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Die Aus- und Weiterbildungssituation in der Wirtschaftsförderung in Deutschland: Ein Überblick

  • Jürgen StemberEmail author
  • Katharina Engelmann
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Zusammenfassung

Das Arbeitsfeld innerhalb der kommunalen Wirtschaftsförderung ist äußerst vielseitig und nicht nur vor dem Hintergrund tief greifender Wandlungsprozesse in der Wirtschaft auch sehr anspruchsvoll. Bis heute gibt es nur relativ wenige Aus- und Fortbildungsansätze, die direkt auf weeinen Abschluss „Wirtschaftsförderung“ setzen. Im Gegenteil, die überwiegende fachliche Provenienz der Wirtschaftsförderer besteht zu einem überwiegenden Teil in wirtschaftswissenschaftlichen, raumwissenschaftlichen oder verwaltungswissenschaftlichen Abschlüssen. In kaum einem anderen Teil der Kommunalverwaltung finden sich derart viele und unterschiedliche fachliche Disziplinen wieder, ein Spiegel für die ebenfalls enorme Aufgabenvielfalt und -struktur.

Ziel des Beitrags ist es, nicht nur die die aktuelle Personalsituation und Personalentwicklung in diesem heterogenen Aufgabenfeld zu skizzieren, sondern auch die bisherigen und bestehenden Aus- und Weiterbildungsinstitutionen und Ansätze sowie die Integrationen in den Hochschulbereich zu beleuchten. Am Ende soll auch ein aktueller Aus- und Fortbildungsansatz der Hochschule Harz genauer beschrieben und in den Fokus gestellt werden.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsförderung Ausbildung Weiterbildung Bachelor Master Personalsituation 

1 Einführung – Das Personal in der Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung gehört mit zu den vielfältigsten Aufgabengebieten auf der kommunalen Ebene und umfasst von der kommunalen Strukturpolitik über die Beratung von Unternehmen bis hin zur Ansiedlung von Unternehmen zahlreiche operative und strategische Aktivitäten. Definitionen und Ansätze findet man viele, allerdings fehlt häufig ein gemeinsames Verständnis aufgrund der sehr heterogenen Ansätze und den teils sehr unterschiedlichen Standortvoraussetzungen und Standortanforderungen vor Ort. In jedem Fall geht die Wirtschaftsförderung in der Praxis weit über die Begrifflichkeit „Förderung“ hinaus. „Ein einheitliches Verständnis des hochkomplexen Feldes der Wirtschafsförderung besteht nicht (…) Insgesamt handelt es sich bei der Dienstleistung Wirtschaftsförderung um alle Maßnahmen auf kommunaler bzw. regionaler Ebene mit dem zentralen Ziel der Verbesserung der Wirtschaft im Hoheitsgebiet“ (Gärtner 2004, S. 22).

Sehr häufig werden die Aufgaben der Wirtschaftsförderung hinsichtlich ihrer Zielgruppen bzw. Zielausrichtungen unterteilt und umfassen die folgenden vier zentralen Säulen:
  • Bestandspflege,

  • Existenzgründungsförderung,

  • Standortmarketing und

  • Standortmanagement im weitesten Sinne.

Und diese Differenzierungen vermögen die inhaltlichen und formalen Kompetenzen, die ein Wirtschafsförderer braucht, nochmals deutlich zu unterstreichen. Die Wirtschaftsförderung ist ein boomendes, wenn auch freiwilliges Aufgabengebiet. Entsprechend viele Wirtschaftsförderungen sollen und wollen in den nächsten Jahren mehr Personal erhalten, so eine Studie der Dortmunder Firma ExperConsult aus dem Jahre 2015 (vgl. Lennard 2015, S. 19). Trotz des demografischen Wandels erscheinen die Wirtschaftsförderung hinsichtlich dieses artikulierten Personalbedarfs sehr selbstbewusst: Nur ein Vierteil denkt, dass die Wirtschaftsförderung vom Personalmangel betroffen sein wird (vgl. Lennard 2015, S. 15), im krassen Gegensatz zu vielen anderen kommunalen Ämtern und Abteilungen.

Darüber hinaus sind Hochschulabschlüsse am meisten gefragt, darunter Bachelor- und Master-Abschlüsse zu 27 bzw. 23 Prozent, gefolgt von einer abgeschlossenen Ausbildung mit 22 Prozent (vgl. Lennard 2015, S. 21), was wiederum den hohen inhaltlichen Kompetenzerwartungen und Anforderungen des Themengebietes entspricht.

