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Stimulanzien

  • Maximilian von HeydenEmail author
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Part of the Springer Reference Psychologie book series (SRP)

Zusammenfassung

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die diversen psychoaktiven Substanzen, die aufgrund ihrer Wirkphänomenologie und pharmakologischen Eigenschaften den Stimulanzien zugeordnet werden. Sie können sowohl medizinische als auch nicht medizinische Verwendung finden. Der Beitrag legt einen besonderen Schwerpunkt auf klassische Psychostimulanzien, Kokain und dessen funktionelle Analoga. Psychostimulanzien erhöhen die Konzentration primärer Katecholamine im synaptischen Spalt. Sie können in niedriger Dosierung steigernde Effekte auf Vigilanz, Aufmerksamkeit sowie Lernen und Gedächtnis vermitteln. Insbesondere Leistungen bei repetitiven, Daueraufmerksamkeit erfordernden Aufgaben können zum Teil erheblich gesteigert werden. Unter anderem deshalb werden sie weltweit regelmäßig von Millionen Menschen konsumiert. Psychostimulanzien sind insbesondere im Bereich der hyperkinetischen Störungen häufig verschriebene Arzneimittel. Motiv für den nicht medizinischen Gebrauch von Psychostimulanzien ist neben dem Cognitive Enhancement insbesondere die Rekreation, häufig im Kontext von Lebensstil- und Jugendkulturszenen. Die mit dem nicht medizinischen Gebrauch von Psychostimulanzien assoziierten Risiken umfassen neben zum Teil erheblichen akuten und langfristigen somatischen sowie psychischen Risiken auch solche, die mit polyvalentem Konsum und prohibitionsbedingten Faktoren – wie der Unwissenheit über die quantitative und qualitative Zusammensetzung der konsumierten Substanzen – zusammenhängen.

Schlüsselwörter

Stimulanzien Psychostimulanzien Amphetamine-type stimulants ATS Amphetamin Methamphetamin Modafinil Methylphenidat Atomoxetin MDPV Cognitive Enhancement Doping Stimulant Use Disorder Dopamin Crystal Meth Ephedrin Khat Phenethylamin Kokain Crack Cholinergika Xanthine Entaktogene Empathogene 

1 Einleitung

Die diversen Substanzen, welche Gegenstand dieses Beitrages sind, weisen eine große chemische und pharmakologische Heterogenität auf. In einem breiteren Verständnis sind sie alle Stimulanzien des zentralen Nervensystems (ZNS), aktivieren oder verstärken also die neuronale Aktivität. Lewin (1924) typologisierte diese Substanzklasse, deren Begriff sich vom lateinischen stimulus (Stachel, Reiz) ableitet, als Excitantia bzw. Erregungsmittel. Diese können in moderater Dosierung kurzzeitig leistungs- und konzentrationssteigernd wirken, Erschöpfungszustände mildern und das Hungergefühl unterdrücken. Der Gebrauch einiger Vertreter dieser Substanzklasse, insbesondere solcher pflanzlichen Ursprungs, ist zum Teil so weit verbreitet, dass sie von weiten Teilen der Bevölkerung oft nicht mehr als psychotrope Wirkstoffe, sondern als Nahrungs- oder Genussmittel aufgefasst werden, wie die Beispiele des weltweit verbreiteten Kaffee-, Tabak- und Betelkonsums zeigen.

Stimulanzien wirken in verschiedenen Neurotransmittersystemen und unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Wirkmechanismen. So wirken z. B. Nikotin, Arecolin und Muscarin als pflanzliche Vertreter der Cholinergika an Acetylcholinrezeptoren, Koffein und andere Methylxanthine an Adenosinrezeptoren und Ephedrin, Cathinon, Kokain und die diversen amphetaminartigen Substanzen im katecholaminergen System, vor allem Dopamin und Noradrenalin.

In das breitere Spektrum der Stimulanzien gehören aber auch Hemmer der Monoaminooxidasen (MAOI), diverse Antidepressiva aus dem Spektrum der Serotonin- und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI, SSRI), Entaktogene (z. B. MDMA) und ein Teil der unter einer Vielzahl von taxonomischen Begriffen wie z. B. Psychedelika und Psychotomimetika klassifizierten Substanzen, welche aufgrund ihrer distinkten phänomenologischen Wirkung dem halluzinogenen Wirkspektrum zugeordnet werden.

1.1 Geschichte

Die Wirkung von Stimulanzien wurde in der Menschheitsgeschichte bereits früh entdeckt. Pflanzen, welche zentralnervös stimulierende Wirkstoffe enthalten, gehören zu den ältesten bekannten Medizinalpflanzen. Catha edulis, Coffea arabica, Camellia sinensis, Ephedra vulgaris, Erythroxylum coca und Nicotiana tabacum sind nur einige Beispiele für bereits frühgeschichtlich kultivierte Pflanzen mit psychostimulativer Wirkung. Der Nachweis des Gebrauchs der als Khat bekannten Pflanze Catha edulis geht auf eine Chronik des abessinischen Herrschers Amda Seyon zurück, der dort von 1314–1344 herrschte (Alles et al. 1961). Das Kauen von Khat ist auch heute noch im Jemen und anderen ostafrikanischen Ländern verbreitet. In Europa wird es von Immigranten aus ebendiesen Ländern konsumiert (World Health Organization 2006). Die Verwendung koffeinhaltiger Pflanzen ist im Falle von Coffea arabica bis vor 1500 Jahren (Anthony et al. 2002) und bei Camellia sinensis bis vor 4000 Jahren nachweisbar (Weisburger 1997). Koffein ist die weltweit am häufigsten konsumierte Substanz mit psychotroper Wirkung. Chen (1925) konnte zeigen, dass das in China als Ma Huang bekannte Ephedra-Kraut bereits vor 5100 Jahren für seine stimulierenden Eigenschaften bekannt war, ehe das wirksame Prinzip Ephedrin isoliert und beschrieben wurde. Der Nachweis über den Gebrauch der Blätter von Erythroxylum coca lässt sich in Südamerika bereits für das Altholozän (10.–5. Jahrtausend v. Chr.) erbringen (Dillehay et al. 2010) und ist dort bis in die heutige Zeit verbreitet. Das aus den Blättern von Erythroxylum coca herstellbare Kokain, welches heute medizinisch nahezu keine Verwendung mehr findet, wird seit dem 19. Jahrhundert vorwiegend aufgrund seiner psychostimulativen Eigenschaften geschätzt (Freud 1884), und gelangte infolge freier Verfügbarkeit, zunehmender kultureller Popularität und Kommerzialisierung zu gesundheitspolitischer Relevanz, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts in umfassende Verbote mündete. Der rituelle und medizinische Gebrauch des aus den verschiedenen Pflanzen der Gattung Nicotiana gewonnenen Tabaks reicht in Süd- und Zentralamerika weit in präkolumbianische Zeit zurück (Charlton 2004; Elferink 1983; Robicsek et al. 1978). Heutzutage stellt der Tabakkonsum mit jährlich mehr als sechs Millionen Menschen das global größte vermeidbare Gesundheitsrisiko dar (Eriksen et al. 2013). Amphetamin als bekanntestes synthetisches Psychostimulans wurde bereits 1935 zur Behandlung der Narkolepsie (Prinzmetal und Bloomberg 1935) verwendet. Ein konzentrations- und leistungssteigernder Effekt wurde 1937 an verhaltensauffälligen Kindern festgestellt (Bradley 1937). In den Folgejahrzehnten kam es zu einem Zuwachs medizinischer Anwendungsgebiete und der massenhaften medizinischen, paramedizinischen und militärischen Verwendung von Amphetamin und Metamphetamin (Hedblom 1975). Obgleich diese beiden Wirkstoffe seit den 1960er-Jahren strengen Regularien unterliegen, und deren medizinische Relevanz stark abgenommen hat, bleibt die globale Nachfrage nach Stimulanzien mit amphetaminähnlicher Wirkung (amphetamine-type stimulants, ATS) ungebrochen groß (EMCDDA 2011). Von zunehmender gesellschaftlicher Relevanz ist das 1944 von Leandro Panizzon erstsynthetisierte Methylphenidat, welches heute insbesondere im Rahmen der Behandlung hyperkinetischer Störungen mit 60 Millionen definierten Tagesdosen (DDD) im Jahr 2012 (Schwabe und Paffrath 2013) eine besondere Rolle spielt. Zur Pharmakotherapie der Narkolepsie hat der Wirkstoff Modafinil andere Stimulanzien indes verdrängt. Modafinil, Methylphenidat und viele weitere Substanzen spielen in den Diskursen zur pharmazeutischen Leistungssteigerung im Sport und dem Neuro- bzw. Cognitive Enhancement eine wichtige Rolle (Maier 2016).

