Advertisement

Anerkennung in der Medizin

  • Heiner FangerauEmail author
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Geisteswissenschaften book series (SPREFGEIST)

Zusammenfassung

Sowohl auf der Ebene der Konzepte von Gesundheit und Krankheit als auch auf der Ebene der Personen, die miteinander in medizinischem Kontext in Kontakt stehen, spielt Anerkennung eine Rolle in der Medizin. Im Beitrag werden drei wesentliche Ebenen der Anerkennung in der Medizin betrachtet: a) Die Anerkennung von Krankheits-/Gesundheits-/ Diagnostik- und Therapiekonzepten, b) die Anerkennung des Anderen in der Arzt-Patient-Beziehung, c) die Anerkennung von Kolleginnen und Kollegen innerhalb der medizinischen Professionen.

Schlüsselwörter

Anerkennung Medizin Konzepte Krankheit Gesundheit Patienten Kollegialität Professionalisierung 

1 Einleitung

Der Begriff Medizin bündelt ein großes semantisches Feld. Zum einen wird damit eine Handlung oder Materie verstanden, die durchgeführt oder verwendet wird, um Leiden zu vermindern oder Krankheit zu heilen. Zum anderen beschreibt der Begriff ein gesellschaftliches Subsystem als Ganzes, das sich mit der Deutung von sowie dem Umgang mit Lebensphänomenen zwischen „gesund“ und „krank“ beschäftigt. In der Praxis bemühen sich z. B. Ärztinnen und Ärzte im Sinne der Gesundheit von Patientinnen und Patienten tätig zu werden. In der medizinischen Forschung wiederum wird ermittelt, was bzw. wie und warum eine Erscheinung als pathologisch begriffen werden soll. Alle Handlungsdomänen und Denkmöglichkeiten sind dabei in kulturelle und soziale Kontexte eingebettet, die räumlich und zeitlich variieren. Medizinisches Denken und Handeln ist somit nur zu verstehen, wenn jeweils die institutionellen, wirtschaftlichen oder sozialen Rahmenbedingungen ihres Handlungs- und Denkraums mitgedacht werden.

Sowohl auf der Ebene der Konzepte und Ideen, die die Medizin bzw. ihre Akteure hervorbringen, als auch auf derjenigen der interindividuellen Beziehung der miteinander im medizinischen Kontext in Kontakt stehenden Personen (Ärzte, Patienten, Wissenschaftler, Politiker, Ökonomen etc.) kommt der Anerkennung die Rolle einer Größe zu, die überhaupt erst gegenseitiges Verständnis ermöglicht. Von diesen Vorüberlegungen ausgehend sollen hier drei wesentliche Ebenen der Anerkennung in der Medizin kurz betrachtet werden: a) Die Anerkennung von Krankheits-/Gesundheits-/ Diagnostik- und Therapiekonzepten, b) die Anerkennung des Anderen in der Arzt-Patient-Beziehung, c) die Anerkennung von Kolleginnen und Kollegen innerhalb der medizinischen Professionen.

2 Anerkennung von Krankheit, Gesundheit, Diagnostik und Therapie

Konzepte von Krankheit und Gesundheit dienen in der Medizin dazu, Erfahrungen zu ordnen, Krankheitserscheinungen zu erklären und auf dieser Basis Handeln zu begründen (Rothschuh 1978). Zentral ist dabei, dass nicht nur einzelne Personen, sondern Kollektive vom Wahrheitsgehalt und der Wirkmächtigkeit dieser Konzepte überzeugt sind. Diese durch Ludwik Fleck (1980) in den medizinischen Diskurs eingebrachte Idee, dass die „Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Tatsachen“ einen kollektiven Vorgang darstellt, hatte kurz vor ihm bereits der Königsberger Philosoph Arnold Kowalewski angedacht (1986 [1932]). Er sprach davon, dass erst die kollektive Anerkennung einer „Fiktion“ in einer „Ideengemeinschaft“ zu ihrer Durchsetzung als akzeptierte Position beitrage (Fangerau 2013).

