Chymosin

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Zusammenfassung

Chymosin

Englischer Begriff

Chymosin

Definition

Chymosin (EC 3.4.23.4) ist eine Aspartatproteinase, die in den Hauptzellen der Magenmukosa als inaktives Prochymosin gebildet und in das Magenlumen sezerniert wird, wo Prochymosin bei saurem pH durch Abspaltung eines N-terminalen Propeptids in das aktive Enzym umgewandelt wird.

Beschreibung

Die Aspartatproteinase Chymosin katalysiert die Verdauung von Nahrungsproteinen im Gastrointestinaltrakt. Chymosin wird als inaktives Zymogen durch die Hauptzellen der Magenmukosa synthetisiert, gespeichert und bei Aufnahme von Nahrung in das Magenlumen sezerniert. Im sauren Magensaft erfolgt durch Abspaltung eines N-terminalen Propeptids eine autokatalytische Aktivierung zum aktiven Enzym. Prochymosin bildet zusammen mit Pepsinogen A, Pepsinogen B und Progastricsin die Zymogene des Magens. Pepsinogen A, Pepsinogen B und Progastricsin werden im Magen des Erwachsenen, Prochymosin im Magen des Neugeborenen gebildet.

Literatur

  1. Richter C, Tanaka T, Yada RY (1998) Mechanism of activation of the gastric aspartic proteinases: pepsinogen, progastricsin and prochymosin. Biochem J 335:481–490CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

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