gesellschaft in Graz

• Geburt von

 - Richard Fritz Behrendt (1908–1972)

 - Karl Bosl (19081993)

 - Else Frenkel (später Else Frenkel-Brunswik, 1908–1958)

 - Hans Heinrich Gerth (auch Hans Gerth, 1908–1978)

 - Alexander Mitscherlich (1908–1982)

• Arnold van Gennep veröffentlicht Übergangsriten (Deutsch 1999)

• Franz Müller-Lyer veröffentlicht Die Entwicklungsstufen der Menschheit

• Franz Oppenheimer veröffentlicht Der Staat

• Georg Simmel veröffentlicht Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung

1909

• Gründung

 - Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) in Berlin

• Durchführung der Enquete der Soziologischen Gesellschaft Wien über Herkunft und Studenten in Wien (Veröffentlichung 1915)

• Tagung des Vereins für Socialpolitik in Wien, Beginn des Werturteilsstreits

• Geburt von

 - Carl Jantke (1909–1989)

 - Alphons Silbermann (1909–2000)

DGS-Vorstand

Ferdinand Tönnies (Kiel) ist Präsident der DGS (bis 1933). Der Vorstand setzt sich zusammen aus Ferdinand Tönnies, Georg Simmel, Heinrich Herkner (alle drei als Vorsitzende), Hermann Beck, Alfred Ploetz, Philipp Stein, Alfred Vierkandt (alle drei als Beisitzer) sowie Max Weber als ‚Rechner‘, Georg von Mayr zeichnet verantwortlich für die Abteilung für Statistik

• Gründung

 - Monatsschrift für Soziologie, herausgegeben von Abroteles Eleutheropulos und Alexis von Engelhardt

Ferdinand Tönnies veröffentlicht Die Sitte

1910

• 1. Deutscher Soziologentag in Frankfurt am Main (Wege und Ziele der Soziologie)

• Geburt von

 - Anton Burghardt (1910–1980)

 - Herta Herzog (später Herta Herzog Massing 1910–2010)

• Gründung

 - Logos. Internationale Zeitschrift für Philosophie und Kunst (bis 1933)

 - Moderne Medizin: Zeitschrift für Wissenschaft und Soziologie (bis 1922)

• Ersterscheinen

 - Logos. Internationale Zeitschrift für Philosophie und Kunst (bis 1933), fortgesetzt als Zeitschrift für deutsche Kulturphilosophie (1934/5–1943/4), fortgesetzt als Logos. Zeitschrift für systematische Philosophie (in neuer Folge 1993–2001)

• Umbenennung

 - Zeitschrift für Socialwissenschaft in Zeitschrift für Sozialwissenschaft (1910–1921)

• Wilhelm Dilthey veröffentlicht Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften

• Paul Sartori veröffentlicht Sitte und Brauch

1911

• Gründung

 - Statistische Abteilung der DGS

 - Deutsche Statistische Gesellschaft aus dem Verein für Socialpolitik

• Geburt von

 - Heinz Maus (1911–1978)

 - Paul M. Neurath (1911–2001)

• Max Weber verlässt die DGS nach Streitigkeiten zum Werturteilsfreiheitspostulat

• Ersterscheinen

 - Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung (bis 1930), herausgegeben von Carl Grünberg, fortgesetzt als Zeitschrift für Sozialforschung (1932–1940, unregelmäßig im Exil), fortgesetzt als Studies in philosophy and social science (1939/40–1941/2)

Niederschrift der Verhandlungen in der Vorstandssitzung der Deutschen Statistischen Gesellschaft, Abteilung der DGS (bis 1913)

 - Verhandlungen des Deutschen Soziologentages (bis 1989 unter diesem Namen)

• Robert Michels veröffentlicht Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens

• Johann Plenge veröffentlicht Marx und Hegel

• Ernst Troeltsch veröffentlicht Die Bedeutung des Protestantismus für die Entstehung der modernen Welt

• Veröffentlichung der ersten betriebs- und industriesoziologischen Enquête des Vereins für Socialpolitik unter der Leitung von Max Weber

1912

• 2. Deutscher Soziologentag in Berlin (Nation und Nationalität)

• Geburt von

 - Ruth Lazarus (später Ruth Glass, 1912–1990)

 - Helmut Schelsky (1912–1984)

 - Kurt Heinrich Wolff (auch Kurt H. Wolff, 1912–2003)

 - Gerhard Wurzbacher (1912–1999)

• Emil Lederer veröffentlicht Die Privatangestellten in der modernen Wirtschaftsentwicklung

• Ernst Troeltsch veröffentlicht Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen

1913

• Gründung

 - Arbeitssektion für Sozialbiologie und Eugenik der Soziologischen Gesellschaft in Wien (aufgelöst 1914)

• Eingabe der Soziologischen Gesellschaft in Wien an das Unterrichtsministerium zwecks Einführung regelmäßiger Vorlesungen über Soziologie an den österreichischen Universitäten

• Geburt von

 - Hellmut Becker (1913–1993)

 - Ludwig Cohen (1913–2003, später Lewis A. Coser)

 - Peter R. Hofstätter (1913–1994)

 - Berthold Frank Hoselitz (1913–1995)

 - Hans Linde (1913–1994)

 - Franz Ronneberger (1913–1999)

 - Hans Ryffel (1913–1989)

• Ersterscheinen

 - Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte und Literatur der Landwirtschaft (bis 1942), fortgesetzt als Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie (seit 1953)

 - Jahrbuch der sozialen Bewegung in Deutschland und Österreich (1913/1914)

 - Schriften zur Soziologie der Kultur (bis 1919)

• Eugen Ehrlich veröffentlicht Grundlegung der Soziologie des Rechts

• Rosa Luxemburg veröffentlicht Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus

• Max Scheler veröffentlicht Wesen und Formen der Sympathie (unter dem Erstausgabentitel Zur Phänomenologie und Theorie der Sympathiegefühle und von Liebe und Hass)

• Gerda Walther veröffentlicht Husserl, Edmund: Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie

1914

• Gründung

 - Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 1934 umbenannt in Institut für Weltwirtschaft (IfW)

• Geburt von

 - Kurt Blaukopf (1914–1999)

 - Albert Hauser (1914–2013)

 - Otto Zerries (1914–1999)

• Berufungen und Professuren

 - Carl August Emge wird Professor für Soziologie und Rechtsphilosophie in Jena

• Robert Michels lehrt an der Universität Basel Nationalökonomie mit einem Lehrauftrag ad personam Soziologie (1914–1928)

• Ersterscheinen

 - Archiv für Frauenkunde und Eugenik (1914/1915), fortgesetzt als Archiv für Frauenkunde und Eugenetik (1915–1920), fortgesetzt als Archiv für Frauenkunde und Eugenetik, Sexualbiologie und Vererbungslehre (1921–1923), fortgesetzt als Archiv für Frauenkunde und Konstitutionsforschung: Organ der Ärztlichen Gesellschaft für Sexualwissenschaft und Konstitutionsforschung (1924–1933, danach eingestellt)

• Max Adler veröffentlicht Der soziologische Sinn der Lehre von Karl Marx

• Hans Scherrer veröffentlicht Grundsätze und Gesetze der Soziologie

• Othmar Spann veröffentlicht Gesellschaftslehre

• Hans Lorenz Stoltenberg veröffentlicht Sozialpsychologie

1915

 

• Geburt von

 - Erich Gruner (1915–2001)

 - Rufold Wendorff (1915–2012)

• Umbenennung

 - Archiv für Frauenkunde und Eugenik in Archiv für Frauenkunde und Eugenetik (1915–1920)

1916

• Gründung

 - Sektion Gesellschaft für soziales Recht der Soziologischen Gesellschaft in Wien (aufgelöst 1918)

 - Sektion für Bodenreform (aufgelöst 1917) der Soziologischen Gesellschaft in Graz

 - Sektion für Kriegerheimstätten (aufgelöst 1916) der Soziologischen Gesellschaft in Graz

• Geburt von

 - Reinhard Bendix (1916–1991)

 - Albert Otto Hirschman (1915–2012)

 - Herbert Kötter (1916–2003)

 - Elisabeth Noelle (später Elisabeth Noelle-Neumann, 1916–2010)

 - Karl Gustav Specht (1916–1980)

• Emil Haemig ist Privatdozent für Soziologie an der ETH Zürich (1916–1939)

• Umbenennung

 - Schweizerischen Blätter für Schulgesundheitspflege und Kinderschutz in Jugendwohlfahrt: schweizerische Blätter für Schulgesundheitspflege, Kinder und Frauenschutz (1916–1919)

1917

• Gründung

 - Társadalmi Jogalkotás Országos Szövetsége (Landesverband für soziales Recht) in Budapest (aufgelöst 1918)

 

• Die zweibändige Schriftenreihe A Társadalmi Jogalkotás Országos Szövetsége munkálatai (Arbeiten des Landesverbands für soziales Recht) erscheint in Budapest (1917–1918)

• Henriette Fürth veröffentlicht Die deutschen Frauen im Kriege

• Edith Stein veröffentlicht Zum Problem der Einfühlung. Das Einfühlungsproblem in seiner historischen Entwicklung und in phänomenologischer Betrachtung (Dissertation)

1918

 

• Geburt von

 - Hans Paul Bahrdt (1918–1994)

 - Peter Michael Blau (1918–2002)

 - Gottfried Eisermann (1918–2014)

 - Walter Rüegg (1918–2015)

 - Ingeborg Weber-Kellermann (1913–1993)

• Die Schriftenreihe Flugschriften der Österreichischen Gesellschaft für soziales Recht, herausgegeben von der Gesellschaft für soziales Recht der Soziologischen Gesellschaft in Wien erscheint in drei Bänden

• Die Schriftenreihe Zeitfragen aus dem Gebiete der Soziologie (Graz-Leipzig), herausgegeben von der Soziologischen Gesellschaft in Graz, erscheint in sechs Bänden (1918–1921)

• Paul Deegener veröffentlicht Die Formen der Vergesellschaftung im Tierreiche

1919

• Gründung

 - Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften in Köln (erster Direktor Leopold von Wiese)

 - Seminar für Naturphilosophie und Sociologie an der Universität Graz

• Geburt von

 - Friedrich H. Tenbruck (1919–1994)

 - Ernst Topitsch (1919–2003)

• Berufungen und Professuren

 - Heinrich Cunow auf eine außerordentliche Professur für Soziologie an der Universität Berlin

 - Franz Oppenheimer auf die erste Professur für Soziologie und Nationalökonomie in Deutschland an der Universität Frankfurt am Main

 - Max Scheler auf eine Professur für Philosophie und Soziologie an der Universität Köln

 - Leopold von Wiese an der Universität zu Köln zum ordentlichen Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften und Soziologie

• In der Zwischenkriegszeit gehörten unter anderem die folgenden Akteure zum Institut für Sozialforschung: Theodor Wiesengrund Adorno, Walter Benjamin, Erich Fromm, Henryk Grossmann, Max Horkheimer, Otto Kirchheimer, Siegfried Kracauer, Leo Löwenthal, Herbert Marcuse, Franz L. Neumann, Friedrich Pollock

• Carl Brinkmann veröffentlicht Versuch einer Gesellschaftswissenschaft

• Käthe Bauer-Mengelberg veröffentlicht Die Steuerpolitik der sozialdemokratischen Partei als Ausfluß staatlicher Ideologien bzw. Die Finanzpolitik der sozialdemokratischen Partei in ihren Zusammenhängen mit dem sozialistischen Staatsgedanken

• Charlotte Lorenz veröffentlicht Die Frauenfrage im Osmanischen Reiche mit besonderer Berücksichtigung der arbeitenden Klasse

• Theodor Litt veröffentlicht Individuum und Gemeinschaft. Grundfragen der sozialen Theorie und Ethik

1920

• Gründung

 - Deutsche Soziologische Gesellschaft in Hamburg, die sich aufgrund interner Streitigkeiten bald wieder auflöst

• Geburt von

 - Peter Heintz (1920–1983)

 - Joachim Israel (1920–2001)

 - Ernst August Jüres (1920–2012)

 - Michael S. Voslensky (1920–1997)

• Berufungen und Professuren

 - Abroteles Eleutheropulos wird ordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Zürich

 - Hugo Sinzheimer wird Professor für Arbeitsrecht und Rechtssoziologie in Frankfurt

DGS-Vorstand

Ferdinand Tönnies, Werner Sombart, Paul Barth, Hans Lorenz Stoltenberg, Alfred Vierkandt und Ludwig Elster

• Umbenennung

 - Archiv für Frauenkunde und Eugenetik in Archiv für Frauenkunde und Eugenetik, Sexualbiologie und Vererbungslehre (1921–1923)

 - Jugendwohlfahrt: schweizerische Blätter für Schulgesundheitspflege, Kinder und Frauenschutz in Pro Juventute: Zeitschrift für Jugend, Familie und Gesellschaft (1920–1997)

• Robert Harry Lowie veröffentlicht Primitive Society

• Alfred Weber veröffentlicht Prinzipielles zur Kultursoziologie

• Max Webers Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie erscheinen posthum (1920/21)

1921

• Gründung

 - Akademie für Arbeit (bis 2009, dann Umbenennung in Europäische Akademie für Arbeit) in Frankfurt am Main auf Initiative von Hugo Sinzheimer und Eugen Rosenstock-Huessy

 - Bundesamt für Statistik (bis 1938) in Österreich

• Geburt von

 - Hans Albert

 - Paul Watzlawick (1921–2007)

 - Dieter Claessens (1921–1997)

 - Roger Girod (1921–2003)

 - Georges Goriely (1921–1998)

 - Heinz Kluth (1921–1977)

 - Wolfgang Leonhard (1921–2014)

 - Gerda Lerner (1921–2013)

 - Rudolf Tartler (1921–1964)

 - Jakobus Wössner (1921–1975)

• Berufungen und Professuren

 - Alfred Vierkandt wird außerordentlicher Professor für Philosophie, Soziologie und Völkerkunde an der Universität Berlin

 - Jean Piaget wird Ordinarius für Psychologie, Soziologie und Philosophie der Wissenschaft an der Universität Neuchâtel

• Ersterscheinen

 - Kölner Vierteljahrshefte für Sozialwissenschaften Reihe A: Soziologische Hefte (bis 1922)

• Charlotte Leubuscher veröffentlicht Sozialismus und Sozialisierung in England, die erste Habilitation einer Frau in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Deutschland

• Ohmar Spann veröffentlicht Der wahre Staat

• Ludwig Stein veröffentlicht Einführung in die Soziologie

1922

• 2. Internationaler Soziologischer Kongress des Instituto Internazionale di Sociologia in Wien

• 3. Deutscher Soziologentag (Das Wesen der Revolution) in Jena. Neukonstitution der DGS auf Basis stark veränderter Statuten

• Letzte Vortragsveranstaltung der Soziologischen Gesellschaft in Graz

• Geburt von

 - Karl Dietrich Bracher

 - Eva Brill (später Eva Köckeis-Stangl, 1922–2001)

 - Iring Fetscher (1922–2014)

 - Werner Hofmann (1922–1969)

 - Theo Pirker (1922–1995)

 - Ulrich Planck

 - Mohammed Rassem (1922–2000)

 - Helmut Schoeck (1922–1993)

 - Irmgard Sellnow

• Berufungen und Professuren

 - Guillaume Duprat übernimmt in der Nachfolge von Louis Wuarin in Genf den Lehrstuhl für Soziologie (1922–1939)

• Julie Meyer wird Dozentin für Jura, Arbeitslehre und Soziologie an der Volkshochschule Nürnberg und an der Sozialen Frauenschule Nürnberg (1922–1933)

DGS-Vorstand

Dem geschäftsführenden DGS-Ausschuss gehören an: Ferdinand Tönnies (Präsident), Christian Eckert (Schatzmeister), Leopold von Wiese (Schriftführer), Rudolf Goldscheid und Hans Lorenz Stoltenberg

• Franz Boas veröffentlicht Kultur und Rasse

• Charlotte Bühler veröffentlicht Das Seelenleben des Jugendlichen

• Aloys Fischer veröffentlicht Psychologie der Gesellschaft

• Fritz Kern veröffentlicht Recht und Verfassung im Mittelalter

• Siegfried Kracauer veröffentlicht Soziologie als Wissenschaft

• Julie Meyer veröffentlicht Die Entstehung des Patriziats in Nürnberg

• Ludwig von Mises veröffentlicht Die Gemeinwirtschaft. Untersuchungen über den Sozialismus

• Franz Oppenheimer veröffentlicht System der Soziologie (1922–1935)

• Hans Lorenz Stoltenberg veröffentlicht Seelgrupplehre (Psychosoziologie)

• Ferdinand Tönnies veröffentlicht Kritik der öffentlichen Meinung

• Gerda Walther veröffentlicht Ein Beitrag zur Ontologie der sozialen Gemeinschaften mit einem Anhang zur Phänomenologie der sozialen Gemeinschaften

• Max Webers Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der Sozialökonomik erscheint posthum

• Max Webers Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre werden posthum veröffentlicht

• Leopold von Wiese veröffentlicht Allgemeine Soziologie als Lehre von den Beziehungen und Beziehungsgebilden der Menschen

1923

• Gründung

 - Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt am Main (Gründer sind Hermann und Felix Weil, Gründungsdirektor Carl Grünberg)

• Die DGS hält auf Einladung von Max Graf zu Solms eine Tagung auf Schloss Assenheim ab

• Im Kieler Soziologischen Zirkel der aus 14 Herren besteht, halten u. a. Franz Eulenburg und Ferdinand Tönnies monatliche Vorträge zum gegenwärtigen Stand der Soziologie

• Geburt von

 - Hans-Joachim Lieber (1923–2012)

 - Ernest Mandel (1923–1995)

 - Andreas Miller (1923–1999)

 - Ernst Nolte (19232016)

 - Erich Robert Wolf (später Eric Robert Wolf, 1923–1999)

• Berufungen und Professuren

 - Adolf Günther wird Professor für Politische Ökonomie und Soziologie an der Universität Innsbruck

 - Georg Jahn wird ordentlicher Professor für Soziologie und Nationalökonomie an der Technischen Hochschule Dresden (1923–1924)

 - Eugen Rosenstock-Huessy wird auf eine Professur für Soziologie nach Breslau berufen (1923–1933)

 - Anna Siemsen erhält eine Honorarprofessur für Pädagogik an der Universität Jena

 - Mathilde Vaerting wird ordentliche Professorin für Pädagogik an der Universität Jena

• Käthe Bauer-Mengelberg wird Privatdozentin für Politische Ökonomie und Soziologie an der Handelshochschule Mannheim

• Frieda Wunderlich wird Herausgeberin der Wochenzeitung Soziale Praxis (1923–1933)

• Die Schriftenreihe Zeitfragen aus dem Gebiete der Soziologie. Zweite Reihe (Graz-Wien-Leipzig), begründet von der Soziologischen Gesellschaft in Graz, erscheint in zwei Bänden

• Ernst Cassirer veröffentlicht Philsophie der symbolischen Formen (1923–1929)

• Georg Lukács veröffentlicht Geschichte und Klassenbewusstsein. Studien über marxistische Dialektik

• Werner Sombart veröffentlicht Soziologie, unter Mitarbeit von Hans Lorenz Stoltenberg

• Alfred Vierkandt veröffentlicht Gesellschaftslehre. Hauptprobleme der philosophischen Soziologie

1924

• Gründung

 - Forscherheim Assenheim von Max Graf zu Solms als Mäzen zur Verfügung gestellte Begegnungsstätte im Schloss Assenheim in Niddatal bis 1932

 - Institut für angewandte Soziologie in Berlin Leitung Karl Dunkmann (bis 1932)

 - Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg

• 4. Deutscher Soziologentag in Heidelberg (Soziologie und Sozialpolitik/Wissenschaft und soziale Struktur)

• Geburt von

 - Paul Feyerabend (1924–1994)

 - Ludwig von Friedeburg (1924–2010)

 - Johannes Papalekas (1924–1996)

• Berufungen und Professuren

 - Hans Freyer wird ordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Leipzig

 - Ludwig Heyde wird Honorarprofessor für Sozialpolitik und Soziologie an der Universität Kiel

 - Georg Jahn auf eine Professur für Nationalökonomie und Soziologie an die Universität Halle-Wittenberg

 - Karl Christian Thalheim wird ext. Professor für Wirtschaftssoziologie an der Handelshochschule in Leipzig

 - Richard Thurnwald wird außerordentlicher Professor für Ethnologie, Völkerpsychologie und Soziologie an der Universität Berlin

 - Andreas Walther wird Persönlicher Ordinarius für Soziologie und Geschichte an der Universität Göttingen (1924–1927)

• Umbenennung

 - Archiv für Frauenkunde und Eugenetik, Sexualbiologie und Vererbungslehre (1921–1923) in Archiv für Frauenkunde und Konstitutionsforschung: Organ der Ärztlichen Gesellschaft für Sexualwissenschaft und Konstitutionsforschung (1924.1933, danach eingestellt)

 - Die neue Zeit. Wochenschrift der Deutschen Sozialdemokratie in Die Gesellschaft. Internationale Revue für Sozialismus und Politik (bis 1933)

 - Kölner Jahreshefte für Sozialwissenschaften in Kölner Vierteljahrshefte für Soziologie (bis 1934). Hanna Meuter wird feste Mitarbeiterin. Fortgesetzt ab 1948 als Kölner Zeitschrift für Soziologie, ab 1955 als Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

 - Zentralblatt für Vormundschaftswesen, Jugendgerichte und Fürsorgeerziehung in Zentralblatt für Jugendrecht und Jugendwohlfahrt (bis 1983), fortgesetzt als Zentralblatt für Jugendrecht: Kindheit, Jugend, Familie (bis 2005)

• Karl Dunkmann veröffentlicht Kritik zur sozialen Vernunft

• Willy Hellpach veröffentlicht Psychologie der Umwelt

• Robert Harry Lowie veröffentlicht Primitive Religion

• Helmuth Plessner veröffentlicht Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus

• Gertrud Savelsberg veröffentlicht Der internationale Frauenschutz und das Problem der Frauenarbeit (Dissertation, Kiel)

• Edith Stein veröffentlicht Eine Untersuchung über den Staat

• Marianne Weber gibt Max Webers Gesammelte Aufsätze zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte heraus

• Leopold von Wiese veröffentlicht System der Allgemeinen Soziologie als Lehre von den sozialen Prozessen und sozialen Gebilden der Menschen (Beziehungslehre) (1924–1928)

1925

• Gründung

 - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit Sitz in Berlin

 - Forschungsinstitut für Organisationslehre und allgemeine und vergleichende Soziologie unter Leitung von Johann Plenge (1925–1933)

 - Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit der Aufgabe, Diskriminierung von ArbeiterInnen in der Bildung entgegenzuwirken und Forschungen auf dem Gebiet der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften anzustellen

• Geburt von

 - Karl Martin Bolte (1925–2011)

 - Hanno Kesting (1925–1975)

 - Burkart Lutz (1925–2013)

 - Benita Petkevic (später Benita Luckmann (1925–1987)

 - Heinrich Popitz (1925–2002)

 - Leopold Rosenmayr (1925–2016)

 - Gerhard Schmidtchen

• Berufungen und Professuren

 - Alfred Meusel wird außerordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Technischen Hochschule Aachen

 - Gottfried Salomon-Delatour wird außerordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Frankfurt am Main

 - Alfred Vierkandt wird persönlicher Ordinarius für Soziologie an der Universität Berlin

• Lisbeth Franzen-Hellersberg wird Dozentin an der Akademie für Sozialarbeit in Berlin und Direktorin der Evangelischen Volkshochschule Berlin

• Gründung

 - Ethos. Vierteljahrsschrift für Soziologie, Geschichts- und Kulturphilosophie, herausgegeben von David Koigen (bis 1927)

 - Gottfried Salomon-Delatour gibt erstmals das Jahrbuch für Soziologie heraus (bis 1927)

 - Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie, bis 1931 herausgegeben von Richard Thurnwald, 1932–1933 fortgesetzt als Sociologus; 1951 aufgegangen in Archiv für Anthropologie, Völkerforschung und kolonialen Kulturwandel

• Friedrich Alverdes veröffentlicht Tiersoziologie

• Carl Brinkmann veröffentlicht Gesellschaftslehre

• Henriette Fürth veröffentlicht Das Bevölkerungsproblem in Deutschland

• Charlotte Lütkens veröffentlicht Die deutsche Jugendbewegung. Ein soziologischer Versuch

• Hanna Meuter veröffentlicht Die Heimatlosigkeit

• Eugen Rosenstock veröffentlicht Soziologie. Die Kräfte der Gemeinschaft

• Frieda Wunderlich veröffentlicht Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Deutschland seit Beendigung des Krieges

1926

• Gründung

 - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), gegründet als Abteilung Westen des Instituts für Konjunkturforschung (heute: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), seit 1943 als selbständig eingetragener Verein

• 5. Deutscher Soziologentag in Wien (Demokratie/Naturrecht)

• Geburt von

 - Peter Atteslander (1926–2016)

 - Christian von Ferber

 - Friedrich Jonas (1926–1968)

 - Christoph Staewen (1926–2002)

• Berufungen und Professuren

 - Adolf Löwe wird ordentlicher Professor für Wirtschaftstheorie und Soziologie an der Universität Kiel

 - Alfred Meusel wird a.o. Professor für Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Technischen Hochschule Aachen (ab 1930 ordentlicher Professor)

 - Fedor Stepun wird außerordentlicher Professor für Soziologie an der Technischen Hochschule Dresden

• Käthe Bauer-Mengelberg, Rosa Mayreder, Hanna Meuter und Charlotte von Reichenau gehören zu den ersten Frauen, die in die DGS aufgenommen werden

• Pareto-Schüler Pasquale Boninsegni stellt die Soziologie in Lausanne in den Dienst des italienischen Faschismus (1928–1939)

• Gründung

 - Archiv für systematische Philosophie und Soziologie (bis 1931/1932), herausgegeben von Ludwig Stein und Gottfried Salomon-Delatour

• Ersterscheinen

 - Ethos. Vierteljahrsschrift für Soziologie, Geschichte und Kulturphilosophie (bis 1928)

• Die Schriftenreihe Soziologie und Sozialphilosophie (Wien-Leipzig), herausgegeben von der Soziologischen Gesellschaft in Wien, erscheint in sieben Bänden (1926–1928)

• Die Schriftenreihe Zeifragen aus dem Gebiete der Soziologie III. Reihe (Leipzig), erscheint in drei Bänden (1926–1927)

• Umbenennung und Wiederaufnahme

 - Archiv für systematische Philosophie in Archiv für systematische Philosophie und Soziologie (bis 1931)

• Theodor Geiger veröffentlicht Die Masse und ihre Aktion. Ein Beitrag zur Soziologie der Revolutionen

• Wilhelm Jerusalems Einführung in die Soziologie erscheint posthum

• Lu Märten veröffentlicht Wesen und Veränderung der Formen-Künste

• Robert Michels veröffentlicht Soziologie als Gesellschaftswissenschaft

• Franz Oppenheimer und Gottfried Salomon geben die Soziologischen Lesestücke heraus

• Jean Piaget veröffentlicht La représentation du monde chez lenfant (Deutsch Das Weltbild des Kindes 1980)

• Max Scheler veröffentlicht Die Wissensformen und die Gesellschaft

• Anna Siemsen veröffentlicht Beruf und Erziehung

• Werner Heinz veröffentlicht Einführung in die Entwicklungspsychologie

• Leopold von Wiese veröffentlicht Soziologie. Geschichte und Hauptprobleme

• Friedrich von Wieser veröffentlicht Das Gesetz der Macht

1927

• Gründung

 - Institut universitaire de hautes études internationales (IUHEI, Hochschulinstitut für internationale Studien und Etnwicklung), ab 2008: Institut de Hautes Études Internationales et du Développment (IHEID) in Genf

• Letzte Vortragsveranstaltung der Soziologischen Gesellschaft in Wien

• Geburt von

 - Erich Bodzenta (1927–1996)

 - Herbert Julius Gans

 - Herbert Julius Kob

 - Janpeter Kob (1927–1986)

 - Thomas Luckmann (1927–2016)

 - Niklas Luhmann (1927–1998)

 - Rainer Mackensen

 - Werner Mangold

 - Julius Morel (1927–2003)

 - Helge Nyssen (später Helge Pross, 1927–1984)

 - Robert Reichardt (1927–1994)

 - Dietrich Storbeck (1927–1997)

• Berufungen und Professuren

 - Der Nationalökonom und Soziologe Wilhelm Andrae wird außerordentlicher Professor an der Universität Graz

 - Paul Honigsheim wird außerordentlicher Professor für Soziologie, Philosophie und Sozialpädagogik an der Universität Köln

 - Max Rumpf wird ordentlicher Professor für Soziologie an der Handelshochschule Nürnberg

 - Edgar Salin lehrt in Basel Soziologie als Teil einer umfassenden Sozialwissenschaft und lehnt deren Verselbstständigung ab (1927–1962)

 - Andreas Walther wird ordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Hamburg

• Ersterscheinen

 - Unterrichtsbriefe des Instituts für Angewandte Soziologie (bis 1928), fortgesetzt als Archiv für angewandte Soziologie (1928–1933)

• Petre Andrei veröffentlicht Das Problem der Methode in der Soziologie

• Charlotte Bühler, Hildegard Hetzer und Beatrix Tudor-Hart veröffentlichen Soziologische und psychologische Studien über das erste Lebensjahr

• Sigmund Freud veröffentlicht Die Zukunft einer Illusion

• Hendrik de Man veröffentlicht Der Kampf um die Arbeitsfreude. Eine Untersuchung auf Grund der Aussagen von 78 Industriearbeitern und Angestellten