1.2 Subgruppen der Stimulanzien

Das Spektrum von Substanzen mit zentralnervös stimulierender Wirkung ist außerordentlich heterogen und umfasst neben ausschließlich psychostimulativen Wirkstoffen auch eine Reihe von Substanzen, die zwar auch ein sympathomimetisches, dennoch klar von klassischen Psychostimulanzien abzugrenzendes Wirkprofil aufweisen (insb. Psychedelika).

Substanzgruppen mit psychostimulierender Wirkung:
  • Klassische Psychostimulanzien, Kokain und dessen funktionelle Analoga (ATS)

  • Cholinergika wie Nikotin und die Wirkstoffe der Arecanuss (Betel)

  • Methylxanthine wie Koffein, Theobromin und Theophyllin

  • Empathogene/Entaktogene wie MDMA und dessen Derivate

  • Psychedelika wie Meskalin, LSD, 2C-B

1.2.1 Klassische Psychostimulanzien, Kokain und funktionelle Analoga

Kokain und Substanzen mit amphetaminartiger Wirkung (amphetamine-type stimulants, ATS) konstituieren eine Substanzgruppe, deren wichtigste Vertreter neben Kokain das von Edeleano 1887 erstsynthetisierte Amphetamin und dessen N-Methyl-Homolog (Methamphetamin) sind. In diese Gruppe fallen nach WHO-Definition aber auch andere Substanzen mit vergleichbarer oder indirekt sympathomimetischer Wirkung, wie zum Beispiel Methylphenidat, Methcathinon, Ephedrin und eine Reihe sogenannter „Designerdrogen“ (Shulgin et al. 2011; Trachsel et al. 2013).

Laut UNODC (2014) sind synthetische Stimulanzien direkt nach Cannabis die am weitesten verbreiteten, nicht medizinisch verwendeten illegalen psychoaktiven Substanzen. Die Lebenszeitprävalenz des Konsums von ATS beträgt in der EU etwa 3,4 %, von Kokain 4,2 % (EMCDDA 2015a). Im globalen Vergleich finden sich Unterschiede hinsichtlich der regionalen Präferenz von Kokain, Amphetamin und Methamphetamin, wobei letzteres vorwiegend in Nordamerika, Asien und zunehmend Osteuropa konsumiert wird. Auch die jährlich zunehmende Zahl neuer psychoaktiver Substanzen (NPS) umfasst eine Vielzahl Substanzen vom ATS-Typ (vorwiegend synthetische Cathinone und deren Pyrollidin-Derivate).

1.2.2 Cholinergika

Das Acetylcholin-System besteht aus muskarinischen und nikotinischen Acetylcholinrezeptoren. Acetylcholin vermittelt als Transmitter sowohl sympathikotone als auch parasympathikotone Effekte. Von medizinischer Bedeutung sind Agonisten an muskarinischen Acetylcholinrezeptoren, welche am häufigsten zur Therapie des Glaukoms eingesetzt werden. Weitere Indikationen sind Speicheldrüsenunterfunktion, Sjögren-Syndrom und Darmatonie. Hemmer der Acetylcholinesterase werden zudem zur Behandlung von Anticholinergika-Intoxikation, neurogener Blasenentleerungsstörung und Myasthenia gravis eingesetzt (Böhm 2012). Wichtigster psychotroper Wirkstoff dieser Subgruppe ist das 1828 erstmals von Posselt und Reimann aus der Tabakpflanze isolierte Nikotin, dessen Wirkung über nikotinische Acetylcholinrezeptoren sowohl peripher als auch zentral vermittelt wird (Balfour und Fagerström 1996). Weltweit konsumieren circa 20 % der erwachsenen Bevölkerung regelmäßig nikotinhaltige Produkte (Eriksen et al. 2013).

Das in der westlichen Hemisphäre überwiegend unbekannte Kauen von Betel, d. h. mit gelöschtem Kalk bestrichene Blätter von Piper betle, in welche die zerkleinerte Nuss von Areca catechu eingewickelt wurde, ist im südlichen Asien weitverbreitet. Damit ist Betel nach Koffein, Alkohol und Nikotin nach Prävalenzzahlen eine der am häufigsten konsumierten psychotropen Substanzen, mit mehreren hundert Millionen Konsumenten (Gupta und Ray 2004). Die aktiven Prinzipien der Betelnuss sind neben anderen strukturell mit Nikotinsäure verwandten Alkaloiden Arecolin und Arecaidin, welche eine dem Nikotin ähnliche Wirkung entfalten (Meltzer und Rosecrans 1981). Neben dem Gebrauch als Psychostimulans gibt es in Asien eine lange Tradition der medizinischen Verwendung der diversen Inhaltsstoffe der Betelnuss (Peng et al. 2015).

