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Wissenschaftliche Weiterbildung in Österreich

  • Elke GornikEmail author
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Zusammenfassung

Der Beitrag gibt einen Überblick über das Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung an österreichischen Hochschulen, mit dem Schwerpunkt auf österreichische Universitäten. Hauptfokus sind die Beschreibung der Entwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie eine Status quo Darstellung. Dazu werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Spezifika der österreichischen Hochschulschullandschaft ausgeführt, die Formate und Zielgruppen beschrieben, sowie die Organisations- Finanzierungs- und Personalstrukturen und Aufgabenvielfalt der wissenschaftlichen Weiterbildungseinrichtungen dargestellt.

Ein abschließender Ausblick zeigt punktuell Herausforderungen, die auf die wissenschaftliche Weiterbildung in Österreich zukommen, auf.

Schlüsselwörter

Österreich Wissenschaftliche Weiterbildung Universitäten Universitäre Weiterbildung Hochschulen 

Einleitung

Die Wahrnehmung wissenschaftlicher Weiterbildung in Österreich, insbesondere an den Universitäten, hat sich in den letzten zehn Jahren verändert. Diese wird vor allem durch ein deutliches Wachstum an Weiterbildungsstudierenden und der Professionalisierung, der für Weiterbildung zuständigen Einrichtungen, sichtbar. Beeinflusst wurde diese Entwicklung durch veränderte Rahmenbedingungen auf unterschiedlichsten Ebenen. Die Beschreibung der österreichspezifischen Charakteristika, der hochschulischen Akteure und deren Aufgabenbereiche liefern den notwendigen Rahmenkontext zum Verständnis der Entwicklung und Positionierung der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich. Abgeleitet davon, ergeben sich aktuelle und zukünftige Handlungsfelder für die wissenschaftliche Weiterbildung.

1 Abriss – Entwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich

Die Entwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung an den österreichischen Universitäten lässt sich historisch nur in einzelnen Fragmenten darstellen. Ein Wirken der wissenschaftlichen Weiterbildung, im Sinne einer Öffnung der Universitäten, ist früh mit der Geschichte der österreichischen Erwachsenenbildung verknüpft. Gut dokumentiert sind hier die 1895 eingeführten Volkstümlichen Universitätsvorträge (VUV), die an der Universität Wien entstanden sind (Gruber und Lenz 2016, S. 28). In weiterer Folge hat sich die österreichische Erwachsenenbildung, durch die Etablierung der Wiener Volkshochschulen, stark weiterentwickelt. Im Gegensatz zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Österreich wurde in der Fachliteratur die Weiterbildung an den österreichischen Universitäten bis etwa ins Jahr 2004 (dann u. a. durch Fröhlich und Jütte 2004; Pellert und Cendon 2007) unzureichend systematisch aufgearbeitet.

Ab wann Weiterbildung den Universitäten als Aufgabe formal zugeordnet wurde, soll anhand der gesetzlichen Grundlagen kurz nachvollzogen werden. Das erste beschlossene Hochschul-Organisationsgesetz erfolgte 1955 und ersetzte die damaligen unübersichtlichen einzelnen Hochschulgesetze (bmwf 2007, S. 6). Hinweise auf Aufgaben zur Weiterbildung waren in dieser Verordnung nicht enthalten. In der folgenden Novelle, dem Universitäts-Organisationsgesetz (UOG) von 1975, zeigt sich bereits ein essenzieller Hinweis auf Weiterbildung in der Beschreibung der Aufgaben von Universitäten. Neben den Universitäten anvertrauten Gebieten der Wissenschaften (§ 1 Abs. 3), also der Entwicklung der Wissenschaften, der Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der wissenschaftlichen Berufsvorbildung, der Koordinierung und Durchführung der wissenschaftlichen Forschung und Lehre, wird „die Weiterbildung der Absolventen der Universitäten entsprechend dem Fortschritt der Wissenschaft“ (§ 1 Abs. 3 lit.b) angeführt. Dies zeigt, dass sich bereits vor über vier Jahrzehnten ein gesetzlich verankerter Hinweis zum Aufgabengebiet Weiterbildung an Universitäten findet. Auch im darauffolgenden Gesetz (UOG 1993) war für die Universitäten der Wirkungsbereich Weiterbildung für Universitätsabsolventinnen und -absolventen (§ 3 Abs. 3) angeführt.