• Karl Mannheim veröffentlicht die Kurzfassung von Konservatismus unter dem Titel Das konservative Denken

• Carl Schmitt veröffentlicht Der Begriff des Politischen

1928

• Gründung

 - Institut für Betriebssoziologie und soziale Betriebslehre, unter Leitung von Goetz Briefs und Paul Riebensahm (Stillstand der Arbeit 1934, Einstellung des Instituts 1938)

• 6. Deutscher Soziologentag in Zürich (Konkurrenz/Wanderungen)

• Geburt von

 - Juergen Fijalkowski (1928–2014)

 - Kurt Freisitzer (1928–2010)

 - Günther Kaiser (1928–2007)

 - M. Rainer Lepsius (1928–2014)

 - Erwin K. Scheuch (1928–2003)

 - Manfred Teschner

• Berufungen und Professuren

 - Theodor Geiger auf eine außerordentliche Professur für Soziologie an der Technischen Hochschule Braunschweig (ab 1929 ordentlicher Professor)

 - Johann Plenge wird Honorarprofessor für Organisationslehre und Soziologie an der Universität Münster

 - Ernesto Quesada erhält eine Honorarprofessur für Soziologie in Berlin

 - Hans Ritschl erhält in Basel einen Lehrstuhl für Nationalökonomie und Soziologie (1928–1942)

• Marie Baum erhält einen Lehrauftrag für soziale Fürsorge und Wohlfahrtspflege am Institut für Sozial- und Staatwissenschaften der Universität Heidelberg

• Umbenennung

 - Unterrichtsbriefe des Instituts für Angewandte Soziologie in Archiv für angewandte Soziologie (1928–1933), herausgegeben von Karl Dunkmann

• Kurt Breysig veröffentlicht Der Weg der Menschheit

• Elisabeth Heimpel-Michel veröffentlicht Die Aufklärung

• Helmuth Plessner veröffentlicht Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie

• Carl Schmitt veröffentlicht Verfassungslehre

• Mathilde Vaerting veröffentlicht Die Macht der Massen

• Leopold von Wiese veröffentlicht Das Dorf als soziales Gebilde

1929

 

• Geburt von

 - Peter L. Berger (1929–2017)

 - Hansjuergen Daheim

 - Ralf Dahrendorf (1929–2009)

 - Werner Falk (später Amitai Etzioni)

 - Andre Gunder Frank (1929–2005)

 - Jürgen Habermas

 - Hansgünter Meyer

 - Renate Pflaum (später Renate Mayntz)

 - Horst Reimann (1929–1994)

 - Wigand Siebel (1929–2014)

 - Emmy Elisabeth Werner (auch Emmy Elisabeth Werner-Jacobsen)

• Berufungen und Professuren

 - Charlotte Leubuscher wird außerordentliche Professorin für Staatswissenschaften an der Universität Berlin

• Promotion von Talcott Parsons an der Universität Heidelberg, Dissertation: Capitalism in Recent German Literature: Sombart and Weber

• Gründung von Orient und Occident. Blätter für Theologie, Ethik und Soziologie (1929–1936, dann eingestellt)

• Eduard Heimann veröffentlicht Soziale Theorie des Kapitalismus – Theorie der Sozialpolitik

• Gertrud Herrmann veröffentlicht Formen des Gemeinschaftslebens jugendlicher Mädchen

• Hildegard Hetzer veröffentlicht Kindheit und Armut

• Siegfried Kracauer veröffentlicht Die Angestellten in der Frankfurter Zeitung (Buchausgabe 1930)

• Siegfried Landshut veröffentlicht Kritik der Soziologie. Freiheit und Gleichheit als Ursprungsproblem der Soziologie

• Karl Mannheim veröffentlicht Ideologie und Utopie

• Leopold von Wiese veröffentlicht Gebildelehre

1930

• 7. Deutscher Soziologentag in Berlin (Presse und öffentliche Meinung)

 - Geburt von

 - Friedrich Fürstenberg

 - Heinz Hartmann

 - Christian Helfer (1930–2008)

 - Helmut Klages

 - Günther Lüschen (1930–2015)

 - Joachim Matthes (1930–2009)

 - Berufungen und Professuren

 - Käthe Bauer-Mengelberg wird Honorarprofessorin am Pädagogischen Institut Frankfurt

 - Friedrich Hertz auf eine Professur für Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität Halle-Wittenberg

 - Hans Lips wird n. ext. Professor für Völkerkunde und Soziologie in Köln

 - Karl Mannheim wird zum Professor der Soziologie in der wirtschafts-und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt am Main berufen

 - Hermann Schmalenbach lehrt in Basel Soziologie im Rahmen der Philosophie (1930–1950)

 - Walter Sulzbach wird nicht beamteter außerordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Frankfurt am Main (1930–1933)

 - Paul Tillich wird ordentlicher Professor für Philosophie und Soziologie, einschließlich Sozialpädagogik an der Universität Frankfurt am Main

 - Frieda Wunderlich als Professorin für Soziologie und Sozialpolitik an das Staatliche Berufspädagogische Institut in Berlin

• Mark Abramowitsch veröffentlicht Hauptprobleme der Soziologie. Probleme marxistischer Lebenserkenntnis

• Marie Baum veröffentlicht Das Familienleben in der Gegenwart

• Gertrud Bäumer veröffentlicht Sinn und Formen geistiger Führung

• Erna Corte veröffentlicht Die Familienverhältnisse von Kindern in Krippen, Kindergärten, Horten und Tagesheimen, herausgegeben von Alice Salomon im Auftrag des Deutschen Archivs für Jugendwohlfahrt

• Sigmund Freud veröffentlicht Das Unbehagen in der Kultur

• Hans Freyer veröffentlicht Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft

• Franz Wilhelm Jerusalem veröffentlicht Grundzüge der Soziologie

• Siegfried Kracauer veröffentlicht Die Angestellten. Aus dem neuesten Deutschland

• Richard Müller-Freienfels veröffentlicht Allgemeine Sozial- und Kulturpsychologie

• Talcott Parsons’ Übersetzung von Max Webers Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus ins Englische erscheint

• Johann Plenge veröffentlicht Das Problemsystem der theoretischen Soziologie in den Kölner Vierteljahrsheften für Soziologie

• Fritz Sander veröffentlicht Allgemeine Gesellschaftslehre

• Werner Sombart veröffentlicht Die drei Nationalökonomien sowie Nationalökonomie und Soziologie

1931

• Gründung

 - Österreichische Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle in Wien

• Preisausschreiben Die Entwicklung der Soziologie des Erkennens und Wissens seit Wilhelm Jerusalem der Soziologischen Gesellschaft in Wien und der Wiener Philosophischen Gesellschaft

• Geburt von

 - Alfred Bellebaum

 - Karl-Fritz Daiber

 - Theodor Harder (1931–2016)

 - Günter Hartfiel

 - Friedrich Wilhelm Henning (1931–2008)

 - Urs Jaeggi

 - Gabor Kiss (1931–1994)

 - Arno Klönne

 - Peter Christian Ludz (1931–1979)

 - Maria Mies

 - Fritz Sack

 - Paul Trappe (1931–2005)

 - Hans-Ulrich Wehler

• Berufungen und Professuren

 - Franz Wilhelm Jerusalem wird ordentlicher Professor für öffentliches Recht und Soziologie an der Universität Jena

 - Alfred von Martin wird Honorarprofessor für Soziologie an der Universität Göttingen

 - Ernst Michel wird Honorarprofessor für Soziologie und Politik an der Akademie der Arbeit in Frankfurt

 - Hans Lorenz Stoltenberg wird außerplanmäßiger Professor für Sozialpsychologie und Soziologie an der Universität Gießen

• Max Horkheimer übernimmt die Leitung des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main

• Die Schriftenreihe Zeitfragen aus dem Gebiete der Soziologie. Vierte Reihe: Beiträge zur Soziologie der Kunst (Leipzig) erscheint

• Käthe Bauer-Mengelberg veröffentlicht Agrarpolitik in Theorie, Geschichte und aktueller Problematik

• Karl Dunkmann gibt das Lehrbuch der Soziologie und Sozialphilosophie heraus

• Hans Freyer veröffentlicht Einleitung in die Soziologie

• Otto Neurath veröffentlicht Empirische Soziologie. Der wissenschaftliche Gehalt der Geschichte und Nationalökonomie

• Max Rumpf veröffentlicht Deutsche Volkssoziologie im Rahmen einer Sozialen Lebenslehre

• Ferdinand Tönnies veröffentlicht Einführung in die Soziologie

• Richard Thurnwald veröffentlicht Die menschliche Gesellschaft in ihren ethno-soziologischen Grundlagen (1931–1935)

• Alfred Vierkandt gibt das Handwörterbuch der Soziologie heraus.

 - Die weiteren Herausgeber sind: Götz Briefs, Franz Eulenburg, Franz Oppenheimer, Werner Sombart, Ferdinand Tönnies und Leopold von Wiese

 - Die Mitarbeiter sind: Erwin von Beckerath, Götz Briefs, Gerhard Colm, Josef Dobretsberger, Aloys Fischer, Hans Freyer, Theodor Geiger, Adolf Grabowsky, Gustav Gundlach, Rudolf Heberle, Hermann Heller, Friedrich Hertz, Georg Höltker, Wilhelm Koppers, Julius Kraft, Arthur Liebert, Karl Mannheim, Alfred von Martin, Alfred Meusel, Robert Michels, Waldemar Mitscherlich, Franz Oppenheimer, Arthur von Rosthorn, Arnold Schering, Werner Sombart, Sebald Rudolf Steinmetz, Hans Lorenz Stoltenberg, Walter Sulzbach, Ferdinand Tönnies und Alfred Vierkandt

1932

 

• Geburt von

 - Giovanni Busino

 - Walo Hutmacher

 - Franz-Xaver Kaufmann

 - Klaus Lüderssen (1932–2016)

 - Artur Meier

• Berufungen und Professuren

 - Götz Briefs wird ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre und Betriebssoziologie an der Technischen Hochschule Berlin

 - Franz Eulenburg wird ordentlicher Professor für Soziologie an der Wirtschaftshochschule Berlin

 - Julius Lips wird außerplanmäßiger Professor für Ethnosoziologie und Völkerkunde an der Universität Köln

 - Fritz Karl Mann wird ordentlicher Professor für Nationalökonomie und Soziologie an der Universität Köln

 - Heinz Marr wird außerordentlicher Professor für Sozialpolitik und Soziologie an der Universität Frankfurt am Main

 - Wilhelm Vleugels wird Honorarprofessor für Soziologie an der Handelshochschule Königsberg

 - Joachim Wach wird außerordentlicher Professor für Religionswissenschaft und Religionssoziologie an der Universität Leipzig

 - Hans Weigmann wird außerplanmäßiger Professor für Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität Rostock

• Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Joseph A. Schumpeter siedelt in die USa über und wird Professor an der Harvard University

• Werner Sombart wird Präsident des Vereins für Socialpolitik

• Umbenennung

 - Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung wird in Zeitschrift für Sozialforschung (bis 1939/1940) umbenannt, herausgegeben vom Institut für Sozialforschung, Max Horkheimer, fortgesetzt als Studies in philosophy and social science (1939/40–1941/2)

 - Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie in Sociologus (bis 1933, wieder ab 1951)

• Lisbeth Franzen-Hellersberg veröffentlicht Die jugendliche Arbeiterin. Ihre Arbeitsweise und Lebensform

• Theodor Geiger veröffentlicht Die soziale Schichtung des deutschen Volkes. Soziographischer Versuch auf statistischer Grundlage

• Käthe Leichter veröffentlicht So leben wir … 1320 Industriearbeiterinnen berichten über ihr Leben; eine Erhebung

• Karl Mannheim veröffentlicht Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie

• Alfred von Martin veröffentlicht Soziologie der Renaissance. Zur Physiognomik und Rhythmik bürgerlicher Kultur

• Hanna Meuter veröffentlicht Erziehung zum Mitmenschen. Das Erziehungswerk Mathilde Vaertings

• Jean Piaget veröffentlicht Le Jugement Moral chez lEnfant (Deutsch Das moralische Urteil beim Kinde 1973)

• Alfred Schütz veröffentlicht Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine Einleitung in die verstehende Soziologie

1933

• Der ursprünglich für 20.-22. April angesetzte 8. Soziologentag wird aufgrund der politischen Verhältnisse verschoben

• Von 1933 bis 1938 verlassen bis zu zwei Drittel der deutschen SoziologInnen Deutschland. Auch das Frankfurter Institut für Sozialforschung geht in die Emigration

• Geburt von

 - Horst Baier

 - Günter Dux

 - Uwe Wesel

• Berufungen und Professuren

 - Max Hildebert Boehm wird Professor für Volkstheorie und Volkstumssoziologie in Jena

 - Gunther Ipsen wird ordentlicher Professor für Philosophie, Pädagogik und Soziologie an der Universität Königsberg

 - Jacob Lorenz wird Ordinarius für Nationalökonomie und Soziologie an der Universität Fribourg (Freiburg i. Ue.) und propagiert den ständisch-korporativen Umbau (1933–1946)

• Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Käthe Bauer-Mengelberg emigriert in die USA und wird Professorin am Uppsala College

 - Karl Mannheim emigriert und wird Professor an der London University

 - Carl Mayer emigriert in die USA und wird Professor an der New School for Social Research

 - Hans Speier emigriert und wird Professor an der New School for Social Research New York

 - Joachim Wach emigriert in die USA und wird Professor an der Brown Univesity

• Zahlreiche Soziologinnen und Soziologen werden 1933/34 entlassen, zwangsemeritiert oder mit einem Vorlesungsverbot belegt, unter ihnen Heinrich Cunow, Hans von Eckardt, Franz Eulenburg, Theodor Geiger, Friedrich Hertz, Paul Honigsheim, Max Horkheimer, Julius Kraft, Siegfried Landshut, Julius Lips, Ernst Manheim, Karl Mannheim, Alfred von Martin, Alfred Meusel, Sigmund Neumann, Hans Proesler, Eugen Rosenstock-Huessy, Albert Salomon, Gottfried Salomon-Delatour, Alexander von Schelting, Hans Speier, Walter Sulzbach, Ferdinand Tönnies, Alfred Vierkandt, Joachim Wach, Alfred Weber, Heinz-Otto Ziegler

• August:

Gemeinsame Sitzung des Ausschusses und des Beirates der DGS in Lübeck, auf der Ferdinand Tönnies seinen Rücktritt erklärt

• November:

Hans Freyer, Arnold Gehlen, Max Rumpf, Max Graf zu Solms und Andreas Walther unterzeichnen neben anderen das Bekenntnis deutscher Professoren zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat

• Dezember:

Die DGS-Mitgliederversammlung wählt in Berlin Hans Freyer zum „Führer“ der DGS mit Totalvollmachten

• Exilerscheinen:

 - Zeitschrift für Sozialforschung erscheint von 1933 bis 1938 im Pariser Exil, von 1939/40 bis 1941/42 erscheint sie in New York unter dem Titel Studies in Philosophy and Social Science im Selbstverlag

• Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld und Hans Zeisel veröffentlichen Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziografischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit

• Josef Pieper veröffentlicht Grundformen sozialer Spielregeln

• Mathilde Vaerting veröffentlicht Der dreifach Unterschied zwischen Mann und Weib

• Leopold von Wiese veröffentlicht System der Allgemeinen Soziologie als Lehre von den sozialen Prozessen und den sozialen Gebilden der Menschen (Beziehungslehre)

1934

• Gründung

 - Gesellschaft für Konsumforschung e.V. (GfK) in Nürnberg

• Umbenennung

 - Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft in Institut für Weltwirtschaft (IfW)

• Januar:

Treffen deutscher Soziologen in Jena und Ausrichtung der Soziologie an den nationalsozialistischen Verhältnissen

• März:

Freiwillige Selbstauflösung der Soziologischen Gesellschaft in Wien

 - Geburt von

 - Klaus von Beyme

 - Walter Ludwig Bühl (1934–2007)

 - Richard Grathoff (1934–2013)

 - Horst Helle

 - Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny (1934–2004)

 - Friedhelm Neidhardt

 - Jürg Willi

 - Berufungen und Professuren

 - Hermann Mitgau Professor an der Hochschule für Lehrerbildung

 - Hans Weigmann wird planm. a.o. an der Universität Rostock (liest nach 1934 keine Soziologie mehr)

 - Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Sigmund Neumann emigriert 1933 und wird 1934 Professor an der Wesleyan University

 - Eugen Rosenstock-Huessy emigriert 1934 und wird Professor am Dartmouth College, USA

 - Der amerikanische Soziologe Earle Edward Eubank interviewt Hans Freyer, Franz Oppenheimer, Werner Sombart, Othmar Spann, Ferdinand Tönnies, Alfred Vierkandt, Erich Voegelin, Alfred Weber und Leopold von Wiese. Die Interviewten nennen die folgenden Personen als bedeutsame Vertreter der deutschsprachigen Soziologie:

 - Max Adler, Jakob Baxa, Max H. Boehm, Carl Brinkmann, Kurt Breysig, Johann G. Fichte, Hans Freyer, L. H. Adolph Geck, Theodor Geiger, Adolf Günther, Ludwig Gumplowicz, Karl Mannheim, Karl Marx, Adam Müller, Franz Oppenheimer, Johann Plenge, Gustav Ratzenhofer, Hans Riehl, Max Rumpf, Johannes Sauter, Albert Schäffle, Max Scheler, Alfred Schütz, Georg Simmel, Max Graf zu Solms, Werner Sombart, Othmar Spann, Eduard Spranger, Lorenz von Stein, Hans L. Stoltenberg, Ferdinand Tönnies, Ernst Troeltsch, Alfred Vierkandt, Andreas Walther, Max Weber, Leopold von Wiese

• Ersterscheinen

 - Volksspiegel. Zeitschrift für deutsche Soziologie und Volkswissenschaft, nach kurzer Zeit nur noch Zeitschrift für deutsche Volkswissenschaft, wird gegründet und von Max Hildebert Böhm, Hans Freyer und Max Rumpf herausgegeben. (Hans Freyer scheidet nach kurzer Zeit wieder aus, die Zeitschrift erscheint bis 1938)

• Umbenennung

 - Logos. Internationale Zeitschrift für Philosophie und Kunst in Zeitschrift für deutsche Kulturphilosophie (1934/5–1943/4), fortgesetzt als Logos. Zeitschrift für systematische Philosophie (in neuer Folge 1993–2001)

• Einstellung

Kölner Vierteljahrshefte für Soziologie

• Franz Borkenau veröffentlicht Der Übergang vom feudalen zum bürgerlichen Weltbild. Studien zur Geschichte der Philosophie der Manufakturperiode

• Hermann Heller Staatslehre erscheint posthum

• Karl R. Popper veröffentlicht Logik der Forschung

1935

• Gründung

 - Deutsche Arbeitsfront (DAF) in Berlin (Mitarbeit von Wilhelm Brepohl, z. B. für das Arbeitswissenschaftliche Institut der Deutschen Arbeitsfront)

 - Forschungsstelle für Volkstum im Ruhrgebiet (unter Leitung von Wilhelm Brepohl, letzte Aktivitäten 1941 dokumentiert)

 - Reichsstelle für Raumordnung (RfR) (Leitung: Hanns Kerrl), daran angeschlossen: Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung (Leitung: Friedrich Bülow)

• Selbstauflösung der Soziologischen Gesellschaft in Graz

• Geburt von

 - Lars Clausen (1935–2010)

 - Hans Peter Dreitzel

 - Hans-Dieter Evers

 - Hans J. Krysmanski (1935–2016)

 - Rüdiger Lautmann

 - Walther Müller-Jentsch

 - Rosemarie Nave-Herz

 - Fritz W. Scharpf

 - Karl Hermann Tjaden

• Berufungen und Professuren

 - Erich Voegelin wird ao. Professor für Gesellschaftslehre an der Universität Wien

• Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Albert Salomon emigriert 1933 in die USA und wird 1935 Professor an der New School for Social Research

• Ludwik Fleck veröffentlicht Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv

• Karl Mannheim veröffentlicht Mensch und Gesellschaft im Zeitalter des Umbaus aus dem englischen Exil (1935, 1940 und schließlich in Deutschland 1958)

• Hans Proesler veröffentlicht Die Anfänge der Gesellschaftslehre

• Alfred Weber veröffentlicht Kulturgeschichte als Kultursoziologie

1936

• Reichsweiter Zusammenschluss aller Hochschularbeitsgemeinschaften für Raumforschung zur Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung, erster Leiter Konrad Meyer

• Selbstauflösung (‚Liquidation‘) des Vereins für Socialpolitik

• Geburt von

 - Egon Becker

 - Dietmar Kamper (1936–2001)

 - Lothar Krappmann

 - Ingrid N. Sommerkorn

 - Joachim Ziche

 - Rolf Ziegler

• Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Hertha Kraus emigriert in die USA, dort wird sie Dozentin am Institute of Technology in Pittsburgh, 1936 wird sie Professorin für ‚Social Work and Social Research‘ am Bryn Mawr College in Philadelphia

 - Fritz Karl Mann emigriert 1936 in die USA und wird Professor an der American University Washington

• Walter Benjamin veröffentlicht Das Kunstwerk im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit im Pariser Exil (dt. Übersetzung 1991)

• Charlotte Lorenz veröffentlicht Die Statistik in der Kriegswirtschaft

1937

 

• Geburt von

 - Regina Becker-Schmidt

 - Klaus Heinemann

 - Paul Kellermann

 - Michael Mitterauer

 - Karl-Dieter Opp

 - Helge Peters

 - Josef Schmid

 - Michael Schumann

 - Erhard Roy Wiehn

 - Wolfgang Zapf

• Berufungen und Professuren

 - Charlotte Lorenz wird außerordentliche Professorin für Statistik an der Universität Berlin

• Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Götz Briefs emigriert 1934 und wird 1937 Professor an der Georgetown University, Washington

 - Walter Sulzbach emigriert in die USA und wird Professor für Soziologie am Claremont College in Kalifornien (bis 1945)

• Fedor Stepun wird zwangsemeritiert

• Max Horkheimer veröffentlicht Traditionelle und kritische Theorie

• Karen Horney veröffentlicht The Neurotic Personality of Our Time (Deutsch Der neurotische Mensch in unserer Zeit 1997)

• Talcott Parsons veröffentlicht The Structure of Social Action

• Hans Lorenz Stoltenberg veröffentlicht Geschichte der deutschen Gruppwissenschaft (Soziologie) mit besonderer Beachtung ihres Wortschatzes

1938

• Gründung

 - KOF Konjunkturforschungsstelle an der ETH Zürich, Forschungsschwerpunkte Konjunktur Schweiz, internationale Wirtschaft und Strukturwandel

• Nach dem Anschluss Österreichs emigrieren zahlreiche Soziologinnen und Soziologen aus Österreich, viele davon in die USA

• Geburt von

 - Jürgen Friedrichs

 - Ute Gerhard

 - Thomas A. Herz

 - Karl-Heinz Hillmann (1938–2007)

 - Jörn Rüsen

 - Wolfgang Schluchter

 - Walter Siebel

 - Armin Tschoepe (1938–2002)

 - Ludger Veelken

 - Günter Wiswede

• Berufungen und Professuren

 - René König lehrt (zuletzt als Titularprofessor) an der Universität Zürich Soziologie. Die Errichtung eines Lehrstuhls scheitert am Widerstand der vorgesetzten Erziehungsbehörden

 - Wilhelm E. Mühlmann wird apl. Professor für Soziologie und Ethnologie in Mainz

 - Jean Piaget wird Ordinarius für „Experimental Psychology & Sociology“ an der Universität Lausanne (1938–1951)

 - Heinrich Weippert wird a.o. Professor für Volkswirtschaft in Königsberg

• Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Theodor Geiger emigriert 1933 und wird 1938 Professor an der Universität Arhus

 - Rudolf Heberle emigriert 1938 in die USA und wird Professor für Soziologie an der Louisiana State University

 - Paul Honigsheim emigriert 1933 und wird 1938 Professor an der Michigan State University, USA

• Der Grazer Privatdozent Konstantin Radakovic verzichtet auf die weitere Ausübung seiner venia

• Emil Julius Gumbel gibt Freie Wissenschaft. Ein Sammelbuch aus der deutschen Emigration heraus. Darin veröffentlichen u. a. Alfred Meusel, Gottfried Salomon-Delatour, Julius Lips, Theodor Geiger und Anna Siemsen Texte

• Adolf Menzel veröffentlicht Grundriss der Soziologie

1939

 

• Geburt von

 - Karl Acham

 - Martin Baethge (1939–2018)

 - Johannes Berger

 - Günter Endruweit

 - Rainer Geißler

 - Günter Kehrer

 - Hans-Günther Rolff

 - Bernhard Schäfers

 - Hans-Georg Soeffner

• Berufungen und Professuren

 - Jean Piaget wird Ordinarius für Soziologie an der Universität Genf (1939–1951)

 - Willy Gierlichs wird beamt. A.o. Professor an der Universität Köln

• Ausgewählte Emigrationen und Berufungen im Ausland

 - Hilde Weiss emigriert 1933 über Frankreich und die Schweiz 1939 in die USA, wo sie Professorin für Soziologie am Brooklyn College in New York wird

• Umbenennung

 - Zeitschrift für Sozialforschung in Studies in Philosophy and Social Science (bis 1942), herausgegeben vom Institute of Social Research, Morningside Heights, New York City

• Einstellung

 - Schriften des Vereins für Socialpolitik (SVS) (bis 1939, neue Folge ab 1949)

• Norbert Elias veröffentlicht Über den Prozess der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen (aus dem englischen Exil)

• Theodor Geiger veröffentlicht Soziologie. Grundriss und Hauptprobleme (Deutsch 1991)

• Georg Rusche und Otto Kirchheimer veröffentlichen Punishment and Social Structure (Deutsch Sozialstruktur und Stravollzug 1974)

1940

 

• Geburt von

 - Josef Gunz

 - Horst Kern

 - Reinhard Kreckel

 - Helga Krüger (1940–2008)

 - Sigrid Metz-Göckel

 - Claus Offe

 - Jürgen Reulecke

 - Klaus Türk

 - Joachim Vogel (1963–2013)

 - Ulrike Vogel

• Berufungen und Professuren

 - Adolf Günther auf eine Professur nach Wien

• 1940/1941

Talcott Parsons und Joseph Schumpeter halten ein gemeinsames Seminar zu Rationality in the Social Sciences ab

• 1940/1941

Briefwechsel von Talcott Parsons und Alfred Schütz

• Walter Benjamin nimmt sich auf der Flucht im spanischen Grenzort Portbou das Leben

• Franz Boas veröffentlicht Race, Language and Culture

• Otto Brunner veröffentlicht Land und Herrschaft. Grundfragen der territorialen Verfassungsgeschichte Österreichs im Mittelalter

• Ernst Fraenkel veröffentlicht The Dual State (Deutsch Der Doppelstaat 1984)

• Arnold Gehlen veröffentlicht Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt

• Ludwig von Mises veröffentlicht Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens

1941

 

• Geburt von

 - Ilse Dröge-Modelmog

 - Utz Jeggle (1941–2009)

 - Fritz Kramer

 - Wolf Lepenies

 - Wolfgang Lipp (1941–2014)

 - Gertrud Nunner-Winkler

 - Horst W. Opaschowski

 - Dieter Prokop

 - Helmuth Rose

 - Peter Weingart

• Berufungen und Professuren

 - Max Graf zu Solms wird apl. Professor in Marburg

 - Karl Valentin Müller nach Prag

• Veröffentlichung von Sigmund Freuds Zur Psychopathologie des Alltagslebens. Über Vergessen, Versprechen, Vergreifen, Aberglauben und Irrtum (Deutsch 1975)

• Karl Löwith veröffentlicht Von Hegel zu Nietzsche. Der revolutionäre Bruch im Denken des 19. Jahrhunderts

• Herbert Marcuse veröffentlicht Reason and Revolution: Hegel and the Rise of Social Theory (Deutsch Vernunft und Revolution. Hegel und die Entstehung der Gesellschaftstheorie 1962)

1942

 

• Geburt von

 - Irene Dölling

 - Gunter Falk (1942–1983)

 - Carol Hagemann-White

 - Eva Knobloch (später Eva Senghaas-Knobloch)

 - Marianne Rodenstein

 - Heinz Steinert (1942–2011)

 - Ali Wacker

 - Erich Weede

• Die österreichische Sozialforscherin Käthe Leichter wird in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet

• Franz L. Neumann veröffentlicht Behemoth. The Structure and Practice of National Socialism (Deutsch Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944 1977)

• Joseph Schumpeter veröffentlicht Capitalism, Socialism and Democracy (Deutsch Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie 1950)

1943

• Gründung

 - Soziographisches Institut an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Leiter: Ludwig Neundörfer, das Institut wurde 1975 mit dem Tod Neundörfers aufgelöst)

• Geburt von

 - Hartmut Esser

 - Hartmut Häußermann

 - Siegfried Lamnek

 - Karl-Siegbert Rehberg

 - Ute Scheuch

 - Johannes Siegrist

 - Viktor Vanberg

• Berufungen und Professuren

 - Helmut Schelsky nach Straßburg, er kann seinen Ruf kriegsbedingt nicht antreten.