Das Anerkennungsproblem bringt es mit sich, dass schon auf grundsätzlicher Ebene Krankheitskonzeptionen nebeneinanderstehen, die je nach Blickwinkel dessen, der anerkennt, zu einer unterschiedlichen Bewertung eines Zustands als „krank“ oder „gesund“ führen können. Ein Beispiel stellt das in der Literatur oft behandelte dreidimensionale Krankheitsmodell dar, bei dem drei Arten des Krankheitsverstehens adressiert werden, die miteinander in Konflikt geraten können (Hofmann 2002). Betrachtet werden hier medizinisches Wissen, individuelles Krankheitserleben und gesellschaftliche Konventionen über das, was Krankheit ist. Während eine medizinische Perspektive Krankheit als Abweichung eines Zustands von einer jeweils definierten Norm (statistisch, physiologisch, durch Konventionen definiert) begreifen will, die wiederum durch Diagnostik mittels naturwissenschaftlicher Methoden bestimmt werden kann, betont die psychologische Perspektive das Krankheitserleben eines Subjekts, d. h. die persönliche Krankheitsempfindung eines Individuums. Die soziale Sichtweise zuletzt rückt die Notwendigkeit der Anerkennung eines Zustands als krank durch die Gesellschaft oder ihre institutionellen Akteure ins Zentrum, wenn beispielsweise ein Ausgleich für den Zustand der Krankheit, eine Entschuldigung für einen dadurch bedingten Leistungsabfall oder eine Kompensation (Arbeitsbefreiung, Zuwendung etc.) für negative Krankheitsfolgen wie Isolation gewährt werden soll.

Wird aus einer der Perspektiven die Anerkennung verweigert, wird ein Zustand zur „umstrittenen Krankheit“ (contested illness) (Rosenberg und Golden 1992; Brown 1995). Eine Person wird dann z. B. pathologisiert, obwohl sie sich wohl fühlt, oder ein subjektives Unwohlsein wird gesellschaftlich nicht als Kranksein akzeptiert oder aus ärztlicher Sicht „normalisiert“. Nur Anerkennung aller Dimensionen rechtfertigt beispielsweise das Hilfegesuch eines Patienten, medizinisches Handeln und dessen Bezahlung durch die Gesellschaft sowie krankheitsbezogene Entlastungen für den Betroffenen (Fischer 2013).

Allerdings ist schon auf den Ebenen des sozialen Krankheitsverständnisses und des medizinischen Wissens selbst Anerkennung notwendig, wenn auf diesen Ebenen Konsens über einen Zustand als krank oder gesund herrschen soll und auf dieser Basis das Krankfühlen von Individuen anerkannt und ärztliches Handeln begründet werden soll. Ein Beispiel stellen die innermedizinischen Debatten über den Status oder die Diagnostik bestimmter Erkrankungen dar (Brown et al. 2012) oder die Auseinandersetzung um Expertenrollen bzw. verschiedene medizinische Bereiche und Grundkonzeptionen wie die Wirksamkeit der Naturheilkunde oder der Homöopathie (zusammenfassend Busch 2006). Nur über Strategien der Anerkennung von Denkräumen, die es ermöglichen, Krankheiten auch ohne schlüssige pathogenetische und ätiologische Erklärungen zu diagnostizieren, wird hier eine faktische Wirkmächtigkeit im Diskurs und im Handeln erreicht (Swoboda 2008).

3 Arzt-Patient: Anerkennung des Anderen

Patienten wiederum profitieren von der Anerkennung ihres Krankheitserlebens (Swoboda 2008). Überhaupt basiert die individuelle Arzt-Patient-Beziehung auf gegenseitiger Anerkennung (Charon 2012). Patientinnen und Patienten erdulden die oft unangenehmen Handlungen und Empfehlungen ihrer Ärztinnen und Ärzte nur, weil sie deren Status als Experten oder Autoritäten auf dem Gebiet medizinischen Wissens anerkennen (Huerkamp 1985; Sullivan 2000). Andersherum stellt für viele Ärztinnen und Ärzte die Anerkennung durch ihre Patienten eine zentrale Quelle ihrer Selbstkonstitution mit einer positiven Selbstwahrnehmung ihrer Person oder ihrer Tätigkeit dar. Sie gibt der ärztlichen Tätigkeit ihren Sinn (Fischer 2015, S. 97–101; Reimann 2013, S. 271).

