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Die Aufstellungsarbeit in der Pesso-Therapie (PBSP®)

  • Leonhard SchrenkerEmail author
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Zusammenfassung

Dargestellt werden das entwicklungspsychologische und störungsätiologische Modell der Pesso-Therapie, das methodische Inventar und das therapeutische Vorgehen im Kontext konkreter Fallbeispiele. Im Zentrum stehen dabei die unterschiedlichen Bühnen des therapeutischen Verlaufs im Gruppenprozess, auf denen eine dynamische Aufstellungsarbeit erfolgt. Historische Schlüsselszenen der Kindheit, die lerngeschichtlich prägend waren für aktuelle dysfunktionale Interaktionsmuster, werden symbolisiert mit Platzhaltern auf dem Boden des therapeutischen Raums und damit sichtbar und wieder erlebbar. Ausgehend von der darin enthaltenen ursprünglichen kindlichen Sehnsucht, was das Kind stattdessen von ganz anderen Eltern gebraucht hätte, erfolgt im Antidot eine Aufstellung heilender interaktioneller Gegenbilder mit Rollenspielern als Ideale Eltern. Mit ihnen können PatientInnen im inneren Erleben als Kind das in sich aufnehmen und auf tiefer emotional-körperlicher Ebene verankern, was damals gefehlt hat. Bedeutsame Unterschiede zu anderen Aufstellungsarbeiten werden dabei diskutiert.

Schlüsselwörter

Aufstellungsarbeit Pesso-Therapie (PBSP) Microtracking Platzhalter Prinzipien Historische Szene Form-Passform Antidot Ideale Eltern 

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Psychotherapeutische PraxisFürstenfeldbruckDeutschland

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