• Alfred Schütz wird nebenberuflicher Dozent an der New School for Social Research in New York

• Franz Eulenburg stirbt unter ungeklärten Umständen in Gestapo-Haft

• Der ehemalige KZ-Insasse Paul M. Neurath legt an der Columbia University eine sozialwissenschaftliche Analyse der Gesellschaft in den Konzentrationslagern als Dissertation vor

1944

• Im Gästehaus des Sicherheitsdienstes der SS am Wannsee findet auf Einladung Otto Ohlendorfs im Dezember eine Arbeitsbesprechung des Reichswirtschaftsministeriums über soziologische Fragen und Aufgaben statt (Hauptreferat: Max Hildebert Boehm, Koreferat: Franz Ronneberger)

• Geburt von

 - Ulrich von Alemann

 - Ulrich Beck (1944–2015)

 - Karin Flaake

 - Wulf Hopf

 - Klaus Hurrelmann

 - Albert Ilien (1944–2011)

 - Dirk Käsler (ab 1996 Kaesler)

 - Gudrun-Axeli Knapp

 - Karin Knorr Cetina

 - René Levy

 - Heiner Meulemann

 - Rüdiger Peuckert

 - Gerhard Schulze

 - Tilla Siegel

• Heinz-Otto Ziegler, ehemaliger Privatdozent für Soziologie an der Universität Frankfurt, fällt als Angehöriger der Royal Air Force

Ernst Kantorowicz (1892–1944), der von 1930–1933 Professor für Staatsbürgerkunde und Sozialwissenschaften am Berufspädagogischen Institut Frankfurt am Main war, wird in Auschwitz ermordet

• Theodor W. Adorno und Max Horkheimer veröffentlichen aus dem Exil Philosophische Fragmente, die als Dialektik der Aufklärung später weltweit bekannt werden

• Ernst Cassirer veröffentlicht An Essay on Man. An Introduction to the Philosophy of Human Culture (Deutsch Versuch über den Menschen. Eine Einführung in eine Philosophie der Kultur 1990)

• Theodor Geiger veröffentlicht Intelligensen (Deutsch Aufgaben und Stellung der Intelligenz 1949)

• Friedrich Hayek veröffentlicht The Road to Serfdom (Deutsch Der Weg zur Knechtschaft 1945)

• Paul F. Lazarsfeld, Bernard Berelson und Hazel Gaudet veröffentlichen The Peoples Choice (Deutsch Wahlen und Wähler. Soziologie des Wahlverhaltens 1969)

• Oskar Morgenstern und John von Neumann veröffentlichen Theory of Games and Economic Behavior (Deutsch Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten 1961)

• Karl Polanyi veröffentlicht The Great Transformation. (Deutsch The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen 1978)

1945

• Gründung

 - Emnid-Institute GmbH & Co in Bielefeld

 - Österreichisches Statistisches Zentralamt in Wien (bis 1999, seitdem Statistik Austria – Bundesanstalt Statistik Österreich)

• Geburt von

 - Fritz Böhle

 - Jürgen Cromm

 - Sabine Gensior

 - Bernd Hamm

 - Rolf Lindner

 - Karl Ulrich Mayer

 - Richard Münch

 - Rainer Riehle

 - Hans-Georg Zilian (1945–2005)

• Berufungen und Professuren

 - Othmar Spann wird rehabilitiert, darf aber seine Professur nicht wieder ausüben

Hans Oppenheimer (1901–1945), der als Jahrgangsbester bei Heinrich Rickert zur „Wertstruktur der Soziologie“ Max Webers promoviert wurde, stirbt im Konzentrationslager Bergen-Belsen

• Ersterscheinen

 - Schriftenreihe Zur Soziologie der Freiheit (bis 1948)

• Erich Fromm veröffentlicht Die Furcht vor der Freiheit

• Karl R. Popper veröffentlicht The Open Society and Its Enemies (Deutsch Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 1957)

• Eva Reichmann promoviert, zum zweiten Mal, an der London School of Economics mit der Arbeit Hostages of Civilization (auf Deutsch Die Flucht in den Hass. Die Ursachen der deutschen Judenkatastrophe 1951)

• Historische Soziologen der alten Generation (z. B. Alfred Weber, Alfred von Martin, Alexander Rüstow, Eduard Heimann, Alfred Müller-Armack) veröffentlichen Zeitdiagnosen über die Ursachen des Nationalsozialismus (1945–1957)

1946

• Gründung

 - Schweizerische Geisteswissenschaftliche Gesellschaft (SGG), bis 1985, umbenannt in Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)

 - Sozialforschungsstelle Dortmund in Münster

 - Wirtschaftswissenschaftliches Institut des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Düsseldorf

• Neukonstituierung des DGS-Vorstands in Bad Godesberg

• 8. Deutscher Soziologentag in Frankfurt am Main (Die gegenwärtige Situation, soziologisch betrachtet). Die Versammlung verzichtet auf eine Aufarbeitung der fachinternen Vergangenheit

• Geburt von

 - Wolfgang Clemens

 - Elisabeth Gernsheim (später Elisabeth Beck-Gernsheim)

 - Stefan Hradil

 - Doris Janshen

 - Dieter Rucht

 - Ina Wagner

 - Jean Widmer (1946–2007)

• Berufungen und Professuren

 - August Maria Knoll übernimmt eine Professur für Soziologie an der Universität Wien

 - Alfred Meusel wird Professor für Geschichte an der Humboldt Universität Berlin

DGS-Vorstand

Leopold von Wiese wird Vorsitzender der DGS (bis 1955). Zum Vorstand gehören von 1946 bis 1953: Christian Eckert (Schatzmeister, verstirbt), Georg Max Jahn, Heinz Sauermann, Max Graf zu Solms und Karl Gustav Specht (ab 1952, Ersatz für Eckert, Schatzmeister).

• Gründung Internationale Bibliothek für Psychologie und Soziologie (bis 1957)

• Hans Gerth und C. Wright Mills veröffentlichen mit From Max Weber. Essays in Sociology eine Sammlung von Texten Webers in englischer Übersetzung

• Eugen Kogon veröffentlicht Der SS-Staat

1947

• Gründung

 - DGS-Untergruppe Betriebssoziologie (erster Sprecher Franz Weyer, spätestens ab 1952 inaktiv)

 - DGS-Untergruppe Beziehungslehre (erster Sprecher Leopold von Wiese, spätestens ab 1949 inaktiv)

 - DGS-Untergruppe Pädagogische Fragen (erste SprecherInnen Ludwig Heinrich Adolph Geck und Elsbet Linpinsel, spätestens ab 1952 inaktiv)

 - DGS-Untergruppe Studium der Literatur des Auslands (zonal untergliedert, vermutlich 1948 aufgelöst)

 - Infratest – Marktforschung, Wirtschaftsforschung, Sozialforschung GmbH & Co in München an der Universität München (ab 1948 selbstständig)

 - Institut für Demoskopie Allensbach am Bodensee

 - Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München und Berlin

 - Salzburg Seminar in American Studies auf Schloss Leopoldskron (später Salzburg Global Seminar)

• Geburt von

 - Jens Alber

 - Beate Brüggemann

 - Max Haller

 - Claudia Honegger

 - Helgard Kramer

 - Ilona Ostner

 - Johann August Schülein

• Berufungen und Professuren

 - Eugène Bongras wird Ordinarius für Soziologie an der Universität Fribourg (Freiburg i. Ue., 1947–1961)

 - Arnold Gehlen als Professor für Psychologie und Soziologie an der Universität Speyer

 - Alfred von Martin wird Professor an der Universität München (1947–1958)

• Theodor Geiger veröffentlicht Vorstudien zu einer Soziologie des Rechts (Deutsch 1987)

• Emil Jakob Walter veröffentlicht Psychologische Grundlagen der geschichtlichen und sozialen Entwicklung

1948

• Gründung

 - Akademie für Gemeinwirtschaft (später Universität für Wirtschaft und Politik) in Hamburg

 - DGS-Untergruppe Ethnologie (erster Sprecher Wilhelm Emil Mühlmann, spätestens ab 1948 inaktiv)

 - Evangelisches Studienwerk Villigst e.V.

 - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Frankfurt am Main

 - Statistisches Amt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, ab 1950 Statistisches Bundesamt

• Wiedergründung

 - Verein für Socialpolitik

• Im Gutachten zur Hochschulreform des Studienausschuß für Hochschulreform wird die Errichtung soziologischer Lehrstühle empfohlen, wobei die Aufgabe einer re-education der Bevölkerung unterstrichen wird

• 9. Deutscher Soziologentag in Worms (Jugend/Terror)

• Geburt von

 - Stefan Breuer

 - Jens Dangschat

 - Josef Hochgerner

 - Hans Joas

 - Ilse Lenz

 - Werner Meinefeld

 - Hildegard Maria Nickel

 - Michael Pollak (1948–1992)

• Berufungen und Professuren

 - Maurice Erard wird Extraordinarius für Sociologie et Histoire de la Pensée Économique an der Universität Neuchâtel (ab 1954: Ordinarius)

 - Karl Jaspers wird Professor mit Lehrauftrag für Philosophie einschließlich Psychologie und Soziologie an der Universität Basel (1948–1961)

 - Gerhard Mackenroth nach Kiel (1948–1955)

 - Herbert Sultan wird apl. Professor an der Universität Heidelberg

• Wiedergründung

 - Kölner Vierteljahrshefte für Soziologie unter dem Titel Kölner Zeitschrift für Soziologie (1948/49)

• Leo Kofler veröffentlicht Zur Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft. Versuch einer verstehenden Deutung der Neuzeit

• Kurt Lewin veröffentlicht Resolving Social Conflicts (Deutsch Die Lösung sozialer Konflikte 1953)

1949

• Gründung

 - Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V. (ASI)

 - DGS-Untergruppe Bürokratie (erster Sprecher Heinrich Herrfahrdt, spätestens ab 1949 inaktiv)

 - Hochschule für Politik, Arbeit und Wirtschaft (später Hochschule für Sozialwissenschaften in Wilhelmshaven-Rüstersiel, bis 1962)

 - Informations- und Forschungstelle (Ifo) für Wirtschaftsbeobachtung in München

 - Institut für Empirische Soziologie, Mitglied der ASI unter dem Dach der Gesellschaft für empirische soziologische Forschung e.V.

 - International Sociological Association (ISA) unter Beteiligung von René König, Paul Lazarsfeld und Theodor Geiger

 - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München (Verein JFF – Jugend Film Fernsehen e.V.)

• Geburt von

 - Axel Honneth

 - Ursula Müller

 - Rolf Peter Sieferle (1949–2016)

• Berufungen und Professuren

 - Max Horkheimer nach Frankfurt am Main (1949–1963)

 - René König auf eine Professur für Soziologie an der Universität Köln (1949–1974)

 - Helmut Schelsky an die Akademie für Gemeinwirtschaft in Hamburg (1948–1953)

 - Max Graf zu Solms nach Wilhelmshaven (1949–1958)

 - Johann Mokre übernimmt eine Professur für Rechtsphilosophie, Politikwissenschaften und Soziologie an der Universität Graz

• Ersterscheinen

 - Ruf ins Volk, Monatsschrift für Volksgesundung und Jugendschutz (bis 1979), fortgesetzt als Jugend und Gesellschaft (1980–2002)

 - Soziale Welt: Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis

• Simone de Beauvoir veröffentlicht Le deuxieme sexe (dt. Übersetzung Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau 1951)

• Ernst Cassirer veröffentlicht Der Mythus des Staates. Philosophische Grundlagen politischen Verhaltens

• René König veröffentlicht Soziologie heute

• Karl Löwith veröffentlicht Meaning in History (Deutsch Weltgeschichte und Heilsgeschehen. Die theologischen Voraussetzungen der Geschichtsphilosophie 1953)

1950

• Gründung

 - Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) an der Universität Hamburg

 - Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung (HI) in Marburg

 - Österreichische Gesellschaft für Soziologie (ÖGS)

• Neuerrichtung Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main

• 10. Deutscher Soziologentag in Detmold (Heimat und Fremde/Bürokratisierung)

• Erster ISA-Weltkongress in Zürich

• 1950/51

Bürgerkrieg der Soziologie“ zwischen DGS und der deutschen Sektion des Internationalen Instituts für Soziologie (IIS)

• Geburt von

 - Thomas S. Eberle

 - Herbert Oberbeck

 - Bernd Reissert

Reinhard Sieder

 - Peter Zimmermann

• Berufungen und Professuren

 - Wolfgang Abendroth wird nach Marburg auf eine Professur für Politikwissenschaft berufen

ÖGS-Vorstand

August Maria Knoll (Wien) wird erster Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Ota Weinberger (Stellvertreter), Stephan Verosta (Schriftführer) und Robert Endres (Schriftführerstellvertreter), Wilhelm Winkler, Walter Schinerl, Ernst Glaser und Hertha Firnberg bilden den Beirat, bis 1957.

• Beginn der Fachserie Statistisches Bundesamt, Wiesbaden (bis 1998)

• Theodor W. Adorno, Else Frenkel-Brunswik, Daniel J. Levinson und R. Nevitt Sanford veröffentlichen The Authoritarian Personality (Teilübersetzung ins Deutsche 1973)

• Erik H. Erkson veröffentlicht Childhood and Society (Deutsch Kindheit und Gesellschaft 1957)

• Jean Piaget veröffentlicht La Pensée Psychologique et la Pensée Sociologique (Deutsch Die Entwicklung des Erkennens 1975)

• Alexander Rüstow veröffentlicht Ortsbestimmung der Gegenwart. Eine universalgeschichtliche Kulturkritik (bis 1957)

1951

• Gründung

 - DIVO Institut für Wirtschaftsforschung, Sozialforschung und Angewandte Mathematik in Frankfurt am Main

 - UNESCO Institut für Sozialforschung in Köln (Schließung 1960)

• Die so genannte Weinheimer Tagung versammelt 130 VertreterInnen verschiedener früherer Arbeitsgruppen zur empirischen Sozialforschung in Deutschland

• Geburt von

 - Rolf G. Heinze

 - Werner Schiffauer

Franz Traxler (1951–2010)

• Berufungen und Professuren

 - Siegfried Landshut als ordentlicher Professor an die Universität Hamburg

 - Otto Stammer nach Berlin (1951–1969)

 - Werner Ziegenfuß nach Nürnberg (1951–1953)

• Ersterscheinen

 - Wehrwissenschaftliche Rundschau (bis 1970), fortgesetzt als Wehrforschung. Wehrgeschichte, Strategie, Wehrrecht, Wehrphilosophie und -soziologie, Wehrwirtschaft (bis 1975), fortgesetzt als Wehrwissenschaftliche Rundschau (bis 1982)

• Wiederaufnahme

 - Sociologus mit dem Titelzusatz Zeitschrift für empirische Ethnosoziologie und Ethnopsychologie (bis 1999), das Archiv für Anthropologie, Völkerforschung und kolonialen Kulturwandel geht in Sociologus über

• Hannah Arendt veröffentlicht The Origins of Totalitarism (Deutsch Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft 1955)

• Adolf Ellegard Jensen veröffentlicht Mythos und Kult bei Naturvölkern. Religionswissenschaftliche Betrachtungen

• George Kantona veröffentlicht Psychological Analysis of Economic Behaviour (Deutsch Das Verhalten der Verbraucher und Unternehmer. Über die Beziehungen zwischen Nationalökonomie, Psychologie und Sozialpsychologie 1960)

• Leo Strauss veröffentlicht Natural Right and History (Deutsch Naturrecht und Geschichte 1977)

1952

• Gründung

 - Arbeitskreis für Politische Psychologie und Soziologie in Wiesbaden

 - Centre de Recherches Sociologiques Indépendant an der Universität Zürich durch Roger Girod

 - Forschungsstelle für Agrarpolitik und Agrarsoziologie e.V. in Bonn, für Auftragsarbeiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft

 - Institut für Selbsthilfe und Sozialforschung e.V. in Köln

 - Österreichische Zweigstelle Internationales Institut für kirchliche Sozialforschung, später Institut für kirchliche Instituts für Sozialforschung (ICARES) in Wien (bis 2001)

• 11. Deutscher Soziologentag in Weinheim (Die Berufswahl/Zellen und Cliquen)

• Geburt von

 - Rudolf Richter

 - Günther Schönbauer

 - Volker Schubert

• Berufungen und Professuren

 - Pierre Jaccard wird Extraordinarius für Soziologie an der Universität Lausanne (1955–1970: Ordinarius)

 - Helmuth Plessner nach Göttingen (1952–1962)

DGS-Vorstand

Karl Gustav Specht übernimmt kommissarisch die Funktion des Schatzmeisters der DGS aufgrund des Todes von Christian Eckert

• Götz Briefs veröffentlicht Zwischen Kapitalismus und Syndikalismus. Die Gewerkschaften am Scheideweg

• René König et al. geben Praktische Sozialforschung. Das Interview. Formen – Technik – Auswertung heraus

• Mathilde Vaerting veröffentlicht Die Frau in unserer Zeit und Machtzuwachs des Staates

1953

• Gründung

 - Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V. (ASI) in Köln

 - Bundeskriminalamt in Wiesbaden, zur Erforschung der inneren und äußeren Ursachen von Verbrechen und deren Erscheinungsformen

 - Institut für Kunstsoziologie in Berlin-Wilmersdorf, eine private Vereinigung zwischen SoziologInnen und KünstlerInnen

 - UNESCO-Institut der Jugend in Gauting bei München

DGS-Mitgliederversammlung in Köln

• Berufung von

 - Theodor W. Adorno nach Frankfurt (1953–1969)

 - Georges Goriely nach Saarbrücken (1953–1963)

 - Carl Jantke nach Hamburg (1953–1957)

 - Helmut Schelsky an die Universität Hamburg (1953–1960)

 - Alexander von Schelting wird Extraordinarius für Soziologie an der Universität Zürich (1953–1963)

DGS-Vorstand

Der Vorstand von 1953 bis 1955 setzt sich zusammen aus: Leopold von Wiese (Vorsitz), Georg Max Jahn, Charlotte Lütkens, Alexander Rüstow, Heinz Sauermann, Helmut Schelsky, Max Graf zu Solms, Karl Gustav Specht (Schatzmeister) und Hans Lorenz Stoltenberg.

• Umbenennung und Wiederaufnahme

 - Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte und Literatur der Landwirtschaft (bis 1942) als Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie

• Hans Heinrich Gerth veröffentlicht mit C. Wright Mills Character and Social Structure. The Psychology of Social Institutions (Deutsch Person und Gesellschaft. Die Psychologie sozialer Institutionen 1970)

• Gerhard Mackenroth veröffentlicht Bevölkerungslehre. Theorie, Soziologie und Statistik der Bevölkerung

• Ludwig Wittgensteins Philosophische Untersuchungen erscheinen posthum (Deutsch 1984)

1954

• Gründung

 - Sozialwissenschaftliche Forschungsstelle in Wien

• 12. Deutscher Soziologentag in Heidelberg (Zum Ideologieproblem/Die freien Berufe)

• Geburt von

 - Christian Fleck

 - Rainer Münz

 - Ralf Ulrich

• Berufungen und Professuren

 - Arnold Bergstraesser wird nach Freiburg im Breisgau berufen

 - Roger Girod wird Extraordinarius an der Universität Genf (ab 1959: Ordinarius)

• Wiederaufnahme und Umbenennung

 - Die Gesellschaft. Internationale Revue für Sozialismus und Politik in Die Neue Gesellschaft. Frankfurter Hefte (bis 1984)

• Peter R. Hofstätter veröffentlicht Einführung in die Sozialpsychologie

• Adolf Leschnitzer veröffentlicht Saul und David. Über die Problematik der deutsch-jüdischen Lebensgemeinschaft

• Gerhard Wurzbacher und Renate Pflaum (später Renate Mayntz) veröffentlichen Das Dorf im Spannungsfeld industrieller Entwicklung. Die so genannte ‚Herchen Studie‘ am UNESCO Institut für Sozialforschung in Köln

1955

• Gründung

 - Schweizerische Gesellschaft für Soziologie (SGS)

• Beitritt der SGS zur International Sociological Association (ISA)

DGS-Mitgliederversammlung in Göttingen

• Geburt von

 - Gertrud M. Backes

• Professuren

 - Hans-Joachim Lieber nach Berlin (1955–1971)

 - Karl Valentin Müller nach Nürnberg (1955–1964)

DGS-Vorstand

Helmuth Plessner (Göttingen) wird neuer Präsident der DGS (bis 1959) Im Vorstand sind zudem Arnold Bergstraesser, Max Horkheimer, René König, Charlotte Lütkens, Wilhelm E. Mühlmann, Alexander Rüstow, Heinz Sauermann (Schatzmeister) und Helmut Schelsky

SGS-Vorstand

Roger Girod (Universität Genf) wird erster Präsident der SGS, im Vorstand sind außerdem Emil J. Walter (Vizepräsident), Ernst Kux (Sekretär), Maurice Erard (Kassier und französischer Sekretär), Richard F. Behrendt, Pierre Jaccard, Josef Leugger, Alexander von Schelting, Eugen Steinemann, Max Weber und Josua Werner

• Ersterscheinen

 - Frankfurter Beiträge zur Soziologie (bis 1971)

• Umbenennung

 - Kölner Zeitschrift für Soziologie in Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, unter der Herausgeberschaft von René König

• Wilhelm Bernsdorf und Friedrich Bülow veröffentlichen unter Mitarbeit zahlreicher Fachleute erstmals das Wörterbuch der Soziologie

• Hans Freyer veröffentlicht Theorie des gegenwärtigen Zeitalters

• Arnold Gehlen und Helmut Schelsky geben Soziologie. Ein Lehr- und Handbuch zur modernen Gesellschaftskunde heraus

• Karl Griewank Der neuzeitliche Revolutionsbegriff. Entstehung und Entwicklung erscheint posthum

• Elihu Katz und Paul F. Lazarsfeld veröffentlichen Persönlicher Einfluss und Meinungsbildung (Deutsch 1962)

• Paul F. Lazarsfeld und Morris Rosenberg veröffentlichen The Language of Social Research

• Herbert Marcuse veröffentlicht Eros and Civilisation. A Philosophical Inquiry into Freud (Deutsch Triebstruktur und Gesellschaft 1965)

• Friedrich Pollock veröffentlicht Das Gruppenexperiment

• Helmut Schelsky veröffentlicht Soziologie der Sexualität. Über die Beziehungen zwischen Geschlecht, Moral und Gesellschaft

1956

• Gründung

 - DGS-Fachausschuss Industriesoziologie (erster Sprecher: Carl Jantke)

 - DGS-Fachausschuss Religionssoziologie (erster Sprecher: Helmut Schelsky)

 - Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft e.V. (FTG) in Kiel auf Initiative des Archivars Wilhelm Kähler

 - Institut für Kultur- und Geistesgeschichte (IKGA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien

• 13. Deutscher Soziologentag in Bad Meinberg (Tradition)

• Geburt von

 - Jutta Allmendinger

 - Uwe Flick

 - Christoph Maeder

 - Helmut Staubmann

• Berufungen und Professuren

 - Walter Sulzbach wird Professor in Frankfurt am Main

 - Gerhard Wurzbacher nach Kiel (1956–1965)

• Ersterscheinen

 - Schriftenreihe des Instituts für Empirische Soziologie

 - Tätigkeitsbericht. Forschungsgesellschaft für Agrarpolitik und Agrarsoziologie e.V. (bis 2002)

 - Statistische Berichte (bis 1992)

• Das erste Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie wird von René König herausgegeben und erscheint unter dem Titel Soziologie und Gemeinde

• Günther Anders veröffentlicht Die Antiquiertheit des Menschen

• Reinhard Bendix veröffentlicht Work and Authority in Industry. Ideologies of Management in the Course of Industrialization (Deutsch Herrschaft und Industriearbeit. Untersuchungen über Liberalismus und Autokratie in der Geschichte der Industrialisierung 1960)

• Peter Michael Blau veröffentlicht Bureaucracy in Modern Society

• Lewis A. Coser veröffentlicht The Functions of Social Conflict (Deutsch Theorie sozialer Konflikte 1965)

• Arnold Gehlen veröffentlicht Urmensch und Spätkultur. Philosophische Ergebnisse und Aussagen

• Gertrud Herrmann veröffentlicht Die sozialpädagogische Bewegung der zwanziger Jahre

• Hanna Meuter veröffentlicht Literatur als Quelle der Soziologie

1957

• Gründung

 - DGS-Fachausschuss Ethno-Soziologie (erster Sprecher: Wilhelm E. Mühlmann, spätestens ab Ende der 1960er-Jahre inaktiv)

• Daten und Methoden

 - Erste Durchführung des jährlichen Mikrozensus in Deutschland

• Robert Wilhelm Schulz und Herbert Franz Wolf initiieren 1957 an der Universität Leipzig ein Soziologisches Seminar

DGS-Mitgliederversammlung in Göttingen

• Geburt von

 - Georg W. Oesterdiekhoff

• Berufungen und Professuren

 - Theodor W. Adorno wird Ordinarius für Philosophie und Soziologie

 - Eduard Baumgarten nach Mannheim (1957–1963)

 - Carl Jantke nach Hamburg (1957–1974)

 - Julius Kraft nach Frankfurt (1957–1960)

 - Wilhelm Emil Mühlmann nach Mainz (1957–1960)

 - Emil Jakob Walter wird Extraordinarius für Soziologie an der Universität St. Gallen

DGS-Vorstand

Helmut Plessner (Vorsitzender), Arnold Bergstraesser, René König, Charlotte Lütkens, Elisabeth Pfeil, Heinrich Popitz, Heinz Sauermann (Schatzmeister), Helmut Schelsky, Otto Stammer

ÖGS-Vorstand

August Maria Knoll (Wien) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Ota Weinberger (Stellvertreter), Stephan Verosta (Schriftführer) und Robert Endres (Schriftführerstellvertreter), bis 1960

SGS-Vorstand

Max Holzer (Bundesverwaltung Bern) wird Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind außerdem Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Josef Leugger (Sekretär), Maurice Erard (Kassier und französischer Sekretär), Richard F. Behrendt, Pierre Jaccard, Ernst Kux, Alexander von Schelting, Eugen Steinemann und Josua Werner. Rücktritt von Max Weber. Neu gewählt wird Ständerat Hans-Peter Tschudi

• Ersterscheinen

 - Göttinger Abhandlungen zur Soziologie und ihrer Grenzgebiete (unregelmäßig bis 1977)

• Die SGS richtet ein Mitteilungsblatt ein

• Ralf Dahrendorf veröffentlicht Soziale Klassen und Klassenkonflikt in der industriellen Gesellschaft

• Peter R. Hofstätter veröffentlicht Gruppendynamik. Kritik der Massenpsychologie

• Arnold Gehlen veröffentlicht Die Seele im technischen Zeitalter. Sozialpsychologische Probleme in der industriellen Gesellschaft

• Ernst H. Kantorowicz veröffentlicht The Kings Two Bodies: A Study in Mediaeval Political Theory (Deutsch Die zwei Körper des Königs. Eine Studie zur politischen Theologie des Mittelalters 1990)

• Siegfried Frederick Nadel veröffentlicht The Theory of Social Structure

• Franz L. Neumann veröffentlicht The Democratic and the Authoritarian State. Essays in Political and Legal Theory (Deutsch Demokratischer und autoritärer Staat. Studien zur politischen Theorie 1967)

• Heinrich Popitz, Hans Paul Bahrdt, Ernst Jüres und Hanno Kesting veröffentlichen Das Gesellschaftsbild des Arbeiters. Soziologische Untersuchung in der Hüttenindustrie

• Helmut Schelsky veröffentlicht Die skeptische Generation. Eine Soziologie der deutschen Jugend

• Alphons Silbermann veröffentlicht Wovon lebt die Musik. Prinzipien der Musiksoziologie

• René Arpad Spitz veröffentlicht Nein und Ja. Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation

• Richard Thurnwald veröffentlicht Grundfragen menschlicher Gesellung. Ausgewählte Schriften

• Karl Wittfogel veröffentlicht Oriental Despotism: A Comparative Study of Total Power (Deutsch Die Orientalische Despotie. Eine vergleichende Untersuchung totaler Macht 1977)

1958

• Gründung

 - Die SGS fungiert als Gründungsmitglied der Association Internationale des Sociologues de Langue Française (AISLF)

 - DGS-Fachausschuss Methoden der empirischen Sozialforschung (erste Sprecherin: Elisabeth Pfeil)

 - DGS-Fachausschuss Soziologie der Bildung und Erziehung (erster Sprecher: Helmut Plessner)

Institut für Internationale und Soziale Gerechtigkeit e.V. in Köln-Sülz

 - Institut für Mittelstandsforschung in Köln als Stiftung privaten Rechts

• Beginn des Streits um den Homo Sociologicus

• Berufungen und Professuren

 - Ralf Dahrendorf nach Hamburg (1958–1960)

 - Emerich Francis nach München (1958–1974)

 - Eric Voegelin an die Universität München

• Hannah Arendt veröffentlicht The Human Condition (Deutsch Vita Activa oder vom tätigen Leben 1960)

• Hans-Paul Bahrdt veröffentlicht Industriebürokratie

• Ralf Dahrendorf veröffentlicht Homo sociologicus. Ein Versuch zur Geschichte, Bedeutung und Kritik der Kategorie der sozialen Rolle

• René König veröffentlicht Grundformen der Gesellschaft: Die Gemeinde sowie das Fischer-Lexikon Soziologie

• Herbert Kötter veröffentlicht Landbevölkerung im sozialen Wandel. Ein Beitrag zur ländlichen Soziologie

• Ernst Topitsch veröffentlicht Vom Ursprung und Ende der Metaphysik. Eine Studie zur Weltanschauungskritik

1959

• Gründung

 - Schweizerische Gesellschaft für praktische Sozialforschung

• 14. Deutscher Soziologentag in Berlin (Die Rolle der Soziologie in modernen Gesellschaften) zum 50. Jahrestag der Gründung der DGS

DGS-Mitgliederversammlung in Berlin

• Zweite Phase Bürgerkrieg der Soziologie zwischen DGS und IIS

• Geburt von

 - Johann Bacher

 - Wolfgang Seifert

• Berufungen und Professuren

 - Hans Paul Bahrdt an die Universität Hannover (1959–1962)

 - Karl Gustav Specht nach Nürnberg

 - Heinrich Popitz wird Ordinarius für Soziologie an der Universität Basel

DGS-Vorstand

Otto Stammer (Vorsitzender), Hans Achinger (Schatzmeister), Hans Paul Bahrdt, Hellmut Becker, Ralf Dahrendorf, Charlotte Lütkens, Elisabeth Pfeil, Helmut Plessner und Heinrich Popitz

• Beginn der von Friedrich Fürstenberg und Heinz Maus herausgegebenen Buchreihe Soziologische Texte

• Helmut Schelsky veröffentlicht Ortsbestimmung der deutschen Soziologie

1960

• Gründung

 - Arbeitsstelle für Kulturwissenschaftliche Forschung e.V. in Freiburg/Breisgau zur Förderung und Ausbildung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte auf dem Gebiet der Kultursoziologie

 - DGS-Fachausschuss Familien- und Jugendsoziologie (erster Sprecher: Gerhard Wurzbacher)

 - DGS-Fachausschuss Organisationssoziologie (erster Sprecher: Ossip K. Flechtheim, spätestens ab Ende der 1960er inaktiv)

 - Sigmund-Freud-Institut (SFI) in Frankfurt am Main

• Im Zuge der Bildungsexpansion kommt es zur Errichtung von zahlreichen soziologischen Lehrstühlen und Instituten in Deutschland (1960er-Jahre)

• Berufungen und Professuren

 - Ralf Dahrendorf nach Tübingen

 - Eva Lips wird Professorin für Ethnologie und vergleichende Rechtssoziologie mit vollem Lehrauftrag (1960–1966) in Leipzig

 - Heinz Maus nach Marburg (1960–1978)

 - Wilhelm E. Mühlmann nach Heidelberg (1960–1970)

 - Helmut Schelsky wird Professor in Münster und Leiter der Sozialforschungsstelle Dortmund

ÖGS-Vorstand

August Maria Knoll (Wien) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Hertha Firnberg (Vizepräsidentin), Leopold Rosenmayr (Geschäftsführender Obmann), Georg Wieser (Stellvertreter des geschäftsführenden Obmanns und Kassier) und Herbert Kohlberger (Schriftführer), bis 1965.

