Apatit-Kristalle

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Zusammenfassung

Apatit-Kristalle

Englischer Begriff

phosphate stones

Definition

Form der Phosphatkristallisation in Harnsteinen, die als basisches Calciumphosphat bei pH 7–8 kristallisieren.

Summenformel Hydroxylapatit: Ca10(PO4)6(OH)2.

Summenformel Carbonatapatit: Ca10(PO4CO3)6(OH,CO3)2.

Sie kommen aber auch in Zahnschmelz, Prostatasteinen und Speichelsteinen vor. Im Harnstein meist gemischt mit Calciumphosphat-Stein (Struvit) mit Karbonaten (Karbonatapatite, Dahllit), die typischerweise bei Infekten der ableitenden Harnwege im Nierenbecken entstehen.

Beschreibung

Apatitkristalle entstehen vermischt mit anderen Formen der Phosphat- und Karbonatkristalle typischerweise bei Infekten der ableitenden Harnwege im Nierenbecken. Sie entstehen aus der Ammoniak- und Karbonatbildung durch Abbau des Harnstoffs bei bakterieller Infektion. Erscheint im Mikroskop als pseudoamorphes pulvriges Material.

Der Name ist kaum noch gebräuchlich, da Struvitstein bei der Analyse mit Röntgendiffraktion und/oder Infrarot-Spektrometrie als Diagnostikum genügt.

Literatur

  1. Asper A (1982) Harnsteinanalytik. Habilitationsschrift. Medizinische Fakultät, ZürichGoogle Scholar
  2. Hesse A, Claßen A, Röhle G (1989) Labordiagnostik bei Urolithiasis. WVG, StuttgartGoogle Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.MünchenDeutschland

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