Auffällig und in scheinbarem Widerspruch dazu stellen sich die am meisten nachgefragten Skills bzw. Fähigkeiten in der Wirtschaftsförderung dar (vgl. Lennard 2015, S. 23):
  • Persönlichkeit mit 25 %,

  • Berufserfahrung mit 18 %,

  • Softskills mit 16 %,

  • persönliche Referenzen mit 10 % und

  • Praxiserfahrungen, z. B. durch Praktika, mit 10 %.

Erstaunlicherweise erscheinen Auslandserfahrungen mit unter einem Prozent als eher bedeutungslos, trotz des internationalen Charakters des Aufgabengebietes, zumindest im Standortmarketing. Die hohe Stellung der Kriterien „Persönlichkeit“, „Berufserfahrung“ und „Softskills“ weist auf eine hohe Affinität der „Jobs“ in der Wirtschaftsförderung zu dem Typus des „Machers“ und des „Enablers“ hin, dem die Wirtschaftsförderer im Gegensatz zu ihren Kollegen in den anderen Amtsstuben nacheifern. Auch in diesem Sinne ist das Thema des Forums der Wirtschaftsförderer im Jahr 2018 als „It’s a peoples business!“ zu interpretieren.

Aber nicht alle Wirtschafsförderer haben die gleichen Probleme oder Anforderungen. So besteht die Problematik gerade der kleinen Gemeinden darin, dass sie eher wenig Personal haben, wie eine Studie des Deutschen Städte- und Gemeindebundes aus dem Jahr 2008 herausgestellt hat (vgl. Deutscher Städte- und Gemeindebund 2008, S. 19): Die Wirtschaftsförderung ist personell eher schwach aufgestellt. Die personelle Decke wird oftmals als zu kurz empfunden – in den größeren Städten ebenso wie in den kleineren Gemeinden. Verbesserungspotenzial sehen die Wirtschaftsförderer vor allem darin, die Anzahl der Mitarbeiter zu erhöhen und deren Qualifikation zu verbessern, was wiederum mit den Ergebnissen der ExperConsult-Studie korreliert.

Aber auch die Anforderungen des Deutschen Städtetages an die Ausstattung mit Personal in der Wirtschaftsförderung macht die inhaltliche und formale Problematik diesmal aus Sicht der großen Städte in Deutschland sehr deutlich: „Wirtschaftsförderung ist weit mehr als eine Marketing- und Vertriebsaufgabe und umfasst eine breite Aufgabenpalette – wie eingangs dargelegt. Entsprechend sollte sich die personelle Ausstattung in Menge und Qualifikation den Wirtschaftsförderungsthemen jedes Standortes anpassen. Hierbei muss sich die Anzahl der Mitarbeiter an den bisher geleisteten Aufgaben sowie an den neuen Herausforderungen und zusätzlichen Aufgaben orientieren. Gleiches gilt für die Qualifikation der Mitarbeiter/innen. Hier sind englische Sprachkenntnisse und in Grenzregionen Sprachkenntnisse des Nachbarlandes – hohes Expertenwissen in dem breiten Spektrum der Wirtschaftsförderung, Umgang mit neuen Kommunikationstechnologien, Marketingkenntnisse, Projektmanagementerfahrung und damit Teamfähigkeit, Service- und Kundenorientierung, Moderations- und Präsentations- sowie möglichst Wirtschaftserfahrung gepaart mit Verwaltungskenntnissen als relevante Qualifikationskriterien anzuführen. Insbesondere die Aufgaben und Funktionen im Rahmen der Clusterförderung und der Fachkräftethematik – und seien sie nur koordinierender Natur – verdeutlichen die gestiegenen Anforderungen an fachlicher und methodischer Expertise sowie Managementkompetenzen innerhalb der kommunalen Wirtschaftsförderung. Insgesamt muss damit auf eine qualifizierte Ausbildung der Wirtschaftsförderer ein besonderes Augenmerk gerichtet werden“ (Deutscher Städtetag 2012, S. 11).