SGS-Vorstand

Max Holzer (Bundesverwaltung Bern) bleibt Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind außerdem Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Josef Leugger (Sekretär), Maurice Erard (Kassier und französischer Sekretär) sowie Richard F. Behrendt, Pierre Jaccard, Ernst Kux, Alexander von Schelting, Eugen Steinemann und Josua Werner. (Rücktritt von Hans-Peter Tschudi wegen Wahl zum Bundesrat („Bundesminister“)), sein Sitz bleibt vorerst vakant

• 1960/1961:

Niklas Luhmann studiert bei Parsons in Harvard

• Ersterscheinen

 - Sozialwissenschaftliche Studien: Schriftenreihe der Institute Politische Wissenschaft, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Soziologie der Universität Hamburg (bis 2002)

• Reinhard Bendix veröffentlicht Max Weber. An Intellectual Portrait (Deutsch Max Weber. Das Werk. Darstellung, Analyse, Ergebnisse 1964)

• Hans-Georg Gadamer veröffentlicht Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik

• Friedrich A. Hayek veröffentlicht The Constitution of Liberty (Deutsch Die Verfassung der Freiheit 1971)

1961

• Gründung

 - Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft (SWS) in Wien

 - Der Deutsche Bundestag beschließt im April die Gründung eines Deutschen Jugendinstituts zur Zusammenlegung des Deutschen Jugendarchivs (München) und des Studienbüros für Jugendfragen (Bonn)

• Die SGS wird in die Schweizerische Gesellschaft für Geisteswissenschaften (SGG) aufgenommen

DGS-Mitgliederversammlung in Tübingen

• Arbeitstagung der DGS in Tübingen, Höhepunkt Positivismusstreit

• Geburt von Thomas Fliege

• Berufungen und Professuren

 - Karl Martin Bolte nach Hamburg (1961–1964)

 - Heinz Kluth nach Hamburg (1961–1977)

 - Walter Rüegg nach Frankfurt (1961–1973)

 - Erich Gruner übernimmt eine Professur für Sozialgeschichte und Soziologie der schweizerischen Politik an der Universität Bern

 - Leopold Rosenmayr übernimmt eine a.o. Professur für Soziologie an der Universität Wien, ab 1965 ord. Professor

SGS-Vorstand

Max Holzer (Bern) bleibt Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind außerdem Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Josef Leugger (Sekretär), Maurice Erard (Kassier und französischer Sekretär), Richard F. Behrendt, Pierre Jaccard, Ernst Kux, Alexander von Schelting und Eugen Steinemann. Rücktritt von Josua Werner. Neu gewählt werden Peter Atteslander und Christian Gasser

• Ersterscheinen

 - Die Meinung (später: Journal für Sozialforschung, bis 1996), gegründet von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft

• Hans-Paul Bahrdt veröffentlicht Die moderne Großstadt. Soziologische Überlegungen zum Städtebau

• Ernst Bloch veröffentlicht Naturrecht und menschliche Würde

• Wilhelm Emil Mühlmann veröffentlicht Chiliasmus und Nativismus. Studien zur Psychologie, Soziologie und historischen Kasuistik der Umsturzbewegungen

• Irmgard Sellnow veröffentlicht Grundprinzipien einer Periodisierung der Urgeschichte. Ein Beitrag auf Grundlage ethnographischen Materials

1962

• Daten und Methoden

 - Erste Durchführung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe in Deutschland

• Berufungen und Professuren

 - Hans Paul Bahrdt nach Göttingen (1962–1982)

 - Dieter Claessens nach Münster (1962–1966)

 - Gottfried Eisermann nach Bonn (1962–1984)

 - Christian von Ferber nach Hannover (1962–1970)

 - Ludwig von Friedeburg nach Berlin (1962–1966)

 - Arnold Gehlen als Professor für Soziologie in Aachen (1962–1969)

 - Hans Linde nach Karlsruhe (1962–1981)

 - Hans Ryffel nach Speyer (1962–1979)

 - Ernst Topitsch nach Heidelberg (1962–1969)

DGS-Vorstand

Otto Stammer (Vorsitzender), Hans Achinger (Schatzmeister), Theodor W. Adorno, Hellmut Becker, Ralf Dahrendorf, Ludwig von Friedeburg, René König, Heinrich Popitz und Helmut Schelsky

SGS-Vorstand

Christian Gasser (Direktor Mikron, Biel) wird Präsident der SGS, neuer Sekretär Peter Atteslander, weiterhin im Vorstand sind außerdem Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Richard F. Behrendt, Maurice Erard, Pierre Jaccard, Max Holzer, Josef Leugger und Eugen Steinemann. (Offenbar Rücktritt von Ernst Kux und Alexander von Schelting)

• René König (Köln) ist Präsident der ISA

• Ersterscheinen

 - Heidelberger Sociologica. Veröffentlichungen des Instituts für Soziologie und Ethnologie, Heidelberg (bis 1984)

• Wilhelm Abel veröffentlicht Die drei Eppochen der deutschen Agrargeschichte

• Theodor W. Adorno veröffentlicht Einführung in die Musiksoziologie. Zwölf theoretische Vorlesungen

• Iring Fetscher veröffentlicht Der Marxismus. Seine Geschichte in Dokumenten

• Friedrich Fürstenberg veröffentlicht Das Aufstiegsproblem in der modernen Gesellschaft

• Herbert Julius Gans veröffentlicht The Urban Villagers. Group and Class in the Life of Italian-Americans

• Jürgen Habermas habilitiert sich mit Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Öffentlichkeit

• Jürgen Habermas, Ludwig von Friedeburg und Christoph Oehler veröffentlichen Student und Politik, Eine soziologische Untersuchung zum politischen Bewusstsein Frankfurter Studenten

• René König veröffentlicht den ersten Band Handbuch der empirischen Sozialforschung

• Friedrich H. Tenbruck veröffentlicht Jugend und Gesellschaft. Soziologische Perspektiven

1963

• Gründung

 - Deutsches Jugendinstitut e.V. (DIJ) in Bonn

 - Europäisches Koordinationszentrum für sozialwissenschaftliche Forschung und Dokumentation in Wien

 - Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung (IHS) in Wien, Gründer Paul F. Lazarsfeld und Oskar Morgenstern, Generalsekretärin bis 1968 Freda Meissner-Blau

 - Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin (Erster Direktor ist Hellmut Becker)

 - SGS-Studiengruppe für Bildungs- und Berufssoziologie

 - SGS-Studiengruppe für Methodenfragen

 - SGS-Studiengruppe für Verkehrssoziologie

DGS-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main

• Berufungen und Professuren

 - Hans Albert auf einen Lehrstuhl für Soziologie und Wissenschaftslehre an der Wirtschaftshochschule (ab 1967 Universität) Mannheim

 - M. Rainer Lepsius nach Mannheim (1963–1981)

 - Johannes Papalekas nach Bochum (1963–1989)

 - Mohammed Rassem nach Saarbrücken (1963–1968)

 - Rudolf Tartler nach Hamburg (1963–1964)

 - Friedrich Tenbruck nach Frankfurt (1963–1966)

DGS-Vorstand

Theodor W. Adorno (Vorsitzender), Karl Martin Bolte (Schatzmeister), Christian von Ferber, Ludwig von Friedeburg, Jürgen Habermas, René König, Heinz Kluth, Renate Mayntz und Gerhard Wurzbacher

SGS-Vorstand

Wiederwahl des gesamten Vorstandes für ein Jahr

• Ersterscheinen

 - Sociologia internationalis. Europäische Zeitschrift für Kulturforschung

• Hannah Arendt veröffentlicht On Revolution (Deutsch Über die Revolution 1965)

• Ludwig von Friedeburg veröffentlicht Soziologie des Betriebsklimas. Studien zur Deutung empirischer Untersuchungen in industriellen Großbetrieben

• Siegfried Kracauer veröffentlicht Das Ornament der Masse. Essays

• Konrad Lorenz veröffentlicht Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression

• Friedrich Lütge veröffentlicht Geschichte der deutschen Agrarverfassung vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert

• Renate Mayntz veröffentlicht Soziologie der Organisation

• Ernst Nolte veröffentlicht Der Faschismus in seiner Epoche. Action francaise, Italienischer Faschismus, Nationalsozialismus

• Hermann Trimborn veröffentlicht Die indianischen Hochkulturen des alten Amerika

1964

• Gründung

 - Deutsches Übersee-Institut, ab 2007 GIGA German Institute of Global and Area Studies in Hamburg

 - Wissenschaftlicher Rat für Soziologische Fragen in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)

• 15. Deutscher Soziologentag in Heidelberg (Max Weber und die Soziologie heute)

• Erstes DDR-weites Soziologie-Treffen (Merseburger Treffen) in der DDR

• Berufungen und Professuren

 - Karl Martin Bolte nach München (1964–1992)

 - Jürgen Habermas an die Universität Frankfurt am Main (1964–1971)

 - Heinz Hartmann nach Münster (1964–1995)

 - Helmut Klages nach Berlin (1964–1973)

 - Janpeter Kob nach Hamburg (1964–1966)

 - Heinrich Popitz auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Freiburg im Breisgau

 - Erwin Scheuch nach Köln (1964–1993)

 - Alphons Silbermann wird Extraordinarius für Sociologie de l’Art et des Communications de Masse, an der Universität Lausanne (1964–1969)

SGS-Vorstand

Neu hinzugewählt werden Hardy Fischer, ETH Zürich, und Dr. Robert Reichhardt, Basel

• Ersterscheinen

 - Bonner Beiträge zur Soziologie, herausgegeben vom Institut für Soziologie der Universität Bonn (bis 1983)

 - Fragen der marxistischen Soziologie, herausgegeben von der Abteilung Industriesoziologie am Institut für Politische Ökonomie an der Humboldt-Universität Berlin (bis 1968)

 - Informationen zur soziologischen Forschung in der DDR wird von der Zentralstelle für Soziologische Information und Dokumentation an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim Zentralkomitee der SED herausgegeben

 - Soziologische Schriften, Duncker & Humblot

• Reinhard Bendix veröffentlicht Nation-Building and Citizenship. Studies of our Changing Social Order

• Peter Michael Blau veröffentlicht Exchange and Power in Social Life (Deutsch Austausch und Macht im gesellschaftlichen Leben 1974)

• Niklas Luhmann veröffentlicht Funktionen und Folgen formaler Organisation

• Wilhelm Emil Mühlmann veröffentlicht Rassen, Ethnien, Kulturen. Moderne Ethnologie

1965

• Gründung

 - DGS-Fachausschuss für die Soziologie osteuropäischer Länder (erster Sprecher: Hans Joachim Lieber, 1971 durch die gleichnamige Sektion ersetzt)

 - Institut für Angewandte Verbraucherforschung e.V. in Bonn-Lengsdorf, zur wissenschaftlichen Erforschung der sozial- und volkswirtschaftlichen Fragen von VerbraucherInnen und Verbrauch

 - Institut für empirische Sozialforschung (IFES) in Wien

 - Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. – ISF München, in München (Umgründung des Instituts für Kultur- und Sozialforschung, erster Leiter: Burkart Lutz und Norbert Altmann, bis 1966)

DGS-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main

• In Berlin und ab 1967 auch in Leipzig wird ein postgraduales Zusatzstudium Soziologie angeboten, als Hauptfach ist das Studium ab 1971 möglich

• Geburt von

 - Martina Löw

 - Stephan Lessenich

 - Hartmut Rosa

• Berufungen und Professuren

 - Richard Fritz Behrendt nach Berlin (1965–1972)

 - Friedrich Jonas nach Mainz (1965–1968)

 - Thomas Luckmann auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Frankfurt am Main (1965–1970)

 - Renate Mayntz nach Berlin (1965–1971)

 - Helge Pross nach Gießen (1965–1976)

 - Wigand Siebel nach Saarbrücken (1965–1995)

 - Helmut Schoeck nach Mainz (1965–1990)

 - Gerhard Wurzbacher nach Nürnberg (1965–1979)

 - Kurt Freisitzer übernimmt eine Professur für Soziologie an der Wirtschaftsuniversität Wien

 - Urs Jaeggi wird außerordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Bern

 - Andreas Miller wird Extraordinarius für Soziologie an der Hochschule St. Gallen (1967–1988: Ordinarius)

 - Albert Hauser wird außerordentlicher Professor für Schweizerische Wirtschaftsgeschichte inkl. Agrar- und Forstgeschichte und insbesondere Agrarsoziologie an der ETH Zürich (1970–1979: Ordinarius)

DGS-Vorstand

Theodor W. Adorno (Vorsitzender), Karl Martin Bolte (Schatzmeister), Ralf Dahrendorf, Ludwig von Friedeburg, Heinz Kluth, M. Rainer Lepsius, Renate Mayntz, Helge Pross und Erwin K. Scheuch

ÖGS-Vorstand

Leopold Rosenmayr (Wien) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Hertha Firnberg (Vizepräsidentin), Sigurd Höllinger (Geschäftsführende Obfrau), Richard Gisser (Stellvertreter der geschäftsführenden Obfrau und Kassier) und Herbert Kohlberger (Schriftführer), bis 1968

SGS-Vorstand

Christian Gasser (Direktor Mikron, Biel) bleibt Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Peter Atteslander (Sekretär), Maurice Erard, Max Holzer, Josef Leugger und Eugen Steinemann. Rücktritt von Richard F. Behrendt und Pierre Jaccard. Neu gewählt werden Alphons Silbermann und Wilhelm Vogt

• Ersterscheinen

 - Informationen zur soziologischen Forschung in der Deutschen Demokratischen Republik (bis 1990), herausgegeben von der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim Zentralkomitee für Soziologische Information und Dokumentation

 - Internationales Jahrbuch für Religionssoziologie (bis 1973)

• Wolfgang Abendroth veröffentlicht Sozialgeschichte der europäischen Arbeiterbewegung

• Richard Fritz Behrendt veröffentlicht Soziale Strategie für Entwicklungsländer. Entwurf einer Entwicklungssoziologie

• Dieter Claessens, Arno Klönne und Armin Tschoepe veröffentlichen Sozialkunde der Bundesrepublik Deutschland. Grundlagen, Strukturen, Trends in Wirtschaft und Gesellschaft

• Ralf Dahrendorf veröffentlicht Gesellschaft und Demokratie in Deutschland

• Norbert Elias veröffentlicht mit John Scotson The Established and the Outsiders. A Sociological Enquiry into Community Problems (Deutsch Etablierte und Außenseiter 1993)

• Emerich Francis veröffentlicht Ethnos und Demos. Soziologische Beiträge zur Volkstheorie

• Helge Pross veröffentlicht Manager und Aktionäre in Deutschland. Untersuchungen zum Verhältnis von Eigentum und Verfügungsmacht

1966

• Gründung

 - Deutscher Bildungsrat, zu dessen Arbeit die Institutsmitglieder des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zahlreiche Beiträge liefern (Auflösung 1975)

 - DGS-Fachausschusses Soziologie der Massenkommunikation (erster Sprecher: Alphons Silbermann)

• Schaffung von sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen an den Juridischen Fakultäten in Österreich

• Geburt von

 - Rainer Diaz-Bone

 - Eric Widmer

• Berufungen und Professuren

 - Anton Burghardt auf eine Professur für Wirtschaftssoziologie an die Universität Graz

 - Dieter Claessens nach Berlin (1966–1986)

 - Ralf Dahrendorf nach Konstanz (1966–1970)

 - Ludwig von Friedeburg nach Frankfurt am Main (1966–1969)

 - Friedrich Fürstenberg auf eine Professur für Soziologie an der Universität Linz

 - Peter Heintz auf einen neu geschaffenen Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Zürich

 - Werner Hofmann nach Marburg (1966–1972)

 - Urs Jaeggi nach Bochum (1966–1972)

 - Janpeter Kob nach Hamburg (1966–1986)

 - Robert Reichardt auf eine Professur für Soziologie an die Universität Wien

 - Paul Trappe nach Kiel (1966–1969)

• Ersterscheinen

 - Helevtia politica. Schriften des Forschungszentrums Geschichte und Soziologie der Schweizerischen Politik an der Universität Bern (bis 1986)

 - Kölner Beiträge zur Sozialforschung und angewandten Soziologie

• Peter Atteslander und Roger Girod veröffentlichen anlässlich des ISA-Weltkongresses in Evian im Auftrag der SGS und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung den Band Soziologische Arbeiten I – Travaux sociologiques I – Sociological Contributions I

• Theodor W. Adorno veröffentlicht Negative Dialektik

• Peter L. Berger und Thomas Luckmann veröffentlichen The Social Construction of Reality (Deutsch Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie 1969)

• Karl Bosl veröffentlicht Die Gesellschaft in der Geschichte des Mittelalters

• Friedhelm Neidhardt veröffentlicht Die Familie in Deutschland. Gesellschaftliche Stellung, Struktur und Funktionen

• Otto Neuloh veröffentlicht Die weiße Automation. Die Zukunft der Angestelltenschaft

• Helmut Schoeck veröffentlicht Der Neid. Eine Theorie der Gesellschaft

1967

• Gründung

 - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) als Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg

DGS-Mitgliederversammlung

• Berufungen und Professuren

 - Hansjürgen Daheim nach Regensburg

 - Hanno Kesting nach Bochum (1967–1975)

 - Joachim Matthes nach Münster (1967–1969)

 - Manfred Teschner nach Darmstadt (1967–1994)

 - Friedrich Tenbruck nach Tübingen

 - Kurt Freisitzer übernimmt eine Professur für Soziologie an der Universität Graz

DGS-Vorstand

Ralf Dahrendorf (Vorsitzender), Egon Becker, Karl Martin Bolte (Schatzmeister), Dieter Claessens, Heinz Kluth, M. Rainer Lepsius, Werner Mangold, Erwin K. Scheuch und Wolfgang Zapf

SGS-Vorstand

Wiederwahl sämtlicher Vorstandsmitglieder. Neu hinzugewählt wird Edmond Tondeur, der die Nachfolge von Peter Atteslander als Sekretär antritt

• Ersterscheinen

 - Archiv für Soziologie und Wirtschaftsfragen des Buchhandels (bis 1993), herausgegeben von der Buchhändler-Vereinigung

 - Beiträge zur Soziologie und Sozialkunde Lateinamerikas

 - Inter-Aktion. Zeitschrift für Studenten der Soziologie, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Inter-Aktion in München (bis 1968)

• Peter M. Blau und Otis Dudley Duncan veröffentlichen The American Occupational Structure

• Hansjürgen Daheim veröffentlicht Der Beruf in der modernen Gesellschaft. Versuch einer soziologischen Theorie beruflichen Handelns

• Die Fachschaft Soziologie veröffentlicht in Frankfurt das Soziologen-Informations-Bulletin

• Jürgen Habermas veröffentlicht den Literaturbericht Zur Logik der Sozialwissenschaften

• Max Horkheimer veröffentlicht Zur Kritik der instrumentellen Vernunft (Original Eclipse of Reason 1947)

• Jürgen Kuczynski veröffentlicht Das Entstehen der Arbeiterklasse

• Thomas Luckmann veröffentlicht The Problem of Religion in Modern Society (Deutsch Die unsichtbare Religion 1991)

• Herbert Marcuse veröffentlicht Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft (Original One-dimensional Man. Studies in Ideology of Advanced Industrial Society 1964)

• Paul Watzlawick et al. veröffentlichen Pragmatics of Human Communication (Deutsch Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien 1969)

• Erste Rezension von Werken Pierre Bourdieus in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

1968

• Gründung

 - Soziologisches Forschungsinstitut (SOFI) Göttingen als gemeinnütziger Verein e.V. (erster geschäftsführender Direktor: Michael Schumann, zweiter geschäftsführender Direktor: Hannes Friedrich)

 - Institut für Marxistische Studien und Forschungen (IMSF) in Frankfurt am Main (1968–1989)

• 16. Deutscher Soziologentag in Frankfurt am Main (Spätkapitalismus oder Industriegesellschaft?)

• Geburt von Muriel Surdez

• Berufungen und Professuren

 - Siegfried Bachmann nach Braunschweig (1968–1995)

 - Kurt Blaukopf übernimmt eine Professur für Soziologie an der Akademie für Musik und darstellende Kunst (später Universität für Musik und darstellende Kunst) Wien

 - Giovanni Busino wird Extraordinarius für Sociologie et Sciences Politique, Ethnologie, et Anthropologie an der Universität Lausanne (ab 1979: Ordinarius)

 - Niklas Luhmann auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der neu gegründeten Universität Bielefeld

 - Rainer Mackensen nach Berlin (1968–1992)

 - Werner Mangold nach Erlangen-Nürnberg (1968–1992)

 - Friedhelm Neidhardt nach Hamburg (1968–1970)

 - Mohammed Rassem übernimmt eine Professur für Soziologie an der Universität Salzburg

 - Gerhard Schmidtchen wird Extraordinarius für Sozialpsychologie und Soziologie an der Universität Zürich (ab 1970: Ordinarius)

 - Paul Trappe wird Ordinarius für Soziologie an der Universität Basel (1968–2002)

 - Jakobus Wössner übernimmt eine Professur für Soziologie an der Universität Linz

 - Wolfgang Zapf nach Frankfurt (1968–1972)

ÖGS-Vorstand

Erich Bodzenta (Linz/Wien) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Hertha Firnberg, Robert Reichardt (beide VizepräsidentInnen), Albert Kaufmann (Schriftführer) und Klaus Zapotoczky (Kassier), bis 1970

SGS-Vorstand

Christian Gasser (Direktor Mikron, Biel) bleibt Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Edmond Tondeur (Sekretär), Peter Atteslander, Maurice Erard, Max Holzer, Josef Leugger, Alphons Silbermann und Wilhelm Vogt. Offenbar Rücktritt von Eugen Steinemann. Neu gewählt werden Rolf Albonico, Peter Heintz sowie Kurt B. Mayer

• Ersterscheinen

 - Angewandte Sozialforschung. Zeitschrift für Mitteleuropa (bis 2010), herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für Interdisziplinäre Angewandte Sozialforschung

 - Mitteilungen aus der Staatswissenschaftlichen Fakultät (bis 1974), fortgesetzt als Mitteilungen aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fachbereichen der Universität München (1975–1978), fortgesetzt als Mitteilungen aus den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der Universität München (1979–1998)

 - Mitteilungen der ÖGS (bis 1972), fortgesetzt als Mitglieder-Information (1973/1974), fortgesetzt als ÖGS-Information (1974–2001)

 - Veröffentlichungen der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Hannover (bis 1996)

• Umbenennung

 - Die Meinung in Journal für angewandte Sozialforschung

 - Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft in Schmollers Jahrbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

• Ludwig von Bertalanffy veröffentlicht General System Theory. Foundations, Develpment, Applications

• Hans Peter Dreitzel veröffentlicht Die gesellschaftlichen Leiden und das Leiden an der Gesellschaft. Vorstudien zu einer Pathologie des Rollenverhaltens

• Jürgen Habermas veröffentlicht Erkenntnis und Interesse, sowie die Aufsatzsammlung Technik und Wissenschaft als Ideologie

• Alexander Mitscherlich veröffentlicht Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft. Ideen zur Sozialpsychologie

• Heinrich Popitz veröffentlicht Phänomene der Macht und Prozesse der Machtbildung

1969

• Gründung

 - Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, als deutschlandweit erste Fakultät für Soziologie

 - Internationales Institut für Musik, Tanz und Theater in den audiovisuellen Medien (später Mediacult) in Wien

 - Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)

• Beginn der Habermas-Luhmann-Debatte

• Geburt von Katharina Scherke

• Berufungen und Professuren

 - Hans Peter Dreitzel nach Berlin (1969–2000)

 - Christian Helfer nach Saarbrücken (1969–1995)

 - Horst Helle nach Aachen (1969–1972)

 - Franz-Xaver Kaufmann nach Bielefeld (1969–1997)

 - Peter Christian Ludz nach Bielelfeld (1969–1973)

 - Joachim Matthes nach Bielefeld (1969–1977)

 - Julius Morel übernimmt eine Professur für Soziologie an der Universität Innsbruck

 - Rolf E. Vente nach Stuttgart (1969–1980)

SGS-Vorstand

Peter Heintz (Universität Zürich) wird Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind außerdem Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Edmond Tondeur (Sekretär), Rolf Albonico, Peter Atteslander, Maurice Erard, Max Holzer, Josef Leugger, Kurt B. Mayer und Wilhelm Vogt. Offenbar Rücktritt von Alphons Silbermann

• Ersterscheinen

 - Abhandlungen zur Philosophie, Psychologie, Soziologie der Religion und Ökumenik

 - Das soziale Bild der Studentenschaft in der Bundesrepublik Deutschland (bis 1998), fortgesetzt als Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland (seit 2001), herausgegeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

 - Empirische Sozialforschung. Eine Dokumentation (bis 1998)

 - Kriminologisches Journal

• Theodor W. Adorno, Ralf Dahrendorf, Harald Pilot, Hans Albert, Jürgen Habermas und Karl R. Popper veröffentlichen Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie

• Peter L. Berger veröffentlicht Einladung zur Soziologie

• Klaus von Beyme veröffentlicht Interessengruppen in der Demokratie

• Karl Dietrich Bracher veröffentlicht Die deutsche Diktatur. Entstehung, Struktur, Folgen des Nationalsozialismus

• Norbert Elias veröffentlicht Die höfische Gesellschaft. Untersuchungen zur Soziologie des Königtums und der höfischen Aristokratie

• Norbert Elias veröffentlicht Über den Prozess der Zivilisation. Bd. 1: Wandlungen des Verhaltens in den weltlichen Oberschichten des Abendlandes und Bd. 2: Wandlungen der Gesellschaft

• Berthold Frank Hoselitz veröffentlicht Wirtschaftliches Wachstum und Sozialer Wandel

• Henry Jacoby veröffentlicht Die Bürokratisierung der Welt

• Friedrich Jonas veröffentlicht Geschichte der Soziologie

• Lothar Krappmann veröffentlicht Soziologische Dimensionen der Identität. Strukturelle Bedingungen für die Teilnahme an Interaktionsprozessen

• Niklas Luhmann veröffentlicht Legitimation durch Verfahren

1970

• Gründung

 - Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn

 - Institut für Stadtforschung in Wien

 - Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in Frankfurt am Main

 - Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg (erste Direktoren: Carl Friedrich von Weizsäcker und Jürgen Habermas)

 - Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung (ÖIBF) in Wien

• Berufungen und Professuren

 - Horst Baier nach Frankfurt (1970–1975)

 - Lars Clausen nach Kiel (1970–2000)

 - Christian von Ferber nach Bielefeld (1970–1977)

 - Theodor Harder nach Bielefeld (1970–1996)

 - Günter Hartfiel nach Würzburg (1970–1973)

 - Klaus Heinemann nach Trier (1970–1981)

 - Thomas Luckmann nach Konstanz (1970–1994)

 - Friedhelm Neidhardt nach Tübingen (1970–1974)

 - Horst Reimann nach Augsburg

 - Fritz Sack nach Bielefeld (1970–1974)

 - Helmut Schelsky nach Bielefeld (1970–1973)

 - Dietrich Storbeck nach Bielefeld (1969–1993)

 - Karl Hermann Tjaden nach Marburg (1970–1974)

DGS-Vorstand

Erwin K. Scheuch (Köln) ist Interims-Vorsitzender der DGS (1970/1971)

ÖGS-Vorstand

Erich Bodzenta (Linz/Wien) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Hertha Firnberg, Anton Burghardt (beide VizepräsidentInnen), Lazlo Vaskovics (Schriftführer) und Klaus Zapotoczky (Kassier), bis 1972

SGS-Vorstand

Peter Heintz (Universität Zürich) bleibt Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Maurice Erard und Kurt B. Mayer. Rücktritt von Peter Atteslander, Max Holzer, Walo Hutmacher, Josef Leugger und Wilhelm Vogt. Neu gewählt werden Michel Bassand, und Paul Trappe sowie erstmals studentische Vertreter: André Hostettler, Robert Blancpain oder Jakob Juchler (alternativ)

• Ersterscheinen

 - Jahrbuch für Rechtssoziologie und Rechtstheorie (bis 1993), fortgesetzt als Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat (seit 1994)

 - Österreichisches Jahrbuch für Soziologie (erscheint bis 1975), fortgesetzt als Österreichische Zeitschrift für Soziologie

 - Politik und Soziologie. Zeitschrift zur Gestaltung des politischen Unterrichts (bis 1973), herausgegeben vom Institut für Bildungsplanung und Studieninformation

 - Rechtstheorie. Zeitschrift für Logik und juristische Methodenlehre, allgemeine Rechts- und Staatslehre, Kommunikations-, Normen- und Handlungstheorie, Soziologie und Philosophie des Rechts

 - Soziologiekorrespondenz (bis 1989) am Sozialforschungsinstitut der TH Aachen

 - Soziologische Studien am Institut für Soziologie an der Universität Freiburg

• Das Mitteilungsblatt der SGS wird als Bulletin Soziologie neu lanciert (Redaktor: Edmond Tondeur)

• Umbenennung

 - Wehrwissenschaftliche Rundschau in Wehrforschung. Wehrgeschichte, Strategie, Wehrrecht, Wehrphilosophie und -soziologie, Wehrwirtschaft (bis 1975), fortgesetzt wiederum als Wehrwissenschaftliche Rundschau (bis 1982)

• Walter Ludwig Bühl veröffentlicht Evolution und Revolution. Kritik der symmetrischen Soziologie

• Aaron V. Cicourels Buch Methode und Messung in der Soziologie (englisches Original 1967) erscheint in deutscher Übersetzung durch Frigga Haug

• Norbert Elias veröffentlicht Was ist Soziologie?

