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Handbuch Entwicklungs- und Erziehungspsychologie

Part of the series Springer Reference Psychologie pp 1-17

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Selbstregulation bei Kindern im Rahmen der Entwicklungs- und Erziehungspsychologie

  • Arnold LohausAffiliated withFakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Universität Bielefeld Email author 
  • , Michael GlüerAffiliated withUniversität Bielefeld

Zusammenfassung

Die Fähigkeit zur Selbstkontrolle stellt einen Meilenstein in der kindlichen Entwicklung dar. Durch die Regulation des Verhaltens und der Emotionen ist es dem Kind möglich, Erwartungen der Umwelt zu erfüllen. Die Entwicklung der Selbstregulation folgt mehreren ontogenetischen Veränderungslinien. Die Kompetenz, sich selbst zu kontrollieren, wird dabei vom Ausmaß der Anforderung einer Situation, von Persönlichkeitseigenschaften sowie auch von Umwelt- und Erziehungseinflüssen bestimmt. Selbstregulative Kompetenzen bilden die Voraussetzung für selbstgesteuertes Lernen. Defizitäre Regulationsfähigkeiten stehen hingegen in Verbindung mit Verhaltensproblemen (wie dem hyperkinetischen Störungsbild). Bis zum Kindergartenalter erfolgt die Förderung vor allem durch das Elternhaus. Ab dem Vorschulalter existieren spezifische Förderungsprogramme zur gezielten Förderung von Selbstregulationskompetenzen. Im Schulalter steht vor allem die Förderung des selbstregulierten Lernens im Vordergrund.

Schlüsselwörter

Selbstregulation Emotionsregulation Verhaltensregulation Selbstregulationsstrategien Sozialisation Hyperkinetische Störung Förderung Intervention Compliance Curricula Kindheit