Rein fachlich weisen die Wirtschaftsförderungen keinen prädestinierten Studiengang oder eine bestimmte Ausbildungsrichtung auf, ganz im Gegenteil. Hier tummeln sich je nach Wirtschaftsförderung zahlreiche Wissenschaften und Ausbildungsgänge, die man jedoch allgemein in vier große Gruppen bzw. fachliche Ausrichtungen unterteilen kann:
  • Wirtschaftswissenschaften, u. a. Volkswirte, Betriebswirte, Kaufleute,

  • Raumwissenschaften, u. a. Geografen, Raumplaner, Ingenieure,

  • Verwaltungswissenschaften

  • Sonstige, u. a. Politikwissenschaftler, Ingenieure, Juristen, Architekten, etc.

Die Ergebnisse der Studie von ExperConsult aus dem Jahr 2015 haben auch hier versucht, quantitative Einschätzungen herzustellen. So werden von den befragten Wirtschaftsförderungen Wirtschaftswissenschaftler am meisten gesucht (insgesamt 42 % davon 33 % BWLer und 9 % VWLer), gefolgt von Raumwissenschaftlern (21 %) und Verwaltungsfachwirten (10 %) (vgl. Lennard 2015, S. 22).

Der Befund der personellen Ausstattungen und Anforderungen ist folglich sehr heterogen und vielfältig, was sich natürlich nicht zuletzt in den vorhandenen spezifischen Institutionen und Programmen widerspiegelt – und das vor dem Hintergrund, dass die allermeisten Praktiker in den Wirtschaftsförderungen niemals „Wirtschaftsförderung“ als eigenes Fach studiert haben oder dies noch studieren werden.

2 Institutionen der Aus- und Weiterbildung

Immer mehr Einrichtungen mit unterschiedlichen Interessenlagen und Rechtsformen haben sich in den vergangenen Jahren der Aufgabe angenommen, den zuvor skizzierten und wachsenden Bedarf an Fach- und Führungskräften in der Wirtschaftsförderung durch Angebote qualifizierter Aus- und Weiterbildungen zu sichern. Neben den Fachhochschulen und Universitäten, ist auch juristischen Personen wie Vereinen und haftungsbeschränkten Gesellschaften sowie der Bundesagentur für Arbeit, als Körperschaft des öffentlichen Rechts daran gelegen, die Anbieterseite mitzugestalten. Die Zugangsvoraussetzungen für Lehrgangsteilnehmer/innen und Studierende sind entsprechend dem Charakter des Bildungsinstituts verschieden. Im Rahmen der Studiengänge können in den unterschiedlichen Fachbereichen verschiedene Bachelor- und Master-Grade erreicht werden.1

Tab. 1 führt die Institutionen auf, die Ansprechpartner für Zertifikatslehrgänge sind, jene Fortbildungen werden ausschließlich berufsbegleitend oder Teilzeit in Blockform angeboten.
Tab. 1

Bildungsinstitute für Zertifikatsabschlüsse

Studieninstitut

Ort

Rechtsform

Bezeichnung des Zertifikatsabschlusses

NRW.INVEST GmbHa

Düsseldorf

juristische Person des Privatrechts

Wirtschaftsförderung

Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie für den Regierungsbezirk Freiburg e. V.

Freiburg im Breisgau

juristische Person

Wirtschaftsförderer/in (VWA)

Hochschule München

München

Fachhochschule

Strategische Wirtschaftsförderung und regionale Entwicklung

IPM Institut für Public Management

Hamburg

Einrichtung der FH für angewandtes Management (HAM)

Wirtschaftsförderer/in (FH)

Bundesagentur für Arbeit

 

bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts

Wirtschaftsförderer/in

Hochschule Harz

Halberstadt

Fachhochschule

1. „Verwaltungswissen für Wirtschaftsförderer“

2. „Raumplanung und

-entwicklung für Wirtschaftsförderer“

3. „Wirtschaftswissen für Wirtschaftsförderer“

Quelle: Eigene Erhebungen 2018

aAngebot ausschließlich für Wirtschaftsförderungen in Nordrhein-Westfalen

Für Interessent/-innen, die eine akademische Laufbahn anstreben, gibt es sowohl auf Bachelor-, als auch auf Masterebene immer mehr Studieneinrichtungen, die das bundesweite Portfolio füllen. Grundständige Studiengänge zum Erreichen der akademischen Grade Bachelor of Arts (BA) und Bachelor of Science (B.Sc.) können an den in Tab. 2 aufgeführten Fachhochschulen in Vollzeit absolviert werden.
Tab. 2

