Kindlers Literatur Lexikon (KLL)

Living Edition
| Editors: Heinz Ludwig Arnold

Aakjær, Jeppe: Das lyrische Werk

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DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-476-05728-0_9-1
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Zusammenfassung

Die bereits ab den 1880er Jahren entstandenen, oft mundartlichen Gedichte gelten als Hauptwerke des dänischen ‚Volksrealismus‘, der eine von G.  Brandes (1842–1927) inspirierte fortschrittsoptimistische Sozialkritik mit Rückgriffen auf traditionelle Stoffe und Formen verband. Wie Aakjærs Prosawerke sind sie aus tiefempfundener Kritik an jeder Art von Entmündigung entstanden und verbinden in sozialistischer Perspektive Themen und Motive aus Arbeit, Natur und Geschichte. Die zunächst vorherrschende politische Agitation bezieht zunehmend Bilder vorindustrieller Arbeitsverhältnisse ein und betont die Verbundenheit des Menschen mit Natur und Geschichte. Diese romantische Tönung bestimmt die Sammlungen Fri Felt, 1905 (Freies Feld), und Rugens Sange, 1906 (Lieder des Roggens), die konkrete Sinneseindrücke und Erinnerungen zu einer panerotisch-naturreligiösen Stimmungslyrik steigern. Auch in der Agitationsdichtung reicht die Bandbreite vom intimen Porträt einfacher Menschen bis zum revolutionären Lied.

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Bibliographie

Ausgaben

  1. Samlede Digte, 3 Bde, 1919, 21947.Google Scholar
  2. Udvalgte Digte, 1956.Google Scholar

Literatur

  1. S. Møller Kristensen: Den store generation, 1974.Google Scholar
  2. H. J. Nielsen: Til Folket vi går, 1982.Google Scholar

Authors and Affiliations

  1. 1.

Section editors and affiliations

  • Heinrich Detering
    • 1
  1. 1.