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Von der migrantischen Ökonomie zur Stadtentwicklung

  • Marc Hill
  • Erol Yildiz
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Psychologie book series (SRP)

Zusammenfassung

Im Zentrum dieses Beitrags steht die Relevanz migrantischer Ökonomie für die Stadtentwicklung im Allgemeinen. Im Besonderen werden Kleinbetriebe unter dem Aspekt von transkulturellen Praktiken diskutiert, wobei eine ethnisch-zentrierte Perspektive auf dieses Forschungsfeld hinterfragt wird. Des Weiteren wird anhand der Fülle von Literatur zur Bedeutung von Migration für die Großstadtentwicklung gezeigt, dass migrantische Ökonomie nicht nur ein großstädtisches Phänomen darstellt. Anhand von Fallbeispielen wird darauf hingewiesen, dass Unternehmen, wie beispielsweise ein türkisches Lebensmittelgeschäft, die Modernisierung auch von kleineren und mittelgroßen Städten vorantreiben und sich dadurch eine Öffnung dieser Orte zur Welt vollzieht.

Schlüsselwörter

Migration Kleinunternehmen Marginalisierung Stadtentwicklung Transkulturalität 

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für ErziehungswissenschaftLeopold-Franzens-Universität InnsbruckInnsbruckÖsterreich
  2. 2.Institut für ErziehungswissenschaftUniversität InnsbruckInnsbruckÖsterreich

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