Bildungsinstitute für Bachelor-Studiengänge

Studieninstitut

Ort

Rechtsform

Akademischer Grad

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Mannheim

Fachhochschule

Bachelor of Arts (FH)

Ostfalia

Salzgitter

Fachhochschule

Bachelor of Arts (FH)

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Eberswalde

Fachhochschule

Bachelor of Arts (FH)

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

Rottenburg am Neckar

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH)

Quelle: Eigene Erhebungen 2018

Postgraduale Studiengänge, in Voll- und Teilzeit, werden von vier Fachhochschulen und einer Universität angeboten (s. Tab. 3). Hier können verschiedene akademische Grade auf Master-Niveau im Zielfeld der Wirtschaftsförderung erreicht werden.
Tab. 3

Bildungsinstitute für Master-Studiengänge

Studieninstitut

Ort

Rechtsform

Akademischer Grad

Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Hildesheim

Fachhochschule

Master of Arts (FH)

Hochschule Weihenstephan Triesdorf

Triesdorf

Fachhochschule

Master of Business Administration (FH)

Hochschule Weihenstephan Triesdorf

Weihenstephan und Zollikofen bei Bern (Schweiz)

Fachhochschule

Master of Science (FH)

Universität Leipzig

Leipzig

Universität

Master of Business Administration

Hochschule Harz

Halberstadt

Fachhochschule

Master of Arts (FH)

Quelle: Eigene Erhebungen 2018

Ergänzend zu den Bildungseinrichtungen in Tab. 3 bietet das Fernlehrinstitut Wismar International Graduation Services GmbH (Wings-Fernstudium) als ein Unternehmen der Fachhochschule Wismar einen berufsbegleitenden Master of Science (FH) an. Die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist an bundesweit neun Standorten möglich.

3 Finanzierung und Förderung

Ist die Entscheidung für eine konkrete Bildungsmaßnahme gefallen, stellt sich vor allem für die Interessenten die Frage nach der Finanzierung, die oftmals auch zu einem wesentlichen Stolperstein werden kann. Denn je nach Qualifikation liegen die Kosten einer Aus- und Weiterbildung im Bereich der Wirtschaftsförderung bei bis zu 10.000 Euro (siehe Tab. 4, 5, und 6).
Tab. 4

Weiterbildungsangebote für Wirtschaftsförderer

Studieninstitut

Zertifikat für/als

Teilzeit/

Vollzeit

Dauer

Gesamtkosten

Zulassungsvoraussetzungen

NRW.INVEST GmbH a

Wirtschaftsförderung

berufsbegleitend

3 Jahre

keine

Gebühren

aktive Tätigkeit in einer Wirtschaftsförderung, abgeschlossenen Berufsausbildung in der in kfm. oder anderen Berufen oder einer (Fach-) Hochschulausbildung

Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie für den Regierungsbezirk Freiburg e. V.

Wirtschaftsförderer/in (VWA)

berufsbegleitend

2 Jahre

3750 Euro

abgeschlossene Berufsausbildung und eine anschließende min. einjährige berufliche Tätigkeit

Hochschule München

Strategische Wirtschaftsförderung und regionale Entwicklung

berufsbegleitend

6 Monate

2750 Euro

Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung, einschlägige, min. einjährige praktische Berufstätigkeit und/oder Nachweis einer min.vierjährigen einschlägigen Berufstätigkeit mit Leitungsaufgaben

IPM Institut für Public ManagementHochschule für angewandtes Management (HAM)

Wirtschaftsförderer/in (FH)

Keine Information verfügbar

6 Monate

2970 Euro

Keine Informationen verfügbar

Bundesagentur für Arbeit

Wirtschaftsförderer/in

Teilzeit in Blockform

2 Jahre

Keine Information verfügbar

in der Regel Berufspraxis in der öffentlichen Wirtschaftsförderung

Hochschule Harz

Verwaltungswissen für Wirtschaftsförderer

berufsbegleitend

6 Monate

1800 Euro

Grundständiger akademischer Abschluss

Hochschule Harz

Raumplanung und -entwicklung für Wirtschaftsförderer

berufsbegleitend

6 Monate

1800 Euro

Grundständiger akademischer Abschluss

Hochschule Harz

Wirtschaftswissen für Wirtschaftsförderer

berufsbegleitend

6 Monate

1800 Euro

Grundständiger akademischer Abschluss

Quelle: Eigene Erhebungen 2018

aAngebot ausschließlich für Wirtschaftsförderungen in Nordrhein-Westfalen

Tab. 5

Bachelor-Studiengänge für Wirtschaftsförderer

Studieninstitut

Abschluss

Teilzeit/

Vollzeit

Regel-studienzeit

Studien-gebühren

Zulassungsvoraussetzungen

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Betriebswirtschaftslehre – Wirtschaftsförderung (B. A.)

