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Rezeption des amerikanischen Strukturfunktionalismus in der deutschsprachigen Soziologie

  • Helmut StaubmannEmail author
  • Maria Tschernitz
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Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Der Strukturfunktionalismus, wie er von Talcott Parsons und seinem engeren Umfeld vertreten wurde, weist einen engen Bezug zur deutschsprachigen Soziologie auf. Talcott Parsons war durch sein Doktorats-Studium an der Universität Heidelberg sehr früh mit der deutschen Soziologie in Berührung gekommen. Durch sein Gesamtwerk zieht sich ein Interesse an politischen und gesellschaftlichen Veränderungen im deutschsprachigen Raum, in dem er auch immer wieder als Gastprofessor und Teilnehmer bei Konferenzen in Erscheinung trat. Die beiden großen Nachkriegssoziologen Niklas Luhmann und Jürgen Habermas sind von Parsons maßgeblich beeinflusst. In kaum einem anderen Land gibt es so viele SoziologInnen, für die die Parsonssche Handlungstheorie zur Grundlage ihrer eigenen Arbeiten wurde.

Schlüsselwörter

Talcott Parsons Struktur Funktion System Handlung 

1 Einleitung

„Amerikanischer Strukturfunktionalismus“ ist ein intrikater Begriff. Die Bezeichnung ist in Lehrwerken der Soziologie und im soziologischen Diskurs etabliert, worauf sie sich bezieht ist aber höchst unklar. Üblicherweise wird auf eine Vorgeschichte des Funktionalismus, sowie eines in die Soziologie eingeführten Strukturbegriffes in der Tradition von Auguste Comte, George Spencer, Bronislaw Malinowski, Alfred Radcliff-Brown und Émile Durkheim verwiesen, die von Talcott Parsons zum eigentlichen Strukturfunktionalismus synthetisiert wurde und in dessen Umfeld und Gefolge Arbeiten wie die von Kingsley Davis, Wilbert E. Moore und Robert Merton unter diesem Label subsumiert werden.

In einem engeren Sinne wurde der Begriff von Talcott Parsons lediglich in einer relativ kurzen Theoriephase verwendet und zwar in der Periode nach The Structure of Social Action (1937) – einer im engeren Sinne handlungstheoretischen Phase mit dem Label Voluntarismus – und vor der Überarbeitung der Handlungstheorie im AGIL Schema, die bereits in den Working Papers in the Theory of Action (Parsons et al. 1953) beginnt. Im Selbstverständnis Parsons‘ waren eigentlich nur die Arbeiten mit den beiden Publikationen Toward a General Theory of Action und The Social System, beide 1951 erschienen, „struktur-funktionalistisch“. Das Motiv für die Umbenennung der voluntaristischen Handlungstheorie in Strukturfunktionalismus lag im Einbau systemtheoretischer Konzepte. Parsons hat die Bezeichnung Strukturfunktionalismus danach abgelehnt, weil Struktur und Funktion ihm zufolge auf zwei unterschiedlichen Abstraktionsebenen angesiedelt sind (1977, S. 49). Bereits seine Arbeit an Economy and Society 1953–54 charakterisierte er deshalb als „,post-structural-functional‘ phase“ (1977, S. 124). Wohl aber hat Parsons den Funktionsbegriff durch sein Gesamtwerk hindurch als zentrales methodologisches Konzept erachtet, weshalb er seine Theorie zwar nicht als „Strukturfunktionalismus“, aber als „funktionale Analyse“ verstanden haben wollte.

Den Grundstein zur Karriere des Begriffes Strukturfunktionalismus in der soziologischen Theoriegeschichte hat eine im weiteren Sinne und in deren eigenen Selbstverständnis „kritische“ Bewegung gelegt, die ein Bild von Parsonsscher Theorieentwicklung und ihrem Umfeld zeichnete, das als schwer defizitär erschien und das es deshalb zu korrigieren galt. Zu dieser Bewegung zählen die Kritische Theorie im engeren Sinne (Frankfurter Schule), die Konflikttheorie (Dahrendorf im deutschsprachigen Raum), sowie marxistische Ansätze. Das dem Strukturfunktionalismus supponierte Theorieverständnis lautete auf einseitige Bezugnahme auf strukturelle Integration, soziales Gleichgewicht und Konsensus, damit Unfähigkeit der Wahrnehmung sozialen Wandels und sozialer Konflikte und auf die Postulierung von Funktionen sozialer Institutionen verstanden als notwendig für die Gesamtgesellschaft – deren „Funktionieren“ – was dem Strukturfunktionalismus den Vorwurf eines affirmativen Charakters und politischen Konservativismus eingebracht hat. So kommt es auch, dass in gängigen Darstellungen der Strukturfunktionalismus als anachronistisches Theorierelikt erscheint, das als historisch überholt anzusehen sei.

Talcott Parsons hat hartnäckig versucht sich gegen solche Charakterisierungen seiner Theorie zur Wehr zu setzten. „In the jungle of certain kinds of communication …“ (1977, S. 127) sei dies aber ein mühsames Unterfangen, jedoch wolle er auf seinen Protest dagegen beharren. Gerade die Geschichte der Rezeption seines Werkes, seine enorme Wirkung vor allem im deutschsprachigen Raum, macht deutlich, dass die deformierte „simplified edition“ der Parsonsschen Handlungstheorie dem tatsächlichen Werkgehalt nicht angemessen ist.

Die deutschsprachige Soziologie hat ein besonderes Verhältnis zur Parsonsschen Theorie entwickelt, was nicht zuletzt auch mit einer gewissen Affinität des Parsonsschen Denkens zur deutschen Soziologie und ihren Sprachformen zu tun hat. So vermerkte bereits Joseph Schumpeter in seinem Gutachten für die Harvard University zu The Structure of Social Action, dass das Werk deutsche Denk- und Ausdrucksformen charakterisieren, die eine Rezeption im englischsprachigen Raum erschweren könnten. Parsons habe sich so tief in das deutsche Dickicht verstrickt, dass er an einigen Stellen die Fähigkeit, in klarem Englisch zu schreiben verloren zu haben scheint. Schumpeter selbst müsse einige Formulierungen ins Deutsche rückübersetzen, um das Gemeinte zu erfassen (Schumpeter 1991). Auch Alfred Schütz hat nach der Lektüre dieses Werkes enthusiastisch gemeint, er habe nun ein amerikanisches Pendant zu dem von ihm so überaus geschätzten Max Weber gefunden. Diese Denk- und Formulierungsaffinität mag eine Wurzel in der Bildungsgeschichte Parsons‘ haben, die ihn nach Deutschland führte.