• André Gunder Frank veröffentlicht Latin America. Underdevelopment or Revolution

• Albert O. Hirschman veröffentlicht Exit, Voice, and Loyalty (Deutsch Abwanderung und Widerspruch. Reaktionen auf Leistungsabfall bei Unternehmungen, Organisationen und Staaten 1974)

• Joachim Israel veröffentlicht Der Begriff Entfremdung. Makrosoziologische Untersuchung von Marx bis zur Soziologie der Gegenwart (Deutsch 1972)

• Wolfgang Leonhard veröffentlicht Die Dreispaltung des Marxismus. Ursprung und Entwicklung des Sowjetmarxismus, Maoismus und Reformkommunismus

• Niklas Luhmann veröffentlicht Soziologische Aufklärung (in 6 Bänden bis 1995)

• Karl-Dieter Opp veröffentlicht Methdologie der Sozialwissenschaften. Einführung in Probleme ihrer Theorienbildung und praktische Anwendungen

• Dieter Prokop veröffentlicht Soziologie des Films

• Erste Übersetzung eines Werkes von Pierre Bourdieu ins Deutsche: Zur Soziologie der symbolischen Formen

Die Expansion des Bildungssektors und die verstärkte Institutionalisierung der Soziologie ab 1970 führt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem so starken Anstieg der Zahl der Berufungen, dass wir bewusst auf eine weitere Auflistung der Berufungen und Professuren verzichtet haben. (Ausnahme: die qua Quelle, z. B. Vogel 2006, ausgewählten Frauen werden in ihren Berufungen und Professuren weiter genannt.)

1971

• Gründung

 - Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften e.V. (AMS) in Wesseling, Forschungsnetzwerk

 - DGS-Sektion Bildung und Erziehung (erster Sprecher: Dietrich Goldschmidt)

 - DGS-Sektion Familien- und Jugendsoziologie (erster Sprecher: Friedhelm Neidhardt)

 - DGS-Sektion Soziologie osteuropäischer Länder (erster Sprecher: Hans Joachim Lieber, 1971 wieder aufgelöst)

 - DGS-Sektion Stadt- und Regionalplanung (erster Sprecher: Manfred Teschner)

 - Institut für angewandte Sozialforschung (IAS) in Wien

 - SGS-Studiengruppe Formation des sociologues

• Erster SGS-Kongress in Lausanne (La sociologie, un métier)

• Geburt von Nicole Burzan

• Berufungen und Professuren

 - Rosemarie Nave-Herz auf den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Köln

 - Ingrid N. Sommerkorn auf den Lehrstuhl für Soziologie der Erziehung an der Universität Bremen

DGS-Vorstand

M. Rainer Lepsius (Mannheim) wird Vorsitzender der DGS, im Vorstand sind außerdem Karl Martin Bolte (Schatzmeister), Jürgen Fijalkowski, Burkart Lutz, Friedhelm Neidhardt, Erwin Kurt Scheuch und Manfred Teschner, bis 1972

SGS-Vorstand

Peter Heintz (Universität Zürich) bleibt Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind außerdem Roger Girod und Emil J. Walter (Vizepräsidenten), Maurice Erard, Michel Bassand, Giovanni Busino, Walo Hutmacher und Paul Trappe sowie als studentische Vertreter (alternativ) André Hostettler, Robert Blancpain oder Jakob Juchler. Rücktritt von Rolf Albonico, Kurt B. Mayer, Giovanni Busino und Edmond Tondeur. Neu gewählt werden Guido Ferrari, Jean Kellerhals, Michel Vuille und Alfred Willener

• Ersterscheinen

 - Berichte aus dem Institut für Soziologie an der Hochschule für Welthandel erscheinen bis 1973

• Umbenennung

 - Schmollers Jahrbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: ZWS – Vierteljahresschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – Verein für Socialpolitik

 - Studien und Berichte. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (bis 2005)

 - Leviathan (1971/72), die erste Ausgabe erscheint 1973

• Jürgen Habermas und Niklas Luhmann veröffentlichen Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie – Was leistet die Systemforschung? (Habermas-Luhmann-Debatte)

• Günther Kaiser veröffentlicht Kriminologie

• Hans J. Krysmanski veröffentlicht Soziologie des Konflikts. Materialien und Modelle

• Alfred Schütz’ Gesammelte Aufsätze (3 Bände) erschienen in deutscher Übersetzung (1970/71), übersetzt von Benita Luckmann und Richard Grathoff

1972

• Gründung

 - Berufsverband deutscher Soziologen e.V.

 - Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie

 - DGS-Sektion Industrie- und Betriebssoziologie (erster Sprecher: Burkart Lutz)

 - DGS-Sektion Soziale Indikatoren (erster Sprecher: Wolfgang Zapf)

 - International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Laxenburg bei Wien

 - SGS-Arbeitsgruppe Reorganisation der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie

 - SGS-Forschungskomitee Diffusion des soziologischen Wissens

• Umbenennung

 - SGS-Studiengruppe Bildungs- und Berufssoziologie in Forschungskomitee Bildungssoziologie

 - SGS-Studiengruppe Formation des sociologues in Forschungskomitee Ausbildung der Soziologen

DGS-Vorstand

M. Rainer Lepsius (Mannheim) wird erneut Vorsitzender der DGS, im Vorstand sind außerdem Günter Hartfiel, Burkart Lutz (Schatzmeister), Friedhelm Neidhardt, Theo Pirker, Erwin Kurt Scheuch, Wolfgang Zapf, bis 1974

ÖGS-Vorstand

Kurt Freisitzer (Graz) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Karl Blecha, Adolf Holl (beide Vizepräsidenten), Henrik Kreutz (Schriftführer) und Jürgen Pelikan (Kassier), bis 1975

SGS-Vorstand

Walo Hutmacher (Genf) wird Präsident der SGS und Jean-Pierre Fragnière Sekretär, im Vorstand sind außerdem Michel Bassand, Maurice Erard, Guido Ferrari, Roger Girod, Peter Heintz, Jean Kellerhals, Paul Trappe, Michel Vuille, Emil J. Walter, Alfred Willener und als studentische Vertreter (alternativ) André Hostettler, Jakob Juchler oder Robert Blancpain. Jürg Schertenleib und Martial Renaud werden offenbar später kooptiert

• Kurt H. Wolff, früher Schüler von Karl Mannheim am Soziologischen Seminar der Universität Frankfurt, wird Präsident der International Society for the Sociology of Knowledge (bis 1979)

• Ersterscheinen

 - Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung

 - Kriminalität und ihre Verwalter. Sozialarbeit, Justiz, Polizei. Zur Soziologie abweichenden Verhaltens und sozialer Kontrolle

 - Zeitschrift für Soziologie

• Die ÖGS beginnt mit der Herausgabe eines Mitteilungsblattes, ab 1973 unter dem Titel Mitglieder-Information, ab 1974 ÖGS-Information (bis 2001)

• Die Österreichische Hochschülerschaft an der Universität Wien, Fachschaft Juristen, gibt das Mitteilungsblatt Jus, Volkswirtschaft, Soziologie, Statistik heraus (bis 1973)

• Ernest Mandel veröffentlicht Der Spätkapitalismus. Versuch einer marxistischen Erklärung

• Karl-Dieter Opp veröffentlicht Verhaltenstheoretische Soziologie

• Jean Piaget veröffentlicht Epistémologie des sciences de lhomme (Deutsch Erkenntnistheorie der Wissenschaften vom Menschen. Hauptströmungen der sozialwissenschaftlichen Forschung 1973)

1973

• Gründung

 - Deutsches Institut für Urbanistik (DifU) in Berlin und Köln

 - DGS-Sektion Entwicklungssoziologie (erster Sprecher: Gerhard K. Grohs, ab 1987 Namenserweiterung und Sozialanthropologie)

 - Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS) in Wien

 - Ludwig Boltzmann Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (bis 1982, danach bis heute als eigenständiger Verein)

SGS-Kongress in Genf (La société suisse face au changement)

• Berufungen und Professuren

 - Regina Becker-Schmidt auf eine Professur am Psychologischen Institut der Universität Hannover

• Ersterscheinen

 - Beiträge zur Psychologie und Soziologie des kranken Menschen

 - Die Kriminalsoziologische Bibliografie (bis 1990), fortgesetzt als Beilage zur Neuen Kriminalpolitik bzw. als Jahrbuch für Rechts- und Kriminalsoziologie (ab 1991)

 - Forschungsberichte des Instituts für Soziologie, Hochschule Linz (bis 1974)

 - Soziologie. Forum der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

• Umbenennung

 - Mitteilungen der ÖGS in Mitglieder-Information (1973/1974)

• Jürgen Habermas veröffentlicht Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus

• Friedrich Wilhelm Henning veröffentlicht Das vorindustrielle Deutschland 800–1800; Die Industrialisierung in Deutschland 1800–1914; Das industrialisierte Deutschland 1914–1972 (1973/1974)

• Gabor Kiss veröffentlicht Einführung in die soziologischen Theorien. Vergleichende Analyse soziologischer Hauptrichtungen

• Hans-Ulrich Wehler veröffentlicht Geschichte als historische Sozialwissenschaft

• Die Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen gibt Alltagswissen, Interaktikon und gesellschaftliche Wirklichkeit in zwei Bänden heraus

1974

• Gründung

 - Europäisches Zentrum für Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet der Sozialen Wohlfahrt (später Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung) in Wien

 - Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS)

 - SGS-Forschungskomitee Forschungspolitik

 - SGS-Forschungskomitee Schweizerische Vereinigung der Religionssoziologen (ASSOREL)

 - Sozialwissenschaftliches Archiv Konstanz

• 17. Deutscher Soziologentag in Kassel (Zwischenbilanz der Soziologie), Beginn der Theorienvergleichsdebatte

• Erste Konferenz der Arbeitsgruppe Mathematische Modelle in den Sozialwissenschaften MASO (erster Sprecher: Erwin K. Scheuch)

• Berufungen und Professuren

 - Ilse Dröge-Modelmog auf eine Professur für Soziologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 - Helga Krüger auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bremen

SGS-Vorstand

Walo Hutmacher (Genf) bleibt Präsident der SGS und Jean-Pierre Fragnière Sekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Michel Bassand, Robert Blancpain, Guido Ferrari, Peter Heintz, Jean Kellerhals, Martial Renaud, Jürg Schertenleib, Paul Trappe, Michel Vuille und Alfred Willener. Neu gewählt werden Roland Campiche, Robert Hettlage und Christian Lalive d’Epinay. Offenbar Rücktritt der langjährigen Vizepräsidenten Roger Girod und Emil J. Walter.

• Ersterscheinen

 - Fremdarbeiterpolitik des Imperialismus (bis 1988), fortgesetzt als Migrationsforschung (1989–1991), Universität Rostock

 - Reihe Soziologie in der Schweiz (bis 1979), fortgesetzt als Reihe Soziologie (1982–1984)

 - Soziale Indikatoren. Konzepte und Forschungsansätze (unregelmäßig herausgegeben von der Sektion Soziale Indikatoren)

 - Zeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie und Denkmalpflege (bis 1977), fortgesetzt als Die alte Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung (1978–2010), fortgesetzt als Forum Stadt (seit 2011)

• Umbenennung

 - Die Kriminalsoziologische Bibliografie in Beilage zur Neuen Kriminalpolitik bzw. Jahrbuch für Rechts- und Kriminalsoziologie

 - Mitglieder-Information in ÖGS-Information (bis 2001)

• Einrichtung einer Reihe Soziologie in der Schweiz beim Verlag Rüegger (Diessenhofen)

• Hans Dietrich Disselhoff und Otto Zerries veröffentlichen Die Naturvölker Südamerikas. Die Erben des Inkareiches und die Indianer der Wälder

• Peter Heintz veröffentlicht Die Zukunft der Entwicklung, unter Mitarbeit von Suzanne Heintz

• Karl-Dieter Opp veröffentlicht Abweichendes Verhalten und Gesellschaftsstruktur

• Günter Wiswede veröffentlicht Soziologie abweichenden Verhaltens

1975

• Gründung

 - Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig, seit 2011 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft

 - Institut für Demographie (ÖAW) in Wien

 - Institut für Konfliktforschung in Wien

 - Institut für Soziales Design in Wien

 - SGS-Forschungskomitee Comité de recherche du mariage et de la famille

 - SGS-Forschungskomitee Sozialarbeit

• Umbenennung

 - SGS-Studiengruppe Verkehrssoziologie in Forschungskomitee Planung und Stadtentwicklung

• Daten und Methoden

 - Konferenz Methods for the Analysis of Face-to-Face Interaction an der Universität Konstanz, u. a. mit Aaron V. Cicourel, Erving Goffman, Ulrich Oevermann, Emanuel Schegloff, Anselm Strauss und Fritz Schütze

• Österreichischer Soziologentag in Wien

SGS-Kongress in Zürich (Die Sozialwissenschaft aus politischer Sicht)

• Einrichtung von Diplomstudiengängen Soziologie an den Universitäten in der DDR (Berlin, Leipzig und Halle)

• Schaffung von eigenen sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten an österreichischen Universitäten

DGS-Vorstand

Karl Martin Bolte (München) wird Vorsitzender der DGS, im Vorstand sind außerdem Günter Hartfiel, Burkart Lutz (Schatzmeister), Werner Mangold, Joachim Matthes, Friedhelm Neidhardt und Theo Pirker, bis 1976

ÖGS-Vorstand

Kurt Freisitzer (Graz) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Karl Blecha, Adolf Holl (beide Vizepräsidenten), Heinz Steinert (Schriftführer) und Otto Saipt (Kassier), bis 1977

SGS-Vorstand

Walo Hutmacher (Genf) bleibt weiterhin Präsident der SGS und Jean-Pierre Fragnière Sekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Michel Bassand, Roland Campiche, Guido Ferrari, Peter Heintz, Robert Hettlage, Jean Kellerhals, Christian Lalive d’Epinay, Martial Renaud, Jürg Schertenleib, Michel Vuille und Alfred Willener. Rücktritt von Robert Blancpain, Jürg Schertenleib und Paul Trappe. Offenbar neu gewählt werden Joseph Bieger, François Höpflinger, Katharina Ley, Ruth Meyer, Rolf Nef und Jürg Oetterli

• Ersterscheinen

 - Internationales Jahrbuch für Wissens- und Religionssoziologie (bis 1978)

 - Jahresbericht des Instituts für Empirische Soziologie, Nürnberg (bis 1983)

 - Schweizerischen Zeitschrift für Soziologie/Revue Suisse de Sociologie (SZfS), Jean Kellerhals wird sécretaire general und später erster Redaktor (1979)

 - Social Stategies. Monographien zur Soziologie und Gesellschaftspolitik (erscheint unregelmäßig)

 - Zeitschrift Historical Social Research/Historische Sozialforschung (HSR, erschien bis 1979 unter dem Titel QUANTUM)

• Gründung

 - Schriftenreihe In Sachen (bis 1981)

• Umbenennung

 - Mitteilungen aus der Staatswissenschaftlichen Fakultät in Mitteilungen aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fachbereichen der Universität München (bis 1978)

• Günter Endruweit veröffentlicht Dreisprachiges Wörterbuch der Soziologie

• Amitai Etzioni veröffentlicht Die aktive Gesellschaft. Eine Theorie gesellschaftlicher und politischer Prozesse

• Paul Feyerabend veröffentlicht Against Method. Outline of an anarchistic theory of knowledge (Deutsch Wider den Methodenzwang. Skizze einer anarchistischen Erkenntnistheorie 1976)

• Hans Jürgen Krysmanski gibt mit Peter Marwedel Die Krise in der Soziologie. Ein kritischer Reader zum 17. Deutschen Soziologentag heraus

• Helge Pross veröffentlicht Die Wirklichkeit der Hausfrau. Die erste repräsentative Untersuchung über nichterwerbstätige Ehefrauen: Wie leben sie? Wie denken sie? Wie sehen sie sich selbst?

• Viktor Vanberg veröffentlicht Die zwei Soziologien. Individualismus und Kollektivismus in der Sozialtheorie

• Erhard R. Wiehn und Karl Ulrich Mayer veröffentlichen Soziale Schichtung und Mobilität. Eine kritische Einführung

• Jürg Willi veröffentlicht Die Zweierbeziehung. Spannungsursachen/Erklärungsmuster/Klärungsprozesse/Lösungsmodelle. Analyse des unbewussten Zusammenspiels in Partnerwahl und Paarkonflikt: Das Kollusions-Konzept

1976

• Gründung

 - Schweizerischer Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften (SAMS) in der SGS

• 18. Deutscher Soziologentag in Bielefeld (Materialien aus der soziologischen Forschung)

• Österreichischer Soziologentag in Graz

• Erste Berliner Sommeruniversität für Frauen

• Berufungen und Professuren

 - Sigrid Metz-Göckel auf eine Professur an die Universität Dortmund und mit dem Aufbau des Hochschuldidaktischen Zentrums mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung beauftragt, Leitung bis 2002

• Ersterscheinen

 - Medizin, Mensch, Gesellschaft (bis 1992)

 - Österreichischen Zeitschrift für Soziologie, die aus dem Österreichischen Jahrbuch für Soziologie hervorgeht

 - Schriftenreihe des Instituts für Soziologie, Universität Wien (bis 2000, wieder ab 2006)

• Michael Mitterauer und Reinhard Sieder veröffentlichen Vom Patriarchat zur Partnerschaft. Zum Strukturwandel der Familie

• Bernhard Schäfers veröffentlicht Sozialstruktur und sozialer Wandel in Deutschland

• Fritz W. Scharpf, Bernd Reissert und Fritz Schnabel veröffentlichen Politikverflechtung. Theorie und Empirie des kooperativen Föderalismus in der Bundesrepublik

• Ali Wacker veröffentlicht Arbeitslosigkeit. Soziale und psychische Folgen

• Peter Weingart veröffentlicht Wissensproduktion und soziale Struktur

• Edgar Zilsels Die sozialen Ursprünge der neuzeitlichen Wissenschaften erscheint posthum

1977

• Gründung

 - Bertelsmann Stiftung in Gütersloh

 - DGS-Sektion Soziale Probleme und soziale Kontrolle (erster Sprecher: Hans Haferkamp)

 - DGS-Sektion Sprachsoziologie (erster Sprecher: Thomas Luckmann)

 - Institut für Alltagskultur – Zentrum für angewandte Sozialforschung (IAK) in Salzburg

 - Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW), österreichisches Institut zur Untersuchung arbeitnehmerrelevanter Fragestellungen, in Linz

 - Institut für sozio-ökonomische Entwicklungsforschung (IAK) in Salzburg, später Forschungsstelle für Sozioökonomie, bis 1998

 - Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft (LBIGG) an der Universität Salzburg, 1979 ans Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien verlegt, seit 2010 Sitz in der Wiener Hofburg

• Österreichischer Soziologentag in Wien

DGS-Vorstand

Karl Martin Bolte (München) wird erneut Vorsitzender der DGS, im Vorstand sind außerdem Alfred Bellebaum, Urs Jaeggi, Burkart Lutz (Schatzmeister), Werner Mangold, Joachim Matthes und Wolfgang Schluchter, bis 1978.

ÖGS-Vorstand

Heinz Steinert wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Georg Wieser, Paul Kellermann (beide Vizepräsidenten), Peter Kowalski (Schriftführer) und Ingo Mörth (Kassier), bis 1979

SGS-Vorstand

Walo Hutmacher (Genf) bleibt Präsident der SGS und Jean-Pierre Fragnière Sekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Michel Bassand, Roland Campiche, Peter Heintz, Robert Hettlage, François Höpflinger, Jean Kellerhals, Christian Lalive d’Epinay, Katharina Ley, Ruth Meyer, Jürg Oetterli und Michel Vuille. Rücktritt von Joseph Bieger, Guido Ferrari, Martial Renaud und Alfred Willener. Neu gewählt werden Peter Farago, François Hainard und Karl Weber

• Gründung

 - Soziologische Revue

• Ersterscheinen

 - Arbeitsberichte und Forschungsmaterialien, Fakultät für Soziologie, Bielefeld

 - Dortmunder Studien zur Philosophie, Psychologie, Soziologie und Erziehungswissenschaft

 - Hagener Materialien zur Soziologie

 - Informationsbrief für Rechtssoziologie (bis 1979), herausgegeben von der Sektion Rechtssoziologie in der DGS, fortgesetzt als Zeitschrift für Rechtssoziologie. The German journal of law and society

 - Schriftenreihe Klagenfurter Beiträge zur bildungswissenschaftlichen Forschung (bis 1997)

 - ZUMA-Nachrichten und der ZA-Information (bis 2006), fortgesetzt als Methoden, Daten, Analysen. Zeitschrift für empirische Sozialforschung (2007–2013), herausgegeben vom Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung an der Universität Köln, GESIS

• Peter Michael Blau veröffentlicht Inequality and Heterogeneity. A Primitive Theory of Social Structure

• Dieter Claessens veröffentlicht Gruppe und Gruppenverbände. Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung

• Andre Gunder Frank veröffentlicht Dependent accumulation and underdevelopment (Deutsch Abhängige Akkumulation und Unterentwicklung 1980)

• Jürgen Friedrichs veröffentlicht Stadtanalyse. Soziale und räumliche Organisation der Gesellschaft

• Jürgen Habermas veröffentlicht Zur Rekonstruktion des Historischen Materialismus

• Fritz Kramer veröffentlicht Verkehrte Welten. Zur imaginären Ethnographie des 19. Jahrhunderts

• Werner Meinefeld veröffentlicht Einstellungen und soziales Handeln

• Alfred Schütz und Talcott Parsons veröffentlichen Zur Theorie des Handelns. Ein Briefwechsel

• Wolfgang Zapf veröffentlicht Lebensbedingungen in der Bundesrepublik. Sozialer Wandel und Wohlfahrtsentwicklung

• Erste Dissertation zu Michel Foucault: Das normale Leben von Ulrich Raulff (betreut von Dietmar Kamper)

1978

• Gründung

 - SGS-Forschungskomitee Gesundheitssoziologie

 - SGS-Forschungskomitee Soziologie in der außeruniversitären Praxis (SAP)

• Daten und Methoden

 - Erstmaliger Einsatz ADM-Masterdesign für Ziehung bundesweiter Stichproben in Deutschland

• Wissenschaftliche Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGP) und der ÖGS in Lindabrunn (Die Frau in der Gesellschaft)

SGS-Kongress in Neuchâtel (Konflikte und Konsens in der schweizerischen Gesellschaft)

TUNIX Kongress an der TU Berlin

 

• Ersterscheinen

 - Agogik. Zeitschrift für Fragen sozialer Gestaltung (bis 2010), herausgegeben vom Institut für Management- und Organisationsentwicklung

 - Bds-Info. Informationen des Berufsverbands Deutscher Soziologen e.V.

 - Beiträge zur feministischen Theorie und Praxis (bis 2008), herausgegeben von Sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis für Frauen e.V.

 - Berichte und Informationen. Institut für Musiksoziologie und Musikpädagogische Forschung (bis 1987), fortgesetzt als Berichte und Informationen. Institut für Musiksoziologie der Universität Wien und Darstellende Kunst in Wien (seit 1988)

 - Bielefelder Studien zur Entwicklungssoziologie

 - Grazer Soziologische Schriften

 - Homo venator. Schriften zur Geschichte und Soziologie der Jagd (bis 1985)

 - Literatur-Rundschau. Sozialarbeit, Sozialpädagogik, soziale Probleme (bis 1982), fortgesetzt als Sozialwissenschaftliche Rundschau. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Sozialpolitik und Gesellschaftspolitik (seit 1983)

 - Rundbrief Universität Hamburg, Seminar für Sozialwissenschaften, Informationszentrum Skandinavische Soziologie (bis 1982), Informationszentrum Skandinavische Soziologie

 - Soziologische Revue

 - Soznat. Blätter für soziale Aspekte des naturwissenschaftlichen Unterrichts (bis 1986), AG Soznat

 - WZB-Mitteillungen

• Gründung

 - Schriftenreihe Gesellschaftswissenschaftliche Studien (bis 1989)

• Umbenennung

 - Zeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie und Denkmalpflege in Die alte Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung (bis 2010)

• Reinhard Bendix veröffentlicht Kings or People. Power and the Mandate to Rule (Deutsch Könige oder Volk. Machtausübung und Herrschaftsmandat 1980)

• Albert Ilien und Utz Jeggle veröffentlichen Leben auf dem Dorf. Zur Sozialgeschichte des Dorfes und zur Sozialpsychologie seiner Bewohner

• Konrad Lorenz veröffentlicht Vergleichende Verhaltensforschung. Grundlagen der Ethologie

1979

• Gründung

 - DGS-Arbeitsgruppe Biographieforschung

 - DGS-Sektion Frauenforschung (Erste Sprecherin: Lerka Gravenhorst)

 - DGS-Sektion Sozialpolitik (erster Sprecher: Christian von Ferber)

 - Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V. – MPS Forschung zu nachhaltiger Entwicklung

 - SGS-Forschungskomitee Politische Soziologie

• Wissenschaftliche Kontroverse zwischen René König, M. Rainer Lepsius und Helmut Schelsky zum Standort der Soziologie im Nationalsozialismus. Beginn der systematischen wissenschaftlichen Aufarbeitung der Soziologie im Nationalsozialismus

• Österreichischer Soziologentag in Wien (Staatlich verwaltete Ungleichheit)

• 19. Deutscher Soziologentag in Berlin (Sozialer Wandel in Westeuropa)

DGS-Vorstand

Joachim Matthes (Erlangen-Nürnberg) wird Vorsitzender der DGS, im Vorstand sind außerdem Alfred Bellebaum, Urs Jaeggi, Claus Offe, Fritz Sack, Wolfgang Schluchter und Rolf Ziegler (Schatzmeister), bis 1980.

