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Qualitative Interviews in der psychologischen Forschung

  • Günter MeyEmail author
  • Katja Mruck
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Part of the Springer Reference Psychologie book series (SRP)

Zusammenfassung

In dem vorliegenden Beitrag wird zunächst ein Überblick über Interviewverfahren gegeben, die innerhalb der Psychologie entwickelt oder aus anderen Disziplinen importiert wurden. Im Anschluss folgen Ausführungen zu den Interviewteilnehmenden, der Wahl des räumlich-zeitlichen Settings, der Konstruktion von Leitfäden sowie zu Aufzeichnung und Schulung mit Blick auf die Interviewführung und dazugehörige Arbeitsschritte. Abgeschlossen wird der Beitrag mit Reflexionen zu Interviews als sozialen Arrangements und zu deren spezifischer Interaktionscharakteristik.

Schlüsselwörter

Interview Leitfaden Narration Interaktion Transkription Postskript Reflexivität 

1 Einleitung

Das Interview gehört prinzipiell und auch in der Psychologie zu den gängigsten Verfahren der qualitativen Forschung (Breuer et al. 2014, S. 262–270). In der Psychologie haben die Arbeiten von Charlotte Bühler zum Lebenslauf (1933) und vor allem ab den 1950er-Jahren die Einführung der „biografischen Methode“ durch Hans Thomae (1952) dem Interview schon früh zum Durchbruch verholfen. Auch das „psychologische Gespräch“ war und ist insbesondere im Kontext der Klinischen Psychologie für Anamnese, psychologische Beratung und Therapie selbstverständlich; gleichwohl verläuft hier zuweilen eine deutliche Trennlinie zwischen in der Praxis angewandten Gesprächen und dem Interview als Forschungsinstrument (Hunt et al. 2011). Mittlerweile finden sich in allen Teilbereichen der Psychologie Interviewstudien, wenn auch mit deutlichem Überhang in der Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie sowie der Klinischen Psychologie und angrenzenden Bereichen der Psychotherapie- und Gesundheitsforschung. Ebenso ist die Fülle an Themen beinahe unbegrenzt, hier insbesondere mit einem Schwerpunkt in Forschungen zu Identität oder z. B. „subjektiven Theorien“ von Gesundheit sowie zu Erfahrungen mit und Einstellungen zu Handlungskontexten wie Familie oder Arbeit.

Allerdings werden zumeist sogenannte „halb-“ oder „teilstrukturierte Interviews“ (ohne theoretischen Unterbau) favorisiert. Eine solche Selbstbeschränkung verkennt, dass theoretisch fundierte Interviewformen in der Psychologie selbst hervorgebracht wurden, und dass auch aus anderen Disziplinen wie insbesondere der Soziologie stammende Verfahren für psychologische Fragestellungen genutzt werden und zum Teil methodische Leerstellen für die Erforschung psychologischer Phänomene füllen helfen können.

Eine weitere Selbstbeschränkung findet sich mit einem Verständnis von Interviews als Ereignissen, in denen über Meinungen, Motive oder soziale Praxis berichtet wird, teilweise verbunden mit dem Anspruch, Wirklichkeit „abbilden“ zu können. Dem steht eine Perspektive gegenüber, die Interviews als Momente gelebter sozialer Praxis versteht, in denen die Beteiligten sich in einem in situ konstituierten Raum positionieren und eben auch erst in actu Einstellungen bilden. Arnulf Deppermann (2013) zufolge verläuft die Trennlinie zwischen einem Verständnis von „Interview als Text“ versus „Interview als Interaktion“.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über den mittlerweile breiten Fundus an Interviewverfahren (Abschn. 2), um dann einige zentrale Fragen der Interviewführung zu diskutieren (Abschn. 3). Danach skizzieren wir besondere Herausforderungen, die mit dem Einsatz von Interviews einhergehen (Abschn. 4).

2 Interviewverfahren

Mittlerweile existiert im deutschsprachigen Raum eine Fülle an Interviewvarianten, die sich unter Einbezug einer internationalen Perspektive noch zusätzlich erweitert.1 In vielen Einführungsartikeln oder Lehrbüchern zu qualitativer Forschung findet sich deshalb eine mehr oder weniger begründete Auswahl an Verfahren, und es finden sich zusätzlich einige Überschneidungen, die auf einen scheinbar kanonisierten Grundbestand qualitativer Interviews verweisen. Ein solcher Grundbestand soll mit Blick auf die Psychologie zunächst skizziert werden, bevor daran anschließend kurz Hinweise für die Auswahl von Interviewverfahren gegeben werden.

2.1 Die wichtigsten Verfahren im Überblick

Im Folgenden stellen wir aus dem Umfeld der Psychoanalyse hervorgegangene Verfahren vor, um uns dann ausführlicher dem „narrativen Interview“ und allgemeiner „offenen Interviews“ zuzuwenden, gefolgt von einer Darstellung des „problemzentrierten Interviews“ (PZI) und von dem PZI ähnlichen Verfahren. Bei Letzteren geht es uns insbesondere darum, strukturierende Verfahrensweisen und mit ihnen verbundene Fragemöglichkeiten kenntlich zu machen. Abgeschlossen wird die Übersicht mit einigen spezifischen Varianten und zudem Verfahren, die den klassischen Rahmen einer bilateralen Kommunikation überschreiten.

Psychoanalytisch-orientierte Interviews

Aus dem Umfeld der psychoanalytischen Sozialforschung (Haubl und Lohl 2018) stammen mehrere Varianten wie das Tiefeninterview,2 das szenische Interview oder das themenzentrierte Interview.

Das Tiefeninterview entstammt dem psychotherapeutischen Kontext. Gearbeitet wird mit speziellen Befragungstechniken wie Rekapitulation, Spiegeln, assoziativen und projektiven Verfahren oder dem Aufgreifen von Schlüsselwörtern, um die Befragten zum Erzählen zu veranlassen und Emotionales für die Analyse zugänglich zu machen. Ähnlich verhält es sich mit dem szenischen Interview, das in Anlehnung an das psychoanalytische Erstinterview (Argelander 1970) vorgeschlagen wurde (zur Technik des szenischen Verstehens s. Lorenzer 1970). Zentral sind die psychoanalytischen Grundregeln der „gleichschwebenden Aufmerksamkeit“ und der „freien Assoziation“; Interviewende sollen sich möglichst abstinent verhalten. Abwandlungen ergeben sich allerdings dadurch, dass Interviewende i. d. R. nicht psychoanalytisch ausgebildet sind und insofern die Gegenübertragung weniger zentral gestellt wird (Horn et al. 1983; Wolf 1981). Auch mit dem „themenzentrierten Interview“ (Schorn 2000) sollen über die Erhebung subjektiver und manifester Sinnbezüge hinaus „abgewehrte“ und latente Sinngehalte erschlossen werden (zusammenfassend zu psychoanalytischen Interviews s. Kvale 2003).

