Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen

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Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Bei einer Verletzung oder einer umschriebenen Entzündung werden lokale nozizeptorische Nervenfasern stimuliert, die nach Verschaltung in Rückenmark und Thalamus zu einer Aktvierung des sensiblen Kortex führen. Gleichzeitig aktivieren die nozizeptorischen Afferenzen große Areale des limbischen Kortex, und sie werden im gesamten Verlauf durch anti- (oder auch pro-)nozizeptive Einflüsse des Zentralnervensystems modifiziert. Schmerzen führen zu einem Schmerzgedächtnis, welches sich sowohl biochemisch als auch psychologisch charakterisieren lässt. Psychischer Schmerz aktiviert dieselben Hirnregionen wie physischer Schmerz, und dieser hat immer auch emotionale und vegetative Komponenten. Schmerzerleben ist geprägt von Erfahrungen, Erwartungen, kulturellen Normen und psychosozialen Begleitumständen. All dies beeinflusst auch die Möglichkeiten, Schmerz therapeutisch zu beeinflussen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik für Kinder- und JugendmedizinSt. Vincenz Krankenhaus Paderborn,PaderbornDeutschland

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