ÖGS-Vorstand

Paul Kellermann (Klagenfurt) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Alfred Klose, Rainer Münz (beide Vizepräsidenten) und Rudolf Burger (Schriftführer), bis 1981

• Ersterscheinen

 - Analyse & Kritik. Journal of philosophy and social theory (Titelzusatz bis 2015: Zeitschrift für Sozialwissenschaften)

 - Diensteinheit für Studien (bis 1993), herausgegeben von Autonome Region Trentino-Südtirol, Universität Trient, Abteilung Theorie, Geschichte und soziale Forschung in Zusammenarbeit mit der Italienisch-Deutschen Gesellschaft für Soziologie

 - Forschungsprojekte „Sozialisation und Sozialpädagogik“. Eine Dokumentation geplanter, laufender und abgeschlossener Arbeiten (bis 1990), München

 - Frauen-Informationsblatt (bis 1997), herausgegeben von der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauenstudien und Frauenforschung an der FU Berlin

 - Mitteilungen aus dem SOFI -. Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen an der Georg-August-Universität

 - Rechtstheorie. Zeitschrift für Logik, Methodenlehre, Kybernetik und Soziologie des Rechts (erscheint unregelmäßig)

• Umbenennung

 - Mitteilungen aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fachbereichen der Universität München in Mitteilungen aus den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der Universität München (bis 1998)

• Ulrich von Alemann und Rolf G. Heinze veröffentlichen Verbände und Staat. Vom Pluralismus zum Korporatismus. Analysen, Positionen, Dokumente

• Die deutsche Ausgabe Anatomie der menschlichen Destruktivität von Erich Fromm erscheint

• Siegfried Lamnek veröffentlicht Theorien abweichenden Verhaltens

• Günther Lüschen gibt Deutsche Soziologie seit 1945 heraus, Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

• Ulrich Planck und Joachim Ziche veröffentlichen Land- und Agrarsoziologie. Eine Einführung in

die Soziologie des ländlichen Siedlungsraums und des Agrarbereichs

• Ernst Topitsch veröffentlicht Erkenntnis und Illusion. Grundstrukturen unserer Weltauffassung

• Ingeborg Weber-Kellermann veröffentlicht Die Kindheit. Kleidung und Wohnen, Arbeit und Spiel. Eine Kulturgeschichte

• Emmy Elisabeth Werner veröffentlicht Cross-Cultural Child Development. A View from the Planet Earth

1980

• Gründung

 - DGS-Sektion Soziologische Theorie (erster Sprecher: Bernhard Giesen)

 - Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation (FIAB), Recklinghausen, bis 2007

 - Paul F. Lazarsfeld Archiv in Wien

 - Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.V. (RISP)

 - SGS-Forschungskomitee Comité de recherche Sociologie mathématique

• Schließung

 - Arbeitsbereich von Carl Friedrich von Weizsäcker nach dessen Emeritierung und Umbenennung des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften

• Daten und Methoden

 - Ersterhebung des ALLBUS, der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften

 - Zunehmender Einsatz von Panelstudien und verstärkte Verbreitung von Faktor- und Clusteranalysen (ab 1980)

• 20. Deutscher Soziologentag in Bremen (Lebenswelt und soziale Probleme)

SGS-Kongress in Bern (Soziologie und soziale Praxis)

SGS-Vorstand

Walo Hutmacher (Genf) bleibt weiterhin Präsident der SGS und Jean-Pierre Fragnière Sekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem François Hainard, François Höpflinger, Ruth Meyer, Jürg Oetterli, Karl Weber und Alfred Willener. Rücktritt von Michel Bassand, Roland Campiche, Peter Heintz, Robert Hettlage, Katharina Ley, Jean Kellerhals, Christian Lalive d’Epinay und Michel Vuille. Offenbar Rücktritt von Peter Farago. Neu gewählt werden Geneviève Corajound, Jean-Claude Deschamps, Werner Fischer, Jean-Pierre Hoby, Hanspeter Kriesi, Riccardo Lucchini und Pierre Weiss

• Ersterscheinen

 - Jahrbuch für Soziologie und Sozialpolitik (bis 1989), herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften der DDR, Institut für Soziologie und Sozialpolitik

 - Reihe Pädagogik und Soziologie, Berlin

 - Saarländische Beiträge zur Soziologie

• Gründung

 - Schriftenreihe Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik (bis 1997)

• Umbenennung

 - Informationsbrief für Rechtssoziologie in Zeitschrift für Rechtssoziologie. The German journal of law and society

 - Ruf ins Volk, Monatsschrift für Volksgesundung und Jugendschutz in Jugend und Gesellschaft (bis 2002)

• Axel Honneth und Hans Joas veröffentlichen Soziales Handeln und menschliche Natur. Anthropologische Grundlagen der Sozialwissenschaften

• Niklas Luhmann veröffentlicht Gesellschaftsstruktur und Semantik. Studien zur Wissenssoziologie der modernen Gesellschaft in 4 Bänden (1981–1985)

• Elisabeth Noelle-Neumann veröffentlicht Öffentliche Meinung. Die Entdeckung der Schweigespirale

• Michael Voslensky veröffentlicht Nomenklatura. Die herrschende Klasse der Sowjetunion (Deutsch 1987)

• Rudolf Wendorff veröffentlicht Zeit und Kultur. Geschichte des Zeitbewusstseins in Europa

1981

• Gründung

 - IMU Institut – Arbeitsorientierte Forschung und Beratung in München gegründet, heutige Standorte Stuttgart und Nürnberg

 - Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) e.V. in Bremen

• Schließung

 - Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften

• Österreichischer Soziologentag in Graz (Zukunft der Arbeit – Arbeitslose Zukunft)

DGS-Vorstand

Joachim Matthes (Erlangen-Nürnberg) wird Vorsitzender der DGS. Im Vorstand sind außerdem Alfred Bellebaum, Uta Gerhardt, Gertrud Nunner-Winkler, Claus Offe, Fritz Sack und Rolf Ziegler (Schatzmeister), bis 1982.

ÖGS-Vorstand

Eva Köckeis-Stangl (Innsbruck) wird Präsidentin der ÖGS. Im Vorstand sind außerdem Alfred Klose, Wolfgang Stangl (beide Vizepräsidenten), Christian Fleck (Schriftführer), Max Preglau (Kassier), Marius Wilk, Anton Krickl und Michael Huber (alle studentische Mitglieder), bis 1983

SGS-Vorstand

Vorzeitiger Rücktritt von Ruth Meyer, François Hainard und Jürg Oetterli Ende 1981; neu gewählt werden F. Boulianne und Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny

• Ersterscheinen

 - Demographische Informationen (bis 1999), fortgesetzt als Vienna Yearbook of Population Research

 - Medizinische Soziologie. Jahrbuch (bis 1985), einmalig fortgesetzt als Medizin und Gesellschaft. Jahrbuch (1987)

 - Sozialwissenschaftliche Schriftenreihe des Institutes für Politische Grundlagenforschung und des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Politische Soziologie (bis 1988), fortgesetzt als Sozialwissenschaftliche Schriftenreihe (ab 2006)

 - Soziologische Forschungen, Institut für Soziologie, Technische Universität Berlin

 - Soziologische Forschungen. Schriftenreihe aus dem Abteilungsbereich Soziologische Theorie, Bildungssoziologie und Kommunikationsforschung am Institut für Soziologie der Universität Linz

 - Soziologie und Anthropologie (erscheint unregelmäßig), herausgegeben von PL Acad. Research

 - Soziologie und Sozialpolitik (bis 1999)

 - Working Papers, herausgegeben von der University of Bielefeld, Faculty of Sociology, Sociology of Development Research Centre

 - Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie (ZSE) (bis 1997), fortgesetzt als Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ab 1998)

• Franz Borkenau veröffentlicht End and beginning. On the generations of cultures and the origins of the West (Deutsch Ende und Anfang: von den Generationen der Hochkulturen und von der Entstehung des Abendlandes 1991)

• Jürgen Habermas veröffentlicht Theorie des Kommunikativen Handelns

• Jürgen Kuczynski veröffentlicht Geschichte des Alltags des deutschen Volkes

• M. Rainer Lepsius gibt Soziologie in Deutschland und Österreich 1918–1945 heraus, Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

• Niklas Luhmann veröffentlicht Politische Theorie im Wohlfahrtsstaat

1982

• Gründung

 - Familienforschung Baden-Württemberg (FaFo) in Stuttgart als Institution des Statistischen Landesamts

 - Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle (FTA), soziologische Forschungsstelle an der Universität Klagenfurt, bis 2003 an der Universität Hamburg

 - Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen

 - Ludwig Boltzmann Institut für Historische Sozialwissenschaft, bis 2017 in Wien

 - SGS-Forschungskomitee Sozialpolitik

• 21. Deutscher Soziologentag in Bamberg (Krise der Arbeitsgesellschaft)

SGS-Kongress in Lausanne (Classes d’âges)

Artur Meier wird auf dem 10. Weltkonkgress für Soziologie in Mexiko in das ISA-Exekutionskomitee gewählt

• Ersterscheinen

 - Rasteder Hefte. Materialien zur Sozialforschung (vermutlich bis 1985)

 - Reihe Frauenforschung (bis 1999), Wien, fortgesetzt als Feministische Theorie (seit 2000)

 - Schriften zur Soziologie der Erziehung (erscheint unregelmäßig)

 - Soziologischer Literaturinformationsdienst (bis 1983), fortgesetzt als Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst (1984–2010, diverse Ausgaben und Varianten), herausgegeben vom Informationszentrum Sozialwissenschaften, später GESIS

 - Soziologisches Forum (bis 1992), herausgegeben vom Institut für Soziologie, Justus-Liebig-Universität

• Gründung

 - Schriftenreihe Sozialwissenschaftliche Materialien

• Umbenennung

 - Reihe Soziologie in der Schweiz in Reihe Soziologie (1982–1984), herausgegeben von der Zentrumsprojektgruppe Empirische Soziologie, Arbeitsgruppe politische Bildung

• Eric R. Wolf veröffentlicht Europe and the People without History (Deutsch Die Völker ohne Geschichte: Europa und die andere Welt seit 1400 1986)

1983

• Gründung

 - Berliner Institut für Sozialforschung und sozialwissenschaftliche Praxis e.V. (Geschäftsführerin Carol Hagemann-White, bis 1993)

 - SGS-Forschungskomitee Jugend und Jugendpolitik

 - SGS-Forschungskomitee Planung und Stadtentwicklung

• Daten und Methoden

 - Gründung des am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung jährlich durchgeführten Sozio-oekonomischen Panels (SOEP)

• 8. Österreichischer Soziologentag in Klagenfurt (‚1984‘ – Fantasie – Utopie – Realität)

• Berufungen und Professuren

 - Ulrike Vogel auf eine Professur für Soziologie an der TU Braunschweig

DGS-Vorstand

Burkart Lutz (München) wird Vorsitzender der DGS. Zum Vorstand gehören außerdem Hansjürgen Daheim, Günter Endruweit, Uta Gerhardt, Martin Kohli, Wolfgang Zapf und Rolf Ziegler (Schatzmeister), bis 1984.

ÖGS-Vorstand

Ina Wagner (Wien) wird Präsidentin der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Josef Lins, Josef Hochgerner (beide Vizepräsidenten), Helga Matuschek (Schriftführerin), Josef Langer (Kassier), Josef Bauernberger und Hermann Papst (studentische Mitglieder), bis 1985

SGS-Vorstand

Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny (Universität Zürich) wird Präsident der SGS, weiterhin im Vorstand sind außerdem Werner Fischer (Redaktor SZfS), Jean-Pierre Hoby, Hans-Peter Kriesi, Riccardo Lucchini, Karl Weber und Pierre Weiss. Offenbar Rücktritt von F. Boulianne, Geneviève Corajound und Jean-Claude Deschamps. Neu gewählt werden Jean François Bickel, Marlis Buchmann, René Levy, Hans-Peter Meier-Dallach, Adalbert Saurma, Klaus Schrape, Emil Walter-Busch (neuer Vizepräsident) und Peter Zeugin (neuer Sekretär)

• Ersterscheinen

 - Arbeitsberichte des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (bis 2006), fortgesetzt als Arbeitsbericht, Leuphana Universität Lüneburg, Fakultät II Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften (2006–2008)

 - Arbeitspapiere aus dem Bereich Soziologie im Schwerpunkt Arbeit-Personal-Organisation der Universität Trier

 - Materialien zur sozialwissenschaftlichen Planungs- und Entscheidungstheorie (bis 1992), Universität Bielefeld

 - Ökonomie und Gesellschaft. Jahrbuch (bis 2002, Wiederaufnahme 2006, erscheint unregelmäßig)

 - Sozialwissenschaften und Berufspraxis (bis 2015), herausgegeben vom Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen e.V.

 - Soziologische und sozialpolitische Aspekte der Bevölkerungsentwicklung, herausgegeben vom Institut für Soziologie und Sozialpolitik an der Akademie der Wissenschaften der DDR

• Karl Acham veröffentlicht Philosophie der Sozialwissenschaften

• Thomas A. Herz veröffentlicht Klassen, Schichten, Mobilität

• Karl-Dieter Opp veröffentlicht Die Entstehung sozialer Normen

Psychogenèse et histoire des sciences von Jean Piaget erscheint

• Johann August Schülein veröffentlicht Mikrosoziologie. Ein interaktionsanalytischer Zugang

1984

• Gründung

 - DGS-Sektion Sportsoziologie (erster Sprecher: Kurt Weis)

 - Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS), Stiftung für empirische Sozialforschung, historische Analyse und sozialwissenschaftliche Theoriebildung

 - Verein zur Förderung der Regionalforschung e.V., 1992 umbenannt in Institut für Regionalforschung e.V. (IfR), in Göttingen

 - Wiener Institut für sozialwissenschaftliche Dokumentation und Methodik (WISDOM) in Wien (Schließung 2014)

• 22. Deutscher Soziologentag in Dortmund (Soziologie und gesellschaftliche Entwicklung)

 

• Ersterscheinen

 - Beiträge zur Gesellschaftsforschung, Frankfurt am Main

 - Reihe Forschungsschwerpunkt Entwicklungssoziologie, Universität Bielefeld

 - Gezeiten-Schriftenreihe. Materialien zur regionalen Sozialforschung (bis 1986)

 - Land, Agrarwirtschaft und Gesellschaft. Zeitschrift für Land- und Agrarsoziologie (bis 2004)

 - Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Soziologie der Universität Hamburg (bis 1995), fortgesetzt unter dem gleichen Namen ab 2008 am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

 - Reihe des Forschungsschwerpunkts Zukunft der Arbeit

 - Reihe Soziologie im LIT-Verlag (erscheint unregelmäßig)

 - Spektrum. Berliner Reihe zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in Entwicklungsländern

 - Theorie und Forschung Soziologie

 - Zeitschrift für erziehungs- und sozialwissenschaftliche Forschung (bis 1985), fortgesetzt als Zeitschrift für internationale erziehungs- und sozialwissenschaftliche Forschung (1986–1999)

• Umbenennung

 - Soziologischer Literaturinformationsdienst in Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst (bis 2010, diverse Ausgaben und Varianten), herausgegeben vom Informationszentrum Sozialwissenschaften, später GESIS

 - Zentralblatt für Vormundschaftswesen, Jugendgerichte und Fürsorgeerziehung in Zentralblatt für Jugendrecht und Jugendwohlfahrt in Zentralblatt für Jugendrecht: Kindheit, Jugend, Familie (bis 2005)

• Carol Hagemann-White veröffentlicht Sozialisation: Weiblich – männlich?

• Horst Kern und Michael Schumann veröffentlichen Das Ende der Arbeitsteilung? Rationalisierung in der industriellen Produktion

• Karin Knorr Cetina veröffentlicht Die Fabrikation von Erkenntnis. Zur Anthropologie der Wissenschaft

• Hans Linde veröffentlicht Theorie der säkularen Nachwuchsbeschränkung 1800–2000

• Klaus Lüderssen veröffentlicht Kriminologie. Einführung in die Probleme

• Niklas Luhmann veröffentlicht Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie

• Burkart Lutz veröffentlicht Der kurze Traum immerwährender Prosperität. Eine Neuinterpretation der industriell-kapitalistischen Entwicklung im Europa des 20. Jahrhunderts

• Karl Mannheim Konservatismus. Ein Beitrag zur Soziologie des Wissens erscheint posthum (entspricht dem Originalmanuskript von 1925)

• Richard Münch veröffentlicht Die Struktur der Moderne

• Claus Offe veröffentlicht Arbeitsgesellschaft. Strukturprobleme und Zukunftsperspektiven

• Josef Schmid veröffentlicht Bevölkerung und soziale Entwicklung: Der demographische Übergang als soziologische und politische Konzeption

• Friedrich H. Tenbruck veröffentlicht Die unbewältigten Sozialwissenschaften oder: Die Abschaffung des Menschen

1985

• Gründung

 - DGS-Sektion Kultursoziologie (erster Sprecher: Wolfgang Lipp)

 - Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg)

 - SGS-Forschungskomitee Migration – Minoritäten

• Umbenennung

 - Schweizerische Geisteswissenschaftliche Gesellschaft (SGG), in Akademie, bis 1990

• Daten und Methoden

 - Langfristige Institutionalisierung des ALLBUS

• Arbeitsbeginn am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln (Direktorin: Renate Mayntz)

• 9. Österreichischer Soziologentag in Wien (Die andere Hälfte der Gesellschaft)

SGS-Kongress in Zürich (Industriegesellschaft – Ende einer Epoche? Fakten, Analysen, Perspektiven)

DGS-Vorstand

Burkart Lutz (München) wird Vorsitzender der DGS. Zum Vorstand gehören außerdem Hansjürgen Daheim, Günter Endruweit, Martin Kohli, Gertrud Nunner-Winkler (Schatzmeisterin), Bernhard Schäfers und Wolfgang Schluchter, bis 1986

ÖGS-Vorstand

Max Haller (Graz) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Josef Hochgerner, Joachim Nemella (beide Vizepräsidenten), Alex Belschan (Schriftführer), Josef Langer (Kassier), Jürgen Suschek-Berger, Helmut Gruber und Eva Maringer (alle studentische Mitglieder), bis 1987.

SGS-Vorstand

Anfang 1985 werden zusätzlich Peter Rusterholz (Zürich) und Heinrich Zwicky als Vorstandsmitglieder erwähnt (offenbar kooptiert)

• Ersterscheinen

 - Diskussionsbeiträge, herausgegeben von der TU Berlin, Institut für Soziologie

 - Frauenforschung, Frauenliteratur. Kollektion Psychologie, Pädagogik, Soziologie (bis 1991)

 - Jahrbuch zur Geschichte und Gesellschaft des Vorderen und Mittleren Orients (bis 1987), fortgesetzt als Jahrbuch für vergleichende Sozialforschung (1990–1994)

 - Schriftenreihe am Institut für Soziologie der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

 - Sozialpolitische Bilanz. Referate auf der Tagung der Sektion Sozialpolitik der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

 - der Reihe Soziologie in der Blauen Eule (erscheint unregelmäßig)

• Klaus Hurrelmann veröffentlicht unter Mitarbeit von Bernd Rosewitz und Hartmut Wolf Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung

• Dirk Käsler veröffentlicht Soziologische Abenteuer: Earle Edward Eubank besucht europäische Soziologen im Sommer 1934

• Wolf Lepenies veröffentlicht Die drei Kulturen. Soziologie zwischen Literatur und Wissenschaft

• Heiner Meulemann veröffentlicht Bildung und Lebensplanung. Die Sozialbeziehung zwischen Elternhaus und Schule

• Claus Offe veröffentlicht Disorganized Capitalism. Contemporary Transformations of Work and Politics

• Jürgen Reulecke veröffentlicht Geschichte der Urbanisierung in Deutschland

• Hans-Günther Rolff und Peter Zimmermann veröffentlichen Kindheit im Wandel. Eine Einführung in die Sozialisation im Kindesalter

• Uwe Wesel veröffentlicht Frühformen des Rechts in vorstaatlichen Gesellschaften. Umrisse einer Frühgeschichte des Rechts bei Sammlern und Jägern und akephalen Ackerbauern und Hirten

1986

• Gründung

 - Büro für Sozialforschung in Graz, bis 2005

 - DGS-Sektion Biographieforschung (erster Sprecher: Werner Fuchs)

 - Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastrukturen (GESIS), inklusive der Institute InformationsZentrum Sozialwissenschaften (IZ) in Bonn, Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung (ZA) in Köln und Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim

 - Interdisziplinäres Forschungszentrum Sozialwissenschaften (IFS – ICCR – CIR) in Wien

 - SGS-Forschungskomitee Gesellschaft und Umwelt

 - SGS-Forschungskomitee Symbole, Bilder und Ideologien

• Umbenennung

 - Schweizerische Gesellschaft für praktische Sozialforschung in GfS-Forschungsinstitut

• 23. Deutscher Soziologentag in Hamburg (Technik und sozialer Wandel)

SGS-Vorstand

Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny (Universität Zürich) bleibt weiterhin Präsident der SGS, Peter Zeugin wird Vizepräsident und Peter Rusterholz neuer Sekretär, im Vorstand sind außerdem Marlis Buchmann, Werner Fischer (Redaktor SZfS), René Levy, Hans-Peter Meier-Dallach, Adalbert Saurma und Heinrich Zwicky. Rücktritt von Jean-Pierre Hoby, Hans-Peter Kriesi, Riccardo Lucchini, Emil Walter-Busch, Karl Weber und Pierre Weiss. Neu gewählt werden Thomas S. Eberle, Jean Kellerhals (Wiedereintritt), Philippe Lehmann, Marlène Micheloni, Jean Widmer und Uli Windisch

Artur Meier wird auf dem 11. Weltkongress in Neu-Delhi zum ISA-Vizepräsidenten gewählt

• Ersterscheinen

 - Aachener Beiträge zur vergleichenden Soziologie und zur China-Forschung (bis 1999)

 - Abakus. Augsburger Beiträge aus Kommunikationswissenschaft und Soziologie

 - Annali di sociologia – Soziologisches Jahrbuch

 - Arbeitspapier des Instituts für Medizinische Soziologie (bis 2004), Frankfurt am Main, fortgesetzt als Diskussionspapier (seit 2005)

 - Daten zur Wirtschafts- und Sozialstruktur (bis 2007), herausgegeben vom Amt der Salzburger Landesregierung

 - Forum. A Newsletter of the Sociology of Development Research Centre (bis 1991), Bielefeld

 - Honolulu. Zeitschrift der Soziologie-Studierenden an der Uni Zürich (Erscheinungshäufigkeit und Ende unklar)

 - Medizinsoziologische Mitteilungen. Berufspolitische und wissenschaftliche Informationen der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie

 - Neue Würzburger Studien zur Soziologie

 - Polis. Politikwissenschaft, politische Soziologie, Arbeitspapiere der Fernuniversität Hagen

 - Serie Philosophie und Soziologie der Wissenschaft und Technik, herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Wissenschaftlicher Rat für Philosophische und Soziale Probleme der Wissenschaft und Technik beim Präsidium der UdSSR (Ende der Reihe unklar, vermutlich 1988)

 - Tätigkeitsbericht des Forschungsschwerpunktes Familienforschung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (bis 2004)

 - Zeitschrift für erfahrungswissenschaftliche Sozialforschung, herausgegeben von GEWIS, Gesellschaft für Erfahrungswissenschaftliche Sozialforschung

• Umbenennung

 - Zeitschrift für erziehungs- und sozialwissenschaftliche Forschung, in Zeitschrift für internationale erziehungs- und sozialwissenschaftliche Forschung (bis 1999)

 - Ergebnisse des Internationalen Symposiums Deutschsprachiger Länder in der Europäischen Gesellschaft für Ländliche Soziologie (einmalige Veröffentlichung)

• Martin Baethge und Herbert Oberbeck veröffentlichen Zukunft der Angestellten. Neue Technologien und berufliche Perspektiven in Büro und Verwaltung

• Ulrich Beck veröffentlicht Die Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne

• Beate Brüggemann und Rainer Riehle veröffentlichen Das Dorf. Über die Modernisierung einer Idylle

• Gerda Lerner veröffentlicht The Creation of Patriarchy (Deutsch Die Entstehung des Patriarchats 1991)

• Jean-François Lyotards La condition postmoderne (1979) erscheint auf Deutsch als Das postmoderne Wissen

• Maria Mies veröffentlicht Patriarchy and Accumulation on a World Scale. Women in the International Division of Labour (Deutsch Patriarchat und Kapital)

• Jörn Rüsen veröffentlicht Rekonstruktion der Vergangenheit

1987

• Gründung

 - Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich (AGSÖ) in Graz:

 Im Archiv befinden sich zahlreiche Nachlässe, darunter die von Marie Jahoda, Paul Felix Lazarsfeld, Othmar Spann, Else Frenkel-Brunswik, Friedrich Hertz, Karl Borromäus Frank, Gertrude Wagner, Otto Neurath, Ferdinand Westphalen, Gunter Falk, Jakob Baxa, Hans-Georg Zilian

 - Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS), private interdisziplinäre Forschungseinrichtung

 - Forschungsinstitut für Arbeit, Technik und Kultur (FATK) in Tübingen

 - Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus (FORENA), früher Arbeitsstelle Neonazismus, an der Hochschule Düsseldorf

 - Ludwig Boltzmann Institut für Angewandte Sportpsychologie und Freizeitpädagogik, ab 2005 Institut für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT)

 - ÖGS-Sektion Frauenforschung

• Umbenennung

 - DGS-Sektion Entwicklungssoziologie in Entwicklungssoziologie und Sozialanthropologie)

• 10. Österreichischer Soziologentag in Graz (Gesellschaft an Grenzen. Sozialstruktur und gesellschaftliches Bewusstsein in Ost- und Westeuropa)

• Berufungen und Professuren

 - Ute Gerhard auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Frankfurt am Main

DGS-Vorstand

Wolfgang Zapf (Berlin) wird Vorsitzender der DGS. Im Vorstand sind außerdem Günter Endruweit, Martin Kohli, Gertrud Nunner-Winkler (Schatzmeisterin), Ilona Ostner, Bernhard Schäfers und Ingrid N. Sommerkorn, bis 1988

ÖGS-Vorstand

Max Haller (Graz) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Eva Cyba, Elisabeth Jandl-Jager (beide Vizepräsidentinnen), Alex Belschan (Schriftführer), Helmut Staubmann (Kassier), Sabine Blaschke, Waltraud Kannonier und Jürgen Suschek-Berger (alle studentische Mitglieder) bis 1989

• Ersterscheinen

 - Forum Frauenforschung. Schriftenreihe der Sektion Frauenforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (bis 2005), fortgesetzt als Forum Frauen- und Geschlechterforschung. Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (seit 2006)

 - Medizinsoziologie. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (bis 1990)

 - Sociolinguistica. Internationales Jahrbuch für europäische Soziolinguistik

 - Zeitschrift SWS-Journal

• Gründung

 - Schriftenreihe Sociologica

• Hartmut Häußermann und Walter Siebel veröffentlichen Neue Urbanität

• Stefan Hradil veröffentlicht Sozialstrukturanalyse einer fortgeschrittenen Gesellschaft. Von Klassen und Schichten zu Lagen und Milieus

• Werner Schiffauer veröffentlicht Die bauern von Subay. Das Leben in einem türkischen Dorf

• Hans-Ulrich Wehler veröffentlicht Deutsche Gesellschaftsgeschichte

1988

• Gründung

 - Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH mit Standorten in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und Berlin

 - Institut Arbeit und Technik (IAT) im Wissenschaftspark Gelsenkirchen als Teil des Wissenschaftszentrums NRW

 - Institut für empirische und angewandte Soziologie (EMPAS) aus dem DFG-Forschungsschwerpunkt „Soziale Probleme“ heraus

 - Schweizerische Friedensstiftung – swisspeace, praxisorientiertes Institut der Friedensforschung in Bern

• Kongress der drei deutschsprachigen Soziologischen Gesellschaften in Zürich (zugleich 11. Österreichischer Soziologentag und 24. Deutscher Soziologentag zum Thema Kultur und Gesellschaft)

• Berufungen und Professuren

 - Carol Hagemann-White wird ordentliche Professorin für Allgemeine Pädagogik und Frauenforschung an der Universität Osnabrück

 - Marianne Rodenstein auf eine Professur für Soziologie und Sozialpolitik mit dem Schwerpunkt Stadt-, Regional- und Gemeindeforschung an der Universität Frankfurt am Main

• Ersterscheinen

 - Afrika. Jahrbuch. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika südlich der Sahara (bis 2003)

 - Beiträge zur medizinischen Psychologie und medizinischen Soziologie

 - Duisburger Beiträge zur soziologischen Forschung (erscheint unregelmäßig)

 - Forschungen zur Soziologie und Sozialanthropologie, (Reihe vermutlich bis 1991)

 - Innovation – The European Journal of Social Science Research

 - Materialien der Kultursoziologischen Forschungsstelle Lied und Geschichte am Institut für Soziologie, Universität Hamburg (vermutlich einmalig), herausgegeben von der Kultursoziologischen Forschungsstelle

 - Materialien und Analysen zur sozialen und politischen Geschichte Gießens, Gießen Institut für Soziologie (vermutlich bis 1993)

 - Mitteilungen aus dem Schwerpunktbereich Methodenlehre, Berlin (bis 1997)

 - Newsletter des Archivs für die Geschichte der Soziologie Österreichs (AGSÖ, bis 2004)

 - Soziographie. Blätter des Forschungskomitees „Soziographie“ der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie (bis 1995)

• Umbenennung

 - Berichte und Informationen. Institut für Musiksoziologie und Musikpädagogische Forschung in Berichte und Informationen. Institut für Musiksoziologie der Universität Wien und Darstellende Kunst in Wien

• Jürgen Cromm veröffentlicht Bevölkerung. Individuum. Gesellschaft. Theorien und soziale Dimensionen der Fortpflanzung

• Hans-Dieter Evers veröffentlicht mit Tilman Schiel Strategische Gruppen. Vergleichende Studien zu Staat, Bürokratie und Klassenbildung in der Dritten Welt

• Karl-Heinz Hillmann veröffentlicht Allgemeine Wirtschaftssoziologie. Eine grundlegende Einführung

• Günter Kehrer veröffentlicht Einführung in die Religionssoziologie

• Horst W. Opaschowski veröffentlicht Psychologie und Soziologie der Freizeit

• Michael Pollak veröffentlicht Die Grenzen des Sagbaren: Lebensgeschichten von KZ-Überlebenden als Augenzeugenberichte und als Identitätsarbeit

1989

• Gründung

 - Institut für sozial-ökologische Forschung GmbH (ISOE) in Frankfurt am Main

 - SEISMO-Verlag (Zürich) als sozialwissenschaftlicher Fachverlag mit Mehrheitsbeteiligung der SGS

• Berufungen und Professuren

 - Doris Janshen auf einen Lehrstuhl für Soziologie mit Schwerpunkt Frauenforschung an der Universität Duisburg-Essen

 - Ursula Müller auf eine Professur für Sozialwissenschaftliche Frauenforschung Universität Bielefeld

ÖGS-Vorstand

Rudolf Richter (Wien) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Eva Cyba, Elisabeth Jandl-Jager (beide Vizepräsidentinnen), Johann Bacher (Schriftführer), Helmut Staubmann (Kassier), Elke Beermann, Andrea Krämmer und Bärbel Schrems (alle studentische Mitglieder) bis 1991