2 Talcott Parsons in Heidelberg und die Formung seines Werkes

Parsons wurde 1902 in Colorado Springs als Sohn protestantischer Eltern geboren und entschied sich zunächst für ein Biologiestudium am damals dem Protestantismus nahestehenden Amherst College, interessierte sich aber immer mehr für ökonomische und philosophische Fragestellungen. Im Anschluss an die Graduierung 1924 finanzierte ihm ein Verwandter ein Auslandsjahr an der London School of Economics. Das Ansuchen um ein Stipendium für ein weiteres Studium in Europa brachte ihn durch Zufall an die Universität Heidelberg, an der er sich 1925 einschrieb.

Parsons hatte beim Antritt seines Fellowships zwar eine Fortsetzung seiner ökonomischen Ausbildung angestrebt, nicht aber an die Erlangung eines Doktorates gedacht. Für amerikanische Verhältnisse war es ungewöhnlich, dass die an deutschen Universitäten übliche Absolvierung eines dreisemestrigen Programmes, eines Rigorosums und der Abfassung einer Dissertation die Erlangung eines Doktorates möglich machte. Schließlich ergriff Parsons die Gelegenheit und wählte das Dissertationsthema Geist des Kapitalismus in der neueren deutschen Sozialwissenschaft. Betreuer wurde der Ökonom Edgar Salin. Die bearbeitete Literatur bestand primär aus den Schriften von Karl Marx, Werner Sombart und Max Weber. Letztendlich reichte Parsons die Dissertation in englischer Sprache unter dem Titel „Capitalisms“ in Recent German Literature: Sombart and Weber ein. Sie stellt eine wichtige Vorstufe zu The Structure of Social Action dar.1

Von besonderer Bedeutung wurde die Vertrautheit mit dem Werk von Max Weber, dessen Namen Parsons zuvor nach eigenen Angaben weder in den USA noch in England gehört hatte. Weber war zwar bereits 1920 verstorben, sein „Geist“ dominierte aber noch den sozialwissenschaftlichen Diskurs. Später sollte sich Parsons erinnern: „Um Max Weber kennenzulernen war es zu spät. Sein geistiger Einfluss war jedoch noch alles überragend in dem Heidelberg jener Zeit; auf ihn bezog sich die ganze theoretische und weitgehend die empirische Diskussion in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Mir wurde damals auch das besondere Vorrecht zuteil, seine reizende und hochbegabte Gattin, Marianne Weber, kennenzulernen. Ich durfte wiederholt an ihrem berühmten ‚Soziologen-Tee‘ am Sonntagnachmittag teilnehmen. Es war eine außerordentlich anregende geistige Umgebung, an der teilzuhaben, einer der wirklichen entscheidenden Faktoren war, die meine geistige und berufliche Fortentwicklung bestimmt haben“. (1965a, S. 39)

Insbesondere war Parsons angetan von Webers Studie Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, die er später ins Englische übersetzte und so wesentlich zur Bekanntheit Max Webers in der anglo-amerikanischen Soziologie beitrug.2 Die Begegnung mit dem Werk von Max Weber und die Auseinandersetzung mit ihm wurden jedenfalls zu einer tragenden Säule, wie er es selbst einmal ausdrückte, seiner eigenen Version einer Allgemeinen Theorie des Handelns.

Als Prüfer seines Rigorosums, das am 29. Juli 1927 abgehalten wurde, finden sich äußerst prominente Namen: neben Edgar Salin als Betreuer der Dissertation gehörten der Philosoph Karl Jaspers und der Soziologe Alfred Weber, Bruder von Max Weber, der Kommission an. Bei Karl Jaspers, der dem Marianne Weber Kreis angehörte, hatte Parsons ein Seminar zu Kants Kritik der reinen Vernunft absolviert.3 Zu Alfred Weber, den Parsons ebenfalls sehr schätzte, hat Parsons auch später persönlichen Kontakt gepflegt.4 Nachdem Teile der Dissertation publiziert worden waren, wurde Parsons am 12. April 1929 das Doktorat der Universität Heidelberg verliehen.

Noch während seiner offiziellen Studienzeit in Heidelberg kehrte Parsons nach Amherst zurück, wo er als Lektor für Ökonomie tätig war.

3 Die frühe Zeit in Harvard und die Kooperationen mit Schumpeter und Schütz

Ab dem Studienjahr 1927/28 übersiedelte Parsons nach Harvard, wo er zunächst ebenfalls eine Lektorenstelle im Department of Economics innehatte und danach im neugegründeten Department of Sociology. Nach neun Jahren Lektorentätigkeit sollte Parsons 1936 eine Professur an der Harvard University erhalten, an der er bis zu seiner Emeritierung 1973 wirkte.

Mit der Übersiedlung nach Harvard hatte sich Parsons eine Vertiefung der in Amherst, an der London School of Economics und in Heidelberg erworbenen Ausbildung in ökonomischer Theorie erhofft. Bereits zuvor hatte er sehr gute Kontakte zu Harvard-Ökonomen gepflegt. Zu diesen Kontakten zählte auch der aus Österreich stammende Joseph A. Schumpeter. Schumpeter war in der ersten Zeit Parsons‘ in Harvard noch Gastprofessor und sollte später dort eine permanente Professur bis zur Emeritierung innehaben und mit Parsons kooperieren, so an einem gemeinsamen Seminar zum Thema „Rationality in the Social Sciences“. Dieses fand im Studienjahr 1939/40 statt. Schumpeter und Parsons planten die gemeinsame Veröffentlichung der präsentierten Papiere, unter anderen ihre eigenen und das von Alfred Schütz, was aber trotz mehrerer Anläufe unterblieb.5

Im Rahmen des „Rationality-Seminars“ kam es zum ersten persönlichen Treffen mit dem aus Österreich emigrierten Alfred Schütz. Schütz war zunächst der Meinung, dass sich Parsons‘ Ausführungen in The Structure of Social Action wunderbar mit seinen eigenen handlungstheoretischen Vorstellungen in Einklang bringen ließen. Parsons war da skeptischer. Über die Differenzen entspannte sich ein Briefwechsel, der von Walter M. Sprondel auf Deutsch unter dem Titel Zur Theorie des sozialen Handelns veröffentlicht wurde.

4 Talcott Parsons' Wirken im deutschsprachigen Raum nach 1945

Der Aufenthalt in Heidelberg und sein Interesse an deutscher Soziologie und allgemeiner deutscher Geistesgeschichte machte Parsons durch sein gesamtes Schaffen zu einem aufmerksamen Beobachter der politischen und gesellschaftlichen Ereignisse in Deutschland. Zunächst waren es die Geschehnisse der 1930er- Jahre, mit denen er sich soziologisch auseinandersetzte. Er verfasste eine Reihe von Aufsätzen zu den gesellschaftlichen Hintergründen des aufstrebenden Nationalsozialismus, Analysen die heute noch zum Profundesten gehören, was die Soziologie zu diesem Thema hervorgebracht hat. Uta Gerhardt (1993) hat sie in einem Sammelband herausgegeben.

