LSD

Living reference work entry
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Zusammenfassung

LSD

Englischer Begriff

lysergic acid diethylamide; lysergide

Definition

Halluzinogen.

Molmasse

323,44 g.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Nach Zufuhr von 50–300 μg p.o. wird LSD rasch resorbiert, sodass die maximale Plasmakonzentration nach 30–60 Minuten auftritt. LSD wird hepatisch hydroxyliert und glukuronidiert. Die Metabolite werden überwiegend mit der Galle ausgeschieden. Geringe Mengen LSD erscheinen 1–5 Tagen nach Einnahme unverändert im Urin.

Halbwertszeit

3 Stunden (Plasma).

Funktion – Pathophysiologie

Ca. 1 Stunde nach Einnahme treten Störungen der optischen und akustischen Wahrnehmung auf sowie eine Aufhebung der Persönlichkeitsgrenzen. Es werden Tachykardie, Hyperthermie, Speichelfluss, Parästhesien, Hyperreflexie und Störung der Atmung beobachtet. Todesfälle durch LSD selbst sind selten, häufiger kommt es zu tödlichen Unfällen infolge der durch LSD gestörten Wahrnehmung oder von LSD-bedingten Wahnvorstellungen.

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Urin, Plasma (P), Serum (S), Haare.

Analytik

Immunoassay (Urin), HPLC, GC-MS, LC-MS/MS.

Indikation

Verdacht auf LSD-Einnahme. Die Immunoassays ergeben bei Anwesenheit einiger Pharmaka ein falsch positives Ergebnis. Deshalb ist eine Bestätigungsanalyse zur Absicherung besonders wichtig.

Interpretation

Therapeutischer Bereich (S, P): 0,0005–0,005 mg/L; toxisch: >0,001 mg/L; komatös/letal: >0,002–0,005 mg/L.

Literatur

  1. Meyer L von, Külpmann WR (2009) Lysergic acid diethylamide. In: Külpmann WR (Hsrg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 494–498Google Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskriminalamt NiedersachsenDezernat 53 „Chemie“HannoverDeutschland
  2. 2.HannoverDeutschland

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