SGS-Vorstand

René Levy (Universität Lausanne) wird Präsident der SGS, Marlis Buchmann Vizepräsidentin und Peter Rusterholz bleibt Sekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Thomas S. Eberle, Werner Fischer (Redaktor SZfS), Jean Kellerhals, Philippe Lehmann, Adalbert Saurma, Jean Widmer, Uli Windisch und Heinrich Zwicky. Rücktritt von Hans-Peter Meier-Dallach und Marlène Micheloni. Neu gewählt werden François Hainard (Wiedereintritt), Bettina Heintz, Franz Haag und Isidor Wallimann

• Ersterscheinen

 - Berichte aus der empirischen Frauenforschung (bis 1991), herausgegeben am Institut für Soziologie der Christian-Albrechts-Universität

 - Holos-Reihe Soziologie (vermutlich bis 1992)

 - Politische Soziologie, Reihe (erscheint unregelmäßig)

 - Sozialpolitik, Demographie (bis 1990), herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften der DDR

 - Zeitschrift für Familienforschung

• Jens Alber veröffentlicht Der Sozialstaat in der Bundesrepublik 1950–1983

• Ludwig von Friedeburg veröffentlicht Bildungsreform in Deutschland. Geschichte und gesellschaftlicher Widerspruch

• Wulf Hopf veröffentlicht Ausbildung und Statuserwerb. Theoretische Erklärungen und Ergebnisse der Sozialforschung

• Franz-Xaver Kaufmann veröffentlicht Religion und Modernität. Sozialwissenschaftliche Perspektiven

• Helge Peters veröffentlicht Devianz und soziale Kontrolle. Eine Einführung in die Soziologie abweichenden Verhaltens

• Georg Simmels Gesammelte Schriften zur Religionssoziologie erscheinen posthum

• Friedrich H. Tenbruck veröffentlicht Die kulturellen Grundlagen der Gesellschaft. Der Fall der Moderne

• Klaus Türk veröffentlicht Neuere Entwicklungen in der Organisationsforschung. Ein Trend Report

1990

• Gründung

 - DGS-Sektion Agrar- und ländliche Soziologie (erster Sprecher: Gerd Vonderach)

 - Gesellschaft für Soziologie (GfS) in der DDR/in Ostdeutschland (aufgelöst 1992)

 - Institut für empirische und angewandte Sozialforschung e.V. an der Justus-Liebig-Universität Gießen

 - L&R Sozialforschung in Wien

 - META Sozialforschung und Dokumentation in Wien

 - USUMA Markt- und Sozialforschung in Berlin

 - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH in Mannheim

 - Zentrum für soziale Innovation in Wien

• Umbenennung

Schweizerische Geisteswissenschaftliche Akademie in Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)

• Daten und Methoden

 - Ab 1990 verstärkter Einsatz von Korrespondenzanalysen in der quantifizierenden Sozialforschung

• 25. Deutscher Soziologentag in Frankfurt am Main (Die Modernisierung moderner Gesellschaften)

• Symposium anlässlich des 40jährigen Bestehens der ÖGS- (Gegenwärtige Probleme – Beiträge der Soziologie)

• Berufungen und Professuren

 - Ilona Ostner auf einen Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie – unter besonderer Berücksichtigung der Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der Universität Bremen

GfS-Vorstand

Hansgünter Meyer (Berlin) ist erster und einziger Präsident der Gesellschaft für Soziologie (GfS, bis 1992, der Fachgesellschaft der DDR-Soziologie)

• Ersterscheinen

 - Hefte zur Bildungs- und Hochschulforschung, herausgegeben von der Arbeitsgruppe Hochschulforschung, Universität Konstanz (erscheint unregelmäßig)

 - Jahrbuch für Soziologiegeschichte (erscheint unregelmäßig bis 2002)

 - KFS-Publikation (bis 2001), KFS-Katastrophenforschungsstelle, Christian-Albrechts-Universität

 - Materialien zur Architektur- und Planungssoziologie

 - Ökozidmagazin. Zeitschrift für Ökologie und Dritte Welt, fortgesetzt als Infoe-Magazin. Zeitschrift für Ökologie und indigene Völker (1991–2006)

 - Soziale Innovation + neue Soziologie, herausgegeben am Zentrum für Soziale Innovation, Wien (erscheint unregelmäßig bis 2002)

 - Soziale Probleme. Zeitschrift für soziale Probleme und soziale Kontrolle

 - Studien und Berichte. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (bis 2005)

 - Tsiganologische Studien (bis 1992)

 - Umbruch. Beiträge zur sozialen Transformation, Studien, Analysen, Standpunkte

 - Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie (bis 1990), fortgesetzt als Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (seit 1998)

• Wiederaufnahme und Umbenennung

 - Jahrbuch zur Geschichte und Gesellschaft des Vorderen und Mittleren Orients in Jahrbuch für vergleichende Sozialforschung (bis 1994)

• Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim veröffentlichen Das ganz normale Chaos der Liebe

• Stefan Breuer veröffentlicht Der archaische Staat. Zur Soziologie charismatischer Herrschaft

• Uwe Flick et al. geben das Handbuch Qualitative Sozialforschung heraus

• Franz-Xaver Kaufmann veröffentlicht Zukunft der Familie. Stabilität, Stabilitätsrisiken und Wandel der familialen Lebensformen sowie ihre gesellschaftlichen und politischen Bedingungen

• Rolf Lindner veröffentlicht Die Entdeckung der Stadtkultur. Soziologie aus der Erfahrung der Reportage

• Ludger Veelken veröffentlicht Neues Lernen im Alter. Bildungs- und Kulturarbeit mit „Jungen Alten“

1991

• Gründung

 - Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (TA-Akademie, AFTA), bis 2003

 - Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) in Wien

 - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit Sitzen in Leipzig, Halle (Saale) und Magdeburg

 - Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung Chemnitz e.V. (WISOC)

 - Synthesis Forschungsgesellschaft in Wien

• 12. Österreichischer Soziologentag in Linz (Integration – Desintegration. Gesellschaft im Wandel)

SGS-Kongress in Neuchâtel (Sociologie de la Suisse – sociologie en Suisse)

• Berufungen und Professuren

 - Gudrun-Axeli Knapp auf eine Professur für Sozialpsychologie an der Universität Hannover

DGS-Vorstand

Bernhard Schäfers (Karlsruhe) wird Vorsitzender der DGS, im Vorstand sind außerdem Ulrich Beck, Lars Clausen, Christel Hopf, Rosemarie Nave-Herz, Claus Offe und Ingrid N. Sommerkorn, bis 1993.

ÖGS-Vorstand

Rudolf Richter (Wien) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Susanne Dermutz, Evelyn Gröbl-Steinbach (beide Vizepräsidentinnen), Bettina Schmeikal (Schriftführerin), Alfred Grausgruber (Kassier), Elke Beermann, Rosemarie Fuchshofer und Andrea Kirschner (alle studentische Mitglieder) bis 1993

• Gründung und erstes Erscheinen der Zeitschrift Berliner Journal für Soziologie

• Ersterscheinen

 - Aktuelle Beiträge zur Soziologie

 - Beiträge zur Geschichte der Soziologie, LIT

 - Forum Politologie und Soziologie

 - Jahrbuch für sozial-ökologische Forschung (bis 1997)

 - Jahresbericht des Instituts für Zeitgeschichtliche Jugendforschung (bis 1993), fortgesetzt als Jahrbuch für zeitgeschichtliche Jugendforschung (1995)

 - Karlsruher Schriften zur Besucherforschung

 - Lateinische Texte zur Soziologie

 - Protosoziologie (bis 1995), fortgesetzt als Protosociology. An international journal of interdisziplinary research (seit 1996)

 - Simmel Newsletter, herausgegeben von der Georg-Simmel-Gesellschaft e.V. (bis 1999)

• Umbenennung

 - Ökozidmagazin. Zeitschrift für Ökologie und Dritte Welt in Infoe-Magazin. Zeitschrift für Ökologie und indigene Völker (1991–2006)

• Horst Helle veröffentlicht Verstehende Soziologie und Theorie der symbolischen Interaktion

• Walther Müller-Jentsch veröffentlicht Soziologie der industriellen Beziehungen. Eine Einführung

• Christoph Staewen veröffentlicht Kulturelle und psychologische Bedingungen der Zusammenarbeit mit Afrikanern

1992

• Gründung

 - Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) Forschungsinstitut in Bern

 - Centre Marc Bloch (CNRS, Centre national de la recherche scientifique), deutsch-französisches Forschungszentrum für Sozial- und Geisteswissenschaften in Berlin, seit 2011 An-Institut der Humboldt-Universität

 - DGS-Sektion Modellbildung und Simulation (erster Sprecher: Ulrich Mueller)

 - Forum Sozialforschung in Wien

 - Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) e.V. in Dresden

 - Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig

 - Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e.V.

 - Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) rund um die erste Weltmenschenrechtskonferenz in Wien

 - Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) an der Universität Potsdam

 - SGS-Forschungskomitee Arbeit, Technik und Umwelt

 - SGS-Forschungskomitee Sportsoziologie

 - Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS in Bern

• Umbenennung

 - Verein zur Förderung der Regionalforschung e.V., 1992 umbenannt in Institut für Regionalforschung e.V. (IfR), in Göttingen

• Erste European Conference on Sociology

• 26. Deutscher Soziologentag in Düsseldorf (Lebensverhältnisse und soziale Konflikte im neuen Europa)

SGS-Kongress in Lausanne (Où vont les sociologies de la déviance?)

• März: deutsch-deutsche Tagung zum Thema Soziologie und empirische Sozialforschung in der DDR – Eine kritische Bilanz in Berlin

• Berufungen und Professuren

 - Eva Senghaas-Knobloch auf eine Professur Arbeitswissenschaft mit dem Schwerpunkt sozialwissenschaftliche Humanisierungsforschung an der Universität Bremen

 - Sabine Gensior auf eine Professur für Wirtschafts- und Industriesoziologie an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus

 - Hildegard Maria Nickel auf eine Professur für Soziologie von Familie, Jugend und Geschlechterverhältnissen an der Humboldt-Universität zu Berlin

 - Ilse Lenz auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bochum

SGS-Vorstand

René Levy (Universität Lausanne) bleibt Präsident der SGS, Marlis Buchmann Vize-Präsidentin und Peter Rusterholz Sekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Thomas S. Eberle, Werner Fischer (Redaktor SZfS), Franz Haag, François Hainard, Bettina Heintz, Jean Kellerhals, Philippe Lehmann, Adalbert Saurma, Isidor Wallimann, Jean Widmer, Uli Windisch und Heinrich Zwicky.

Vorzeitiger Rücktritt von Marlis Buchmann, Werner Fischer, Jean Kellerhals, Jean Widmer und Uli Windisch auf Ende 1992 zurück. Thomas S. Eberle wird Vizepräsident

• Ersterscheinen

 - Beiträge zur Soziologie und zur Sozialpädagogik

 - Contributi. Beiträge, Italienisch-Deutsche Gesellschaft für Soziologie

 - Forschungsbericht, Institut für Soziologie, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Innsbruck

 - Freiburger Arbeiten zur Soziologie der Diktatur

 - Handlung, Kultur, Interpretation. Zeitschrift für Sozial- und Kulturwissenschaften (bis 2007)

 - Mitteilungen, Institut für Sozialforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität (bis 2003)

 - Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

 - Veröffentlichungen aus dem Forschungsprojekt „Literatur und Soziologie“, Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung Klagenfurt

• Jens Alber veröffentlicht Das Gesundheitswesen der Bundesrepublik Deutschland

• Fritz Böhle und Helmuth Rose veröffentlichen Technik und Erfahrung. Arbeit in hochautomatisierten Systemen

• Ralf Dahrendorf veröffentlicht Der moderne soziale Konflikt. Essay zur Politik der Freiheit

• Rainer Geißler veröffentlicht Die Sozialstruktur Deutschlands. Ein Studienbuch zur Entwicklung im geteilten und vereinten Deutschland

• Jürgen Habermas veröffentlicht Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats

• Axel Honneth veröffentlicht Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte

• Hans Joas veröffentlicht Die Kreativität des Handelns

• Reinhard Kreckel veröffentlicht Politische Soziologie der sozialen Ungleichheit

• Niklas Luhmann veröffentlicht Beobachtungen der Moderne

• Georg W. Oesterdiekhoff veröffentlicht Kulturelle Evolution des Geistes. Die historische Wechselwirkung von Psyche und Gesellschaft

• Volker Schubert veröffentlicht Die Inszenierung der Harmonie. Erziehung und Gesellschaft in Japan

• Gerhard Schulze veröffentlicht Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart

• Erich Weede veröffentlicht Mensch und Gesellschaft. Soziologie aus der Perpektive des methodologischen Individualismus

1993

• Gründung

 - Europäisches Forum für Migrationsstudien (efms) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

 - Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung (BIK) von Stefan Karner gegründet, Hauptsitz in Graz, Zweigstellen in Wien und Raabs an der Thaya

• 13. Österreichischer Kongress für Soziologie in Klagenfurt (Kleine Staaten in großer Gesellschaft. Europa zwischen Globalisierung und Regionalisierung)

SGS-Kongress in Bern (Migration)

• Berufungen und Professuren

 - Helgard Kramer auf eine Professur für Soziologie und Gender Studies an der Freien Universität Berlin

DGS-Vorstand

Lars Clausen (Kiel) ist Präsident der DGS (bis 1994). Zum Vorstand gehören von 1993–1995 Ute Gerhard-Teuscher, Christel Hopf, Stefan Hradil, Reinhard Kreckel, Bernhard Schäfers und Yvonne Schütze

ÖGS-Vorstand

Franz Traxler (Wien) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Evelyn Gröbl-Steinbach, Bettina Schmeikal (beide Vizepräsidentinnen), Manfred Prisching (Schriftführerin), Alfred Grausgruber (Kassier), Rosemarie Fuchshofer Andrea Kirschner und Marco Vanek (alle studentische Mitglieder) bis 1995.

SGS-Vorstand

François Hainard tritt per Ende 1993 zurück. Als neue Vorstandsmitglieder werden ab 1993 kooptiert: Jacques Coenen-Huther (neuer Redaktor SZfS), Peter-Ulrich Merz-Benz, Peter C. Meyer und Ursula Streckeisen.

Erwin K. Scheuch wird einziger deutscher Präsident der ältesten soziologischen Fachvereinigung International Institute of Sociology (gegründet 1893, Sitz: Uppsala, Schweden), bis 1997

• Ersterscheinen

 - Aachener Arbeitspapiere. Wirtschafts- und Entwicklungssoziologie Asien – Afrika (bis 1994)

 - Altenreport. Zur sozialen Lage und Lebensweise älterer Menschen in den neuen Bundesländern (bis 1995), fortgesetzt als Sozialreport 50+. Daten und Fakten zur sozialen Lage von Bürgern ab dem 50. Lebensjahr (seit 2002)

 - Bürger in sozialen Schwierigkeiten BISS, München

 - Bürgerumfrage Halle (erscheint alle zwei Jahre)

 - Demographie aktuell. Vorträge, Aufsätze, Forschungsberichte, Lehrstuhl Bevölkerungswissenschaft, Institut für Soziologie, Humboldt-Universität zu Berlin (bis 2001)

 - Der Hallesche Graureiher. Forschungsberichte des Instituts für Soziologie

 - Discussion papers, Kaiserslautern

 - Forschungsberichte aus dem Seminar für Politikwissenschaft und Soziologie (bis 1996), fortgesetzt als Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialwissenschaften (ISW), Braunschweig

 - Gesellschaft, Technik Kultur herausgegeben vom Verein zur Förderung der Soziologie an der RWTH Aachen

 - Harburger Beiträge zur Psychologie und Soziologie der Arbeit (bis 2002)

 - Jahrbuch für Rechts- und Kriminalsoziologie (bis 2007, unregelmäßig)

 - Marburger Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung

 - Mitteilungen aus dem SOFI

 - Reihe Soziologie am Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung

 - Schriftenreihe der Koordinierungsstelle Gesundheitswissenschaften, Public Health an der Abteilung für Medizinische Soziologie der Universität Freiburg (bis 1997), fortgesetzt als Schriftenreihe der Deutschen Koordinierungsstelle für Gesundheitswissenschaften an der Abteilung für Medizinische Soziologie der Universität Freiburg

 - Sozialreport. Daten und Fakten zur sozialen Situation in Sachsen-Anhalt (bis 2001, unregelmäßig)

• Umbenennung und Wiederaufnahme:

 - Zeitschrift für deutsche Kulturphilosophie als Logos. Zeitschrift für systematische Philosophie (in neuer Folge 1993–2001)

• Einführung des Peer-Review-Verfahrens in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

• Hansjürgen Daheim und Günther Schönbauer veröffentlichen Soziologie der Arbeitsgesellschaft. Grundzüge und Wandlungstendenzen der Erwerbsarbeit

• Rainer Geißler veröffentlicht Sozialer Umbruch in Ostdeutschland

• Niklas Luhmann veröffentlicht Das Recht der Gesellschaft

1994

• Gründung

 - Institut für Technikfolgenabschätzung (ÖAW) in Wien

 - Kommission für historische Pressedokumentation in Wien, mündet 2013 in das Institut für Vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung (ÖAW)

 - Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien in Halle (Saale)

 - Leibniz-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin-Dahlem

 - SGS-Forschungskomitee Feministische Soziologie

 - Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb), 2003 bis 2012 geleitet von Hans-Peter Blossfeld, seit 2012 ist Henriette Engelhardt-Wölfler Intitutsleiterin

SGS-Kongress in Zürich (Sport in der Leistungsgesellschaft)

• Berufungen und Professuren

 - Irene Dölling auf eine Professur für Frauenforschung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam

Elisabeth Beck-Gernsheim auf eine Professur für Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg

 - Tilla Siegel auf eine Professur mit dem Schwerpunkt Soziologie industrieller Gesellschaften an der Universität Frankfurt am Main

 - Karin Flaake auf einen Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Oldenburg

• Ersterscheinen

 - Jenaer Beiträge zur Soziologie

 - Monografische Reihe der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

 - Schriftenreihe des Instituts für Angewandte Soziologie, Wien

 - Tätigkeitsbericht. Mannheimer Zentrum für Sozialforschung (bis 1999), fortgesetzt als MZES Annual report, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung

 - WISO Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Informationszentrum Sozialwissenschaften, GBI (bis 2004)

 - Wissenschaftliche Schriftenreihe Soziologie, Berlin (erscheint unregelmäßig)

 - WZB-Jahrbuch (bis 2008)

 - Xenologische Studien, Bielefeld

• Umbenennung

 - Jahrbuchs für Rechtssoziologie und Rechtstheorie in Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat

• Klaus von Beyme veröffentlicht Systemwechsel in Osteuropa

• Claus Offe veröffentlicht Der Tunnel am Ende des Lichts. Erkundungen der politischen Transformation im Neuen Osten

• Dieter Rucht veröffentlicht Modernisierung und neue soziale Bewegungen. Deutschland, Frankreich und USA im Vergleich

1995

• Gründung

 - Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig (seit 2017 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft)

 - SGS-Forschungskomitee Wissenschafts- und Techniksoziologie

 - Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.V. an der Universität Leipzig

 - Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (zsh) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, gegründet von Burkart Lutz

• 14. Österreichischer Kongress für Soziologie in Innsbruck (Soziologie im Konzert der Wissenschaft. Zur Identität einer Disziplin)

• 27. DGS-Kongress in Halle (Gesellschaft im Umbruch)

SGS-Kongress in Bern (Gesellschaften im Umbau. Identitäten, Konflikte, Differenzen)

DGS-Vorstand

Stefan Hradil (Mainz) wird Präsident der DGS, zum Vorstand gehören außerdem Ute Gerhard, Wolfgang Glatzer, Hans Joas, Rüdiger Lautmann, Heiner Meulemann und Yvonne Schütze, bis 1997

ÖGS-Vorstand

Franz Traxler (Wien) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Sylvia Kronberger (Vizepräsidentin), Georg Aichholzer (Schriftführer), Andrea Kirschner (Kassierin), Johann Fröhlich, Silvia Stuppäck und Marco Vanek (alle studentische Mitglieder) bis 1997.

SGS-Vorstand

Claudia Honegger (Universität Bern) und Jean Widmer (Universität Freiburg i. Ue.) bilden das Co-Präsidium der SGS, Peter Rusterholz bleibt Sekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Jacques Coenen-Huther, Franz Haag, Bettina Heintz, Jean Kellerhals, Peter-Ulrich Merz-Benz, Peter C. Meyer, Peter Rusterholz, Ursula Streckeisen und Isidor Wallimann. Rücktritt von René Levy, Thomas S. Eberle, François Hainard, Adalbert Saurma und Heinrich Zwicky. Neu gewählt werden – neben Claudia Honegger und Jean Widmer (Wiedereintritt) – Christoph Maeder, Ellen Meyrat-Schlee, André Petitat und Olivier Tschannen (neuer Redaktor der SZfS)

• Ersterscheinen

 - Frauenforscherinnen stellen sich vor (bis 2007)

 - Freiburger Beiträge zur Soziologie

 - Jahresstatistik … ambulanter und stationärer Einrichtungen für alleinstehende Wohnungslose in Deutschland (bis 2001)

 - Soziale Systeme. Zeitschrift für soziologische Theorie

 - Sozialstrukturatlas Berlin. Ein Instrument der quantitativen interregionalen und intertemporalen Sozialraumanalyse und -planung (bis 2009), fortgesetzt als Handlungsorientierter Sozialstrukturatlas Berlin. Ein Instrument zur quantitativen, interregionalen und intertemporalen Sozialraumanalyse und -planung (seit 2013)

• Karl-Fritz Daiber veröffentlicht Religion unter den Bedingungen der Moderne. Die Situation in der Bundesrepublik Deutschland

• Erwin K. Scheuch und Ute Scheuch veröffentlichen Bürokraten in den Chefetagen. Deutsche Karrieren: Spitzenmanager und Politiker heute

1996

• Gründung

 - Institut für Sicherheits- und Präventionsforschung (ISIP) in Hamburg

 - Institute for Social Research and Analysis (SORA) in Wien

 - Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock

 - Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam

• 28. DGS-Kongress in Dresden (Differenz und Integration)

SGS-Kongress in St. Gallen (Gesundheitssoziologie)

 

• Ersterscheinen

 - BISS public. Wissenschaftliche Mitteilungen aus dem Brandenburg-Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien. Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Diskussion (bis 2000)

 - Frauennetze. Die frauenpolitische Datenbank (bis 2005)

 - Kultursoziologie. Schriftenreihe des Instituts für Soziologie Bern

 - Materialis-Ideen, Kollektion Psychologie, Soziologie, Ethnologie

 - Palaver. Kleine Schriften zu den Tropen hier und anderswo, Justus-Liebig-Universität Gießen

 - Perspektiven. Forschungsbeiträge zur Geschichtswissenschaft, Pädagogik, Philosophie, Psychologie, Psychotherapie und Soziologie (bis 2002)

 - Sowiport

 - Uni-Frauen, Marburg, (erscheint unregelmäßig, bis 2005)

 - Veröffentlichungen der Sektion Religionssoziologie in der DGS (bis 2006)

• Umbenennung

 - Forschungsberichte aus dem Seminar für Politikwissenschaft und Soziologie, in Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialwissenschaften (ISW), Braunschweig

 - Protosoziologie in Protosociology. An international journal of interdisziplinary research (seit 1996)

 - Verhandlungen des Deutschen Soziologentages in Verhandlungen des … Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

• Bernd Hamm veröffentlicht mit Ingo Neumann, unter Mitarbeit von Peter Suska und Gabi Gotzen Siedlungs-, Umwelt- und Planungssoziologie

• Walter Häußermann und Walter Siebel veröffentlichen Soziologie des Wohnens. Eine Einführung in Wandel und Ausdifferenzierung des Wohnens

• Heiner Meulemann veröffentlicht Werte und Wertewandel. Zur Identität einer geteilten und wieder vereinten Nation

• Johannes Siegrist veröffentlicht Soziale Krisen und Gesundheit. Eine Theorie der Gesundheitsförderung am Beispiel von Herz-Kreislauf-Risiken im Erwerbsleben

1997

• Gründung

 - Büro für angewandte Sozialforschung und Entwicklung (b.a.s.e.) in Salzburg

 - Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (MPI EVA) in Leipzig

 - SGS-Forschungskomitee Interpretative Sozialforschung

• 15. Österreichischer Kongress für Soziologie in Graz (Literatur als Soziologie – Soziologie als Text)

SGS-Kongress in Bern (Differenz und Ungleichheit. Entwicklung und Perspektiven der Geschlechterforschung)

DGS-Vorstand

Stefan Hradil wird erneut Präsident der DGS, zum Vorstand gehören außerdem Wolfgang Glatzer, Hans Joas, Beate Krais, Heiner Meulemann, Karl-Siegbert Rehberg und Yvonne Schütze, bis 1999.

ÖGS-Vorstand

Josef Gunz (Wien) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Sabine Blaschke, Max Preglau (beide VizepräsidentInnen), Gerald Angermann-Mozetič (Schriftführer), Franz Wagner (Kassier), Renate Gerstl, Franz Gschwandtner und Petra Murauer (alle studentische Mitglieder) bis 1999

• Ersterscheinen

 - Colloquium Psychoanalyse (bis 1999), fortgesetzt als Psychoanalyse, Texte zur Sozialforschung (seit 2000)

 - Dokumentation der Sektion Politische Soziologie der DGS (bis 1997, einmalig)

 - Empirische Sozialforschung aus der DDR und den neuen Bundesländern, Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung an der Universität zu Köln

 - Makroanalyse und Gesellschaftsvergleich. Konzepte für Lehre und Studium

 - Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Demographie e.V.

 - Reihe Neue Kriminalpolitik (bis 2004)

 - Reihe Soziologie und Ökologie (bis 2002)

 - Schriftenreihe Arbeitsgruppe Frauen und Gesundheit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie

 - Soziologische Arbeitshefte, Universität Potsdam

• Umbenennung

 - Schriftenreihe der Koordinierungsstelle Gesundheitswissenschaften, Public Health an der Abteilung für Medizinische Soziologie der Universität Freiburg in Schriftenreihe der Deutschen Koordinierungsstelle für Gesundheitswissenschaften an der Abteilung für Medizinische Soziologie der Universität Freiburg

• Ulrich Beck veröffentlicht Weltrisikogesellschaft, Weltöffentlichkeit und globale Subpolitik

• Amitai Etzioni veröffentlicht Die Verantwortungsgesellschaft. Individualismus und Moral in der heutigen Demokratie

• Niklas Luhmann veröffentlicht Die Gesellschaft der Gesellschaft

• Rainer Münz, Wolfgang Seifert und Ralf Ulrich veröffentlichen Zuwanderung nach Deutschland. Strukturen, Wirkungen, Perspektiven

• Rolf Peter Sieferle veröffentlicht Rückblick auf die Natur. Eine Geschichte des Menschen und seiner Umwelt

• Joachim Vogel veröffentlicht Living Conditions and Inequality in the European Union

1998

• Gründung

 - Stiftung Science et Cité in Bern, Stiftung zur Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

• Umbenennung

 - SGS-Forschungskomitee Feministische Soziologie in Geschlechterforschung

• Kongress der drei deutschsprachigen soziologischen Gesellschaften in Freiburg i.B. (zugleich 29. DGS-Kongress, 16. ÖGS-Kongress und 11. SGS-Kongress zum Thema Grenzenlose Gesellschaft?)

SGS-Vorstand

Thomas S. Eberle (Universität St. Gallen) wird Präsident der SGS, Kurt Imhof Vizepräsident und Christoph Maeder Generalsekretär; weiterhin im Vorstand sind auch Claudia Honegger und Christoph Maeder. Rücktritt des gesamten übrigen Vorstands. Neu gewählt werden – neben Thomas S. Eberle (Wiedereintritt) – Kurt Imhof, Rosita Fibbi, Eva Nadai und Pierre Moessinger

• Ersterscheinen

 - Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum

 - Arbeitspapiere des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin Abteilung Soziologie

 - Erfurter Beiträge zur Soziologie. Schriftenreihe des Instituts für Soziologie der Pädagogischen Hochschule Erfurt

 - Forschungen, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (bis 2004)

 - Hagener Studientexte zur Soziologie (bis 2004)

 - Indien. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft (bis 2005)

 - Jahrbuch Migration (bis 2014)

 - Land-Berichte. Sozialwissenschaftliche Halbjahresschrift überländliche Regionen (bis 2005)

 - Materialien aus dem Institut für Empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

 - Migration und Bevölkerung Newsletter sowie Migration und Bevölkerung, herausgegeben vom Netzwerk Migration in Europa e.V. (bis 2009)

 - News in community studies. NICOS Mitteilungsblatt der Arbeitsgruppe Moderne Gemeindesoziologie (bis 1999)

 - Nobilitas. Zeitschrift für deutsche Adelsforschung (bis 2013), fortgesetzt als Zeitschrift für deutsche Adelsforschung (seit 2014)

 - Reihe Soziologie der Politik

 - Siegener Beiträge zur Soziologie

 - Wanderungsstatistik, Statistik Austria (bis 2013), aufgegangen in Demographisches Jahrbuch (seit 2001)

• Umbenennung

 - Pro Juventute: Zeitschrift für Jugend, Familie und Gesellschaft in Thema Jugend, Familien und Gesellschaft. Pro Juventute (bis 2002)

 - und Wiederaufnahme von Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie als Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE)

• Gertrud M. Backes und Wolfgang Clemens veröffentlichen Lebensphase Alter. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Alternsforschung

• Hartmut Esser veröffentlicht den ersten Band Soziologie. Spezielle Grundlagen (6 Bände 1999–2001)

• Thomas Fliege veröffentlicht Bauernfamilien zwischen Tradition und Moderne. Eine Ethnographie bäuerlicher Lebensstile

• Rolf G. Heinze veröffentlicht Die blockierte Gesellschaft. Sozioökonomischer Wandel und die Krise des „Modell Deutschland“

• Karl-Heinz Hillmann veröffentlicht Überlebensgesellschaft. Von der Endzeitgefahr zur Zukunftssicherung

1999

SGS-Kongress in Freiburg i. Ue. (Schweiz) (Interpretative Soziologien)

DGS-Vorstand

Jutta Allmendinger (München) ist Vorsitzende der DGS. zum Vorstand gehören außerdem Karin Knorr Cetina, Karl Ulrich Mayer, Heiner Meulemann, Karl-Siegbert Rehberg, Hans-Georg Soeffner und Johannes Weiß, bis 2001.