1.2.3 Methylxanthine

Die drei wichtigsten Vertreter dieser Stimulanzien-Subgruppe sind die methylierten Xanthine Koffein, Theobromin und Theophyllin, die als nicht selektive Adenosinrezeptorantagonisten und Phosphodiesterasehemmer wirken (Daly et al. 1983; Horrobin et al. 1977). Diese Purinalkaloide kommen in unterschiedlicher Quantität in diversen Pflanzen, unter anderem den Gattungen Coffea und Cola, sowie den Sträuchern und Bäumen Theobroma cacao, Camellia sinensis und Ilex paraguariensis vor. Das Wirkspektrum umfasst neben psychostimulativen auch bronchodilatative, diuretische und kreislaufstimulierende Effekte. Diese beruhen vorwiegend auf dem Antagonismus des Adenosin A1-Subtyps (Hänsel und Pertz 2010). Medizinisch bedeutsam ist Theophyllin im Rahmen der Therapie von Asthma bronchiale (Schwabe und Paffrath 2013) und als Kombinationswirkstoff diverser Analgetikapräparate. Bezüglich der Konsumentenzahlen ist Koffein die mit Abstand weitverbreitetste psychoaktive Substanz und wird in unterschiedlichster Darreichungsform weltweit von Menschen aller Altersstufen konsumiert. In der Bundesrepublik Deutschland betrug allein der tägliche Konsum von Bohnenkaffee im Jahr 2015 etwa 0,41 Liter pro Person (Statista 2015).

1.2.4 Entaktogene (Empathogene)

Der Umgangs- und Schwarzmarktname „Ecstasy“ ist ein Sammelbegriff für sympathomimetische Substanzen mit einer spezifischen emotionalen und prosozialen Wirkung, welche in Pulver, kristalliner oder Tablettenform, letztere meist mit Identifikationsmerkmalen wie bestimmten Logos, Formen oder Farben verkauft werden. Der von Konsumenten beim Kauf erwartete Inhaltstoff ist das 1912 von Merck erstsynthetisierte MDMA, welches prototypisch für die ganze Gruppe der Entaktogene steht. Die Lebenszeitprävalenz des Konsums von Ecstasy beträgt in der EU etwa 3,1 % (EMCDDA 2015a). Der Begriff Entaktogen („das Innere berührend“) ist ein Neologismus, welcher auf David Nichols (1986) zurückgeht. Der häufig synonym für diese Subgruppe verwendete Begriff „Empathogen“ betont die interpersonelle Dimension der Wirkphänomenologie, die durch erhöhtes Einfühlungsvermögen, verminderte soziale Ängstlichkeit und taktiles Berührungsbedürfnis ausgezeichnet ist. Nichols postulierte ausgehend von Diskriminationsstudien (Nichols und Oberlender 1990), dass MDMA und ähnlich wirkende Substanzen eine eigene Substanzklasse darstellen, da ihre Wirkung so einzigartig sei, dass sie weder als klassische Psychostimulanzien, noch als Halluzinogene charakterisiert werden könnten. Diese Definition basiert auch auf der Erkenntnis, dass Patienten unter MDMA-Wirkung in psychotherapeutischem Kontext einen weitgehend angstfreien Zugang zu sonst verdrängten, unterdrückten und schmerzvollen Emotionen zeigen (Grinspoon und Bakalar 1986; Mithoefer et al. 2011). Andere entaktogene Wirkstoffe mit sympathomimetischer Wirkung sind Benzofuran-, Indan- und Tetralinanaloga des MDMA (Monte et al. 1993), sowie deren β-Keton-Analoga (z. B. Methylon).

2 Klassische Psychostimulanzien, Kokain und dessen funktionelle Analoga

2.1 Überblick

Als Prototyp für Stimulanzien des zentralen Nervensystems (ZNS) gilt das erstmals 1887 von Edeleano in Berlin synthetisierte Amphetamin (Edeleano 1887). Dieses beinhaltet 2-Phenylethylamin (PEA) als Grundstruktur und ist strukturchemisch mit den Katecholaminen Dopamin und Noradrenalin verwandt. Ein weiterer wichtiger Vertreter ist das Kokain, welches durch Niemann 1860 in Göttingen aus den Blättern von Erythroxylum coca isoliert wurde und auf eine lange Tradition volksheilkundlicher Verwendung in Südamerika zurückblickt (Martin 1970). Klassische Psychostimulanzien erhöhen die Konzentration primärer Katecholamine (v. a. Dopamin, Noradrenalin und z. T. Serotonin) im synaptischen Spalt. Die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Katecholamine trägt dabei zu den unterschiedlichen psychoaktiven und vegetativen Effekten der einzelnen Substanzen bei. Sie können steigernde Effekte auf Vigilanz, Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis vermitteln. Insbesondere Leistungen bei repetitiven, Daueraufmerksamkeit erfordernden Aufgaben können zum Teil erheblich gesteigert werden. Dies ist aber nur einer der Gründe warum sie weltweit regelmäßig von Millionen von Menschen konsumiert werden (UNODC 2014). Bei höheren Dosierungen und Konsumformen, die zu einem schnellen Wirkungseintritt führen, können sie Stimmungsaufhellung bis hin zu Euphorie bewirken, zu einer psychovegetativen Stimulation und zum Teil zur Steigerung des sexuellen Verlangens bei gleichzeitiger Zunahme des Selbstvertrauens und der Selbstzufriedenheit. Atomoxetin und Modafinil sind atypische Psychostimulanzien mit von klassischen Psychostimulanzien abweichendem, pharmakologischem Profil und geringerem Missbrauchspotential.

Trotz der Strukturverwandtschaft mit den Katecholaminen wirken Amphetamin und ähnliche Stimulanzien (ATS) nicht als Agonisten am Dopamin- oder Noradrenalin-Rezeptor. Stattdessen vermitteln sie (1) die Freisetzung primärer Katecholamine aus den synaptischen Speichervesikeln, (2) hemmen sie die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin und (3) hemmen sie in höheren Dosierungen die Monoaminooxidasen (Rothman et al. 2001; Seiden et al. 1993). Kokain, Amphetamin und Methamphetamin sind zudem Liganden des Spurenamin-assoziierten Rezeptor 1 (TAAR1), welcher aufgrund seiner Rolle bei der Entstehung von Abhängigkeit zunehmend im Forschungsinteresse steht (Thorn et al. 2014; Zucchi et al. 2006).

Der Wirkmechanismus von Methylphenidat und Kokain beruht im Unterschied zu den Amphetaminen nicht primär auf der Entleerung synaptischer Speichervesikel, sondern auf der Hemmung der Wiederaufnahme von Noradrenalin, Dopamin (Methylphenidat, Kokain) und in geringerem Maße Serotonin (Kokain) (Kuczenski und Segal 1997; Scheel-Krüger 1971). Insbesondere der Affinität für den Dopamintransporter (DAT) kommt sowohl für die Wirkung als auch das Abhängigkeitspotenzial von Kokain besondere Bedeutung zu (Kuhar et al. 1991).

Psychostimulanzien sind insbesondere im Bereich der hyperkinetischen Störungen häufig verschriebene Arzneimittel. Zudem werden sie zur Pharmakotherapie der Narkolepsie eingesetzt (De la Herrán-Arita und García-García 2013). Bei therapieresistenter Depression werden sie in Nordamerika off-label zur Augmentation der Pharmakotherapie mit Antidepressiva eingesetzt (Corp et al. 2014). Außerhalb der Medizin werden sie im Hochleistungssport, beim Militär, zur Leistungssteigerung im Alltag sowie zu rekreational-hedonistischen Zwecken verwendet. Die überwiegende Zahl der Psychostimulanzien unterliegt betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften und gilt als nicht verschreibungs- und verkehrsfähig (BfArM 2015). Gerade für die weltweit am häufigsten eingenommenen Substanzen Amphetamin und Methamphetamin trifft dies jedoch nur zum Teil zu.