Vollzeit

6 Semester

keine

Hochschulzugangsberechtigung, Zulassung des Ausbildungsbetriebes, Ausbildungsvertrag (mtl. Vergütung)

Ostfalia

Stadt- und Regionalmanagement (B. A.)

Vollzeit

6 Semester

keine

Hochschulzugangsberechtigung, zulassungsbeschränkt (hochschuleigenes Auswahlverfahren)

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Regionalmanagement (B. A.)a

Vollzeit

6 Semester

keine

Hochschulzugangsberechtigung, § 9 Abs. 2 und 3 des BbgHG

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

Nachhaltiges Regionalmanagement (B. Sc.)

Vollzeit

7 Semester

keine

Hochschulzugangsberechtigung, § 9 Abs. 2 und 3 des BbgHG

Quelle: Eigene Erhebungen 2018

aVorlesungen teilweise englischsprachig

Tab. 6

Masterstudiengänge für Wirtschaftsförderer

Studieninstitut

Abschluss

Teilzeit/ Vollzeit

Regel-studienzeit

Studien-gebühren

Zulassungsvoraussetzungen

Hochschule

Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung (M. A)

Vollzeit

4 Semester

keine

Bachelor, Diplom (FH), Diplom aus dem Bereich der Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften

Hochschule

Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung (M. A)

Teilzeit* 50 % des VZ Studiums

8 Semester

keine

Bachelor, Diplom (FH), Diplom aus dem Bereich der Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften

Hochschule

Weihenstephan Triesdorf

Regionalmanagement (MBA)

Vollzeit

3 Semester

keine

Bachelor, Diplom (FH), Diplom, mindestens mit der Note „gut“.

Hochschule

Weihenstephan Triesdorf

Regionalmanagement in Gebirgsräumen (M. Sc.)

Vollzeit

3 Semester

keine

Bachelor, Diplom (FH), Diplom (bis 2,5)

Universität Leipzig

Small Enterprise Promotion and Training (MBA)

Vollzeit

4 Semester

6.000,00 Euro

Bachelor, Diplom (FH), Diplom aus den Fachrichtungen Wirtschafts-, Sozial-, Natur- oder Ingenieurwissenschaften; eine sich daran anschließende Phase der Berufspraxis von i. d. R. zwei Jahren; Kenntnisse des Englischen (Stufe B2)

Hochschule Harz

Wirtschaftsförderung (M. A.)

berufsbegleitend

4 Semester

7.200,00 Euro

Bachelor, Diplom (FH), Diplom sowie min. 1 Jahr berufspraktische Erfahrung in einer öffentlichen Verwaltung oder einer Einrichtung des öffentlichen Sektors oder einer Institution der Wirtschaftsförderung

Wings-Fernstudium

Integrative Stadt

Land-Entwicklung (M. Sc.)

berufsbegleitend

5 Semester

10.000,00

Euro

Bachelor, Diplom (FH), Diplom, Berufspraxis nach dem ersten akademischen Abschluss von min. einem Jahr

Quelle: Eigene Erhebungen 2018

Im Rahmen eines bundesweiten finanziellen Förderprogramms haben lediglich wenige Zielgruppen eine Perspektive auf öffentliche Unterstützung einer beruflichen Weiterbildung. Eine einheitliche Finanzierungsförderung gilt nur für (vgl. Dohmen 2017, S. 3):
  • Aufstiegsfortbildungen,

  • Maßnahmen deren Kosten € 1000 nicht überschreiten, sofern die Person ein jährliches Einkommen von bis zu € 20.000 nicht überschreitet,

  • beruflich Begabte,

  • ältere Beschäftigte mit geringen Qualifikationen oder in kleinen und mittleren Unternehmen sowie

  • Arbeitslose bzw. von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen.