Narratives Interview

Als eine zentrale Interviewtechnik, um biografische Prozesse und damit verbunden Erfahrungsaufschichtungen und Deutungsmuster zu erheben, gilt insbesondere das „narrative Interview“ von Fritz Schütze. In den 1970er-Jahren zunächst für die Untersuchung politischer Entscheidungsstrukturen entwickelt, etablierte es sich als „narrativ-biographisches Interview“ (Schütze 1983) vor allem innerhalb der soziologischen/erziehungswissenschaftlichen Biografieforschung und fand auch Berücksichtigung in Teilen der Psychologie (z. B. Wiedemann 1986); abgewandelt wird es auch im nicht-deutschsprachigen Raum angewendet (Wengraf 2001).3

Das narrativ-biografische Interview verläuft in drei Phasen („Eröffnung“, „Nachfrageteil“, „Bilanzierung“). In der Regel wird kein Leitfaden eingesetzt, denn Schütze vertraut ganz auf die „Zugzwänge“ des Erzählens: Hiernach sind die Interviewten „gezwungen“, subjektiv Bedeutsames hervorzuheben („Relevanzsetzung“) und zu raffen („Kondensierung“), aber auch so detailliert und ausführlich zu sein (unter Darstellung der relevanten Schauplatzcharakteristiken, der beteiligten Akteur/innen und der eigenen Selbst-Positionierung), dass die Erzählung für Zuhörende verständlich wird („Detaillierung“). Und sie sind „gezwungen“, ihre (Lebens-) Geschichte vom (durch die Interviewenden gesetzten zeitlichen) Beginn bis zum Ende zu erzählen, damit diese nachvollziehbar wird („Gestaltschließung“). Über die Erzählungen werden Schütze zufolge die Deutungsmuster („subjektiven Theorien“) und die Prozessstrukturen des Lebenslaufs (institutionelle Ablauf- und biografische Handlungsmuster sowie Verlaufskurven und Wandlungsprozesse) zugänglich. Schütze geht hierbei von der Homologie von Erzähltem und Erlebtem aus (zur Kritik siehe früh schon Bude 1985; Küsters 2006, S. 32–34).

Bei der Anwendung des narrativen Interviews wird sehr viel Wert auf die „erzählgenerierende“ Eröffnungsfrage gelegt, die eine Stegreiferzählung hervorrufen soll. Auch im Nachfrageteil sollen durch sog. „immanente Nachfragen“ weitere Erzählungen generiert werden. Erst der dritte Teil des Interviews zielt auf eine abstraktere Darstellung und auf andere Textsorten (insbesondere Argumentationen und Begründungen statt Erzählung). Die Rolle der Interviewenden besteht zunächst darin, interessiert zuzuhören und das Erzählverhalten durch eine wohlwollende Haltung und mittels nonverbaler Signale zu fördern. Im Interviewverlauf können sie dann zu interessiert Nachfragenden werden, und erst zum Schluss („Bilanzierung“) sollen sie aktiver in die Gesprächsgestaltung eingreifen.

Rezeptives Interview

Eine dem narrativen Interview ähnliche (allerdings nicht erzähltheoretisch fundierte) Variante hat Gerhard Kleining (1994) vor dem Hintergrund seines heuristischen Ansatzes mit dem „rezeptiven Interview“ vorgeschlagen: In dieser explizit einseitig konzipierten Kommunikation sind Interviewende fast ausschließlich wohlwollend Zuhörende in unmittelbar sozialen Situationen. Die Interviewpartner/innen sind die eigentlichen Akteur/innen von der Themenauswahl bis hin zur konkreten Gesprächsgestaltung, da für Kleining das explorative Potenzial des Interviews im Mittelpunkt steht und der Einfluss der Interviewenden möglichst gering gehalten werden soll.

Ethnografisches Interview und ero-episches Gespräch

Offene, nicht vorab strukturierte Gespräche kommen insbesondere in der Feldforschung zum Einsatz, so das „ethnografische Interview“ (Spradley 1979) oder das „ero-epische Gespräch“4 (Girtler 2002). Das ethnografische Interview entsteht zumeist unmittelbar in informellen Feldforschungssituationen, wobei anders als beim rezeptiven Interview Forschende entlang ihrer Interessen und Fragen den Gesprächsverlauf durchaus strukturieren. Girtler zielt – anders als Kleining – gemäß dem Prinzip der Egalität auf die gleichberechtigte Kommunikation zwischen Forschenden und Beforschten, mit der die „künstliche Interviewsituation“ zugunsten der Nähe zum Alltag aufgegeben werden soll. Er wendet sich damit allgemein gegen den Begriff und das Konzept des Interviews und im Besonderen gegen das narrative Interview oder gegen Tiefeninterviews wegen der dort aufgehobenen Reziprozität und wegen des Verstoßes gegen die Konventionen von Alltagsgesprächen.

Problemzentriertes Interview

Wie das narrative Interview in der Biografieforschung, so ist das „problemzentrierte Interview“ von Andreas Witzel (1982, 2000; Witzel und Reiter 2012) in den Sozialwissenschaften und – weil es zuweilen irrtümlich als halbstrukturiert bezeichnet wird und Witzel zudem Psychologe ist – auch in der Psychologie sehr weit verbreitet. Erstmals eingeführt und breiter rezipiert wurde es in kondensierter Fassung in einem Psychologie-Sammelband (Jüttemann 1985). Das problemzentrierte Interview gründet u. a. auf ethnomethodologische Überlegungen sowie auf die Vorarbeit Cicourels (dazu Witzel und Mey 2004) und grenzt sich explizit gegen das narrative Interview ab, da die Interviewsituation viel deutlicher als bei Schütze als kommunikatives Geschehen verstanden wird: Während Fragen im narrativen Interview als die Erzählung „störend“ bzw. als Ablenkung der Interviewten vom eigenen Erleben gelten, kommt ihnen nach Witzel eine aktive, das Gespräch mitgestaltende Explorationsfunktion zu. Zu den Fragetypen, durch die das Interview „gesteuert“ und (gemeinsam mit den Befragten) gestaltet werden kann, gehören insbesondere die „allgemeinen Sondierungen“, die im Dienste der „Materialgenerierung“ stehen („Sachnachfragen“ und „Erzählaufforderungen“) und die „spezifischen Sondierungen“, die basierend auf gesprächspsychologischen Überlegungen auf eine „diskursive Verständnisgenerierung“ zielen („Zurückspiegelung“, „Verständnisfragen“ und „Konfrontation“).

