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Handbuch Psychoaktive Substanzen

Part of the series Springer Reference Psychologie pp 1-25

Date: Latest Version

Empirische Untersuchung veränderter Bewusstseinszustände

Definition, Quantifizierung und Forschungsperspektiven
  • Timo Torsten SchmidtAffiliated withFachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Freie Universität Berlin Email author 
  • , Tomislav MajićAffiliated withPsychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus, Charité Universitätsmedizin Berlin Email author 

Zusammenfassung

Ein Ziel der neurowissenschaftlichen Bewusstseinsforschung besteht in der Charakterisierung neuronaler Mechanismen, die bestimmte Funktionen des Bewusstseins ermöglichen. In der empirischen Forschung kann die experimentelle Induktion einer reversiblen Bewusstseinsveränderung genutzt werden, um gleichzeitig auftretende Veränderungen in neuronalen Prozessen zu erfassen. Dadurch sollen Rückschlüsse auf neuronale Korrelate des subjektiven Erlebens ermöglicht werden. Da induzierte Zustände zwischen Studien und Probanden stark variieren, ist eine präzise Quantifizierung des subjektiven Erlebens notwendig, um studienübergreifende Vergleichbarkeit herzustellen. In dem vorliegenden Kapitel werden nach einer groben Einteilung experimentell nutzbarer Bewusstseinsveränderungen die besonderen Herausforderungen der Quantifizierung von subjektivem Erleben diskutiert. Ein Überblick über die derzeit verfügbaren psychometrischen Instrumente (Fragebögen) sowie über die physiologisch relevanten Variablen soll zukünftigen Studien bei der Auswahl von Messinstrumenten helfen, um die Vergleichbarkeit von Forschungsergebnissen zu fördern und den Einfluss möglicher Störvariablen zu minimieren.

Schlüsselwörter

Altered States of Consciousness ASC Veränderte Zustände des Wachbewusstseins Quantifikation Fragebögen Phenomenoconnectomics Bewusstseinsforschung