Die subjektiven Effekte der klassischen Psychostimulanzien unterscheiden sich hinsichtlich der Abstinenzphänomene kaum voneinander: Langandauerndem und intensivem Konsum folgt eine Rebound-Phase, geprägt von extremer Erschöpfung und affektiver Verstimmtheit bis hin zu Depressivität und Suizidgedanken. Merkmal chronischer Gebrauchsphasen ist das Vorhandensein einer nur milden körperlichen Entzugssymptomatik bei gleichzeitig intensivem psychischen Verlangen (Craving). Allerdings nimmt Kokain in Bezug auf den Verlauf der Rauschphasen eine Sonderrolle ein, da es – auch abhängig von der Applikationsform – zu einer intensiven Euphorie führt, die jedoch nur sehr kurz anhält, wodurch es schon bei der ersten Einnahme zu starken Reinforcing-Effekten kommen kann.

In epidemiologischen Publikationen wird Kokain meist getrennt von vollsynthetischen Psychostimulanzien behandelt. Diese Unterscheidung gründet nicht allein auf pharmakologischen Kriterien, sondern auf historisch bedingten Divergenzen hinsichtlich Konsumenten-, Herstellungs- und Vertriebsstrukturen. Psychostimulanzien sind neben Alkohol, Tabak, Betel, Cannabis und „Ecstasy“ die weltweit am häufigsten konsumierten psychoaktiven Substanzen bzw. Drogen (UNODC 2014). Hinsichtlich der Prävalenz herrschen im europäischen Vergleich auf der Ebene einzelner Mitgliedsstaaten entweder synthetische Psychostimulanzien oder Kokain vor (EMCDDA 2015a). Letzteres wird mit einer 12-Monats-Prävalenz von 1,7 % der 15- bis 34-Jährigen europäischen Bevölkerung deutlich häufiger konsumiert als die Gesamtheit synthetischer Psychostimulanzien, welche mit 0,9 % (12-Monats-Prävalenz) dennoch von Relevanz sind (EMCDDA 2015a). Allerdings ist es in den letzten Jahren weltweit zu einer deutlichen relativen Zunahme des Konsums synthetischer Psychostimulanzien im Vergleich zu Kokain gekommen, was insbesondere durch die Zunahme des Methamphetamin-Konsums begründet sein mag.

In der Bundesrepublik Deutschland lag die Lebenszeitprävalenz des Konsums von Amphetamin und ATS im Jahr 2012 in der Altersgruppe 18–64 Jahre bei 3,1 %; in der Alterskohorte 25–29 Jahre sind die Lebenszeit-, 12-Monats- und 30-Tage-Prävalenz am höchsten (LZ: 6,8 %, 12-M: 2,4 %, 30-T: 1,5 %). Die Konsumprävalenz der Männer ist in allen Altersgruppen unter 50 Jahren höher als die der Frauen (Piontek et al. 2014). Die Lebenszeit-, 12-Monats- und 30-Tage-Prävalenz des Kokainkonsums der 18- bis 64-Jährigen in der Bundesrepublik Deutschland ist geringfügig höher als die des Konsums von Amphetaminen (LZ: 3,4 %, 12-M: 0,8 %, 30-T: 0,3 %) (Pfeiffer-Gerschel et al. 2014).

2.2 Stammverbindungen und Leitsubstanz klassischer Psychostimulanzien

Das 2-Phenylethylamin (PEA) ist Stammverbindung und Pharmakophor zahlreicher Naturstoffe wie Aminosäuren (z. B. Phenylalanin, Tyrosin), Hormonen (z. B. Adrenalin, Noradrenalin), Neurotransmittern (z. B. Dopamin) und Pflanzenalkaloiden (z. B. Ephedrin, Cathinon). Zugleich liegt die Struktur den meisten neuen psychoaktiven Substanzen mit amphetaminähnlicher Wirkung zugrunde (Tab. 1). Zur Vertiefung sei auf die Grundlagenwerke von A.T. Shulgin et al. (Shulgin et al. 2011) und Trachsel et al. (2013) verwiesen.
Tab. 1

Strukturverwandte Substanzen des 2-Phenylethylamin

PEA selbst ist ebenfalls pharmakologisch aktiv und induziert, ähnlich wie Amphetamin, die Ausschüttung von Noradrenalin und Dopamin (Karoum et al. 1982), entfaltet aufgrund rascher Desaminierung durch MAO-B (Suzuki et al. 1981) jedoch keine zentralnervösen Effekte. Humanversuche mit bis zu 1600 mg peroraler und 50 mg intravenöser Applikation verblieben ohne subjektiv feststellbare Wirkung (Shulgin und Shulgin 1991). Bei Gabe eines MAO-B-Hemmers kommt es zu einer Potenzierung von endogenem PEA (Sabelli et al. 1978). Zahlreiche mit PEA strukturell verwandte Substanzen weisen keinerlei psychoaktive Wirkung auf.

2.3 Einsatz von Psychostimulanzien in der Pharmakotherapie

Die medizinische Verwendung stimulierender Naturstoffe ist im Falle von Erythroxylum coca und Ephedra vulgaris bereits für das Mittelneolithikum dokumentiert (Chen 1925; Dillehay et al. 2010). Der Nachweis des Gebrauchs der als Khat bekannten Pflanze Catha edulis geht auf eine Chronik des abessinischen Herrschers Amda Seyon aus dem 14. Jahrhundert zurück (Alles et al. 1961). Die in Khat enthaltenen Wirkstoffe Cathin und Cathinon sind Phenethylamin-Derivate und wurden zur Verwendung als Medikamente strukturell weiterentwickelt (z. B. Amfepramon). Auch heute sind Psychostimulanzien für einige Indikationen wichtige Arzneistoffe. Derzeit führt die medikamentöse Behandlung hyperkinetischer Störungen im Kindes- und Jugendalter die bundesdeutschen Verschreibungsstatistiken unter den Indikationen für Psychostimulanzien an. Dieses Störungsbild hat in den vergangenen 20 Jahren zu einem kontinuierlichen Anstieg der Verordnung diverser Psychostimulanzien geführt. Seit einigen Jahren gerät zunehmend auch die Therapie hyperkinetischer Störungen im Erwachsenenalter in den Fokus (Schwabe und Paffrath 2015). Die Betrachtung der nachfolgend dargestellten Substanzen liegt schwerpunktmäßig auf den Wirkungen auf das ZNS. Diese Schwerpunktsetzung soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass Psychostimulanzien auch signifikante vegetative Wirkungen haben. Diese können bei nicht medizinischem, hochfrequentem Gebrauch und mit Tachyphylaxie einhergehender Dosissteigerung neben der Entwicklung einer Stimulanzienabhängigkeit zu schweren psychischen und somatischen Neben- und Folgewirkungen führen.