Eine wesentliche Änderung, die für die Weiterbildungsentwicklung eine wesentliche Rolle spielte, ergab sich für die österreichischen Universitäten durch die Einführung des Universitätsgesetzes 2002 und der damit zusammenhängenden völligen Autonomie als eigene juristische Personen öffentlichen Rechts und Vollrechtsfähigkeit. Eine neue Ära der Entwicklung des gesamten universitären Sektors und die rechtliche Schaffung einer „unternehmerischen Universität“ (2007 bmwf, S. 8) wurde gelegt. Im neuen Universitätsgesetz (UG 2002, mit der Wirksamkeit ab 01.01.2014) wurde unter § 3 Abs. 5 als Aufgabe und Wirkungsbereich von Universitäten, die Weiterbildung – insbesondere der Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und von Pädagoginnen und Pädagogen – festgehalten. Ergänzend wurden Formatvorgaben (siehe Abschn. 3.1) und einzelne Bestimmungen zur Weiterbildung gesetzlich ausgeführt.

Die österreichischen Universitäten hätten sich somit schon seit Jahrzehnten ihrem Auftrag wissenschaftliche Weiterbildung anzubieten widmen müssen. Die starke Orientierung auf einen engen Hochschulbegriff, die Reduzierung auf einen grundständigen Studienabschluss und die mangelnde Institutionalisierung der Universität selbst, haben jedoch hinderlich gewirkt (Gruber und Lenz 2016, S. 104).

2 Österreichspezifische Merkmale der wissenschaftlichen Weiterbildung

2.1 Begrifflichkeiten/Verständnis

In Österreich, so wurde von Pellert und Cendon (2007, S. 276) ausgeführt, existiert(e) keine von allen Beteiligten geteilte Definition von wissenschaftlicher Weiterbildung. Ähnlich wie in der Schweiz, wird im österreichischen Sprachgebrauch nahezu ausschließlich der Begriff der universitären Weiterbildung1 verwendet, der sich in öffentlichen Stellungnahmen, Berichten oder Positionspapieren niederschlägt (Gornik 2015, S. 9–10). Ergänzend wird der Begriff Hochschulweiterbildung verwendet, der erstmals in einer Publikation zu einem Projekt der AQ Austria (2012) zur Qualitätssicherung der Weiterbildung an Hochschulen Verbreitung fand.

Ein weiteres Indiz zum fehlenden Begriffsverständnis ist beispielsweise zudem aus der Rechtsgrundlage der Donau-Universität Krems (siehe Abschn. 2.3) abzuleiten. Zwar wird durch den Wirkungsbereich und der Aufgaben der Donau-Universität Krems festgehalten, dass es sich um wissenschaftliche Weiterbildung handelt, jedoch wird die Bezeichnung „universitäre Weiterbildung“ oder „wissenschaftliche Weiterbildung“ nicht explizit angeführt.

Die erste, bis dato fehlende, Definition von wissenschaftlicher Weiterbildung für die österreichischen Universitäten ging bildungspolitisch von der österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) 2009 aus. In einem Positionspapier erfolgten, neben einer vorausgehenden Diskussion um die Aufgaben von Universitäten im Bereich der (wissenschaftlichen/universitären) Weiterbildung, der Bedeutung von Weiterbildung, der Eingrenzung des Begriffes, auch grundsätzliche Empfehlungen zur Ausgestaltung des Weiterbildungsangebotes an Universitäten und zu Mindeststandards im Sinne einer Qualitätssicherung. Eine ausformulierte Definition der wissenschaftlichen/universitären Weiterbildung erfolgte in den Ausführungen der uniko nicht, sondern eine Beschreibung der Möglichkeiten von wissenschaftlicher/universitärer Weiterbildung, der anzusprechenden Zielgruppen und der Formate. Eindeutig ist, dass die universitäre Lehre in Verbindung mit der Forschung, der wissenschaftliche Diskurs und die eigenständige Leistung der Studierenden, bei der Gestaltung von universitärer Weiterbildung Berücksichtigung finden sollten (uniko 2009, S. 1). Im Jahr 2014 wurden diese Empfehlungen erneuert und stellen ein grundsätzliches Bekenntnis zur wissenschaftlichen (universitären) Weiterbildung in Österreich dar.