Eine fehlende Anerkennung für persönliche Wahrnehmungen und Deutungen einer Erkrankung kann bei Patient/-innen dazu führen, dass die betreffende Person sich in ihrer individuellen Besonderheit verletzt fühlt. Anerkennung führt – so eine häufige Lesart in diesem Sinne – zur Ermächtigung der betreffenden Person, indem sie ihr Kontrolle über Deutungen ihrer Erkrankung einräumt (Sointu 2006, S. 507). Dies gilt auf Kollektive übertragen insbesondere im interkulturellen Kontakt. Die Anerkennung von und der Respekt für kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung von Gesundheit und Krankheit erhöhen das Vertrauen in den/die jeweilige(n) Behandler/-in und stärken die gegenseitige Akzeptanz in pluralistischen Gesellschaften (Kirmayer 2011).

Anerkennung bedeutet auch hier die Anerkennung der anderen Person als wertvoll, unabhängig von ihren Leiden, wobei die Anerkennung besonderer Eigenschaften von Patient/-innen wiederum kein besonderes Handeln nach sich ziehen soll. Vielmehr ist die Anerkennung mit moralischen Pflichten verbunden, die unter anderem auch Gerechtigkeitskriterien berühren (vgl. Burkert 2014). Schon die Forderung an Ärzt(e)/-innen in der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer, „der Gesundheit des einzelnen Menschen und der Bevölkerung“ zu dienen (Bundesärztekammer 2015, § 1), verweist auf eine berufsethisch wahrgenommene Spannung, wenn die Interessen von Individuum und Kollektiv einander gegenüberstehen. Die Frage der Anerkennung einer Berufskrankheit oder einer medizinisch begründeten Arbeitsbefreiung etwa richtet sich zum einen auf die oben geschilderten Dimensionen von Krankheitsanerkennung, zum anderen auf Fragen des Ausgleichs, der Ressourcenzuteilung (auch der Ressource Zeit) und der Gerechtigkeit (Fischer 2013). Anerkennung berührt hier also vornehmlich auch das so vom Weltärztebund 2017 in seiner Neufassung der Deklaration von Genf formulierte moralische Gebot, Patienten nicht aufgrund von Merkmalen wie „Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaube, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politischer Zugehörigkeit, Rasse, sexueller Orientierung, sozialer Stellung oder jeglicher anderer Faktoren“ zu benachteiligen (Bundesärztekammer 2017).

Im Blick zu behalten ist hier, dass fehlende Anerkennung in der Medizin in Stigmatisierungserscheinungen münden kann (zur nicht linearen Verbindung der Konzepte von Anerkennung und Stigma siehe Schink 2016). Wenn Krankheiten, ihre Symptome oder andere Merkmale, mit negativen Stereotypen verbunden werden, die den Betroffenen angelastet werden, bleibt eine Entlastung der Personen durch Anerkennung der Krankheit aus und sie verkehrt sich ins Gegenteil (in Missachtung). Die diagnostizierte Krankheit wird zum Stigma, das kennzeichnet und abwertet (Corrigan 2007). Diejenigen, die die Anerkennung verweigern, befinden sich in einer privilegierten Situation, die Stigmatisierten werden ausgegrenzt oder von vornherein schlechter behandelt als andere (Link und Phelan 2001). Die fehlende Anerkennung wiederum kann dann soweit wirken, dass sie eine Selbst-stigmatisierung der Betroffenen mit internalisierten Schuldzuschreibungen für eine Erkrankung hervorrufen kann. Wertschätzung und Anerkennung der Stigmatisierten wiederum wirken sich positiv auf deren Gesundheitsempfindung aus (Rüsch et al. 2004).

4 Arzt-Arzt: Anerkennung von Kollegen

Zuletzt suchen Ärzt(e)/-innen und schon Medizinstudierende auch die Anerkennung von Kolleg/-inn/en (Reimann 2013, S. 181 ff.). Zumindest die Forderung nach dieser korporativen Anerkennung hat in der Medizin eine lange Tradition. Der viel zitierte Eid des Hippokrates fordert an erster Stelle die Achtung der Kollegen, Kollegialitätsfragen waren zentrale Themen der ersten ärztlichen Ehrengerichte in Preußen (Maehle 1999) und auch die heutigen Berufsordnungen betonen die Kollegialität als Schlüsselmerkmal innerärztlicher Anerkennungsverhältnisse (Petro 1992; Bundesärztekammer 2015).