2.3.1 Kokain

Das im Jahre 1855 von Gaedcke isolierte und 1860 von Niemann erstmals in Reinform dargestellte Kokain wurde ab 1884 zur Lokalanästhesie und von 1899 bis zu seiner Ablösung durch das vollsynthetische Lokalanästhetikum Procain (1905) zur Leitungsanästhesie verwendet (Einhorn 1905; Gaedcke 1855; Koller 1884; Niemann 1860). Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts galt Kokain in der Medizin als Panazee und wurde gegen eine Vielzahl von Krankheiten verschrieben (Schweer und Strasser 1994a). Als Ironie der Geschichte kann aus heutiger Perspektive der Versuch betrachtet werden, Alkohol- und Morphinabhängigkeit mit Kokain zu behandeln (Bentley 1880). Die in der Folgezeit zunehmende Popularisierung des Kokainkonsums durch angesehene Persönlichkeiten (Freud 1884), lässt sich jedoch nicht nur auf die euphorische Haltung damaliger Medizinerkreise zurückführen. Der Konsum stimulierender Substanzen traf in Zeiten der Industrialisierung auch außerhalb intellektueller Kreise auf fruchtbaren Boden und wurde durch die Vermarktung kokainhaltiger Getränke (z. B. Coca-Cola und Vin Mariani, Kokawein) und in Ermangelung von Erkenntnissen über die Folgen des chronischen Konsums bis zur Aufnahme in das internationale Opiumabkommen und dessen Umsetzung im Jahre 1919 beschleunigt (Mills 2014; Schweer und Strasser 1994b). In der Bundesrepublik Deutschland kann Kokain derzeit medizinisch noch im Rahmen der ophthalmologischen Untersuchung eingesetzt werden.

Abzugrenzen von der europäischen und nordamerikanischen Medizin- und Kulturgeschichte über die Verwendung des Kokains ist die Rolle des vielfältigen und traditionsreichen Gebrauchs der Blätter von Erythroxylum coca (Martin 1970), der sich in Südamerika bereits für das Alt- und Mittelholozän erbringen lässt (Dillehay et al. 2010; Rivera et al. 2005) und dort bis in die heutige Zeit andauert.

2.3.2 Amphetamin und Methamphetamin

Das 1887 von Edeleano erstsynthetisierte Amphetamin wurde 1932 durch den Biochemiker Gordon Alles patentiert (Alles 1932; Edeleano 1887). Dieser war auf der Suche nach einem Substitut für das 1926 eingeführte Ephedrin, welches wiederum das oral schlecht verfügbare Adrenalin als Mittel zur Linderung asthmatischer Beschwerden substituieren sollte. Rasmussen (2008) legt in seiner medizinhistorischen Analyse dar, dass für Amphetamin neben der Behandlung von Asthma- und Heuschnupfenbeschwerden systematisch neue Indikationen zur Vermarktung gesucht, Nebenwirkungen verschwiegen oder relativiert wurden. So galt Amphetamin bald als das erste wirksame Antidepressivum und wurde öffentlich für verschiedene Zielgruppen beworben (Abb. 1). Die verschreibungsfreie Verfügbarkeit und massenhafte Vergabe im Zweiten Weltkrieg trugen in den USA in besonderem Maße zum riskanten und schädlichen Gebrauch in der Zivilgesellschaft bei.
Abb. 1

Werbeanzeige für Amphetamin als Antidepressivum (California and Western Medicine Advertising Section 1945)

Auch in Deutschland wurde medizinische und militärische Forschung mit den hierzulande als Weckaminen bezeichneten Substanzen betrieben (Bonhoff und Lewrenz 1954). Der Wirkstoff Methamphetamin war bis zur Aufnahme in das Reichsopiumgesetz im Jahr 1941 verschreibungsfrei in Apotheken erhältlich und bis 1988 in der Bundesrepublik Deutschland als Fertigpräparat unter dem Namen Pervitin im Handel. Um dem zunehmenden nicht-medizinischen Gebrauch von Methamphetamin zu begegnen, ist es seit Inkrafttreten der 21. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (BtMÄndV) im Jahre 2008 nicht mehr verschreibungsfähig. In den USA sind sowohl Amphetamin als auch Methamphetamin für diverse Indikationen als zugelassene Arzneimittel verfügbar. In der Bundesrepublik Deutschland gilt Amphetamin neben Atomoxetin als Mittel zweiter Wahl bei der psychopharmakologischen Behandlung hyperkinetischer Störungen (Walitza et al. 2009).

2.3.3 Methylphenidat

Das mit 60 Millionen DDD im Jahr 2012 in der Bundesrepublik Deutschland mit Abstand meistverordnete Psychostimulans (Schwabe und Paffrath 2013) ist das 1944 von Panizzon synthetisierte und 1950 patentierte Methylphenidat. Die Substanz wurde 1954 als Präparat mit dem Handelsnamen Ritalin in Deutschland und der Schweiz eingeführt (Meier et al. 1954). Der Name des Präparats ist dem Spitznamen von Panizzons Frau Marguerite – „Rita“ – entlehnt, die den Wirkstoff für seine Eigenschaften als Stimulans persönlich schätzte. Zunächst wurde es ähnlich wie Amphetamin intensiv zur Behandlung affektiver Störungen, Narkolepsie und Fatigue-Syndrom beworben. Zudem wurde es als Adjuvans in der Psychotherapie erprobt (Blair et al. 1959) und als Kombipräparat mit Hormon- und Vitaminzusatz gegen Altersmüdigkeit vertrieben (Abb. 2) (Natenshon 1958). Ab den 1960er-Jahren rückte die Behandlung von Lern- und Konzentrationsstörungen bei Kindern in den Fokus der Forschung (Conners und Eisenberg 1963), wofür es schließlich zugelassen wurde und noch heute im Handel ist. Der angenommene Wirkmechanismus geht auf Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Erregungsniveau und kognitiver Leistung zurück, die im Sinne einer invertierten U-Kurve dargestellt werden kann (Yerkes und Dodson 1908) und in enger Beziehung zur dopaminergen Wirkung der Psychostimulanzien steht: sowohl zu viel als auch zu wenig Dopamin beeinträchtigen die kognitive Leistungsfähigkeit (Cools und D’Esposito 2011). Da Methylphenidat als wirksame Therapie persistenter hyperkinetischer Störungen im Erwachsenenalter gilt, ist auch hier mit einem Anstieg der Verordnungen zu rechnen (Rösler und Römer 2014; Weyandt et al. 2014).
Abb. 2

Werbeanzeige für die medizinische Nutzung von Ritalin (Bulletin of the New York Academy of Medicine – Advertisements 1957)

2.3.4 Modafinil

Modafinil ist ein Wirkstoff mit psychostimulierender Wirkung, der sich sowohl strukturell als auch pharmakologisch von Amphetamin und Methylphenidat unterscheidet. Trotz umfangreicher Forschung ist der Wirkmechanismus noch nicht vollständig aufgeklärt (Saper und Scammell 2004). Die Erhöhung der Histamin-, Noradrenalin-, Serotonin- und Dopaminspiegel wird dabei vermutlich über indirekte Mechanismen vermittelt. Zudem bewirkt es die Verringerung des kortikalen GABA-Spiegels (Minzenberg und Carter 2008).