4.1 Talcott Parsons und der „Marshall Plan des Geistes“

Nach Ausbruch des Krieges setzte er sich bald offen für eine amerikanische Intervention und gegen die Strömung des Isolationismus ein (Gerhardt 1993 und 2002). Er fungierte als wissenschaftlicher Berater des Council of Democracy, das die Notwendigkeit des Kampfes gegen Faschismus propagierte und befasste sich mit der Frage, wie es nach Ende des Krieges in Deutschland weitergehen sollte. Neben dem ökonomischen Wiederaufbau ging es dabei auch um einen „Marshall-Plan des Geistes“, der Orientierung einer jungen Nachkriegsgeneration von (Sozial-)WissenschaftlerInnen im deutschsprachigen Raum im demokratisch-westlichen Sinne.

4.1.1 Salzburg Seminar in American Studies

Eine Institution, die hier eine wesentliche Rolle spielte, war das unmittelbar nach dem Krieg gegründete Salzburg Seminar in American Studies auf Schloss Leopoldskron, an dem sich auch Talcott Parsons beteiligte. Auf der Homepage des heute als Salzburg Global Seminar bezeichneten Institutes, heißt es dazu: „Ursprünglich gegründet … vom Österreicher Clemens Heller (gemeinsam mit zwei Harvard-Kommilitonen Scott Elledge und Richard Campbell) war die Idee, den demoralisierten Europäern amerikanische Kultur und ihre Werte zu vermitteln und zwischen Studenten aus der alten Welt und akademischen Lehrern aus den Vereinigten Staaten einen wissenschaftlichen Meinungsaustausch in Gang zu setzen“ (Salzburg Global Seminar 2015). Das Programm startete bereits 1947. Parsons beteiligte sich das erste Mal im Sommer 1948. Er war vom 15. Juli bis 30. August auf Schloss Leopoldskron, wie aus einem Briefaustausch seiner Sekretärin mit Joseph Schumpeter hervorgeht. In den Unterlagen des Salzburg Seminar ist ein zweiter Aufenthalt Parsons‘ im Sommer 1954 ausführlich dokumentiert. Am Programm standen amerikanische Philosophie, Literatur, Kunst, und, von Talcott Parsons angeboten, eine Vorlesung zu The Social Structure of the United States, sowie ein Seminar zu Topics in Sociological Theory. Die Literaturliste umfasste neben den eigenen Werken The Social System, Essays in Sociological Theory und Toward a General Theory of Action Werke von Max Weber, Émile Durkheim und Robin Williams‘ American Society. Weiters ist Parsons‘ dritte Teilnahme im Sommer 1956 dokumentiert. Er unterrichtete wiederum American Society und zwar diesmal gemeinsam mit Robert F. Bales und Bernard Barber. Auch wiederholte er das Seminar Topics in Sociological Theory, wenn auch mit anderen Basistexten. In einem Brief an George Adams, den Leiter des Salzburg Seminar, gibt Parsons eine Reihe von Tipps, wer kontaktiert werden sollte, um Studierende zu akquirieren. Er nennt berühmte Namen aus ganz Europa und kommt dann auf Hinweise auf deutsche Ansprechpersonen mit aus heutiger Sicht interessanten Einschätzungen: „There is one young man at Heidelberg I should like to mention, namely Gottfried Eisermann, a relatively young sociologist and one of the best Germans I have encountered. With some reservations, I think contact should be made with Rene König at Cologne… Helmut Schelski at Hamburg is one of the better people… Finally, again with certain reservations, I think the Institute of Social Research at Frankfort and its director T. W. Adorno should be mentioned“. (Parsons 1956a) Unter den Studierenden befand sich dann auch Ralf Dahrendorf, über den Parsons anmerkte: „For obvious reasons easily the outstanding member of my group. This includes the point of view of a professional sociologist since in these terms Dahrendorf was one of the best people there. I was particularly interested both because in any country he would stand out as intellectually gifted, and because he is a German, and Germans of that caliber are particularly needed …“ (Parsons 1956b) Auch Barber hat Dahrendorf nicht weniger enthusiastisch als „best sociologist here … brilliant, well read, creative, personable“ (Parsons 1956b) charakterisiert.

4.1.2 Institut für Sozialforschung, Frankfurt

Eine wichtige Funktion für den Wiederaufbau der Soziologie in Deutschland sah Parsons auch in der Neugründung des Institutes für Sozialforschung in Frankfurt. Er hatte in der Exilzeit des Institutes Kontakt zu den Mitgliedern gepflegt und sie unterstützt. So hatte er Theodor W. Adorno eine Stelle vermittelt. Max Horkheimer wurde zum ersten Nachkriegs-Direktor und sah seine Mission in der Ausbildung von Studierenden in den modernen empirischen Sozialforschungsmethoden und den neueren soziologischen Theorieentwicklungen. Wie aus einem Briefwechsel hervorgeht, lud er aus diesem Grund Parsons zur Mitarbeit am Journal für Sozialforschung ein. Parsons begrüßte Horkheimers Initiative, stellte eine Mitarbeit in Aussicht, wollte sich aber auf keine spezifischen Verpflichtungen einlassen. In seinem Antwortschreiben an Horkheimer kündigt er einen Besuch in Frankfurt im Sommer 1954 anlässlich einer Reise nach Heidelberg an. (Horkheimer 1953; Parsons 1953)

4.1.3 Institut für Höhere Studien, Wien

Mit ähnlichen Intentionen wurde 1963 in Wien auf Betreiben von Paul Lazarsfeld und Oskar Morgenstern und mit Unterstützung aus Mitteln der Ford Foundation das Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung (IHS) gegründet (siehe dazu den Beitrag von Christian Fleck in diesem Band). Der Plan sah die Modernisierung der österreichischen Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Orientierung an den Stand in den USA vor, mit Wirkungen, die über Österreich hinausreichen sollten, insbesondere dachte man an den nahen osteuropäischen Raum, wie es in einem Memorandum von Lazarsfeld und Morgenstern geheißen hat. Aus diesem Grund wurde die Lehre zunächst ausschließlich von Gastprofessuren bestritten. Bereits im Gründungsjahr lud der erste Direktor des Institutes Slawtscho Sagoroff, ein Statistiker und Ökonometriker, Talcott Parsons für eine Gastprofessur für das akademische Jahr 1963/64 ein: „The guest professors will hold seminars especially for the purpose of making the assistants familiar with the recent achievements in the respective science, and for giving them advice and guidance in their respective work“ (Sagoroff 1963). Im selben Brief bekundet Sagoroff den Wunsch, Talcott Parsons in den Folgejahren für ein ganzes Semester als Gastprofessor zu gewinnen. Parsons antwortete, dass er bereits vor einiger Zeit von Lazarsfeld über die Pläne für ein Institute for Advanced Studies informiert worden war. Er wolle die Einladung gerne annehmen. Aus einem Brief von Parsons an Sagoroff vom 30. April 1965 geht hervor, dass Parsons im Mai 1964 am IHS war und dass er das gesamte Wintersemester 66/67 am IHS zu verbringen beabsichtigte. Dieser Plan wurde jedoch zugunsten eines nur einmonatigen Aufenthaltes im Oktober 1966 aufgegeben.