Weitere Regelungen auf Landesebene sind weitgehend in Abhängigkeit des Wohnorts des Bildungsinteressenten zu betrachten und individuell zu klären.

Weiterbildungsinteressierte können die Finanzierung von Aus- und Fortbildungen in der Erwachsenenbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) beanspruchen. Die staatliche Unterstützung in Form von Zuschüssen und zinslosen Darlehen sowie verzinslichen Bankdarlehen (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2018) können eine Alternative zu privatwirtschaftlichen Krediten sein.

Bei berufsbegleitenden Maßnahmen kann eine Unterstützung durch den Arbeitgeber in Form von Bildungsurlaub in Anspruch genommen werden. Ein Bundesgesetz wurde trotz Empfehlung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO, vgl. Internationale Arbeitsorganisation 2018) von 1974 betreffend einen bezahlten Bildungsurlaub nie erlassen (vgl. Internationale Arbeitsorganisation 1974). Dennoch haben alle Bundesländer, ausgenommen Bayern und Sachsen, ihr eigenes Bildungsurlaubsgesetz. Demzufolge existieren 14 verschiedene Gesetze, deren individuelle Regelungen allein vom Arbeitsort und nicht vom Wohnort des Bildungsinteressenten abhängen. Jene Arbeitnehmer/innen, die sich für eine Weiterbildung entscheiden, erhalten für die Zeiten, an denen die Bildungsveranstaltungen stattfinden eine Freistellung von ihrer Arbeit bei Lohnfortzahlung. Der Anspruch auf Bildungsurlaub liegt zwischen fünf und zehn Tagen pro Kalenderjahr, mit Ausnahme des Saarlandes.2 Grundsätzlich ist in allen Bundesländern zur Inanspruchnahme von Bildungsurlaub eine sechsmonatige Betriebszugehörigkeit vorzuweisen. Abweichende Regelungen für Beamte sind zu beachten. Ist einem Arbeitgeber ebenso viel daran gelegen, sein Personal beruflich weiterbilden zu lassen, sind neben einer Lohnfortzahlung bei Inanspruchnahme von Bildungsurlaub auch direkte finanzielle Unterstützungen in Form von Kostenübernahmen für die Aus- oder Weiterbildung oder auch anfallende Fahrt- und Übernachtungskosten denkbar.

4 Angebote

Ob direkt nach der schulischen Laufbahn, nach Abschluss der Berufsausbildung oder einem langjährigen Berufsleben – die Aus und Weiterbildungslandschaft in Deutschland bietet vielerlei verschiedene Möglichkeiten sich für die Berufspraxis (weiter-) zu qualifizieren und den Grundstein für eine theoretisch fundierte Arbeit zu legen. Im Feld der Wirtschaftsförderung können sowohl Weiterbildungskurse verschiedener Art und Dauer, als auch Studiengänge auf Bachelor- und Masterebene absolviert werden. Besteht die Bereitschaft und erfüllt der Bewerber bzw. die Bewerberin die von den jeweiligen Bildungsinstituten festgesetzten Zulassungsvoraussetzungen, stehen viele Türen offen.

Tab. 4 listet die aktuellen Weiterbildungsangebote für Wirtschaftsförderer in Deutschland auf, die mit einem Zertifikat abschließen. Als Zulassungsvoraussetzungen werden zumeist nicht zwingend Studienabschlüsse gefordert. Eine praktische Berufstätigkeit in der öffentlichen Verwaltung oder u. U. auch in der Wirtschaftsförderung ist nachzuweisen.

Zur Erreichung eines akademischen Abschlusses auf Bachelor-Niveau sind die Angebote in Tab. 5 interessant. Die Regelstudienzeit liegt bei den Vollzeit-Studiengängen zwischen sechs und sieben Semestern. Für die Bachelor-Studiengänge fallen keine Studiengebühren an.

Master-Studiengänge, die derzeit deutschlandweit angeboten werden, können in Voll- und Teilzeit absolviert werden. Tab. 6 führt die entsprechenden Master-Studiengänge auf und gibt Auskunft über die Art der Abschlüsse, die Zulassungsvoraussetzungen und Studiengebühren.