Bis zur Sicherheitsneubewertung durch die Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency 2011) wurde es zur Behandlung der Narkolepsie, idiopathischen Hypersomnie, obstruktiven Schlafapnoe und des Fatigue-Syndroms verwendet. Aufgrund seltener, jedoch zum Teil schwerer psychiatrischer und dermatologischer Nebenwirkungen ist es nur noch zur Behandlung exzessiver Schläfrigkeit zugelassen, die mit Narkolepsie (mit und ohne Kataplexie) einhergeht. Infolge waren die Verschreibungszahlen mit 0,7 Millionen DDD im Jahr 2012 stark rückläufig, wobei Daten über Off-label-Verschreibung nicht vorliegen (Schwabe und Paffrath 2013).

2.3.5 Atomoxetin

Atomoxetin ist ein selektiver Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) und unterscheidet sich damit von den klassischen Psychostimulanzien, die auch im Dopaminsystem wirken. Der Wirkstoff wurde bereits 1984 unter dem Namen Tomoxetin in klinischen Studien als potenzielles Antidepressivum untersucht (Chouinard et al. 1984; Zerbe et al. 1985), erwies sich zu diesem Zweck aber als nur wenig wirksam. Um Verwechslungen mit dem Wirkstoff Tamoxifen auszuschließen, wurde der Name infolge einer Beanstandung durch die FDA zu Atomoxetin geändert. Seit 2005 ist es in der Bundesrepublik Deutschland unter dem Handelsnamen Strattera zur Behandlung hyperkinetischer Störungen bei Kindern und Erwachsenen zugelassen und spielt in der Verschreibungspraxis mit 2,2 Mio. DDD im Jahr 2012 eine im Vergleich zu Methylphenidat eher untergeordnete Rolle (Schwabe und Paffrath 2013). Studien deuten auf eine mit Methylphenidat vergleichbare Wirksamkeit hin (Maier 2007; Newcorn et al. 2008). Aufgrund des als gering eingeschätzten Missbrauchspotenzials unterliegt es keinen betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften.

2.4 Militärische Nutzung

Bereits während des Zweiten Weltkrieges wurden sowohl von den Achsenmächten als auch den Alliierten Amphetamin und Methamphetamin millionenfach zu militärischen Zwecken eingesetzt. Die deutsche Wehrmacht setzte das von den Temmler-Werken unter dem Handelsnamen Pervitin (Abb. 3) vertriebene Methamphetamin zur Vigilanzsteigerung, insbesondere für motorisierte Verbände und Soldaten im Dauereinsatz ein (Kemper 2002). Psychostimulanzien waren auch Gegenstand menschenverachtender militärischer Medizinforschung an KZ-Häftlingen (Neumann 2014; Pieper 2002). Sowohl in den USA als auch dem Deutschen Reich kam es aufgrund der leichten Verfügbarkeit zu einem zunehmend missbräuchlichen und zum Teil süchtigen Gebrauch der massenhaft eingesetzten Psychostimulanzien durch Militärangehörige und Zivilbevölkerung (Rasmussen 2015; Steinkamp 2006). Aus diesem Grunde wurde Pervitin im Deutschen Reich im Jahre 1941 dem Reichsopiumgesetz unterstellt (RGBl I, S. 328). Wenngleich Nikotin nicht ein im Sinne dieses Beitrages klassisches Psychostimulans darstellt, spielte es eine bedeutende Rolle für das Militär, obwohl die Gesundheitsrisiken des Tabakrauchens bereits 1941 Gegenstand von Überlegungen zur nationalsozialistischen Gesundheitspolitik waren (Merki 1998): „Die Nationalsozialisten konnten auf dieses polyvalente und multifunktionelle Psychopharmakon, das sowohl sedativ wie stimulierend wirken kann, kaum verzichten“ (Merki 1998, S. 20). Tabakprodukte gehörten noch bis zum Jahre 1975 zur Standardration der US-Soldaten (Nelson und Pederson 2008). Auch gegenwärtig ist der Einsatz von Psychostimulanzien von hoher Bedeutung bei militärischen Dauereinsätzen. Zunehmend wird Amphetamin aufgrund des günstigeren Nebenwirkungsprofils jedoch durch Modafinil ersetzt (Eliyahu et al. 2007; Estrada et al. 2012).
Abb. 3

Werbung für Pervitin (Kemper 2002, S. 133)

2.5 Leistungssteigerung in Sport, Beruf und Studium

Das psychophysisch leistungssteigernde Wirkprofil von Stimulanzien birgt auch außerhalb des eng begrenzten medizinischen Kontextes einen Nutzwert. So ist es nicht verwunderlich, dass insbesondere in Betätigungsfeldern mit hoher Beanspruchung – wie dem Leistungssport, aber auch dem Freizeit- und Breitensport (z. B. Bodybuilding), sowie anderen Dauerleistung erfordernden Tätigkeiten in Beruf und Studium, neben den frei verfügbaren Substanzen Nikotin und Koffein auch verschreibungspflichtige und betäubungsmittelrechtlich regulierte Psychostimulanzien eingenommen werden. Dabei ist zwischen dem sportbezogenen (Doping) und dem Berufs- und Studienalltag bezogenen Kontext (Pharmakologisches Neuro-Enhancement) zu unterscheiden.

Der zum Ende des 19. Jahrhunderts etablierte Dopingbegriff bezeichnete ursprünglich die später verbotene Praxis, Pferden im Reitsport Substanzen zu deren Leistungssteigerung zu verabreichen (Müller 2010). Der Versuch, sich bei Wettkämpfen einen Vorteil durch die Einnahme von leistungssteigernden Mitteln zu verschaffen, sowie Maßnahmen gegen derartige Praktiken sind jedoch kein neuzeitliches Phänomen, wie Überlieferungen über die antiken Olympischen Spiele belegen (Prokop 1970). Insbesondere Amphetamine kamen seit ihrer Entdeckung bis 1960 häufig im deutschen Wettbewerbssport zum Einsatz (Strang et al. 2013). Die Umsetzung von Anti-Doping-Regelungen ist aufgrund der zunehmenden Zahl geeigneter Substanzen einer hohen Dynamik ausgesetzt. Psychostimulanzien stellen dabei nur einen Teil des Spektrums dar und sind gemäß der WADA-Regularien nur während des Wettkampfes verboten (WADA 2015b). Im Jahr 2014 gab es für Stimulanzien 474 positive Dopingbefunde bei 305.888 durch WADA akkreditierte Laboratorien durchgeführten Proben (WADA 2015a).