Wien wurde, wie Talcott Parsons in seinem Freundeskreis immer wieder betonte, zu seiner Lieblingsstadt. Parsons kam also gerne nach Wien, wofür es noch einige Gelegenheiten geben sollte.

4.2 Präsenz im deutschsprachigen Diskurs ab den 1960er- Jahren

Eine für die deutsche Soziologie bedeutende und gut dokumentierte Veranstaltung (Stammer 1965) brachte Parsons 1964 wieder nach Heidelberg. Der 15. deutsche Soziologentag 1964 stand im Zeichen des 100. Geburtstages Max Webers. Parsons hielt einen Plenarvortrag auf Deutsch zum Thema „Wertgebundenheit und Objektivität in den Sozialwissenschaften“, an dessen Diskussion sich unter anderem Max Horkheimer, Leopold von Wiese, Hans Albert und Jürgen Habermas beteiligten.

Im August 1966 nahm Parsons an einem Symposium zum Thema „Kinship and Culture“ auf der Burg Wartenstein in Niederösterreich teil. Sein Beitrag beschäftigte sich mit der Frage der interdisziplinären Zusammenarbeit von Anthropologie, Psychologie und Soziologie und der Bedeutung einer evolutionären Perspektive in den Humanwissenschaften.

Eine Kooperation, die Parsons nach Österreich bringen sollte, bestand mit dem Austro-amerikanischen Soziologen Peter L. Berger. Berger arbeitete unter anderem für das Wiener Institut für Entwicklungsfragen und versuchte Parsons für eine Tagung zu „Alternatives in Development“ im Juni 1971 in Wien zu gewinnen. Die eigentliche Kooperation bestand aber zu religionssoziologischen Fragen. Im Zusammenhang mit dieser Thematik gab es auch Kontakt zum Wiener Religionssoziologen Adolf Holl, der von einer Kaffeestunde am Kobenzel mit Parsons berichtet und Parsons um Unterstützung bei einem Projekt zur „Theologie der Kommunikation“ bat. (Holl 1966)

Eine für das Europa der Nachkriegsjahre wichtige Entwicklung war die Trennung in Ost und West, die ja mitten durch Deutschland verlief, und dem damit einhergehenden politischen Klima des „Kalten Krieges“. Der 1938 aus Deutschland emigrierte Henry A. Kissinger – er wurde zu einem renommierten Politikwissenschaftler an der Harvard University, später US-amerikanischer Außenminister und Friedensnobelpreisträger – lud Parsons 1966 zu einem West European Seminar ein, um diese Probleme gemeinsam mit anderen renommierten Sozialwissenschaftlern zu diskutieren, eine Einladung die Parsons gerne annahm.

Einem breiteren deutschen Publikum wurde Parsons durch Sendungen des Bayrischen Rundfunks vorgestellt. In einer Sendereihe im Wintersemester 1968/69 zum Thema Sociology between Calculus and Prophesy hielt Parsons einen Vortrag unter dem Titel The Theory of Action and the Problem of Ideology. In der Liste weiterer Vortragender findet sich weitere Soziologie-Prominenz wie Ralf Dahrendorf, Hans Albert, Reinhard Bendix, Amitai Etzioni und Ernst Topitsch. Weiters nahm Parsons in einer Sendereihe des Bayrischen Rundfunks Stellung zum Thema How sick is American Society? Er begann seinen Vortrag mit „a mild objection to the title“ (Parsons o. J. S. 1) mit der Begründung, dass Krankheit und Gesundheit nicht auf Fragen der Gesellschaft übertragbar wären. Aber auch in diesem Falle hatte ein theoretisch fundierter Einwand gegen eine offensichtliche politische Intention keine Chance.

1979, 50 Jahre nach der Promotion an der Universität Heidelberg wurde vom 2. bis 4. Mai ein prominent besetztes Kolloquium (dokumentiert in Schluchter 1979) anlässlich der Erneuerung von Parsons‘ Doktor-Urkunde abgehalten. Abermals kam Parsons auf Max Weber zu sprechen und untersuchte den Bezug seiner Handlungstheorie zur verstehenden Soziologie. Er beendete seine Ansprache mit den Worten: „There is a great deal of controversy going on, but I think also a great deal of what Durkheim called effervescence, that is, potentially creative exploration of new directions of thought and new ideas. I think it would be in the spirit of Max Weber if that turned out to be the case for the near future.“ (Parsons 1979, S. 161). Es sollte eine Art Vermächtnis für die Zeit nach ihm werden. Unmittelbar nach dem Kolloquium reiste Parsons nach München, wo er am 8. Mai unerwartet verstarb.

Der Münchner Soziologe Horst Jürgen Helle, der schon zuvor mit Parsons persönlich in Kontakt gewesen war, hatte Parsons nach München an das Institut für Soziologie eingeladen. An diesen letzten Tag Parsonsʼ in München erinnert sich Helle: „When Talcott Parsons … arrived in Munich on Sunday, May 6th, 1979, he and his wife Helen had spent nearly four hours on the train from Heidelberg. The celebrations … must have been pleasant as well as strenuous for a man of 76 years, but when I met Parsons on the platform of Munich Central Station he seemed vigorous and ready to meet colleagues and students. Accordingly we spent much of the evening in the basement restaurant of the Palais Mongelas before Talcott and Helen retired to the Munich Hilton Hotel. On Monday, May 7th, 1979 Parsons gave a public lecture … in … the venerable main building of Munich University, the building in which Max Weber gave his last lecture prior to his death in Munich in 1920. In the afternoon of that day Parsons held an informal seminar in … the department of sociology… That evening he was to be the guest of honor at a party, but his wife came without him because he was not feeling well and had stayed in his hotel room. Parsons died during the night from Monday to Tuesday in the early hours of May 8th, 1979“. (Helle 2015)

5 Einflüsse auf wichtige soziologische Theorieentwicklungen im deutschsprachigen Raum

Wirkungsforschung zum Werk von Talcott Parsons ist mit zwei konträren Einschätzungen konfrontiert. Auf der einen Seite gibt es die Darstellungen der zumindest zeitweisen völligen Dominanz von Parsons‘ Strukturfunktionalismus – in der US-amerikanischen Soziologie wie auch international – und auf der anderen Seite findet sich die Diagnose lediglich marginaler Spuren in der Geschichte der Soziologie, die sich auch immer weiter verlieren würden. Für die deutsche Soziologie hat Wolfgang Schluchter gemeint, man könne zwar von einem nachhaltigen Einfluss Parsons‘ sprechen, „wenn auch nicht in Deutschland“ (Schluchter 1979, S. 10) Er sei „ja in Deutschland, …, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur höchst selektiv und oberflächlich rezipiert worden“ (Schluchter 1979, S. 10).

