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(1) Ceres

Reference work entry

Discovered 1801 Jan. 1 by G. Piazzi at Palermo.

Named after the Roman goddess of corn and harvests, daughter of Rhea {see planet  (577)} and Saturn, sister of Juno, Vesta {see planets  (3) and  (4)}, Jupiter, Neptune and Pluto, mother of Proserpina {see planet  (26)} by Jupiter. (H 1)

The symbol used for Ceres in ancient Open image in new window was a reaper’s hook.

The planet was originally named Ceres Ferdinandea, honoring King Ferdinand IV (1751–1825) of Sicily, who has also been King of Naples, and who was taking refuge in Palermo at the time of the discovery. In Germany J. E. Bode proposed the name Juno; others called it Hera {this is now planet  (103)} for a short time. F. X. von Zach {see planet  (999)} first discussed the original right of the discoverer to propose a name for a newly discovered object. In the naming controversy about this planet he stated: “Da Herr Prof. Piazzi nunmehr sein eigenes Kind getauft, und Ceres Ferdinandea benannt hat, wozu er als erster Entdecker das offenbar Recht hat, auch alle seine Correspondenten zu dieser Benennung von ihm aufgefordert sind: so unterschreiben wir auch unserer Seits diese recht schickliche Benennung mit wahrem und desto grösserem Vergnügen, weil dem Könige von Neapel unstreitig als eifrigem Beschützer und Beförderer der Sternkunde, und als grossmüthigem Stifter einer neuen stattlichen Sternwarte, unsere dankbarste Erkenntlichkeit um so mehr gebührt, da er eine Sternwarte zu bauen nicht nur angefangen, sondern auch vollendet hat; nicht bloss die prächtigsten und kostbarsten Englischen Werkzeuge angekauft hat, und in Kisten und Verschlägen auf Rumpelkammern aufbewahrt, sondern, wohin sie gehören, setzen lässt: diese vortrefflichen Instrumente nicht ungeschickten und unfleissigen Händen, sondern einem Gelehrten von anerkannten Verdiensten und Geschicklichkeit anvertraut, und diesen ein für allemahl in den Stand gesetzt, seine Arbeiten und Beobachtungen auf königl. Kosten zum Druck zu befördern. Daher denn auch in so kurzer Zeit die nützlichsten und glänzendsten Früchte aus der Palermer Sternwarte hervorgegangen, die gelehrte Welt mit mehreren Bänden der schätzbarsten Beobachtungen beschenkt, und dieser Tempel der Sicilianischen Urania durch die merkwürdigste Entdeckung, mit dem pünctlich eintretenden neuen Jahrhundert, auf Jahrtausende mit ihrem Stifter und Priester ist verewigt worden. Mit Recht sagt daher Piazzi in seiner Abhandlung, dass Ferdinand IV mit grösserem Rechte eine Stelle am Himmel, als manchem andern Protector der Sternkunde gebühre.” (Mon. Corr., Band IV, p. 577–578 (1804)). The naming controversy is discussed in some detail by A. Manara (Mem. Soc. Astron. Ital., Vol. 68, No. 3, p. 679–686 (1997)).

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© Springer-Verlag 2003

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