Das problemzentrierte Interview hat keinen festen Ablauf (auch wenn ein dem narrativen Interview vergleichbarer Erzählbogen als wünschenswert erachtet wird), sondern die Interviewenden können schon sehr früh strukturierend und nachfragend in das Gespräch eingreifen, Themen einführen, Kommentare und Bewertungen erbitten oder bereits im Interview selbst beginnen, die eigenen Interpretationen kommunikativ zu validieren. Sie sollten das Gespräch im Sinne eines dialogisch-diskursiven Vorgehens dabei selbstredend trotzdem nicht dominieren. (Einen detaillierten Vergleich des problemzentrierten und des narrativen Interviews gibt Mey 2000.)

Der für das Interview zu nutzende Gesprächsleitfaden dient nach Witzel lediglich als Gedächtnisstütze für die Interviewenden (s. Abschn. 3.3). Zusätzlich wird ein Kurzfragebogen (wahlweise vor oder nach dem Interview) eingesetzt, mit dem wesentliche Rahmendaten erhoben und Faktenfragen behandelt werden können. Insbesondere Leitfäden – aber auch Kurzfragebögen – werden mittlerweile häufig auch jenseits des problemzentrierten Interviews verwand.

Partnerschaftliches Gespräch

Mittlerweile finden sich einige Varianten, die dem problemzentrierten Interview ähnlich sind, aber mit etwas anderen Akzentuierungen versehen werden und damit verdeutlichen, wie sich das Spektrum an Interviewformen ausdifferenziert hat. So hat Wilhelm Kempf (1987) mit dem „partnerschaftlichen Gespräch“ ähnlich wie Witzel vorgeschlagen, stärker auf eine klient/innenzentrierte Interviewführung abzuheben. Er begründet dies damit, dass es in psychologischen Kontexten immer um eine Bereitschaft zur „Preisgabe privater Realität“ gehe, was eine besondere emotionale und kommunikative Beziehung zwischen Forschenden und Beforschten voraussetze und die Sichtbarkeit der Forschenden und ihrer (Forschungs-)Interessen auch in der Interviewsituation impliziere.

Episodisches Interview

Mit dem „episodischen Interview“ zielt Uwe Flick (2002) auf eine systematischere Verknüpfung von Textsorten als es ihm im problemzentrierten Interview gegeben scheint, um „narrativ-episodisches Wissen“ über Erzählungen (Episoden) und „semantisches Wissen“ über konkret-zielgerichtete Fragen zugänglich zu machen.

Personzentriertes Interview

Claudia Woelfer (2000) wiederum differenziert für ihr „personzentriertes Interview“ unter Bezug auf die klient/innenzentrierte Gesprächsführung a la Rogers, die auch für Witzel leitend ist, spezifische Frage- und Interventionsformen (so etwa „Symbolisieren“, „Spiegeln“, „Differenzieren“, „Initiativfragen“ etc.), mit denen das Gespräch gestaltet werden soll.

Systemisches Interview

Auch Schorn und Mey (2005) plädieren für den Einbezug von systemischen und zirkulären Frageformen, die üblicherweise im Kontext der Beratungsarbeit (von Schlippe und Schweitzer 1999) Anwendung finden. Auf diese Weise lassen sich in systemischen Interviews Sachverhalte aus der ersten, zweiten oder dritten Wahrnehmungsposition erfragen: In der ersten Wahrnehmungsposition beschreiben die Interviewten den Sachverhalt aus der eigenen Sicht, in der zweiten wird die Perspektive gewechselt und aus der Sicht vertrauter Anderer berichtet, in der dritten aus der „Vogelperspektive“ bzw. aus der Perspektive unbeteiligter Dritter. Ähnliche (zirkuläre) Fragetypen sind „Klassifikationsfragen“ („Wer freut sich am meisten darüber, dass …?“), „hypothetische Fragen“ („Einmal angenommen, es wäre …., was wäre dann anders?“), „Kontextualisierungsfragen“ („Wie verhält sich …?“), Fragen nach Visionen oder Utopien („Welches Leben würden Sie führen, wenn …?“) und „Metaphernfragen“ („Wenn Sie versuchen würden, ein Bild oder eine Überschrift für die beschriebene Situation zu finden, …“).

Fokussiertes Interview

Ein Grundkonzept des Nachfragens ist bereits in der „Urfassung“ aller leitfadenbasierten Interviews, dem „fokussierten Interview“ von Robert Merton und Patricia Kendall (1979 [1946]), enthalten, für das erstmals systematisch Ziellinien des Interviewens (allerdings nicht in Form von Handlungsanleitungen) benannt wurden. Demnach richten sich alle (Nach-)Fragen auf Spezifität (Hinausgehen über die Ebene allgemein gehaltener Aussagen), auf die Erfassung der relevanten Themen (von den Interviewenden „vorgegeben“ und von den Interviewten „eingebracht“), auf eine affektive, kognitive und evaluative Vertiefung über „kürzelhafte“ Benennungen hinaus und auf eine Exploration des biografischen Hintergrundes (bzw. des „personalen Kontexts“) als Voraussetzung für eine angemessene Interpretation.

Struktur-Dilemma-Interview

Die Idee, ein Interview mit vorgegebenem „Reizmaterial“ zu eröffnen, findet sich schon beim „fokussierten Interview“, in dem – da in der Medienrezeptionsforschung begründet – zumeist Filme oder Zeitungskommentare genutzt werden. Vergleichbar werden beim „Struktur-Dilemma-Interview“ der psychologischen Moralforschung (Kohlberg 1995 [1984]) Dilemmata (Geschichten) aus miteinander unvereinbaren Werten oder Handlungsoptionen vorgegeben und Gründe für deren Lösung durch systematische Nachfragen exploriert. Carol Gilligan (1988), eine langjährige Mitarbeiterin Kohlbergs, die sich insbesondere für die weibliche Moralentwicklung interessiert, nutzt im Unterschied hierzu leitfadenorientierte Interviews, die an realen Lebenssituationen ausgerichtet sind (Kiegelmann 2009).

Halbstrukturiertes Interview

Das „halbstrukturierte Interview“ – gemeint ist hier nicht ein alltagssprachliches Verständnis teilstrukturierter Befragungen, sondern eine von Groeben und Scheele (2000) vorgeschlagene Variante – beinhaltet zwei Teile: Im ersten Teil, dem eigentlichen halbstrukturierten Interview, werden über offene Fragen explizit verfügbare Annahmen und Bestandteile „subjektiver Theorien“ ermittelt. Dabei werden stärker implizite Wissensbestände über theoriegeleitete Fragen und schließlich über Konfrontationsfragen eruiert, um die sich entwickelnden subjektiven Theorien selbstkritisch zu „prüfen“. Im zweiten Teil werden dann mittels der sog. Struktur-Lege-Technik die Aussagen aus dem ersten Interview gemeinsam mit den Befragten strukturiert und kommunikativ validiert. Am Ende steht eine ausgearbeitete subjektive Theorie zu dem untersuchten Themenbereich. Eine ähnliche Vorgehensweise findet sich bei den Grid-Interviews (Fromm 2018).