Zum Teil sind solche Einschätzungen ganz gegen empirische Evidenzen formuliert, so wenn es in einem deutschen Theorielehrbuch heißt: „In den USA ist der amerikanische Strukturfunktionalismus heute noch einer der zentralen Ansätze, wenn nicht sogar der Ansatz überhaupt, der sich durchgesetzt hat“ (Treibel 2006, S. 47). Grosso modo dürfte sich aber die Unterschiedlichkeit der beiden Perspektiven aus unterschiedlichen Bewertungen derselben Faktenlage ergeben. Quantitativ betrachtet scheinen die Skeptiker im Recht zu sein, denn weder die US-amerikanische, noch die internationale oder die deutschsprachige Soziologie war jemals überwiegend „struktur-funktionalistisch“ ausgerichtet. Die Rezeption erfolgte im Falle des Parsonsschen Werkes hoch selektiv. Bei der Frage der Selektivität aber geht es um die Bewertung der Bedeutung von Anstößen zu substantieller soziologischer Forschung und zur Weiterentwicklung soziologischer Theorie.

5.1 Paradigmatische Weiterentwicklungen

Das zeigt sich insbesondere in der Frage der Wirkung des Parsonsschen Werkes auf die beiden großen, den deutschsprachigen Soziologiediskurs dominierenden Nachkriegssoziologen Niklas Luhmann und Jürgen Habermas. Das Label „parsonianisch“ trifft für ihr Lebenswerk gewiss nicht zu, beide haben sich aber in der Ausarbeitung ihrer paradigmatischen Grundlagentheorien in wesentlichen Teilen am Werk von Parsons orientiert.

5.1.1 Niklas Luhmann

Niklas Luhmann bezeichnet es einmal als die Grundintention seines Lebenswerkes, den Funktionsbegriff und den Sinnbegriff zu verbinden, oder personal ausgedrückt, das Werk Edmund Husserls mit dem Werk von Talcott Parsons (Luhmann 1987).

Luhmann, 1927 in Lüneburg geboren, hatte nach dem Krieg Rechtswissenschaften studiert, um danach als Verwaltungsbeamter tätig zu sein. Für das akademische Jahr 1960/61 erhielt Luhmann ein Fortbildungsstipendium und ging an die Harvard University, um bei Talcott Parsons zu studieren. 1964 erschien das Buch Funktionen und Folgen formaler Organisationen, das in der ganzen Diktion an klassischen Strukturfunktionalismus erinnert. Luhmann hat nach Erscheinen des Buches Parsons ein Exemplar geschickt und sich im Begleitschreiben offen zu dieser Parsons-Nähe bekannt: „Das Buch verdankt dem Kontakt mit Ihnen und Ihrer theoretischen Grundkonzeption mehr, als durch Einzelbelege sichtbar gemacht werden könnte“. (Luhmann 1964) So sehr das Buch „parsonianisch“ inspiriert erscheint, so sehr war Luhmann auch bemüht sich in der Folge von seinem Lehrer abzugrenzen. Eine frühe Charakterisierung des Luhmannschen Theorieansatzes kehrte den Begriff Strukturfunktionalismus einfach um, so dass Luhmann fortan als Funktionsstrukturalist galt (Kiss 1977).

Luhmanns und Parsons‘ Wege kreuzten sich dann wieder an der bereits erwähnten Heidelberger Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 1964. Luhmann hörte „mit Vergnügen“ Parsons‘ „hochinteressanten Vortrag“ (Luhmann 1964). In Parsons‘ Antwortschreiben an Oberregierungsrat Dr. N. Luhmann in Speyer, so die Anschrift, bedauert er, dass Luhmann nicht auf ein Gespräch zu ihm gekommen ist und erinnert sich an dessen Harvard-Aufenthalt: „I found your discussion in the Seminar and your paper most helpful indeed from my point of view.“ (Parsons 1964c) Etwas distanzierter klingt es bei Luhmann, wenn er sich an Diskussionen über den Funktionsbegriff erinnert. Sein eigenes Verständnis schien ihm ganz von dem von Parsons abzuweichen, während Parsons Konvergenzen erkannte und mit „It fits quite nicely“ anwortete (Luhmann 1987, S. 133).

1968 wurde Luhmann der erste Professor an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, wo er in der Folge die Grundkonzeption seiner Theorie auf Basis der Idee der Selbstorganisation und Autopoiesis völlig umarbeitete. Das 1984 veröffentlichte Buch Soziale Systeme markierte den Beginn der Ausarbeitung einer Theorie der Gesellschaft auf Basis des neuen Paradigmas, das er mit der Veröffentlichung von Die Gesellschaft der Gesellschaft (1997) zum Abschluss brachte. In der Umarbeitung auf eine Sozial- und Gesellschaftstheorie, die ihren Gegenstand als autopoietisch interpretierte, setzte sich Luhmann noch stärker gegenüber Parsons ab. Die Eigenständigkeit Luhmannscher Theorieleistung ist auch unbestreitbar, es ist aber der Konnex zu Parsons entschieden enger als er im etablierten Soziologie-Geschichtsbild gezeichnet wird. Das betrifft die großen Theorielinien, wie die Differenzierungs- oder Medientheorie, die ohne Parsons nicht denkbar wären, aber auch Theoriedetails. Ein Beispiel ist das Konzept der doppelten Kontingenz. In Soziale Systeme wird der Eindruck vermittelt, Luhmann habe eine Parsonssche Randnotiz in ein Grundkonzept umgearbeitet. Tatsächlich spielte der Begriff in der Parsonsschen Theorie eine zentrale Rolle, die er auch entsprechend in die Lehre der frühen 1960er-Jahre einbrachte. „Doppelte Kontingenz“, sowie „Code“ und „Generalized Medium“ waren zentrale Prüfungsfragen dieser Zeit, wie aus den archivierten Unterlagen hervorgeht.