ÖGS-Vorstand

Josef Gunz (Wien) wird erneut Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Sabine Blaschke, Hermann Denz (beide VizepräsidentInnen), Gerald Angermann-Mozetič (Schriftführer), Franz Wagner (Kassier), Renate Gerstl, Franz Gschwandtner und David Lechner (alle studentische Mitglieder) bis 2001

• Ersterscheinen

 - Harburger Beiträge zur Psychologie und Soziologie der Arbeit

 - Migrationsbericht. Bericht des Sachverständigenrates für Zuwanderung und Integration im Auftrag der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Forum für Migrationsstudien, Efms an der Universität Bamberg (bis 2004)

 - Schriftenreihe ökologische Soziologie, Gießen

 - Virtuelle Fachbibliothek Sozialwissenschaften ViBSoz, Informationszentrum Sozialwissenschaften, Bonn, Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn, Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Institut für Soziologie an der TU Darmstadt

• Stefan Hradil veröffentlicht Soziale Ungleichheit in Deutschland

• Rüdiger Peuckert veröffentlicht Familienformen im sozialen Wandel

2000

• Gründung

 - SGS-Forschungskomitee Wirtschaftssoziologie

• Umbenennung

 - DGS-Sektion Sprachsoziologie in Wissenssoziologie

• 30. DGS-Kongress in Köln (Gute Gesellschaft? Zur Konstruktion sozialer Ordnungen)

• Jubiläumskongress der ÖGS aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens (In welcher Gesellschaft leben wir? Beiträge der Soziologie zum Selbstverständnis Österreichs am Übergang ins 21. Jahrhundert) in Wien

SGS-Vorstand

Thomas S. Eberle (Universität St. Gallen) bleibt Präsident der SGS, Kurt Imhof Vizepräsident und Christoph Maeder Generalsekretär; weiterhin im Vorstand sind außerdem Claudia Honegger und Eva Nadai. Rücktritt von Rosita Fibbi und Pierre Moessinger. Neu gewählt werden Franz Schultheis und Eric Widmer

• Gründung drei deutschsprachigen Zeitschriften für Qualitative Forschung.

 - Forum Qualitative Sozialforschung,

 - Sozialer Sinn, und

 - Zeitschrift für Qualitative Forschung

• Ersterscheinen

 - Arbeitsbericht, Institut für Soziologie, Magdeburg (bis 2015)

 - Bibliotheca academica. Reihe Soziologie

 - Europäische Sozialstatistik, Amt für Amtliche Veröffentlichungen, Statistisches Amt Luxembourg, hrsg. von der Europäischen Kommission (bis 2002)

 - Gruppendynamik & Organisationsberatung. Zeitschrift für die Entwicklung von Gruppen, Personen und Organisationen (bis 2015)

 - Klinische Soziologie

 - Lehrbuchreihe zur sozialwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung der Sektion Frauenforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

 - Mannheimer Beiträge zur politischen Soziologie und positiven politischen Theorie

 - Mitteilungsblatt des Instituts für Soziale Bewegungen. Forschungen und Berichte. Essen (bis 2011)

 - The annals of the International Institute of Sociology

 - Simmel Studies, Georg Simmel Gesellschaft

 - Soziale Probleme, Gesundheit und Sozialpolitik

 - Sozialer Sinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung

 - Veröffentlichung des Arbeitskreises „Wahlen und Politische Einstellungen“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft

• Umbenennung

 - Colloquium Psychoanalyse in Psychoanalyse, Texte zur Sozialforschung, Universität Leipzig, Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

 - Reihe Frauenforschung in Feministische Theorie

 - Tätigkeitsbericht. Mannheimer Zentrum für Sozialforschung in MZES Annual report

 - Zeitschrift Sociologus, fortan mit dem Zusatz Journal for social anthropology

 - ZWS in Schmollers Jahrbuch: Journal of contextual economics

• Günter Dux veröffentlicht Historisch-genetische Theorie der Kultur

• Max Haller veröffentlicht Soziologische Theorie im systematisch-kritischen Vergleich

• Georg W. Oesterdiekhoff veröffentlicht Zivilisation und Strukturgenese. Norbert Elias und Jean Piaget im Vergleich

2001

• Gründung

 - Jean Monnet Centre for European Studies an der Universität Bremen

 - Linzer Institut für qualitative Analysen (LIquA), außeruniversitäres sozial- und kulturwissenschaftliches Forschungsinstitut in Linz

 - SGS-Forschungskomitee Rechtssoziologie

 - SGS-Forschungskomitee Soziologische Theorie und Theoriegeschichte

• Umbenennung

 - SGS-Forschungskomitee Planung und Stadtentwicklung in Mobilitäten und Lebensformen

• Ausgründung

 - gfs-Befragungsdienst AG aus der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung bzw. des GfS-Forschungsinstituts

SGS-Kongress in Genf (Theorien und Interventionen)

DGS-Vorstand

Jutta Allmendinger (München/Nürnberg) wird Präsidentin der DGS, zum Vorstand gehören: Bettina Heintz, Karl Ulrich Mayer, Karl-Siegbert Rehberg, Hans-Georg Soeffner, Johannes Weiß und Monika Wohlrab-Sahr, bis 2003

ÖGS-Vorstand

Josef Hochgerner (Wien) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Alan Scott (ab 2004: Harald Rohracher), Evelyn Steinbach-Gröbl (beide VizepräsidentInnen), Eva Buchinger (Schriftführerin), Christoph Reinprecht (Finanzreferent), Barbara Gravogl, Ilona Horvath (ab 2004 Silvia Kahri und Irmgard Wörtl) und David Lechner (alle studentische Mitglieder) bis 2005

• Wiederaufnahme und Umbenennung

 - Wanderungsstatistik, Statistik Austria in Demographisches Jahrbuch (seit 2001)

2002

• Gründung

 - Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH in Bremen

 - Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN) in Lüneburg

 - SGS-Forschungskomitee Soziale Probleme

• 31. DGS-Kongress in Leipzig (Entstaatlichung und soziale Sicherheit)

SGS-Vorstand

Einstimmige Wiederwahl des gesamten Vorstandes. Thomas S. Eberle (Universität St. Gallen) bleibt Präsident der SGS, Kurt Imhof Vizepräsident und Christoph Maeder Generalsekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Claudia Honegger, Eva Nadai, Franz Schultheis und Eric Widmer;

Claudia Honegger tritt auf Ende 2002 zurück; für ihren Sitz kooptiert der Vorstand Véronique Mottier

• Gründung

 - H/SOZ/KULT Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtewissenschaften (www.hsozkult.de)

2003

• Gründung

 - DGS-Sektion Methoden der Qualitativen Sozialforschung

• Umbenennung

 - ÖGS-Sektion Frauenforschung in Feministische Theorie und Geschlechterforschung

SGS-Kongress in Zürich (Triumph und Elend des Neoliberalismus)

DGS-Vorstand

Karl-Siegbert Rehberg (Dresden) ist Vorsitzender der DGS. Zum Vorstand von 2003 bis 2005 gehören: Bettina Heintz, Dirk Kaesler, Hans-Georg Soeffner, Georg Vobruba, Monika Wohlrab-Sahr, Jutta Allmendinger und Heinz Bude, bis 2005

• Bemühungen um Aufnahme der SZfS in den Social Science Citation Index führen zu keinem Ergebnis

• Norbert Elias’ Engagement und Distanzierung erscheint posthum

2004

• Gründung

 - Europäisches Journalismus-Observatorium, an der Universität der italienischen Schweiz

 - Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin

 - Netzwerk Technikfolgenabschätzung, wissenschaftliche Vereinigung deutschsprachiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

 - SGS-Forschungskomitee Religion und Gesellschaft als Nachfolger der zuvor aufgelösten Association Suisse de Sociologie des Religions (ASSOREL)

• Überführung

 - GfS-Forschungsinstitut in die eigenständige Aktiengesellschaft gfs.bern – Menschen. Meinungen. Märkte AG, die zusammen mit der ebenfalls ausgegründeten gfs.zürich AG die gfs-Befragungsdienst AG betreiben

• 32. DGS-Kongress in München (Soziale Ungleichheit, Kulturelle Unterschiede)

DGS-Vorstand

Karl-Siegbert Rehberg (Dresden) wird erneut Präsident der DGS, zum Vorstand gehören außerdem Ronald Hitzler, Beate Krais, Ilona Ostner, Uwe Schimank, Hans-Georg Soeffner und Monika Wohlrab-Sahr, bis 2007.

ÖGS-Vorstand

Christian Fleck (Graz) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Beate Littig, Joachim Nemella (beide VizepräsidentInnen), Katharina Scherke (Schriftführerin), Harald Rohracher (Finanzreferent), Sonja Laubichler, Monika Kronberger und Johanna Muckenhuber (alle studentische Mitglieder) bis 2009

SGS-Vorstand

Einstimmige Wiederwahl des gesamten Vorstandes. Thomas S. Eberle (Universität St. Gallen) bleibt Präsident, Kurt Imhof Vizepräsident und Christoph Maeder Generalsekretär, weiterhin im Vorstand sind außerdem Véronique Mottier, Eva Nadai, Franz Schultheis und Eric Widmer

• Paul M. Neuraths Die Gesellschaft des Terrors. Innenansichten der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald wird posthum veröffentlicht

2005

• Gründung

 - Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) in Hamburg (heute ein privater Think Tank der Handelskammer und der Universität Hamburg)

 - Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie in Wien

 - Netzwerk Ostdeutschlandforschung gegründet aus den Instituten Berlinert Debatte (GSFPmbH), dem Brandenburg-Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien e.V. (BISS), dem Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung Chemnitz (WISOC), dem Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin (SFZ), dem Thünen-Institut Bollewick/Müritz und dem Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (ZSH)

• Umbenennung

 - Ludwig Boltzmann Institut für Angewandte Sportpsychologie und Freizeitpädagogik in Institut für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT)

• Schließung

 - Ludwig Boltzmann Institut für Sozialgerontologie und Lebenslaufforschung in Wien

 - Ludwig Boltzmann Institut für Politik und zwischenmenschliche Beziehungen in Wien

 - Ludwig Boltzmann Institut für sozialwissenschaftliche Berufs- und Freizeitforschung in Wien

 - Ludwig Boltzmann Institut für sozialwissenschaftliche Regionalforschung in Bregenz

• Daten und Methoden

 - Erstmalige Abhaltung des Berliner Methodentreffens Qualitative Forschung

• Jubiläumskongress zum 50-jährigen Bestehen der SGS in St. Gallen (Sonderfall Schweiz)

ÖGS-Kongress in Wien (Den Stillstand bewegen)

 

• Umbenennung

 - Arbeitspapier des Instituts für Medizinische Soziologie, Frankfurt am Main, in Diskussionspapier

 - Sozialwissenschaftliche Schriftenreihe des Institutes für Politische Grundlagenforschung und des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Politische Soziologie in Sozialwissenschaftliche Schriftenreihe

• Karin Knorr Cetina veröffentlicht The Sociology of Financial Markets

• Georg W. Oesterdiekhoff veröffentlicht Entwicklung der Weltgesellschaft. Von der Steinzeit zur Moderne

• Hartmut Rosa veröffentlicht Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne

2006

• Gründung

 - Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in St. Augustin

• 33. DGS-Kongress in Kassel (Die Natur der Gesellschaft)

SGS-Vorstand

Christoph Maeder (PH Thurgau in Kreuzlingen) wird Präsident der SGS und Kurt Imhof bleibt Vizepräsident; weiterhin im Vorstand sind außerdem Thomas S. Eberle und Franz Schultheis. Rücktritt von Véronique Mottier, Eva Nadai und Eric Widmer. Neu gewählt werden Claudine Burton-Jeangros, Ueli Mäder und Christian Suter, Max Bergman, neuer Chefredaktor der SZfS (Nachfolge von Beat Fux), wird auf Anfang 2007 als zusätzliches Vorstandsmitglied kooptiert

• Umbenennung

 - Arbeitsberichte des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Arbeitsbericht, Leuphana Universität Lüneburg, Fakultät II Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften (bis 2008)

 - Forum Frauenforschung. Schriftenreihe der Sektion Frauenforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Forum Frauen- und Geschlechterforschung. Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

• Wolfgang Schluchter veröffentlicht Grundlegungen der Soziologie. Eine Theoriegeschichte in systematischer Absicht (2006/2007)

2007

• Gründung

 - CREMA Vermögensverwaltung & Research GmbH in Zürich

 - Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen

 - Institut für Zukunftsfragen, gemeinnützige Stiftung in Hamburg, hervorgegangen aus dem BAT Freizeit-Forschungsinstitut (Gründung 1979)

 - Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Nachfolgeinstitution des 1956 gegründeten MPI für Geschichte (MPIG)

 - proVal – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse – Beratung – Evaluation in Hannover (Gesellschafter Rainer Strobl und Olaf Lobermeier)

• Umbenennung

 - Aufnahme der GESIS in die Leibniz-Gemeinschaft und trägt ab 2008 den Namen Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

 - Deutsches Übersee-Institut in GIGA German Institute of Global and Area Studies

1. Studentischer Soziologiekongress in Halle (Saale)

ÖGS-Kongress in Graz (Nachbarschaftsbeziehungen)

SGS-Kongress in Basel (Krieg)

DGS-Vorstand

Hans-Georg Soeffner (Essen) wird Vorsitzender der DGS. Zum Vorstand gehören außerdem Peter A. Berger, Beate Krais, Martina Löw, Ilona Ostner, Uwe Schimank und Georg Vobruba, bis 2009

• Gründung

 - Soziologiemagazin (www.soziologiemagazin.de – Magazin, Blog, Videostream und Newsplattform), gegründet nach dem 1. Studentischen Soziologiekongress in Halle (Saale)

• Ulrich Beck veröffentlicht Weltrisikogesellschaft

2008

• Gründung

 - Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam

 - Johann Heinrich von Thünen-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei in Braunschweig

 - Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (FORS), Stiftung an der Universität Lausanne, integriert sind Infrastrukturen und Forschungsprojekte wie z. B. das Schweizer-Haushalts-Panel (SHP), Schweizer Wahlstudie (Selects), Sozialbericht und Daten und Forschungsinformationsservice (DARIS). Das Zentrum organisiert Lehrveranstaltungen, wie die Swiss Summer School on Methods in the Social Sciences

• Schließung

 - Ludwig Boltzmann Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie

• 34. DGS-Kongress in Jena (Unsichere Zeiten. Herausforderungen gesellschaftlicher Transformation)

SGS-Vorstand

Christoph Maeder (PH Thurgau in Kreuzlingen) bleibt Präsident der SGS, Kurt Imhof Vizepräsident, weiterhin im Vorstand sind außerdem Max Bergman (Chefredaktor SZfS), Claudine Burton-Jeangros, Ueli Mäder und Christian Suter. Rücktritt von Thomas S. Eberle und Franz Schultheis. Neu gewählt wird Muriel Surdez

 

2009

• Gründung

 - Fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft an der Universität Zürich, bis 2015 fortgeführt als Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität

 - SGS-Forschungskomitee Kunst- und Kultursoziologie in Wien

• Schließung

 - Ludwig Boltzmann Institut für Stadtethologie in Wien

 - Ludwig Boltzmann Institut für Suchtforschung in Wien

ÖGS-Kongress in Graz (Die Zukunftsfähigkeit Österreichs)

SGS-Kongress in Genf (Identität und Wandel der Lebensformen)

DGS-Vorstand

Hans-Georg Soeffner (Essen) wird erneut Präsident der DGS, zum Vorstand gehören außerdem Peter A. Berger, Ronald Hitzler, Beate Krais, Martina Löw, Uwe Schimank und Georg Vobruba, bis 2011.

ÖGS-Vorstand

Jens Dangschat (Wien) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Marianne Egger de Campo und Frank Welz (beide VizepräsidentIn), Christian Dayé (Schriftführer), Karina Fernandez (Studentisches Mitglied), Julia Girardi (Generalsekretärin) und Markus Schweiger (Finanzreferent), bis 2010

• Johannes Berger veröffentlicht Der diskrete Charme des Marktes. Zur sozialen Problematik der Marktwirtschaft

• Renate Mayntz veröffentlicht Sozialwissenschaftliches Erklären. Probleme der Theoriebildung und Methodologie

2010

• 35. DGS-Kongress in Frankfurt am Main (Transnationale Vergesellschaftungen)

ÖGS-Vorstand

Jens Dangschat (Wien) bleibt Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Johann Bacher, Frank Welz (beide Vizepräsidenten), Julia Girardi (Generalsekretärin), Kristina Binner (Schriftführerin), Marlene Hengster (Finanzreferentin, ab Januar 2011), Thomas Lampalzer (Redakteur Newsletter), Cornelia Dlabaja, Karina Fernandez und Bernhard Mader (alle studentische Mitglieder), bis 2011

SGS-Vorstand

Eric Widmer (Genf) wird Präsident der SGS und Christoph Maeder Vizepräsident, weiterhin im Vorstand sind außerdem Max Bergman (Chefredaktor SZfS), Claudine Burton-Jeangros, Kurt Imhof, Ueli Mäder, Muriel Surdez und Christian Suter

• Gründung

 - Theorieblog.de als Forum für politische, Theorie, Philosophie und Ideengeschichte

• Das 50. Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erscheint unter dem Titel Soziologische Theorie kontrovers

• Henriette Fürths Streifzüge durch das Land eines Lebens erscheinen posthum

2011

• Kongress der drei deutschsprachigen Soziologischen Gesellschaften in Innsbruck (Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit)

SGS-Kongress in Genf (Demokratie in turbulenter Zeit)

DGS-Vorstand

Martina Löw (Darmstadt) wird Vorsitzende der DGS, im Vorstand sind außerdem Peter A. Berger, Ronald Hitzler, Stephan Lessenich, Sighard Neckel, Uwe Schimank und Georg Vobruba, bis 2013.

ÖGS-Vorstand

Johann Bacher (Linz) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Jens Dangschat, Erich Griessler (beide Vizepräsidenten), Kristina Binner (Schriftführerin), Marlene Hengster (Finanzreferentin), Cornelia Dlabaja, Simon Schweighofer und Claudia Stumm (alle studentische Mitglieder), bis 2013

• Umbenennung

 - Die alte Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung (bis 2010) in Forum Stadt

• Heinrich Popitz Allgemeine Soziologische Theorie erscheint posthum

2012

• Gründung

 - Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main

 - SGS-Forschungskomitee Lebenslauf/Parcours de vie

• Mit der Gründung der Initiative DGS goes public strebt die DGS eine stärkere Wahrnehmung von Soziologie in der Öffentlichkeit an

• 36. DGS-Kongress in Bochum/Dortmund (Vielfalt und Zusammenhalt)

SGS-Vorstand

Eric Widmer (Universität Genf) bleibt Präsident der SGS, Kurt Imhof wird Vizepräsident und Christoph Maeder Generalsekretär, weiterhin im Vorstand sind Claudine Burton-Jeangros, Muriel Surdez und Christian Suter (neuer Chefredaktor SZfS). Rücktritt von Max Bergman und Ueli Mäder. Neu gewählt wird Nicky Le Feuvre

• Formeller Antrag bezüglich der Aufnahme der Schweizerischen Zeitschrift für Soziologie in den Social Sciences Citation Index (SSCI) wird abgelehnt, u. a. wegen unzureichender Fundstellen infolge der Mehrsprachigkeit

• Georg W. Oesterdiekhoff veröffentlicht Die geistige Entwicklung der Menschheit

2013

• Gründung

 - Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) GmbH in Hannover

 - Institut für Vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung (ÖAW) in Wien, aus der 1994 eingesetzten Kommission für historische Pressedokumentation

 - Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg

ÖGS-Kongress in Linz (Krisen in der Gesellschaft – Gesellschaft in der Krise)

SGS-Kongress in Bern (Ungleichheit und Integration in der Krise)

DGS-Vorstand

Stephan Lessenich (München) wird Vorsitzender der DGS. Zum Vorstand gehören von 2013 bis 2015: Peter A. Berger, Nicoe Burzan, Michaela Pfadenhauer, Uwe Schimank, Paula-Irene Villa und Georg Vobruba.

ÖGS-Vorstand

Helmut Staubmann (Innsbruck) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Katharina Scherke, Alexander Bogner (beide VizepräsidentInnen), Rosa Reitsamer (Schriftführerin), Andrea Ploder (Finanzreferentin), Tatjana Boczy, Veronika Kalcher und Domink Gruber (alle studentische Mitglieder) bis 2015

• Georg W. Oesterdiekhoff veröffentlicht Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife

2014

• 37. DGS-Kongress in Trier (Routinen der Krise – Krise der Routinen)

SGS-Vorstand

Muriel Surdez (Universität Freiburg i. Ue.) wird Präsidentin der SGS, im Vorstand sind weiterhin Nicky Le Feuvre, Christian Suter (Chefredaktor SZfS) und Eric Widmer. Rücktritt von Kurt Imhof und Christoph Maeder. Neu gewählt werden Christian Imdorf, Benn Jann (neuer Vizepräsident) und Jörg Rössel.

Auf Anfang 2014 wird Rainer Diaz-Bone als weiteres Vorstandsmitglied kooptiert und an der Generalversammlung im November 2014 offiziell gewählt

Gründung

 - Der Sozius – Studentische Zeitschrift für Soziologie, Universität Konstanz

• Ersterscheinen

 - Zeitschrift für Theoretische Soziologie

• Umbenennung

 - Nobilitas. Zeitschrift für deutsche Adelsforschung in Zeitschrift für deutsche Adelsforschung

2015

• Umbenennung

 - fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft im Gedenken an Kurt Inhof umbenannt in Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität an der Universität Zürich

ÖGS-Kongress in Innsbruck (Soziologie in Österreich – Internationale Verflechtungen)

SGS-Kongress in Lausanne (Kollektive Dynamiken, (De-)Regulierung und Öffentlichkeit)

DGS-Vorstand

Stephan Lessenich (München) wird Vorsitzender der DGS, im Vorstand sind außerdem Peter A. Berger, Nicole Burzan, Betina Hollstein, Reiner Keller, Paula-Irene Villa und Georg Vobruba, bis 2017

ÖGS-Vorstand

Katharina Scherke (Graz) wird Präsidentin der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Alexander Bogner, Helmut Staubmann (beide Vizepräsidenten), Christian Dayé (Schriftführer), Andrea Ploder (Finanzreferentin), Tatjana Boczy, Bernhard Frühwirth und Janine Dominique Denise Heinz (alle studentische Mitglieder) bis 2017

• Gründung

 - Soziopolis, das Hamburger Institut für Sozialforschung gründet die Online-Zeitschrift (www.soziopolis.de)

2016

• 38. DGS-Kongress in Bamberg (Geschlossene Gesellschaften)

SGS-Vorstand

Muriel Surdez (Universität Freiburg i. Ue.) bleibt Präsidentin der SGS und Ben Jann Vizepräsident, außerdem im Vorstand: Rainer Diaz-Bone, Christian Imdorf, Jörg Rössel und Christian Suter. Rücktritt von Eric Widmer und Nicky Le Feuvre. Neu gewählt werden Mathilde Bourrier, Arnaud Frauenfelder und Felix Bühlmann (neuer Chefredaktor SZfS). Farinaz Fassa Recrosio wird als Vorstandsmitglied kooptiert und im November 2016 offiziell gewählt

 

2017

• Gründung

 - Akademie für Soziologie (as) in Mannheim

ÖGS-Kongress in Graz (Soziologie zwischen Theorie und Praxis)

SGS-Kongress in Zürich (Gemeinwohl und Eigeninteresse)

as-Vorstand

Vorsitzender Thomas Hinz, stellvertretende Vorsitzende Cornelia Kristen, Schriftführung Josef Brüderl, Schatzmeister Peter Preisendörfer, des Weiteren Katrin Auspurg, Anette Eva Fasang, Holger Lengfeld und Sebastian Schnettler

DGS-Vorstand

Nicole Burzan ist Vorsitzende der DGS von 2017–2019, zum Vorstand gehören Sina Farzin, Betina Hollstein, Reiner Keller, Michael Meuser, Paula-Irene Villa und Darius Zifonun

ÖGS-Vorstand Martin Weichbold (Salzburg) wird Präsident der ÖGS, im Vorstand sind außerdem Alexander Bogner, Ulrike Zartler (beide VizepräsidentInnen), Susanne Pernicka (Schriftführerin), Johannes Ebner (Finanzreferent), Tobias Enck und Lena Stöllinger (beide studentische Mitglieder) bis 2019

 

2018

• 39. DGS-Kongress in Göttingen (Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen)

SGS-Vorstand

Rainer Diaz-Bone (Universität Luzern) wird Präsident der SGS, Ben Jann bleibt Vizepräsident und Kassenführer; weiterhin im Vorstand sind außerdem Felix Bühlmann, Mathilde Bourrier, Farina Fassa Recrosio, Arnaud Frauenfelder, Jörg Rössel, Muriel Surdez und Christian Suter. Rücktritt von Christian Imdorf

 

Fußnoten

  1. 1.

    Wir danken allen AutorInnen des Handbuchs Geschichte der deutschsprachigen Soziologie, Band 1, für ihre Beiträge zur Zeittafel. Unser besonderer Dank gilt außerdem Uwe Dörk, Thomas Eberle, Christian Fleck, Reinhard Müller, Niklaus Reichle, Gerhard Schäfer und Sonja Schnitzler für wertvolle Kommentare zu früheren Fassungen, einige wichtige Ergänzungsvorschläge, Hinweise auf Quellen und Unterstützung bei deren Erschließung, hilfreiche Recherchen und für das zur Verfügung stellen eigener Aufzeichnungen. Wir danken zudem herzlich Gabriel Malli für sorgfältige Bearbeitungen und Unterstützung bei der Umsetzung. Für alle verbleibenden Fehler bzw. Unvollständigkeiten sind allein wir verantwortlich. Wir freuen uns über alle Hinweise, die wir in zukünftigen Ausgaben berücksichtigen können.

  2. 2.

    Siehe hierzu auch die Anhänge sowie Listen von Bornemann und Nave-Herz 1966; Dörk 2017; Eberle 2005, Eberle und Reichle 2017; Fleck 2017; Käsler 1984; Lepsius 1979, Müller 1989, Schnitzler 2017; verschiedene Jahrgänge der ÖZS sowie des DGS-Mitteilungsblatts, frühe Ausgaben der Kölner Vierteljahrshefte sowie Material beim Archiv der Geschichte der Soziologie Österreichs [AGSÖ]. Die Vorstände der SGS wurden vollständig von Thomas Eberle und Niklaus Reichle recherchiert, die dazu bemerken: „In den 1950er- und 1960er-Jahren gab es [in der SGS] offenbar keine festen Amtsperioden und keine Beschränkung der Amtszeiten, Wahlen fanden jedes Jahr statt. Gegen Ende der 1960er-Jahre wurde die Amtszeit des Präsidenten in den Statuten auf drei Jahre beschränkt, faktisch aber aus pragmatischen Gründen nicht umgesetzt. In den 1970er-Jahren ist einmal von einer ‚zweijährigen Amtsperiode‘ die Rede (1974), die ab 1976 geltenden Statuten legen dann eine dreijährige Amtsdauer fest. Ab den späten 1990er-Jahren wurde sie wieder auf zwei Jahre verkürzt. Die Amtszeit beginnt und endet in der Regel mit dem Kalenderjahr, es gab aber auch fließende Übergänge. So konnte der Vorstand zusätzliche Personen kooptieren oder auch eine Ersatzperson für ein Vorstandsmitglied, das bereits während seiner Amtszeit vorzeitig zurücktrat. Kooptierte Vorstandsmitglieder arbeiteten ab sofort mit und wurden bei den nächsten Wahlen vom Vorstand zur formellen Wahl vorgeschlagen (und von der Generalversammlung auch stets bestätigt). Die Rekonstruktion der […] Vorstandsliste gestaltete sich als schwierig und beruht aufgrund der lückenhaften Dokumentation auf verschiedenen Quellen (Mitteilungsblätter und Bulletins, Protokollen der Generalversammlungen, Jahresberichten des Sekretärs und des Präsidenten sowie aus Vorstandsprotokollen). Was aus Dokumenten erschlossen, aber nicht explizit so erwähnt wird, haben wir mit ‚offenbar‘ gekennzeichnet.“ (Eberle und Reichle 2017, S.1)

  3. 3.

    Für keine der drei unveröffentlichten Personenlisten (Eberle und Reichle 2016, Fleck 2016 und Holzhauser 2014) wird von den AutorInnen Vollständigkeit beansprucht.

  4. 4.

    Zur Methodik dieser Umfragen siehe Holzhauser 2015.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • Nicole Holzhauser
    • 1
    Email author
  • Andrea Ploder
    • 2
  • Stephan Moebius
    • 3
  • Oliver Roemer
    • 4
  1. 1.Institut für SozialwissenschaftenTechnische Universität BraunschweigBraunschweigDeutschland
  2. 2.Science and Technology Studies/SFB Medien der KooperationUniversität SiegenSiegenDeutschland
  3. 3.Institut für SoziologieUniversität GrazGrazÖsterreich
  4. 4.Insitut für SoziologieGeorg-August-UniversitätGöttingenDeutschland

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