Selbstkonfrontations-Interview

Ähnlich – wenn auch nicht dem Anspruch auf Theorie so stark verpflichtet, aber nach kritischer Auseinandersetzung mit dem Ansatz des „Lauten Denkens“ (Konrad 2017) – ist das „Selbstkonfrontations-Interview“ ausgerichtet, das Franz Breuer (1995) im Kontext von Beratungsgesprächen entwickelte. Darin werden den Interviewten (i. d. R. per Video aufgezeichnete) Interaktions-/Handlungssequenzen vorgeführt mit der Bitte, diese hinsichtlich der (erinnerten) „inneren Handlungsanteile“ zu erläutern, um so deren subjektive (Mikro-)Perspektive zu erfassen.

Expert/inneninterview

Bei dem „Expert/inneninterview“, das von Michael Meuser und Ulrike Nagel (1991) eingeführt wurde, tritt die Biografie (und damit der/die Interviewte als „Person“) in den Hintergrund: Die Interviewten werden – die wissenssoziologische Unterscheidung von „Laie/Laiin“ und „Experte/Expertin“ sowie „Allgemeinwissen“ und „spezialisiertem Wissen“ vorausgesetzt – als Akteur/innen in dem von ihnen repräsentierten Funktionskontext angesprochen (s. dazu auch die frühen Überlegungen zum elite interviewing, Dexter 2006 [1970]). Allerdings bleibt trotz der wissenssoziologischen Fundierung in der Forschungspraxis recht oft vage, wer als Experte/Expertin bzw. Spezialist/in anzusehen ist und wer nicht. Dies gilt noch mehr für die von Jochen Gläser und Grit Laudel (2010) vorgenommene konzeptionelle Ausdehnung über den „engen“ Expert/innenbegriff hinaus: Dass alle Befragten Expert/innen ihrer selbst und ihrer Lebenswelt sind, trifft zwar den Kern qualitativer Forschung, taugt aber nicht als Kriterium für die Nutzung dieser Interviewform. Wer Experte/Expertin ist und um wessen Spezialwissen es geht, lässt sich nur aufgrund der Forschungsfrage bestimmen (Littig 2008).

Paarinterview

Ähnlich wie das „Expert/innen-Interview“ hat das „Paarinterview“ seinen Namen aufgrund der einbezogenen Befragten erhalten. Angezeigt ist ein solches Arrangement, wenn das Erkenntnisinteresse auf relationale Aspekte der Interaktion, Aushandlung oder auch auf Performances und Präsentationen von miteinander in Beziehung stehenden Personen zielt. Eingrenz- und abgrenzbar sind Christine Wimbauer und Mona Motakef (2017, S. 22) zufolge Paarinterviews von anderen Formen dyadischer Interviews eben durch den Gegenstandsbezug. Solche Interviewformen, bei der eine Person zwei Personen interviewt, werden in der englischsprachigen Forschung als joint interviews, dyadic interviews oder eben spezieller couple interviews insbesondere in Forschungen zu chronischer Krankheit und zu Disability seit Langem genutzt und zunehmend auch methodologisch reflektiert (Polak und Green 2016).

Gruppeninterview

Anders als bei der Gruppendiskussion, in der Kommunikation als aufeinander bezogener Aushandlungsprozess initiiert und auf die „Selbstläufigkeit“ solcher Gespräche gesetzt wird (Bohnsack und Przyborski 2007), wird mit dem Terminus Gruppeninterview akzentuiert, dass hier mehrere Personen gleichzeitig befragt werden, um so möglichst schnell und effizient Informationen über das interessierende Forschungsthema zu erhalten. Dabei stehen weniger die gruppendynamischen Prozesse oder die wechselseitige Bezogenheit der Teilnehmenden im Vordergrund. Breite Anwendung finden sog. Gruppeninterviews – in Anlehnung an die angloamerikanische Herkunft wird zuweilen auch von Fokusgruppen gesprochen – in der Marktforschung (Bohnsack und Przyborski 2007; Krueger und Casey 2000).

Weitere Varianten und Variationen

Die Liste möglicher Interviewverfahren wird noch länger, wenn Varianten berücksichtigt werden, die ihre Bezeichnung aufgrund des Einbezugs spezifischer Elemente in die Interviewsituation erhalten. So wurde z. B. die Darbietung von visuellem Material (z. B. Fotos, Filme), die schon für das fokussierte Interview (Merton und Kendall 1979 [1946]) vorgesehen war, ausgeweitet zum „photo-elicitation interview“ (Epstein et al. 2006). Für Kinder finden sich u. a. das „Puppenspiel-Interview“ bzw. genereller „spielbasierte“ Interviews (Sturzbecher 2001, s. auch Mey 2005a).

Auch werden in der psychologischen Forschung einige sehr spezifische Varianten für eng umgrenzte Untersuchungsfelder genutzt, so das Adult-Attachment-Interview (George et al. 2001) im Kontext der Bindungsforschung und – noch deutlich begrenzter – das Identity-Status-Interview in der Identitätsforschung (bzw. in dem Teil der Identitätsforschung, die sich dem dazugehörigen Identity-Status-Modell von Marcia verpflichtet fühlt, s. Mey 2007; Watzlawik und Born 2007). Für andere Verfahren wie das „erinnerungszentrierte Interview“, ein Leitfadeninterview zur Exploration von Erinnerungen, oder das „Erwachseneninterview“ (das Fragen zu Vorstellungen über das Erwachsensein beinhaltet) sind die Grenzen bzw. ist gerade die Unbegrenztheit solcher Namensschöpfungen offensichtlich (dazu Mey 2005b).

2.2 Probleme der Auswahl

Interviews sind eine Verfahrensgruppe, die neben den theoretischen Bezugstheorien (Ethnomethodologie, Forschungsprogramm Subjektive Theorien, Heuristik, Narrationstheorie, Psychoanalyse etc.) entlang der Dimensionen Interviewsteuerung (Standardisierung/Strukturierung) – und damit dem Gestaltungsspielraum der am Interview Beteiligten – sowie evozierte Textsorten (Erzählung, Bericht, Argumentation, Sachverhaltsdarstellung, Kenndaten, Meinungen etc.) geordnet werden kann. Je nach Forschungsinteresse und Anwendungsbereich ist der Rückgriff auf bestimmte Interviewvarianten nahe liegender als auf andere.