1978 kommentierte Parsons in einem Briefwechsel mit Rainer Baum, einem deutschstämmigen kanadischen Soziologe und „Parsonianer“, Luhmanns Aufgreifen seines Konzeptes der Interpenetration.6 Parsons äußerte sich überzeugt, dass dies eine bedeutende theoretische Thematik darstelle und freute sich, dass Luhmann dies so weiterführte. Weniger angetan war er von Luhmanns Unterscheidung von Handeln und Erleben. „The great sacrifice that this involves to me would be to bifurcate the area which, by twenty-odd-year usage, we have been calling action and restrict the use of the term to only one part of it …“ (Parsons 1978). Im selben Brief äußerte er sich sehr erfreut, dass Luhmann im Programm des Kolloquiums zu Ehren der 50-jährigen Verleihung des Doktorates an der Universität Heidelberg stand. „As you will note, Luhmann is on the program as are such luminaries on the current German sociological scene as Habermas, Lepsius, and Schluchter himself. I look forward to this as a truly banner occasion …“ (Parsons 1978).

Neben der gegenseitigen persönlichen Wertschätzung sind jedenfalls die „Zonen der Interpenetration“ (Parsons 1978) von Parsonsscher und Luhmannscher Theorie tiefgreifend und können wohl zu den nachhaltigsten Wirkungen des Parsonsschen Werkes im deutschsprachigen Raum gezählt werden.

5.1.2 Jürgen Habermas

Im Programm der Feier in Heidelberg 1979 stand also auch Jürgen Habermas. Zwei Jahre jünger als Luhmann, erwuchs Habermas der Frankfurter Schule der Nachkriegszeit, war Assistent bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno und übernahm später Horkheimers Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt. Die erste direkte Begegnung mit Parsons fand anlässlich des 15. Soziologentages 1964 statt. Habermas hielt einen der Diskussionsvorträge zu Parsons‘ Referat. Parsons fühlte sich von Habermas etwas missverstanden, wie er in seiner Replik vermerkte: „I clearly think that Prof. Habermas imputed to me an unduly narrow interpretation“ (Parsons 1965, S. 97). Habermas hatte vier Fragen an Parsons gerichtet, die dem Grundmotiv einer Differenz von zweckrational-kausaler sozialer Erklärung auf der einen Seite und hermeneutischem Verstehen der Kulturbedeutung historischer Zusammenhänge auf der anderen Seite entwuchsen.

In Habermas‘ soziologischem Opus magnum Theorie des kommunikativen Handelns (1981) sollte genau diese Differenz zur theoretischen Leitfigur werden, die in die Unterscheidung von System und Lebenswelt einfloss. Die Parsonssche Gesellschaftstheorie spielte dabei eine gewichtige Rolle. Zunächst begründet Habermas seine Auseinandersetzung mit Parsons damit, dass es keine andere Gesellschaftstheorie mit vergleichbarer Komplexität gäbe. Parsons‘ Werk sei „konkurrenzlos im Hinblick auf Abstraktionshöhe und Differenziertheit, gesellschaftstheoretischer Spannweite und Systematik“ (1981, S. 297). Damit könne „keine Gesellschaftstheorie ernstgenommen werden, die sich nicht zu der von Parsons wenigstens in Beziehung setzt“ (1981, S. 297). Die In-Bezug-Setzung hatte eine Art Doppelcharakter, es ging Habermas um „eine zugleich instruktive und kritische Beschäftigung mit Parsons“. (1981, S. 299) Instruktiv war die Auseinandersetzung im Sinne einer Übernahme grundlegender Denkfiguren und Konzepte, kritisch war sie, indem Habermas die Umarbeitung einer Handlungstheorie und normativistischen Theorie sozialer Integration in eine Systemtheorie monierte – einer Systemtheorie, die seiner Meinung nach auf Vorstellungen von Steuerung und Instrumentalität basiert. Die Parsonssche Synthese von Handlungs- und Systembegriff wird also entdifferenziert und so zu einem Spannungsfeld von System- und Lebenswelt gestaltet, in dem mit Begriffen wie „Kolonialisierung der Lebenswelt“ eine Reformulierung Marxscher Gesellschaftskritik versucht wird.

Ein Ausdruck von Habermas‘ Wertschätzung für Parsons bestand auch darin, dass er gute Kontakte zu Parsons-Schülern unterhielt. Unter seiner Direktion am Starnberger Max-Planck-Institut absolvierte Mark Gould dort einen Forschungsaufenthalt. Deren Diskussionen motivierten Habermas zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Parsons‘ Theorie. Gould lud Habermas zu einer Gastprofessur am Haverford College ein. Habermas verbrachte dann ein Jahr in den USA, in dem er seine Zeit als Gastprofessor zwischen Haverford mit der University of Pennsylvania, Philadelphia aufteilte, wo es einen Kreis an Parsons-Schülern gab. Unter anderem kam es zu einer persönlichen Begegnung mit Parsons‘ ehemaligem Assistenten Victor M. Lidz. Aufgrund einer Initiative von Habermas bot die FU Berlin Victor Lidz eine ad-personam Professur an, Lidz musste den Ruf jedoch aufgrund persönlicher Umstände ablehnen.

5.2 HauptvertreterInnen Parsonsscher Theorie in der ersten Generation

Neben diesen beiden paradigmatischen Weiterentwicklungen Parsonsscher Theorie gibt es einige deutschsprachige SoziologInnen, deren Lebenswerk wesentlich an Parsons‘ Werk orientiert ist. In der ersten Generation sind drei Namen von besonderer Bedeutung: Uta Gerhardt, Stefan Jensen und Richard Münch.

5.2.1 Uta Gerhardt

Uta Gerhardt, Jahrgang 1938, studierte an den Universitäten Frankfurt (Institut für Sozialforschung) und der FU Berlin. Eine Auseinandersetzung mit struktur-funktionaler Rollentheorie beinhaltete die Dissertation Rollenanalyse als kritische Soziologie, mit der sie an der Universität Konstanz 1969 ein Doktorat in Soziologie erwarb. Zu einem Arbeitsschwerpunkt wurde die Medizinsoziologie, für die sie ab 1979 eine Professur an der Universität Gießen innehatte. Parsons und seine Schülerin Renee Fox hatten eine wichtige Rolle in der Herausbildung der Medizinsoziologie gespielt, was in die Arbeiten Gerhardts (1991) einfloss. In Studium von Parsonsʼ Theorie der Professionen und medizinischer Praxis entdeckte sie seine bis dahin wenig beachteten Studien zum Nationalsozialismus, die sie gemeinsam mit allgemeineren Studien zum Autoritarismus und Aggression als gesellschaftliches Phänomen 1993 edierte.