Kollegialität ist hier das Konzept, das fachinterne Anerkennung umfassen soll, um letztendlich der Ärzteschaft fachexterne Anerkennung ihres Expertenwissens zu ermöglichen (Freidson 1970). Kollegialität kann dabei auch als Motor der Professionalisierung und Spezialisierung in der Medizin gesehen werden, die ihrerseits wieder Anerkennungsspiralen begründen (Petro 1992). Die Basis des Konzepts bildet eine Gruppenzugehörigkeit, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Beteiligten gemeinsame Ziele, Standards und Ideen teilen, über die sie sich als Teil ihrer Selbstkonstitution in der Gruppe verorten. Die Gruppe bildet auch ein Forum für gemeinsame Kommunikation. Innerhalb dieser Kommunikationsgemeinschaft kann Anerkennung nach gängigen Professionalisierungstheorien nun auf durch Expertise oder Macht gestützter Autorität beruhen, so dass hier das kollegiale Umfeld mehrere Anerkennungsebenen eröffnet (Waters 1989; Petro 1992). Letztendlich bildet sich in einem so verstandenen ärztlichen Kollegium auch die Basis für die von außen wirkende Anerkennung „fachlichen Selbstkontrolle“ die in der klassischen Professionalisierungstheorie eine zentrale Funktion einnimmt. (Carr-Saunders und Wilson 1964 [1933]; Mieg 2003). Sie erlaubt es beispielsweise der Ärzteschaft, fachliche Fragen innerhalb ihres Kreises auszuhandeln sowie Behandlungs- und Ausbildungsstandards zu setzen (Mangiardi und Pellegrino 1992, S. 295).

Auf dieser Grundlage ausgetragene Anerkennungskämpfe spielten sich wiederum oft auf den Ebenen der Differenzgrößen der Herkunft, der Klasse und des Geschlechts ab (Kinzelbach 1997), so dass etwa lange Zeit Frauen vom Medizinstudium und ärztlichen Kollegien ausgeschlossen waren. Ferner bilden sie die Triebfeder für Spezialisierungsprozesse in der Medizin, wenn sich etwa Spezialdisziplinen konstituieren wollen, die zunächst um Anerkennung als Subdisziplin durch andere Ärzt(e)/-innen ringen müssen (Weisz 2006; Fangerau und Imhof 2015).

Zuletzt kann die Entwicklung medizinischen Wissens innerhalb des Kollegiums als Anerkennungsprozess begriffen werden, wenn nämlich zunächst die „Ideengemeinschaft“ bzw. das „Denkkollektiv“ zuerst eine Idee anerkennt und am Ende zu ihrer öffentlichen Anerkennung beitragen will (Fangerau 2013), indem etwa Preise als Ausdruck der Anerkennung vergeben (Frey 2007) oder Eponyme genutzt werden, um anatomische Strukturen, diagnostische Techniken oder Krankheiten zu benennen. Damit schließt sich der Kreis zu oben beschriebenen dem medizinischen Wissen entspringenden Krankheitskonzepten.

5 Fazit

Anerkennung stellt in der Medizin sowohl als psychologisches als auch als normatives Konzept eine einflussreiche Größe dar. Dies gilt von der Mikroebene der „gegenseitigen Anerkennung“ im Arzt-Patient-Verhältnis und der „Anerkennung des Krankseins“ eines anderen bis hin zur Makroebene der kollektiven Verständigung auf ein Konzept von Gesundheit und Krankheit. Die hier vorgenommene Betrachtung nach Krankheitskonzeptionen, Arzt-Patient-Beziehung und Kollegenkreis gibt dabei eine Ordnung vor, die in der Lebenswirklichkeit eher auf ein verschränktes System verweist. Da Medizin und Öffentlichkeit aufeinander wirkende Resonanzräume darstellen, ist medizinisches Wissen und Handeln immer ein quer zu den genannten Betrachtungsebenen liegendes System, dessen Funktionieren sich im Zweifel situationsbezogen mal mehr aus der einen und mal mehr aus der anderen Form der Anerkennung speist.