Vor dem Hintergrund der Fülle an Verfahren ist es für Forschende mitunter schwierig, die Übersicht zu behalten und eine begründete Auswahl zu treffen: Teilweise sind die Bezeichnungen recht unscharf (z. B. „problemzentriertes“ oder „themenzentriertes“ Interview, denn in gewisser Weise werden in allen Interviews „Themen“ behandelt, und oft sind „Probleme“ Ausgangspunkt für die Zentrierung von Gesprächen); teilweise werden gleiche Namen für unterschiedliche Verfahren verwandt (so im Falle von sogenannten halbstrukturierten, biografischen oder Tiefeninterviews). Auch ist zuweilen die Differenz zwischen den einzelnen Verfahren auf der Ebene der Interviewführung oder der Frageelemente weniger groß, als die den Verfahren jeweils unterlegten Basistheorien und die jeweils angestrebten „Textsorten“ vermuten lassen: „Konfrontationsfragen“ finden sich z. B. bei halbstrukturierten Interviews und bei dem problemzentrierten Interview; insbesondere beim problemzentrierten, partnerschaftlichen und personzentrierten Interview wird auf gesprächspsychologisch fundierte Elemente zurückgegriffen, um Verständnis zu generieren und die „Sicht des Subjekts“ zu explorieren.

Auch mag je nach Fragestellung mitunter eine Kombination von Elementen unterschiedlicher Interviewverfahren sinnvoll erscheinen, zumal es im Rahmen eines qualitativen Forschungsstils erforderlich ist, Methoden mit Blick auf die jeweilige Untersuchungsfrage ggf. anzupassen und zu modifizieren, indem Verfahrensweisen (Fragetypen und einzubeziehendes Reizmaterial) verknüpft werden, wenn es die methodologischen Basisannahmen erlauben und die getroffenen Entscheidungen hinreichend plausibilisiert (und entsprechend dokumentiert) werden.

Insofern gilt es, die Auswahl für jede Forschungsfrage neu zu begründen, da eine Festlegung auf die eine – für alle Themen und Interviewten – „gute“ Interviewvariante wenig sinnvoll ist. Eine solche Vorabfestlegung – in der Psychologie öfters auf „halbstrukturierte Interviews“ und zudem zumeist „inhaltsanalytisch“ ausgewertet – bezeichnet Jüttemann (1983) als „Methodeninversion“, d. h. die Entscheidung für Verfahren folgt weniger einem begründeten Ertrag zur Beantwortung einer Forschungsfrage als vielmehr Annahmen über die Reputation von Verfahren vor dem Hintergrund z. T. quantitativer Forschung geschuldeter Gütekriterien (Flick 2017; s. auch die Debatte zur Geltungsbegründung in „FQS-Forum Qualitative Sozialforschung/Forum: Qualitative Social Research“, http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/pages/view/quality).

3 Zentrale Fragen der Interviewdurchführung

Interviews erfordern von der Auswahl einer Variante über die Durchführung der Interviews bin hin zu deren Aufbereitung kontinuierlich reflexionsbedürftige und zu begründende Entscheidungen der Forschenden (Kruse 2014; Kvale und Brinkman 2008; Reinders 2016; im Überblick Mey und Mruck 2011). Einigen hiermit einhergehenden Herausforderungen und Fragen möchten wir kurz nachgehen.

3.1 Interviewarrangement: Teilnehmende

Interviews werden in der Regel als Dyade geführt mit einer Person, die interviewt und einer Person, die interviewt wird. Teilweise werden aber auch zwei Interviewende eingesetzt, ein Vorgehen, das als „Tandeminterview“ bezeichnet wird (Hoff 1985). Dies ist dann zu vermeiden, wenn durch die Überzahl aufseiten der Interviewenden Assoziationen zu einem „Verhör“ hervorgerufen oder wenn intimere Details, die eine vertrauensvolle Situation voraussetzen, ausgespart werden würden. Vorzüge von Tandeminterviews sind insbesondere – vorausgesetzt, beide Interviewende harmonieren –, dass mögliche Auslassungen eher auffallen können oder dass bei „Krisen“ im Gespräch der/die Fragende wechseln kann.

Michael Dick (2006) schlägt im Kontext seiner Arbeiten zur Organisationsforschung „Triadengespräche“ vor, wobei die dritte Person Laie/Laiin sein sollte: Sie gehört dem „gemeinsamen“ Handlungsfeld des/der Befragten und des Interviewers/der Interviewerin nicht an und fungiert ausschließlich als Zuhörer/in. Nach Dick werden den Interviewten (von ihm verstanden als „Experte/Expertin“ für die infrage stehenden Themen) durch die beiden Zuhörenden unterschiedliche Anforderungen vermittelt: Während für den fachlichen Part (Interviewer/in als Novize/Novizin) die Relevanz und Nützlichkeit des Dargestellten in Bezug auf die Forschungsfrage bedeutsam sei, sei für die zuhörende dritte Person (Laie/Laiin) dessen Verständlichkeit zentral. Die Einführung der dritten Person dient also dazu, Darstellungen zu elizitieren, die sonst in der Selbstverständlichkeit und Routine verborgen bleiben könnten. Anders konzipierte Dritte finden sich z. B. in Gruppen- bzw. Paarinterviews.

Da die meisten Interviewvarianten ursprünglich entlang einer adult-zentrischen Gesprächsführung entwickelt wurden, waren und sind mit Blick auf bestimmte Personengruppen zusätzliche Spezifikationen und Reflexionen erforderlich. So wurden nicht zuletzt in der Entwicklungspsychologie die besonderen Anforderungen diskutiert, mit Kindern Interviews zu führen. Hierzu entwickelte Jean Piaget (1999 [1926]) schon früh die „klinische Methode“, die eine besondere Form von permanenten Nachfragen betont. Auch der Einbezug „kindangemessener“ Utensilien (Spielzeug, Malstifte etc.) und Arrangements (mehr Pausen, Herumlaufen) sind hier obligate Variationen, ebenso spezifische Fragestile, die an den Verstehensleistungen von Kindern orientiert sind (Mey 2005a; Winstone et al. 2014).

Spezifizierte Überlegungen finden sich mittlerweile auch für Interviews mit älteren und alten Menschen mit Blick auf deren Erzählschemata, körperliche Verfasstheit und andere – der Altersgruppe zugeschriebene – Besonderheiten (Lamnek 2010) oder für Menschen, deren Kommunikation ursprünglich als „beeinträchtigt“ angesehen wurde. Ein solcher normalisierender Blick wurde nicht zuletzt mit dem Aufkommen der disability studies einer kritischen Revision unterzogen. Aufseiten der Forschenden sind damit Voraussetzungen zu schaffen, die eine Mitwirkung der Befragten durch Änderungen im Arrangement und Setting ermöglichen (Breuer 2005).