Eine bedeutende Karrierestation Gerhardts war ihre Berufung auf eine Professur für Allgemeine Soziologie an der Universität Heidelberg im Jahr 1993. 1997 veranstaltete sie dort unter dem Motto A Legacy of „Verantwortungstethik“ die erste internationale Konferenz zum Werk von Talcott Parsons, deren Proceedings sie gemeinsam mit Bernard Barber (1999) veröffentlichte. 2002 folgte die Publikation einer Studie, die die intellektuelle Entwicklung Parsons‘ in den Zusammenhang seiner politischen Einstellungen und Aktivitäten setzt, ein Werk, das materialreich das verbreitete Bild des politischen Konservativismus Parsons‘ korrigiert. Das 2011 erschienene Buch The Social Thought of Talcott Parsons: Methodology and American Ethos rekonstruiert die Auseinandersetzungen und den Dialog mit dem Utilitarismus, der Kritischen Theorie und dem Parsons-Kritiker C.W. Mills.

5.2.2 Stefan Jensen

„I am proud and happy to be considered a Parsonian apprentice“, schrieb Stefan Jensen 1977 an Talcott Parsons. Tatsächlich leistete er einen wesentlichen Beitrag zur breiteren Rezeption oder zumindest zur Bekanntheit der Parsonsschen Theorie im deutschsprachigen Raum. 1940 in Berlin geboren, studierte er Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Philosophie an der FU Berlin, wo er 1969 promovierte. Er war Mitarbeiter des Max-Planck-Institutes für Bildungsforschung und hatte Lehraufträge an verschiedenen Universitäten, verblieb aber im Status eines „Privatgelehrten“, wie er es selbst bezeichnete.

Seine erste Publikation beschäftigte sich mit Bildungsplanung und Systemtheorie (1970). Die Übersetzung und Herausgabe von wichtigen Aufsätzen Parsons‘ Zur Theorie sozialer Systeme (1976) und Zur Theorie der sozialen Interaktionsmedien (1980) waren der Verbreitung Parsonsscher Ideen im deutschsprachigen Raum sehr dienlich. Bis heute konterkariert das Bild der Dominanz Parsons’ das Faktum, dass seine Hauptwerke nicht übersetzt wurden. Weiters publizierte Jensen eine Einführung in das Werk Parsons‘ (1980), sowie eine allgemeiner gehaltene Einführung in die Systemtheorie (1983).

Einen wichtigen Beitrag leistete Jensen auch in der Weiterarbeit an Parsons‘ Medientheorie, zu der er selbst (1984) und in Zusammenarbeit mit Jens Naumann (1980) Aufsätze publizierte. Ein Plan zur Übersetzung und Herausgabe von Schriften zur Parsonsschen Kulturtheorie gemeinsam mit Naumann wurde nicht umgesetzt und erscheint nach wie vor als ein Desiderat, gerade vor dem Hintergrund des sogenannten cultural turn und der Aufwertung des Kulturbegriffes in der Soziologie insgesamt.

5.2.3 Richard Münch

Ein besonderer Status in der Rezeption des Strukturfunktionalismus in der deutschen Soziologie kommt Richard Münch zu. Münch (geb. 1945) promovierte 1971 in Soziologie an der Universität Heidelberg und habilitierte sich bereits ein Jahr später an der Universität Augsburg. Seine universitäre Laufbahn führte ihn als Professor an die Universitäten in Köln, Düsseldorf und Bamberg, wo er 2013 emeritierte. An der University of California, Los Angeles, an der der „Neofunktionalist“ Jeffrey C. Alexander wirkte, wurde Münch mehrmals zu Gastprofessuren eingeladen.

Richard Münch gilt für viele als der „deutsche Talcott Parsons“, da er sich, insbesondere in seinem Frühwerk, sehr eng an Parsonsschen Arbeiten orientierte. Das erste einschlägige Werk Theorie des Handelns (1982) ist eine Auseinandersetzung mit der voluntaristischen Handlungstheorie in der Version von The Structure of Social Action. Die darauffolgenden Werke Die Struktur der Moderne (1984) und Die Kultur der Moderne (2 Bände, beide 1986) sind in großen Teilen in enger Anlehnung an die Parsonssche Gesellschaftstheorie entwickelt. Richard Münch ist der einzige in der Parsons-Nachfolge, der das AGIL-Schema für die eigene Theorieentwicklung übernommen hat. Parsons hatte AGIL als eine seiner bedeutendsten Theorieleistungen angesehen, was vom substantiellen Theoriegehalt auch nachvollziehbar ist (vgl. auch Luhmann 1988), es wurde aber als Ordnungsschema soziologischer Theoriearbeit nicht weiter als anschlussfähig wahrgenommen. In den neueren Arbeiten beschäftigt sich Münch mit dem Universitäts- und Bildungswesen und wurde zum Kritiker deren an Bologna und Pisa orientierten Reformen. Auch hier finden sich Parsonssche Denkfiguren, insbesondere aus der mit Gerald M. Platt verfassten letzten großen Monographie The American University (1973).

5.3 Die Parsons-Rezeption im deutschsprachigen Raum nach Parsons

Damit sind die wesentlichen Einflüsse von Talcott Parsons auf die Generationen deutschsprachgier Soziologie beschrieben, die noch einen persönlichen Kontakt zu Parsons unterhielten. In der Ära nach Parsons finden sich eine Vielzahl an Autorinnen und Autoren, die sich mit seinem Werk oder Aspekten seines Werkes beschäftigten bzw. aktuell daran arbeiten. Zwei Soziologen haben für die Post-Parsonssche Rezeption seines Werkes im deutschsprachigen Raum eine besondere Bedeutung: Helmut Staubmann und Harald Wenzel.

5.3.1 Helmut Staubmann

Helmut Staubmann (Jg. 1956, Mitautor dieses Beitrags), ist seit 2010 Professor für Soziologische Theorie und Kultursoziologie an der Universität Innsbruck. Nach dem Studium der Soziologie in Wien führte ihn ein Forschungsaufenthalt an die University of California, Los Angeles zu Jeffrey Alexander. Mit der dort verfassten Studie Die Kommunikation von Gefühlen. Ein Beitrag zur Soziologie der Ästhetik auf der Grundlage von Talcott Parsonsʼ Allgemeiner Theorie des Handelns habilitierte er sich 1994 an der Universität Innsbruck. Ein weiterer Forschungsaufenthalt führte ihn an die University of Pennsylvania, Philadelphia zum „Parsons-Kreis“ um Harold J. Bershady, Renée C. Fox und Victor M. Lidz. 1999 organisierte er an der Universität Innsbruck die zweite internationale Parsons-Konferenz unter dem Titel Talcott Parsons – Zur Aktualität eines Theorieprogramms. Ein Teil der Vorträge wurde in einem Sonderband der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie unter dem Titel der Veranstaltung publiziert.