In Abgrenzung zur Behandlung krankheitsassoziierter kognitiver Störungen durch Psychostimulanzien beschreibt Cognitive Enhancement die Verbesserung kognitiver Leistungen bei Gesunden. Neben der weitverbreiteten Praxis des Koffeinkonsums gibt es die sowohl aus ethischer als auch medizinischer Perspektive kritisch zu betrachtende Tendenz, potente bis hochpotente Psychostimulanzien wie z. B. Amphetamin und dessen Derivate, Kokain, Methylphenidat und Modafinil sowie eine Reihe weiterer Substanzen aus dem Spektrum der Antidementiva (Nootropika) zur Leistungssteigerung in Beruf und Studium einzunehmen (Franke et al. 2011; McCabe et al. 2004; Porsdam Mann und Sahakian 2015). Auch das durch Psychostimulanzien gesteigerte Selbstvertrauen kann abhängig von der Persönlichkeitsstruktur und dem beruflichen Kontext zu einer gesteigerten Konsummotivation beitragen (Maier 2016).

2.6 Rekreationaler Gebrauch

Weiteres Motiv für den nicht medizinischen Gebrauch von Psychostimulanzien ist neben dem Cognitive Enhancement insbesondere der Genuss, häufig im Kontext von Lebensstil- und Jugendkulturszenen (z. B. elektronische Tanzmusik) (Werse et al. 2014, S. 104). Als positive Wirkungen werden Stimmungsaufhellung bis hin zu Euphorie, mentale und physische Stimulation und bei einigen Menschen die Steigerung des sexuellen Verlangens bei gleichzeitiger Zunahme des Selbstvertrauens und der Selbstzufriedenheit berichtet (Boys et al. 2001; Milin et al. 2014).

2.6.1 Polyvalenter Konsum

Als Merkmal des rekreationalen Stimulanziengebrauchs kann der nahezu ubiquitär vorherrschende polyvalente Konsum betrachtet werden. So haben laut Epidemiologischem Suchtsurvey (ESA) die Mehrheit der Amphetaminkonsumenten in ihrem Leben Erfahrungen mit anderen psychoaktiven Substanzen gemacht und 94,1 % in den letzten 12 Monaten zusätzlich mindestens eine weitere illegale psychoaktive Substanz neben Amphetamin oder ATS konsumiert, wobei Cannabis mit 90,5 % die am häufigsten zusätzlich konsumierte Substanz war (Piontek et al. 2014). Als Motiv für den zusätzlichen Gebrauch von Cannabis wird häufig die Dämpfung oder Beendigung der Wirkung genannt (Milin et al. 2014). Der Mischkonsum mit Alkohol wird in Szenegruppen als überwiegend positiv bewertet (Eul et al. 2004), wenngleich anzumerken gilt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Alkoholvergiftung aufgrund der Unterdrückung dessen sedierender Wirkung und der damit verbundenen Möglichkeit, erhöhte Mengen ohne prominente Ausfallerscheinungen einzunehmen, zunimmt. Der polyvalente Konsum von Alkohol und Kokain oder Alkohol und Methylphenidat, führt zur Bildung der aktiven Metaboliten Cocaethylen (Ethylbenzoylecgonin) bzw. Ethylphenidat (Markowitz et al. 2000; McCance et al. 1995). Zum Mischkonsum mit Tabak liegen wenige Daten vor, Szeneberichte weisen aber darauf hin, dass Raucher unter Einfluss der Wirkung von Psychostimulanzien zum Teil erheblich mehr Tabak konsumieren (Cousins et al. 2001; Roll et al. 1997). Die bronchodilatative Wirkung der Stimulanzien wird dabei als angenehm empfunden und reduziert die Wahrnehmung des unangenehmen Begleitgefühls der kontinuierlichen Inhalation von Tabakrauch.

2.6.2 Erscheinungsbild und Applikationsformen

Illegal produzierte und vertriebene Psychostimulanzien liegen für gewöhnlich in Pulverform als Hydrochlorid-Salz oder freie Base vor; synthetische ATS seltener auch in Form von Tabletten oder Kapseln. Der quantitative Wirkstoffgehalt und die Zusammensetzung illegal gehandelter Psychostimulanzien weisen eine erhebliche Varianz auf (Cole et al. 2011).

Amphetamin wird selten als solches, sondern eher unter Szenenamen gehandelt (z. B. Speed, Pep, Schnelles, Amphe). Der durchschnittliche Wirkstoffgehalt beschlagnahmter Proben auf dem europäischen Kontinent reichte 2013 von 4,82 % in der Türkei bis 46,8 % in den Niederlanden (EMCDDA 2015c). Häufig wird das in Europa gehandelte Amphetamin gestreckt, zum Teil auch mit psychoaktiven Wirkstoffen, darunter z. B. Koffein, Lactose und Glucose, seltener auch mit anderen ATS. Dennoch wird Amphetamin auch in Reinform gehandelt, wie Beschlagnahmungsstatistiken zeigen (EMCDDA 2015b).

Der durchschnittliche Wirkstoffgehalt der beschlagnahmten Methamphetamin-Proben in Europa reichte 2013 von 7,19 % in Rumänien bis 89,1 % in Portugal (EMCDDA 2015e). Ebenso wie Amphetamin wird Methamphetamin mit zum Teil psychoaktiven Wirkstoffen gestreckt. Bei Crystal Meth handelt es sich um das Hydrochlorid-Salz von Methamphetamin mit einem meist hohen Reinheitsgrad in Form größerer Kristalle.

Der durchschnittliche Wirkstoffgehalt des in Europa beschlagnahmten Kokains rangierte im Jahr 2013 zwischen 20 % und 75 % (EMCDDA 2015d). Kokain ist sehr häufig mit diversen psychoaktiven und nicht psychoaktiven Substanzen verunreinigt. Darunter unter anderem Levamisol, welches in der Vergangenheit als Anthelminthikum und zur Immunmodulation Anwendung fand (Larocque und Hoffman 2012), sowie diverse Lokalanästhetika wie z. B. Procain und Lidocain, aber auch Koffein und Glucose. Der Siedepunkt von Kokain ist zu hoch, um es rauchen zu können. Durch Aufbereitung mit Backpulver entsteht Crack-Kokain, das durch diese Verarbeitung in eine rauchbare Form überführt wird. Im Gegensatz dazu ist Kokain-Base die Rückführung von Kokainhydrochlorid durch Beimischung von Ammoniak in eine Vorstufe, die auf dem Weg der Synthese von Kokainhydrochlorid entsteht. Kokain-Base ist ebenso wie Crack-Kokain und die sogenannte Kokain-Paste (eine weitere Vorstufe) ebenfalls rauchbar. Die psychovegetativen Effekte dieser rauchbaren Zubereitungen sind nahezu identisch, es geht immer darum, einen möglichst raschen Übertritt einer hohen Dosierung des Alkaloids Kokain über die Blut-Hirn-Schranke zu erreichen (Majić et al. 2016). Im Gegensatz zu Crack lässt Kokain-Base sich jedoch nicht injizieren, da dies schwere toxische Reaktionen auslöst. Während Crack-Kokain v. a. in Nordamerika und Europa konsumiert wird, findet sich Kokain-Base und Kokain-Paste v. a. in den Anbaugebieten der Koka-Pflanze in den südamerikanischen Anden- und Amazonas-Regionen (Majić et al. 2016).