Eine Auseinandersetzung mit der Frage, in welcher Weise Kommunikation und sprachliche Angebote zu unterbreiten sind, betrifft aber nicht nur Merkmale wie Alter oder Behinderung. Denn in dem Maße, in dem zunehmend internationale Verbundprojekte umgesetzt werden, geraten kulturelle Besonderheiten und aus ihnen resultierende Anforderungen an die Gestaltung der Interviewsituation in den Blick (Brayda und Boyce 2014).

Unabhängig von Art und Zahl der Teilnehmenden sind die Daten, die am Ende eines Interviews vorliegen, nur zu einem Teil der Methode und dem formalen Interviewarrangement im engeren Sinne geschuldet: Sie hängen viel mehr von der je konkret stattfindenden Begegnung zwischen (möglicherweise sehr eigenwilligen) Subjekten ab. Interviewende und Interviewte begegnen sich als Angehörige gleicher/unterschiedlicher soziokultureller Milieus, als gleichaltrig oder aus verschiedenen Alterskohorten stammend (und damit als Generationenangehörige mit gleichem/unterschiedlichem Erfahrungswissen), als dem gleichen oder verschiedenen Geschlechtern zugehörig. Diese je spezifischen Konstellationen sind (zusätzlich konturiert z. B. durch den Grad an Sympathie oder Attraktivität) mitverantwortlich für das, was im Interview (nicht) gesagt wird: Interviewte und Interviewende sind Gegenüber mit einem je eigenen „Reizwert“, wie der Ethnopsychoanalytiker Georges Devereux es nennt (1973 [1967], S. 49). Dieser Reizwert – „Ausstrahlung“/„Wirkung“/„Erscheinung“ – ist mitentscheidend, ob Befragte bereit sind, ausführlich zu erzählen oder ob sie es bei der Mitteilung des Nötigsten belassen, und er ist unabhängig von der gewählten Interviewvariante bei der folgenden Datenauswertung unbedingt reflexionsbedürftig (Mruck und Mey 2018/im Druck).

3.2 Setting: Orte

Interviews finden meist als Gespräche in einem geschlossenen Raum statt. Für viele Interviews ist der konkrete Ort auszuhandeln; die Vorschläge und getroffenen Wahlen (Privatwohnung, Hochschulräume, andere öffentliche Räume) sind zu reflektieren und können interessante Hinweise für die Untersuchung geben. Eine freie Ortswahl entfällt immer dann, wenn es Vorgaben gibt, die es notwendig machen, dass das Interview an einem bestimmten Ort geführt wird, also z. B. in einem „Studio“ mit zusätzlichen Aufzeichnungsmöglichkeiten, im Falle ethnografischer Interviews, die sich „im Feld“ ereignen oder wenn Interviews als „Rundgänge“ (sog. „walking around method“, Lynch und Rickin 1970) etwa durch Wohnviertel organisiert werden. Seit Anfang des neuen Jahrtausends haben neben der traditionellen Face-to-face-Erhebung als in Raum und Zeit synchroner Kommunikation zusätzliche Interviewformen stärkere Verbreitung gefunden. Hierzu gehört insbesondere das Telefoninterview als zeitlich synchrone, aber an verschiedenen Orten stattfindende Kommunikation (Block und Erskine 2012; Oltmann 2016) oder das E-Mail-Interview, das zeitlich wie örtlich asynchron geführt wird (Bampton und Cowton 2002; Houston 2008). Zunehmend werden auch Interviews in synchronen Chatrooms, via MSN Messenger oder über weitere Webtechnologien gestaltet (Deakin und Wakefield 2014; Tuttas 2015; für einen aktuellen Überblick zu „Digital Tools for Qualitative Research“ s. Paulus et al. 2017).

Die vorgenannten Erhebungsformen haben insbesondere praktische Vorzüge, dass nämlich ohne Zeitverlust große Distanzen überwunden und zudem Kosten für Reisen/Hotels usw. gespart werden können (bei E-Mail-Interviews und Chats mit Protokollfunktion entfallen zusätzlich auch noch der Aufwand für die Transkription). Zu empfehlen sind diese Interviewvarianten dann, wenn der mit ihnen einhergehende Informationsverlust nicht besonders schwer wiegt (bei Telefoninterviews entfallen visuelle Informationen, bei E-Mail-Interviews zudem Informationen über den situationalen Kontext und die Spontaneität unmittelbarer Kommunikation).

3.3 Leitfadeneinsatz

In vielen Interviews (außer insbesondere dem narrativen und dem rezeptiven Interview sowie dem ero-epischen Gespräch) werden Leitfäden verwandt, die mehrere Funktionen erfüllen können: Im Vorfeld eines Interviews helfen sie den Forschenden, das eigene Wissen zu organisieren, zu explizieren und mit Teamkolleg/innen zu diskutieren. Kurz vor dem Interview können die wichtigen Fragen(bereiche) nochmals in Erinnerung gerufen werden. Im Gespräch selbst sollte auf den Leitfaden – auch um eine „Leitfadenbürokratie“ (Hopf 1978) zu vermeiden – nur dann zurückgegriffen werden, wenn es zu Stockungen kommt oder die Interviewenden den „Faden“ verloren haben. Am Ende des Interviews kann der Leitfaden im Sinne einer Checkliste dazu dienen zu prüfen, ob alle wichtigen Fragen gestellt bzw. im Interview angemessen angesprochen wurden.

Als Faustregel gilt – folgt man Gläser und Laudel (2010) –, dass ein Leitfaden nicht mehr als zwei Seiten mit ca. acht bis fünfzehn Fragen umfassen sollte, am besten übersichtlich sortiert. Helfferich (2011) hat hierzu einen Ablaufprozedere aufgestellt, an dessen Ende – nach Sammlung aller möglichen Fragen, deren Prüfung sowie Sortierung und Subsummierung – ein Leitfaden steht, der pro Themenbereich eine offene Einstiegsfrage vorsieht und dazugehörige konkrete Nachfragen sowie Steuerungs- und Aufrechterhaltungsfragen enthält. Zur Reduzierung des Leitfadens empfiehlt es sich auch, Witzels Vorschlag eines Kurzfragebogens zu folgen, der wahlweise vor oder nach dem Interview eingesetzt werden kann, um Rahmendaten zu erheben und Faktenfragen aus dem Gespräch auszulagern. Ob im Leitfaden selbst Fragen auszuformulieren sind, wird in der Literatur unterschiedlich beantwortet: Während z. B. Helfferich sich für Stichworte ausspricht, plädieren Gläser und Laudel für ausformulierte Fragen. Entscheidendes Kriterium sind hier die Präferenzen der Interviewenden – einige arbeiten wegen der damit verbundenen flexiblen Formulierung von ad hoc einzubringenden Fragen lieber mit einem in Stichworten organisierten Leitfaden, andere Interviewende fühlen sich mit ausformulierten Fragen sicherer. Ungeachtet der Präferenz ist es sinnvoll, (die zentralen) Fragen vor dem Interview zumindest einmal auszuformulieren, um ein Gespür für den Fragegehalt und die -formulierung zu bekommen.