Gemeinsam mit Victor M. Lidz begründete Staubmann die Schriftenreihe Studies in the Theory of Action beim LIT Verlag, die Studien im Gefolge der Parsonsschen Handlungstheorie gewidmet ist. In ihr erscheinen auch bedeutende Schriften aus dem Nachlass Parsons‘, so das unveröffentlichte Manuskript Actor, Situation, and Normative Pattern, das der Phase nach The Structure of Social Action entstammt und damit den Übergang zu den klassischen Werken der struktur-funktionalen Phase markiert. Parsons hatte das Manuskript in der Lehre als Einführung in seine Theorie des Handelns verwendet.

2015 erhielt Staubmann die George-Sarton Medaille der Universität Gent für seine Arbeiten über den unveröffentlichten Nachlass Talcott Parsons‘ in den Harvard University Archives.

5.3.2 Harald Wenzel

An der Innsbrucker Parsons-Konferenz wirkte auch Harald Wenzel (Jg. 1955) mit. Er studierte Soziologie in Heidelberg und Philadelphia. Seine Dissertation wurde unter dem Titel Die Ordnung des Handelns. Talcott Parsons‘ Theorie des allgemeinen Handlungssystems bei Suhrkamp publiziert. Die Habilitationsschrift Die Abenteuer der Kommunikation befasste sich ebenfalls mit zentralen Themen Parsonsscher Theorie. Nach einer Professur in Erfurt 2002–04 folgte er einem Ruf an das John F. Kennedy Institut für Nordamerikastudien an der FU Berlin.

Harald Wenzel ist Übersetzer und Herausgeber des Parsons-Manuskriptes Aktor, Situation und normative Muster, das noch vor der Originalveröffentlichung in englischer Sprache auf Deutsch bei Suhrkamp erschienen ist.

6 Weitere Parsons-Rezeption und kritische Auseinandersetzung

Es finden sich in der deutschsprachigen soziologischen Literatur eine Vielzahl von Studien, die einzelne Aspekte des Parsonsschen Werkes aufgreifen. Der Versuch einer groben thematischen Gliederung ergibt folgendes Bild:

Zur allgemeinen Theorie sozialer Systeme und zur Gesellschaftstheorie haben Bergmann 1965 und 1967; Peukert 1992; Schwinn 1993; Kohlpoth 2007 Monographien veröffentlicht. Mit der Theorie der Persönlichkeit als ein Subsystem des allgemeinen Handlungssystems haben sich eine Reihe weiterer deutschsprachiger Autoren (Brandenburg 1971; Kurt 1989; Schwanenberg 1970) beschäftigt. Das Thema der Religion spielte im Werk von Talcott Parsons durchgehend eine bedeutende Rolle. Eine profunde Auseinandersetzung stellt die von Sigrid Brandt 1993 verfasste Studie Religiöses Handeln in moderner Welt dar. Die Frage der Rationalität des Handelns bei Talcott Parsons wurde von Rudolf Stichweh 1980; Stephan Hein 2009 aufgegriffen.

Die umfassende Kritik am Parsonsschen Werk hat sich natürlich auch in der deutschsprachigen Literatur niedergeschlagen. Zu besonderer Prominenz brachte es Ralf Dahrendorf mit einer ganzen Reihe von kritischen Publikationen wie dem frühen Aufsatz zu Struktur und Funktion (1955). In Soziale Klassen und Klassenkonflikt in der industriellen Gesellschaft (1957) kontrastiert er seinen Anspruch als Konflikttheoretiker mit dem als „Integrationstheorie“ charakterisierten Standpunkt von Talcott Parsons. Aus der Perspektive der Frankfurter Schule hat Paul Kellermann 1967 das Ordnungsproblem bei Talcott Parsons einer Kritik unterzogen.

7 Fazit

Alles in Allem zeigt die Rezeptionsgeschichte des Parsonsschen Werkes mit seinem, wie im Text ausgeführt, etwas problematischen Label Strukturfunktionalismus in der deutschsprachigen Soziologie, dass Parsons eine nicht zu unterschätzende Wirkung hatte. Er sollte in seiner Einschätzung zum Status seiner Theorie Recht behalten: „In recent years there has been considerable talk about the decline of concern with ‚structural-functional‘ theory, or, as I prefer to call it, ,functional analysis,‘ in favor of other types of conceptualization and theoretical generalization. It is my considered opinion that, to paraphrase Mark Twain’s famous remark about rumors of his own death, these rumors are ,slightly exaggerated.‘“ (Parsons 1977, S. 116) In diesem Sinne ist zu hoffen, dass die Darstellung der Geschichte der Rezeption funktionaler Analyse im Parsonsschen Theorieverständnis noch lange nicht als abgeschlossen gelten kann.

Fußnoten

  1. 1.

    Der Wiener Soziologe Günter Stummvoll und sein Australischer Kollege Bruce C. Wearne arbeiten zur Zeit an einer Studie mit dem Titel The German Talcott Parsons Project in dem sie die Geschichte der Dissertation rekonstruieren und die ursprünglich auf Deutsch verfasste Arbeit ins Englische übersetzen und zweisprachig publizieren.

  2. 2.

    Die englische Ausgabe wurde später als „parsonianisch“ kritisiert. Die Übersetzung des berühmten „stahlharten Gehäuses“ als „iron cage“ wurde und wird Parsons heute noch übel angelastet, obwohl dies, wenn auch kreativ, so doch sehr treffend die von Weber gemeinte Bedeutung wiedergibt. Jedenfalls fanden sich bald Versuche das Weberbild zu „de-Parsonianisiern“ (Cohen et al. 1975).

  3. 3.

    Ein Studienkollege Parsonsʼ in diesem Seminar war Hans Gerth (Bershady 2014, S. 127), der später in die USA emigrierte und zu einer wichtigen Figur einer marxistisch inspirierten Soziologie wurde, einer seiner Schüler war C. Wright Mills.

  4. 4.

    Im Kondolenzschreiben vom 11. Juni 1958 an Else Jaffe-Richthofen heißt es: „I greatly treasure the fact that I was privileged to be his student so many years ago, also that I have been able to see him again during the postwar period in his old age“.

  5. 5.

    Eine nachträgliche Veröffentlichung ist zurzeit in Vorbereitung (Staubmann und Lidz 2017).

  6. 6.

    Es geht dabei um das Verhältnis von Subsystemen des Allgemeinen Handlungssystems. So ist Rationalität zwar ein Teil der Kultur, spielt aber auch im sozialen System (rationale oder instrumentelle Interaktionen und Kommunikationen) und in der Persönlichkeit (rationale Kompetenz) eine Rolle und bildet so eine „Zone der Interpenetration“ – einen „rationalen Komplex“ – quer zu den Subsystemen. Luhmann widmete dem Begriff ein ausführliches Kapitel in Soziale Systeme (1984) um es dabei im Sinne seines Autopoiesis-Konzeptes neu zu interpretieren.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität Innsbruck, Institut für SoziologieInnsbruckÖsterreich
  2. 2.InnsbruckÖsterreich

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