Die Applikationsform von Psychostimulanzien ist ausschlaggebend für die Intensität des subjektiven Erlebens, jedoch auch für das Risiko der Entwicklung eines Abhängigkeitssyndroms. Das addiktive Potenzial steht hierbei in engem Zusammenhang mit der Intensität der euphorisierenden und das Selbstvertrauen steigernden Wirkung sowie der Wirkdauer (Nutt 2012). Entscheidend für die Wirkung und das Abhängigkeitspotenzial sind dabei neben den pharmakodynamischen v. a. aber die pharmakokinetischen Eigenschaften der Substanz. Substanzen und Applikationsformen mit kurzer aber starker Wirkamplitude wie z. B. der inhalative Gebrauch von Methamphetamin oder Crack-Kokain, lösen häufig bei Abnahme der Wirkung ein intensives Verlangen nach Wiedereinnahme aus, wobei das initiale Erleben auch bei Erhöhung der Dosierung häufig unerreicht bleibt (Majić et al. 2016) (Tab. 2).
Tab. 2

Applikationsformen verbreiteter Psychostimulanzien im nicht medizinischen Gebrauchskontext.

Amphetamin

Intranasal, peroral, seltener intravenös oder rektal

Methamphetamin

Intranasal, inhalativ, seltener peroral oder intravenös

Kokain

Intranasal, seltener inhalativ oder intravenös

2.6.3 Neue Psychoaktive Substanzen

Trotz der geringen Prävalenz des rekreationalen Gebrauchs von Psychostimulanzien aus dem Spektrum der neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) (Sumnall 2016), werden diese gelegentlich im Rahmen von Drug-Checking-Analysen als Beimengung oder Hauptwirkstoff festgestellt. Es handelt sich dabei vorwiegend um β-Keto-substituierte und α-methylierte Phenylethylamine (z. B. Ethcathinon, Flephedron, 3-FA) sowie deren Pyrollidin-Derivate (z. B. MDPV, MDPPP), aber auch Pipradol-Derivate (z. B. Desoxypipradol) oder Strukturverwandte des Methylphenidat (z. B. Ethyl- und Isopropylphenidat).

Exkurs: 3,4-Methylendioxypyrovaleron (MDPV) als Beispiel für die „neuen“ Psychostimulanzien.

MDPV ist ein hochpotentes Analogon von Pyrovaleron, einem in den 1960er-Jahren als Stimulans und Anorektikum eingesetzten Pharmakon, das nach Fällen von Missbrauch und Abhängigkeit (Deniker et al. 1975) vom Markt genommen wurde. MDPV wurde erstmals von dem Pharmakonzern Boehringer und Ingelheim synthetisiert und 1969 patentiert, jedoch nicht medizinisch eingesetzt. Als „research chemical“ fand es zu Beginn des 21. Jahrhunderts weltweit Verbreitung und konnte unter anderem in Japan (Uchiyama et al. 2008), Deutschland (Westphal et al. 2009), den USA (Yohannan und Bozenko 2010) und Großbritannien (Brandt et al. 2010) in sichergestellten oder im Internet erworbenen Produkten nachgewiesen werden. Ojanperä et al. (2011) konnten bei einem Sample finnischer Patienten in Opioid-Substitutionstherapie in bis zu einem Viertel aller Urinproben MDPV nachweisen, was für eine weite Verbreitung in einschlägigen Kreisen im Jahr 2010 spricht. Diese benutzten MDPV nach eigenen Aussagen hauptsächlich als Ersatzstoff für Amphetamin. Die Popularität von MDPV fand 2010 einen Höhepunkt, als dem Legal-High-Markt durch Berichte über Mephedron größere mediale Aufmerksamkeit zuteilwurde. Einer der größten chinesischen Research-Chemical-Händler gab 2010 gegenüber der britischen Tageszeitung Daily Mail an, dass sein monatliches Produktionsvolumen von MDPV zwei Tonnen betrage (Power 2013). MDPV wurde am 26.07.2012 mit der 26. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften in Anlage 2 (verkehrsfähige, aber nicht verschreibungsfähige Stoffe) des BtMG aufgenommen.

2.7 Gesundheitliche Risiken

Die mit dem nicht-medizinischen Gebrauch von Psychostimulanzien assoziierten Risiken umfassen neben akuten und langfristigen somatischen (insbesondere Neurotoxizität) sowie psychischen Risiken (wie z. B. einer toxischen Psychose oder der Entwicklung eines Abhängigkeitssyndroms) auch solche, die mit polyvalentem Konsum und prohibitionsbedingten Faktoren – wie der Unwissenheit über die quantitative und qualitative Zusammensetzung der konsumierten Substanzen – zusammenhängen. Parrott (2015) folgert aus der Zusammenschau von Erkenntnissen zu den neuropsychobiologischen Auswirkungen des rekreationalen Konsums von Psychostimulanzien, dass deren wiederholte Einnahme grundlegende neurobiologische Prozesse negativ verändert, was sich im Individuum insbesondere durch Craving und Rebound-Phänomene wie z. B. Abgeschlagenheit zeige. Unerwünschte Wirkungen von Psychostimulanzien sind u. a. verminderter Appetit, Ängstlichkeit, erhöhte Reizbarkeit und Schlafstörungen (Ogeil und Phillips 2015). Andere negative und potenziell lebensbedrohliche Folgen des Konsums sind Krampfanfälle, kardiale Arrhythmien und Myokardinfarkt. Die (wiederholte) Einnahme hoher Dosen, die im rekreationalen Kontext typischerweise zur Steigerung oder Aufrechterhaltung der als positiv erlebten Wirkung dient, kann außerdem zur Entwicklung einer toxischen Psychose (Halluzinationen, Paranoia), Desorientierung, Tremor und Übelkeit führen. Der chronische Konsum birgt das Risiko der Entwicklung eines Abhängigkeitssyndroms und weiterer psychiatrisch relevanter Störungsbilder (Majić et al. 2016).

Die im Rahmen des Epidemiologischen Suchtsurveys (2012) kalkulierten Schätzungen zur Prävalenz von Abhängigkeit im Zusammenhang mit Psychostimulanzien (DSM-IV) in der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland gehen von 0,2 % mit einer Kokainabhängigkeit (ca. 100.000 Personen in Deutschland), 0,2 % mit einem Missbrauch von Amphetaminen (ca. 100.000 Personen in Deutschland) und 0,1 % mit einer Abhängigkeit von Amphetaminen (ca. 50.000 Personen in Deutschland) aus. Die Diagnosen betrafen überwiegend Personen unter dem 30. Lebensjahr und männlichen Geschlechts (Pfeiffer-Gerschel et al. 2014). Es ist davon auszugehen, dass die Prävalenz durch die Inklusion „diagnostischer Waisen“ aufgrund der Adaption der Diagnosekriterien des DSM-V (Substanzgebrauchsstörungen) ansteigen werden (Rumpf und Kiefer 2011).

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Centrum für Human- und GesundheitswissenschaftenCharité UniversitätsmedizinBerlinDeutschland
  2. 2.FINDER Institut für PräventionsforschungHeidelbergDeutschland

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