Im Falle von Forschungsteams oder beim Einsatz von mehreren Interviewenden sollte ein „Manual zur Interviewführung“ erstellt werden, das das Interviewverhalten regelt und die „Logik“ des Leitfadens expliziert, z. B. für welche Bereiche Erzählungen und wann Tiefeninformationen zwingend erforderlich sind, auf welche Weise diese eingeholt werden sollen (hypothetische, zirkuläre, systemische etc. Fragen) und welche Themenbereiche zentral oder eher peripher sind; die Reglements sollten aber nicht zu rigide formuliert sein. Ein solches Manual empfiehlt sich aber auch bei Einzelarbeiten, denn so explizieren Interviewende, welche Ziele sie mit dem Interview verfolgen und auf welche Weise sie die Interviewsituation gestalten wollen. Wichtig ist, sich angesichts des Prozess- und Offenheitscharakters qualitativer Forschung (und wegen des oft iterativen Vorgehens bei der Fallauswahl; Schreier 2017a) zu vergegenwärtigen, dass der Leitfaden mit zunehmendem Erkenntnisgewinn verändert werden kann, indem neue Fragenbereiche aufgenommen werden, andere hingegen entfallen. Auch können die Exploration unterstützende Elemente – begründet mit Blick auf den jeweiligen Untersuchungsgegenstand – einbezogen werden. So hat Wolfgang Kraus (2000) für die Untersuchung von Identitätskonstruktionen Netzwerkkarten eingesetzt, um Befragte aufzufordern, ihre sozialen Bezüge zu erläutern und zu visualisieren. Birgit Böhm (2006) nutzte Legofiguren, damit Interviewte zur Darstellung von interdisziplinärer Gruppenarbeit Projektskulpturen aufstellen und dies mit Blick auf Kooperationen kommentieren konnten. Auch Stadtkarten kommen zur Exploration von Lebenswelten zum Einsatz (schon früh Muchow und Muchow 2012 [1935]; s. auch Mey 2015).

3.4 Aufzeichnung, Mitschrift, Prä- und Postskripte

In der Regel werden Interviews aufgezeichnet, wobei die meisten Forschungsarbeiten mit einer Audioaufzeichnung auskommen. Die Videoaufzeichnung empfiehlt sich dann, wenn visuelle Daten (also Mimik, Gestik) wirklich für das Erkenntnisinteresse bedeutsam sind und in die Auswertung einbezogen werden sollen oder wenn für Ergebnispräsentationen z. B. im Rahmen performativer oder kunstbasierter Ansätze visuelle Darstellungen (Filmcollagen usw.) vorgesehen sind (Schreier 2017b).

Die Aufzeichnungsgeräte sind mittlerweile sehr klein, sodass sie kaum auffallen; dies gilt auch für die Mikrofone. Entsprechend kann sich nach einigen Minuten das Gefühl, „aufgezeichnet“/„beobachtet“ zu werden, eher verlieren als bei früheren Geräten. Wenn es sich im Gesprächsverlauf jedoch (wieder) einstellt, dann ist dies möglicherweise ein Hinweis auf „heikle“ Themen oder auf Verunsicherung (ggf. kann angeboten werden, die Aufnahme zu unterbrechen).

Zunächst eingeführt von Witzel (1982) als Element des problemzentrierten Interviews gehört es mittlerweile zusätzlich zum Standard, ein Postskript anzufertigen. Es dient zum Festhalten von Eindrücken, Auffälligkeiten und Befindlichkeiten, die sich auf das Interview selbst und auf die (nicht aufgezeichnete) Zeit vor und nach dem Interview beziehen. Dazu kann eine standardisierte Vorlage (mit den für die Analyse wesentlichen Punkten) genutzt oder das Postskript kann frei angelegt werden. Noch selten werden Präskripte verfasst, also Notizen im Vorfeld des Interviews, in denen die Erwartungen an das konkrete Interview formuliert oder auch eigene Befindlichkeiten festgehalten werden. Dies zu fixieren ist sinnvoll, denn auf diese Weise werden Informationen verfügbar, die sonst für die Forschungssupervision oder den Auswertungsprozess nicht zugänglich wären.

Wenn eine auditive Aufzeichnung nicht gewünscht oder nicht machbar ist, können die Inhalte und der Ablauf des Gesprächs protokolliert werden. In diesen Fällen sollten Notizen (Stichwörter, zum Teil ergänzt um wörtliche Rede) relativ bald nach dem Interview verfasst werden. Hierbei ist zu beachten, dass ähnlich dem ethnografischen Protokoll (s. dazu Streck et al. 2013) nur das in die Auswertung einbezogen werden kann, was auch erinnert, niedergeschrieben und hinreichend expliziert wurde.

Audioaufzeichnungen werden üblicherweise als Grundlage für die folgende Datenauswertung verschriftlicht. Hierbei sind nicht nur Entscheidungen zu treffen hinsichtlich des Umfangs (ob alles verschriftlicht wird oder nur Teile), sondern auch die Regeln festzulegen, nach denen die Transkription erfolgt und in welcher Weise eine Anonymisierung sichergestellt wird (Dresing und Pehl 2017). Ebenso bedeutsam ist es, den ko-konstruktiven Charakter der Interviewsituation und dessen Bedeutung für die Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen (Breuer 1999; Davidson 2009; Skukauskaite 2012). Denn obschon seit den Arbeiten von Ochs (1979) die Selektivität und Theoriegeladenheit von Transkripten in der methodologischen Literatur zunehmend akzeptiert wird, werden diese in der Forschungspraxis weiter oft als realistische Objekte verstanden und behandelt.

3.5 Interviewschulungen

Entlang der hier nur kursorisch behandelten Fragen zur Interviewführung wird deutlich, dass im Rahmen von Interviewstudien zahlreiche Entscheidungen zu treffen und zu begründen sind. Da die methodische Ausbildung oft wenig praktische Übungen aufweist, sollten vor allem unerfahrene Interviewerinnen und Interviewer angeleitete Schulungen wahrnehmen, insbesondere solche mit Interviewübungen. Über solche vorbereitenden Schulungen – und in einer zu verbessernden Methodenausbildung an Hochschulen und Universitäten – hinaus ist eine wiederkehrende Supervision durch Methodenberatungen, in selbst-organisierten Forschungswerkstätten oder in sich kooperativ-verstehenden Forschungsteams sinnvoll (Schreier und Breuer 2017): Aus Interviews als sozialen Situationen können immer wieder neue Herausforderungen resultieren oder es schleichen sich Gewohnheiten in die Interviewführung und -gestaltung ein, die es – um die Potenz qualitativer Methodik für die je interessierende Fragestellung auszuschöpfen – zu reflektieren gilt.

