Advertisement

Hybride Gemeinwohlkonzeptionen

  • Christian BlumEmail author
Living reference work entry
  • 133 Downloads

Zusammenfassung

Die Hybridkonzeption hat den Anspruch, das Beste aus beiden Welten der Gemeinwohltheorie zu vereinen und die Vorteile prozeduralistischer mit denen substanzialistischer Ansätze zu verbinden. Das Wesen des Gemeinwohls ist demnach sowohl durch ergebnisoffene demokratische Prozesse als auch durch verfahrensunabhängige, materiale Werte bestimmt. Ausgehend von dieser Definition, verfolgt mein Beitrag vier Ziele: zu erläutern, auf welchen Prämissen das Basismodell der Hybridkonzeption fußt; anhand zweier prototypischer Varianten – meiner integrativen Theorie und Bohlkens zweistufiger Theorie – aufzuzeigen, wie dieses Modell konkretisiert werden kann; zu prüfen, welche Argumente für und gegen diese Theorierichtung sprechen; und schließlich einen Ausblick auf ihre Potenziale und Perspektiven zu geben.

Schlüsselwörter

Hybridkonzeption Demokratie Substanzialismus Prozeduralismus Gemeinwohl 

Literatur

  1. Anderheiden, Michael. 2006. Gemeinwohl in Republik und Union. Tübingen: Mohr Siebeck.Google Scholar
  2. Blum, Christian. 2013. Eine integrative Theorie des Gemeinwohls. Politische Vierteljahresschrift 54(4): 662–685.CrossRefGoogle Scholar
  3. Blum, Christian. 2015. Die Bestimmung des Gemeinwohls. Berlin: de Gruyter.CrossRefGoogle Scholar
  4. Bohlken, Eike. 2011. Die Verantwortung der Eliten. Eine Theorie der Gemeinwohlpflichten. Frankfurt/New York: Campus.Google Scholar
  5. Bohlken, Eike. 2018. Das Gemeinwohl – Orientierungsmaßstab der Stadtentwicklung. Informationen zur Raumentwicklung (IzR). Eine Zeitschrift des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung 5:8–15.Google Scholar
  6. Eklund, Matti. 2015. Fictionalism. In Stanford encyclopedia of philosophy, Hrsg. Edward N. Zalta. https://plato.stanford.edu/entries/fictionalism/. Zugegriffen am 15.06.2018.Google Scholar
  7. Engel, Christoph. 2001. Offene Gemeinwohldefinitionen. Rechtstheorie 32(3): 23–52.Google Scholar
  8. Fuchs, Dieter. 2002. Gemeinwohl und Demokratieprinzip. In Gemeinwohl – Auf der Suche nach Substanz, Hrsg. Gunnar F. Schuppert und Friedhelm Neidhardt, 87–106. Berlin: edition sigma.Google Scholar
  9. Gert, Bernard. 2005. Morality. Its nature and justification, Revised edition. Oxford: Oxford University Press.Google Scholar
  10. Hartmann, Bernd J. 2009. Eigeninteresse und Gemeinwohl bei Wahlen und Abstimmungen. Archiv des öffentlichen Rechts 134(1): 1–34.CrossRefGoogle Scholar
  11. Hurka, Thomas. 1993. Perfectionism. Oxford: Oxford University Press.Google Scholar
  12. Isensee, Josef. 2014. Gemeinwohl und öffentliches Amt. Vordemokratische Fundamente des Verfassungsstaates. Wiesbaden: Springer.CrossRefGoogle Scholar
  13. Jung, Maribel. 2018. Die Europäisierung des Gemeinwohls am Beispiel des Art. 106 Abs. 2 AEUV. Baden-Baden: Nomos.CrossRefGoogle Scholar
  14. Ladwig, Bernd. 2002. Liberales Gemeinwohl. Von den Schwierigkeiten einer Idee und ihrem Verhältnis zur Gerechtigkeit. In Gemeinwohl und Gemeinsinn. Zwischen Normativität und Faktizität, Hrsg. Harald Bluhm und Herfried Münkler, 85–112. Berlin: Akademie.Google Scholar
  15. MacIntyre, Alasdair. 2006. Ethics and politics. Selected essays 2. Cambridge: Cambridge University Press.CrossRefGoogle Scholar
  16. Meier, Dominik, und Christian Blum. 2018. Logiken der Macht. Politik und wie man sie beherrscht. Berlin: Tectum.Google Scholar
  17. O’Flynn, Ian. 2010. Deliberating about the public interest. Res Publica 16(3): 299–315.CrossRefGoogle Scholar
  18. Offe, Claus. 2001. Wessen Wohl ist das Gemeinwohl? In Die Öffentlichkeit der Vernunft und die Vernunft der Öffentlichkeit. Festschrift für Jürgen Habermas, Hrsg. Klaus Günther und Lutz Wingert, 459–488. Frankfurt: Suhrkamp.Google Scholar
  19. Plunkett, David, und Tim Sandell. 2013. Disagreement and the semantics of normative and evaluative terms. Philosophers’ Imprint 13(23): 1–37.Google Scholar
  20. Schuppert, Gunnar F. 2002. Gemeinwohl, das. Oder: Über die Schwierigkeiten, dem Gemeinwohlbegriff Konturen zu verleihen. In Gemeinwohl – Auf der Suche nach Substanz, Hrsg. Gunnar F. Schuppert und Friedhelm Neidhardt, 19–64. Berlin: edition sigma.Google Scholar
  21. Serong, Julia. 2015. Medienqualität und Publikum. Zur Entwicklung einer integrativen Qualitätsforschung. Konstanz: UVK.Google Scholar
  22. Shafer-Landau, Russ. 1994. Ethical disagreement, ethical objectivism and moral indeterminacy. Philosophy and Phenomenological Research 54(2): 331–344.CrossRefGoogle Scholar
  23. Strünck, Christoph. 2014. Gibt es ein Recht auf Gemeinwohl? Öffentliche Interessen im Blickwinkel von Rechts- und Politikwissenschaft. Wiesbaden: Springer.CrossRefGoogle Scholar
  24. Zschiedrich, Elisabeth. 2018. Elternschaft und Gemeinwohl. Ein sozialethischer Beitrag zum demografischen Diskurs. Paderborn: Ferdinand Schönigh.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

Personalised recommendations