Das in Tab. 6 aufgeführte Wings-Fernstudium mit der Studienrichtung Integrative Stadt Land-Entwicklung (M.Sc.) wird über das Fernlehrinstitut Wismar International Graduation Services GmbH (Wings Fernstudium) als ein Unternehmen der Fachhochschule Wismar angeboten.

5 Inhaltliche Konzeption am Beispiel des Master-Studiengangs Wirtschaftsförderung an der HS Harz

Die Hochschule Harz bietet seit 2017 einen berufsbegleitenden Masterstudiengang Wirtschaftsförderung am Fachbereich Verwaltungswissenschaften in Halberstadt an (vgl. Tab. 6).

Der berufsbegleitende Masterstudiengang wurde nach den Erfordernissen der kommunalen Wirtschaftsförderung und in enger Kooperation mit Partnern aus der Praxis entwickelt. Er umfasst eine Regelstudienzeit von vier Semestern, die sich aus drei Theoriesemestern sowie einer Masterphase von einem Semester zusammensetzt. Konzeptionell entspricht der Studiengang den Anforderungen des Qualifikationsrahmens für deutsche Hochschulabschlüsse vom 21. April 2005 in der jeweils gültigen Fassung sowie den Ländergemeinsam Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengänge vom 10. Oktober 2003 in der jeweils gültigen Fassung. Die zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) hat den weiterbildenden Masterstudiengang Wirtschaftsförderung mit dem Hochschulgrad Master auf Arts (M. A.) als Abschluss akkreditiert.

In einem modularen Aufbau werden Grundlagen-, Methoden- und Schlüsselkompetenzen vermittelt. Jedes Modul besteht aus verschiedenen Lehrveranstaltungen, wie einem Seminar, einer Übung und einer Vorlesung. Alle Module sind als Pflichtmodule. Je nach Interesse der Studierenden können weitere Module aus anderen Studienangeboten besucht werden, was allerdings im Rahmen des Masterstudiengangs Wirtschaftsförderung regulär nicht vorgesehen ist. Lernprozess und Lernerfolge werden im Wechsel von Selbstlern- und Präsenzphasen ständig reflektiert und kontrolliert. Zu erwerbende Kompetenzen für die Studierenden sowie die Lernziele sind in einem Modulhandbuch genau definiert. Der Erwerb von Studienleistungen erfolgt im Rahmen des European Credit Transfer System (ECTS), wodurch alle Studienleistungen in Punkte umgerechnet werden. Der Studierende beendet jedes Modul mit einer Prüfung, für die nach erfolgreichem Bestehen der Prüfung die „Credit-Points“ erworben werden. Die Formen der Prüfungen werden durch die Lehrbeauftragten eines jeden Moduls festgesetzt, wobei sie i. d. R. aus zwei Prüfungsformen, die das Modulhandbuch vorgibt, wählen können.

Vor dem Hintergrund, ein Lernkonzept nach Maß zu schaffen, öffnet die Hochschule Harz die Strukturen des Studiengangs auch für Personen, die ausschließlich an Teilen des Studiengangs interessiert sind und bietet einzelne Semester als Hochschulzertifikatskurse an (vgl. Tab. 4). Jeder der insgesamt drei Zertifikatskurse, die einem der Theoriesemester des Studiengangs entsprechen, umfasst inhaltlich abgeschlossene und abgegrenzte Themen. Ein Hochschulzertifikatskurs bzw. ein Semester des Masterstudiengangs besteht aus vier Modulen. Die Teilnehmerinnen erwerben beim erfolgreichen Absolvieren eines Kurses sowie der abschließenden Prüfung ein Hochschulzertifikat der entsprechenden Fachrichtung. Eine Belegung einzelner Module ist außerdem möglich. Die erworbenen Kompetenzen jeder Modulprüfung können mit den entsprechenden 5 ETCS auf das Studium angerechnet werden.