Literatur

  1. Brown, Phil. 1995. Naming and framing: The social construction of diagnosis and illness. Journal of Health and Social Behavior 35(extra issue): 34–52.CrossRefGoogle Scholar
  2. Brown, Phil, Rachel Morello-Frosch, und Stephen Zavestoski, Hrsg. 2012. Contested illnesses: Citizens, science, and health social movements. Berkeley: University of California Press.Google Scholar
  3. Bundesärztekammer. 2015. (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte. Deutsches Ärzteblatt 112(31–32): A1–A9.Google Scholar
  4. Bundesärztekammer. 2017. Weltärztebund. Deklaration von Genf. http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/International/Deklaration_von_Genf_DE_2017.pdf. Zugegriffen am 28.01.2018.
  5. Burkert, Gaius Cornelius Simon. 2014. Ärztliches Handeln unter Kostendruck – Vertrauen als moralisches Implikat ärztlicher Praxis im Kontext der Rationierungsdebatte. Diss. med. Univ. Heidelberg.Google Scholar
  6. Busch, Albert. 2006. Semantische Kämpfe in der Medizin. Ansätze zu einer Typologie der Wissenskämpfe. In Semantische Kämpfe: Macht und Sprache in den Wissenschaften, Hrsg. Ekkehard Felder, 47–72. Berlin: de Gruyter.Google Scholar
  7. Carr-Saunders, Alexander M., und Wilson, Paul Alexander 1933/1964. The professions. 2. Aufl. London: Cass.Google Scholar
  8. Charon, Rita. 2012. The reciprocity of recognition – what medicine exposes about self and other. New England Journal of Medicine 367(20): 1878–1881.CrossRefGoogle Scholar
  9. Corrigan, Patrick W. 2007. How clinical diagnosis might exacerbate the stigma of mental illness. Social work 52:31–39.CrossRefGoogle Scholar
  10. Fangerau, Heiner. 2013. Evolution of knowledge from a network perspective: Recognition as a selective factor in the history of science. In Classification and evolution in biology, linguistics and the history of science. Concepts, methods, visualization, Hrsg. Heiner Fangerau, Hans Geisler, Thorsten Halling, und William Martin, 11–32. Stuttgart: Steiner.Google Scholar
  11. Fangerau, Heiner, und Christiane Imhof. 2015. Medizinische Spezialisierung: Wege der Urologie in beiden deutschen Staaten und die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Urologie der DDR. In Urologie 1945–1990. Entwicklung und Vernetzung der Medizin in beiden deutschen Staaten, Hrsg. Thorsten Halling, Friedrich Moll und Heiner Fangerau, 21–34. Heidelberg: Springer.Google Scholar
  12. Fischer, Johannes. 2013. Anerkennung, Medikalisierung und Gerechtigkeit. In Achtung und Missachtung in der Medizin. Anerkennung und Selbstkonstitution als Schlüsselkategorien zur Deutung von Krankheit und Armut, Hrsg. Heiner Fangerau und Sebastian Kessler, 173–195. Freiburg/München: Alber.Google Scholar
  13. Fischer, Gabriele. 2015. Anerkennung – Macht – Hierarchie: Praktiken der Anerkennung und Geschlechterdifferenzierung in der Chirurgie und im Friseurhandwerk. Bielefeld: transcript.CrossRefGoogle Scholar
  14. Fleck, Ludwik. 1980. Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache: Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar Schäfer u. Thomas Schnelle. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  15. Freidson, Eliot. 1970. Profession of medicine: A study of the sociology of applied knowledge. New York: Dodd, Mead and Co.Google Scholar
  16. Frey, Bruno S. 2007. Awards as compensation. European Management Review 4:6–14.CrossRefGoogle Scholar
  17. Hofmann, Björn. 2002. On the triad disease, illness, sickness. Journal of Medicine and Philosophy 27(6): 651–673.CrossRefGoogle Scholar
  18. Huerkamp, Claudia. 1985. Der Aufstieg der Ärzte im 19. Jahrhundert. Vom gelehrten Stand zum professionellen Experten: das Beispiel Preussens. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.CrossRefGoogle Scholar
