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Phasen der Mediation: Die interessengerechte Konfliktbearbeitung

  • Frank H. SchmidtEmail author
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Psychologie book series (SRP)

Zusammenfassung

Im Folgenden wird beschrieben, welche Rolle die Berücksichtigung der Interessen in der Mediation einnimmt. Dabei wird zwischen den Interessen auf der Verfahrensebene und den Interessen auf der Ergebnisebene unterschieden. In allen Mediationen möchten die Parteien ein faires und gerechtes Verfahren. Je nach Mediationsgebiet und je nach den Besonderheiten des Konflikts und den Persönlichkeiten der Beteiligten im Einzelfall kommen weitere Interessen hinsichtlich der Verfahrensgestaltung und des Umgangs mit den Beteiligten hinzu, die zur Herbeiführung einer Verständigung berücksichtigt werden müssen. Auf der Ergebnisebene stellt sich die Frage nach den Interessen hinter eingenommenen Positionen. Was wollen die Beteiligten in einem Konflikt eigentlich erreichen? Auf beiden Ebenen ist zwischen generellen für alle Mediationen geltenden Interessen, zwischen konfliktgebietstypischen und zwischen einzelfallbezogenen zu unterscheiden. Schließlich sind auch die Interessen beteiligter Anwälte zu beachten, um sie als konstruktive Unterstützer der Mediation zu gewinnen.

Schlüsselwörter

Berücksichtigung der Interessen als Erfolgsvoraussetzung der Mediation Unterscheidung zwischen Verfahrensinteressen, Ergebnisinteressen und Interessen beteiligter Anwälte Interessenvielfalt und -widersprüchlichkeit Unterscheidung zwischen generell bedeutsamen, mediationsgebietstypischen und einzelfallbezogenen Interessen, sowohl auf der Verfahrensebene als auch auf der Ergebnisebene hilfreiches Vorwissen des Mediators mandatsbezogene und persönliche Interessen beteiligter Anwälte 

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.NürnbergDeutschland

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