Tab. 7 stellt das Modular-Konzept des berufsbegleitenden Master-Studiengangs Wirtschaftsförderung (im Ganzen) sowie den Aufbau und die Inhalte eines jeden Hochschulzertifikat Kurses (in den Zeilen) dar.3
Tab. 7

Modular-Konzept Master of Arts „Wirtschaftsförderung“

Inhaltlich wurde der Master-Studiengang Wirtschaftsförderung so konzipiert, dass für die Praxis relevanten Kerninhalte in den Themenfeldern „Verwaltungswissen“, „Raumplanung und -entwicklung“ und „Wirtschaftswissen“ semesterweise intensiv behandelt werden. Den Studierenden eröffnen sich durch das breite Spektrum der Lehrinhalte und den Erwerb bzw. die Weiterentwicklung von Schlüsselqualifikationen vielfältige Entwicklungschancen in ihrem Tätigkeitsbereich. Die studentische Arbeitsbelastung pro Modul liegt bei insgesamt 150 Zeitstunden, wovon 20 Stunden für das Kontaktstudium in Halberstadt und 130 Stunden für das Selbststudium festgesetzt sind. Den Studierenden sind alle für den Master-Studiengang relevanten Informationen, wie der Studienordnung, der Prüfungsordnung, der Zulassungsordnung sowie den Modultabellen und dem Modulhandbuch des Masterstudiengangs Wirtschaftsförderung digital am Fachbereich Verwaltungswissenschaften zugänglich.

Die Lehrbeauftragten eines Moduls betreuen die Studierenden neben der Präsenzlehre auch während der Selbstlernphase. Für die inhaltliche Durchführung ist die Modulbeschreibung bindend. Als Teil der Lehre bieten die Dozenten ein virtuellen selbst Lerntest (Online-Klausur) an. Neben den vorgeschriebenen Prüfungsanforderungen können die Lehrbeauftragten nach eigenem Ermessen weitere Tests fordern.

Am Ende eines jeden Semesters findet eine zentralgesteuerte, onlinebasierte Lehrveranstaltung Evaluation gemäß der entsprechenden Ordnung statt. Weiter erfolgen zentrale Befragungen der Studierenden im Zwei-Jahres-Rhythmus zur Qualität der Lehre, des Studiums und der zentralen Einrichtungen. Den Dozentinnen und Dozenten bietet die Hochschule Harz in Kooperation mit dem hochschuldidaktischen Zentrum an der TU Braunschweig kontinuierlich die Möglichkeit, an Weiterbildungsangeboten im Rahmen der Hochschuldidaktik teilzunehmen.

6 Fazit

Die Ausführungen zur Situation der Aus- und Weiterbildung in der Wirtschaftsförderung zeigen ein fachlich, institutionell wie auch räumlich sehr heterogenes Bild. Für die Wirtschaftsförderer gibt es also zahlreiche formale und inhaltliche Möglichkeiten, sich aus- oder fortbilden zu lassen – räumliche und zeitliche Flexibilität vorausgesetzt. Der Markt für die Aus- und Weiterbildung ist zwar umfassend, da die Wirtschaftsförderung ja fast in allen Kommunen in irgendeiner Form zuhause ist, jedoch aufgrund der relativ geringen Mitarbeiterzahl aber auch nicht so groß, dass Angebote unproblematisch und nachhaltig wirtschaftlich aufrechterhalten werden können und konnten. So sind einige Angebote in der Vergangenheit auch nicht weiterverfolgt und geschlossen worden.

Und auch der zuletzt beispielhaft beschriebene Ansatz, der Kombination aus Weiterbildungsangebot und Master-Studium der Hochschule Harz, steht derzeit aufgrund zu geringer Nachfrage für einen wirtschaftlichen Betrieb auf der Kippe. Der durchaus vorhandene und weiterhin sicherlich nicht sinkende Bedarf an Aus- und Fortbildung wird sich in der Zukunft sicherlich dann auch andere Wege suchen (müssen).

Fußnoten

  1. 1.

    Einzelheiten zu den Anforderungen und Strukturen der Aus- und Fortbildungsangebote finden sich in den Tab. 4, 5, und 6.

  2. 2.

    Der Arbeitnehmer erhält max. drei Tage im Jahr bezahlten Bildungsurlaub, wobei er drei weitere Tage ohne Lohnfortzahlung an einer Weiterbildung teilnehmen kann.

  3. 3.

    Voraussetzung für das in Tab. 7 dargestellte Konzept ist, dass die Studierenden mindestens 210 CP aus dem grundständigen Studium mitbringen. Für Studierende mit 180 CP aus vorhergehenden Qualifikationen werden Zusatzmodule aus dem berufsbegleitenden Master „Public Management“ der Hochschule Harz geöffnet.

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Fb VerwaltungswissenschaftenHochschule HarzHalberstadtDeutschland
  2. 2.Hochschule HarzHalberstadtDeutschland

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