4 Ausblick: Stand und Perspektiven

Interviews sind als „Instrument“ zum Abfragen von (Fakten-)Wissen wenig geeignet (dies kann ein gut konstruierter Fragebogen viel besser und zuverlässiger leisten), sondern sie helfen, Erzählungen zu generieren, Argumente und Begründungen zu explorieren oder ausführliche Beschreibungen einzuholen, die (anders als Tagebuchaufzeichnungen oder andere schriftliche Dokumente) in einem Gespräch hervorgebracht werden. Zudem sind Interviews (auch in Abgrenzung z. B. zu Fokusgruppen) immer dann zu wählen, wenn es um persönliche Narrationen bzw. um sensitive Themen geht, die ein vertrauensvolles Klimaraussetzen.

Prinzipiell können Interviews mit Angehörigen aller Alters- und Sozialgruppen geführt werden. Allerdings resultieren aus der Bindung an Sprache und Ausdruckfähigkeit immer auch Grenzen. So wird in der Literatur häufig problematisiert, dass ungeübte Befragte nicht zu längeren Narrationen in der Lage seien, und noch mehr, dass mit Blick etwa auf das narrative Interview als eine besonders anspruchsvolle Interviewform gar nicht jede/r Befragte die „Bereitschaft sowie die (sprachliche und soziale) narrative Kompetenz [habe], [ihre/]seine ‚Geschichte‘ zu erzählen“ (Spöhring 1989, S. 175; kritisch dazu Mey 2000). Als Gruppe, die in einer Interviewsituation eher einem Frage-Antwort-Schema folge oder sich dem narrativen Interview „entziehe“, werden in dieser Diskussion um „inkompetente“ Erzähler/innen immer wieder Jugendliche genannt.

Statt solche Gruppen per se auszuschließen, sollten Interviewende jedoch die Ansprüche, Herausforderungen und Voraussetzungen spezifischer Interviewverfahren in dem jeweiligen Untersuchungskontext auszuloten versuchen. Dies ist offensichtlich bei Kindern, bei denen die Gestaltung der Interviewsituation auf deren spezielle Bedürfnisse hin abzustimmen ist (Pausen, Herumlaufen, Einbezug zusätzlicher Elemente aus der kindlichen Erfahrungswelt usw.; Mey 2005a; Vogl 2015).

Statt der Konstruktion von „Spezialfällen“ (Kinder, Alte etc.) ist es generell angezeigt, immer wieder zu reflektieren, wer im Interview überhaupt aufeinander trifft. Jede dieser Begegnungen erbringt anderes Material, das für die Beantwortung der Untersuchungsfrage wichtig sein kann; dies setzt aber voraus, dass das kommunikativ produzierte Material unter den Bedingungen der konkreten Herstellung und gemeinsamen Konstruktion betrachtet und ausgewertet wird. Ob ein weitgehend passives Zuhören wie im Falle des narrativen Interviews als Desinteresse und das Stellen von Fragen beim problemzentrierten Interview als Unterbrechung erlebt wird, ergibt sich weniger aus den methodischen Verfahrensregeln als aus der Interviewsituation, in der Forschende und Beforschte sich als Subjekte (mit den jeweiligen Selbst- und Fremdzuschreibungen) begegnen. Diese Form der wechselseitigen Wahrnehmung und Zuschreibung ändert sich auch nicht, wenn Interviews per E-Mail, am Telefon oder im Chat stattfinden, Medien, die jedes für sich unterschiedliche Vorzüge und eigene „Regeln“ haben. Der Grundzug bei jedem Interview bleibt: Es ist ein soziales Arrangement, in dem Interviewte und Interviewende als soziale Akteur/innen aufeinandertreffen. Die mit dem „sozialen Arrangement Interview“ verbundenen Besonderheiten erfordern eingehende methodische Reflexionen. Deppermann (2013) zeigt an verschiedenen Interviewauszügen dezidiert auf, dass (und wie) Interviews als situierte Interaktionsereignisse zu begreifen sind, in denen durch performatives Handeln gemeinsam Sinn hergestellt wird.

Ungeachtet der breiten Nutzung von Interviews in der Psychologie, aber auch in allen anderen human- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen mangelt es an systematischem Wissen über das, was in einem Interview „eigentlich“ passiert. Hier liegt in der Forschung über Interviews ein wesentliches Desiderat, das erst in jüngster Zeit ernsthafter aufgegriffen wird (Deppermann 2013; Kruse 2014; Witzel und Reiter 2012) und noch viele weiterführende Detailbetrachtungen erfordert.

Fußnoten

  1. 1.

    Eine umfassende Dokumentation bietet das „Sage Handbook of Interview Research“ von Gubrium et al. (2012), das allerdings weniger die für den deutschsprachigen Raum typische Darstellung spezieller Verfahren bietet, sondern die Diskussion verläuft eher über das Interviewen als Tätigkeit.

  2. 2.

    Der Terminus Tiefeninterview wird zuweilen alltagssprachlich begründet, wenn versucht wird, über die Ebene allgemein gehaltener Aussagen hinauszugehen. Für die standardisierte Sozialforschung hat Jürgen Friedrichs (1983 [1973]) den Begriff des Tiefeninterviews synonym mit dem des sog. Intensivinterviews verwandt. Mittlerweile wird von Tiefeninterviews insbesondere im Kontext der Marktforschung gesprochen.

  3. 3.

    Das narrativ-biografische Interview sollte nicht mit dem „biografischen Interview“ von Hans Thomae (1952) verwechselt werden, einem Versuch, systematisiert und theoriegeleitet Lebensgeschichten und darin vorkommende Ereignisse zu erfragen. Thomae hat (gemeinsam mit Ursula Lehr) sein Verfahren im Rahmen seiner gerontologischen Studien zunehmend an dem nomologischen Paradigma ausgerichtet, sodass mögliche Anschlüsse an die aus der interpretativen Soziologie hervorgegangene Biografieforschung nicht geleistet wurden (Straub 1989).

  4. 4.

    Zusammengesetzt aus erotan – fragen und eipon (epos) – reden, mitteilen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Angewandte HumanwissenschaftenHochschule Magdeburg-StendalHansestadt StendalDeutschland
  2. 2.Institut für Qualitative ForschungInternationale Akademie BerlinBerlinDeutschland
  3. 3.Center für Digitale Systeme (CeDiS)Freie Universität BerlinBerlinDeutschland

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