  19. Kinzelbach, Annemarie. 1997. „wahnsinnige Weyber betriegen den unverstendigen Poeffel“: Anerkennung und Diffamierung heilkundiger Frauen und Männer, 1450 bis 1700. Medizinhistorisches Journal 32(1): 29–56.Google Scholar
  20. Kirmayer, Laurence J. 2011. Multicultural medicine and the politics of recognition. Journal of Medicine and Philosophy 36:410–423.CrossRefGoogle Scholar
  21. Kowalewski, Arnold. 1986 [1932]. Die Haupteigenschaften der Philosophie des Als Ob. In Die Philosophie des Als Ob und das Leben. Festschrift zu Hans Vaihingers 80. Geburtstag. Neudruck der Ausgabe Berlin 1932, Hrsg. August Seidel, 227–235. Aalen: Scientia.Google Scholar
  22. Link, Bruce G., und Jo C. Phelan. 2001. Conceptualizing Stigma. Annual Review of Sociology 27(1): 363–385.CrossRefGoogle Scholar
  23. Maehle, Andreas-Holger. 1999. Professional ethics and discipline: The Prussian Medical Courts of Honour, 1899–1920. Medizinhistorisches Journal 34(3/4): 309–338.Google Scholar
  24. Mangiardi, John R., und Edmund D. Pellegrino. 1992. Collegiality: What is it. Bulletin of the New York Academy of Medicine 66(2): 292–296.Google Scholar
  25. Mieg, Harald A. 2003. The science of professional knowledge and work – Bridging sociology and cognition theory. In Conceptual and comparative studies of continental and Anglo-American Professions, Hrsg. Lennart G. Svensson und Julia Evetts, 43–54. Göteborg: Department of Sociology, Göteborg University.Google Scholar
  26. Petro, Jane A. 1992. Collegiality in history. Bulletin of the New York Academy of Medicine 66(2): 286–291.Google Scholar
  27. Reimann, Swantje. 2013. Die medizinische Sozialisation. Rekonstruktion zur Entwicklung eines ärztlichen Habitus. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  28. Rosenberg, Charles E., und Janet Lynne Golden, Hrsg. 1992. Framing disease: Studies in cultural history. New Brunswick: Rutgers University Press.Google Scholar
  29. Rothschuh, Karl E. 1978. Konzepte der Medizin in Vergangenheit und Gegenwart. Stuttgart: Hippokrates.Google Scholar
  30. Rüsch, Nicolas, Mathias Berger, Asmus Finzen, und Matthias C. Angermeyer 2004. Das Stigma psychischer Erkrankungen – Ursachen, Formen und therapeutische Konsequenzen. In Psychische Erkrankungen - Klinik und Therapie, Hrsg. Mathias Berger, elektronisches Zusatzkapitel Stigma. http://www.berger-psychische-erkrankungen-klinik-und-therapie.de/ergaenzung_ruesch.pdf. Zugegriffen am 21.01.2018.
  31. Schink, Alan. 2016. Stigma und Anerkennung: Zum Verhältnis zweier Konzepte sozialer Reziprozität. In Soziologie in Österreich – Internationale Verflechtungen, Hrsg. Helmut Staubmann, 159–167. Innsbruck: Innsbruck University Press.Google Scholar
  32. Sointu, Eeva. 2006. Recognition and the creation of wellbeing. Sociology 40(3): 493–510.CrossRefGoogle Scholar
  33. Sullivan, William M. 2000. Medicine under threat: Professionalism and professional identity. Canadian Medical Association Journal 162(5): 673–675.Google Scholar
  34. Swoboda, Debra A. 2008. Negotiating the diagnostic uncertainty of contested illnesses: Physician practices and paradigms. Health 12(4): 453–478.CrossRefGoogle Scholar
  35. Waters, Malcolm. 1989. Collegiality, Bureaucratization, and Professionalization: A Weberian Analysis. American Journal of Sociology 94(5): 945–972.CrossRefGoogle Scholar
  36. Weisz, George. 2006. Divide and conquer. A comparative history of medical specialization. Oxford: Oxford University Press.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der MedizinHeinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Medizinische FakultätDüsseldorfDeutschland

Personalised recommendations