Eine Möglichkeit sich dem Begriffsverständnis in Österreich anders zu nähern ist über die Funktion(en) von wissenschaftlicher Weiterbildung. Im Sinne der Ausführungen von Pellert (2007, S. 5–6) kann jene zumindest auf zwei wesentliche eingeschränkt werden: 1. Die primär anzusprechende Zielgruppe der Hochschulabsolventinnen und -absolventen und 2. die durch wissenschaftliche Weiterbildungsangebote zu erreichende Akademisierung bestimmter Berufssparten. Nach wie vor, und dies zeigen die Zahlen und folgenden Ausführungen, sind Akademikerinnen und Akademiker die vorrangige Zielgruppe der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich. Die Beschreibung der Zielgruppe lässt sich somit als das zentrale Merkmal in der wissenschaftlichen Weiterbildung festhalten. Jenes Merkmal beinhaltet die Berücksichtigung und Anerkennung der Vorqualifikationen, Berufsvorbildung und -erfahrung sowie die spezifischen Interessen der vorrangig berufstätigen Zielgruppe. Es ist Aufgabe der wissenschaftlichen Weiterbildung diese Bedürfnisse aufzunehmen und entsprechende Angebote inhaltlich, organisatorisch und zeitlich zu gestalten – eine Herausforderung, die selbst als Merkmal der wissenschaftlichen Weiterbildung angeführt werden kann.

In einem umfassenden Verständnis von wissenschaftlicher Weiterbildung muss daher die Annäherung und Abgrenzung über weitere Kriterien erfolgen. Dazu zählen der Forschungsbezug, die akademisch vorgebildete, extern zu erreichende Zielgruppe, der postgraduale Schwerpunkt des Angebotes, die durchführende wissenschaftliche Einrichtung selbst und der wissenschaftliche Anspruch („Niveau“). Ergänzt um jenen wesentlichen Aspekt von außen, dem Praxisbezug, der bei postgradual orientierten wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten zentral ist.

Für Österreich ist hervorzuheben, dass sich seit 2004 ein bestimmtes Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung, die postgraduale Weiterbildung, sichtbar entwickelte. Begründet liegt dies in dem ausgeführten gesetzlichen Auftrag der Universitäten, Weiterbildung – vorwiegend für Personen mit akademischen Abschluss – anzubieten.

Die für Weiterbildung zuständigen Einrichtungen an den österreichischen Universitäten zeigen durch ihre Bezeichnungen die Vielfalt eines Begriffsverständnisses auf. So nennen sich diese beispielsweise an der Universität Innsbruck „Koordinationsstelle für universitäre Weiterbildung“ oder an der Universität Graz „Uni for Life GmbH“ und „Zentrum für Weiterbildung“. Mehrheitlich etablierten sich englischsprachige Bezeichnungen, wie „Continuing Education Center“ (Technische Universität Wien), „Executive Academy“ (Wirtschaftsuniversität Wien), „Postgraduate Center“ (Universität Wien), „Postgraduate School“ (Medizinische Universität Graz) oder „Life Long Learning“ (Technische Universität Graz).

Eine Beschreibung der Angebotslandschaft, die eng mit dem Verständnis der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich verknüpft ist, erfolgt in einem eigenen Kapitel.

2.2 Überblick österreichischer Hochschulsektor

Die österreichische hochschulische Landschaft (Abb. 1) teilt sich in folgende vier Sektoren von postsekundären Bildungseinrichtungen, die jeweils aufgrund ihrer gesetzlichen Bestimmungen Weiterbildungsformate anbieten dürfen:
  • 22 Universitäten

  • 21 Fachhochschulen

  • 13 Privatuniversitäten

  • 12 Pädagogische Hochschulen

Abb. 1

Hochschulen in Österreich. (Quelle: bmwfw 2017)

Eine wesentliche Veränderung des Hochschulsektors brachte einerseits die Etablierung der Fachhochschulen 1993 und andererseits ab 1999 die Möglichkeit zur Einrichtung von Privatuniversitäten. Die bestehenden Pädagogischen Akademien wurden ab 2005 in Pädagogische Hochschulen übergeführt.

Eine Besonderheit am österreichischen Bildungssektor gab es bis zum Jahr 2010 (Gornik 2015, S. 29): per Verordnung des für Wissenschaft zuständigen Ministeriums konnten außeruniversitäre Bildungseinrichtungen Lehrgänge universitären Charakters (LUC) anbieten und analog der Regelung der Universitäten Mastergrade vergeben. Dies führte dazu, dass es rund 75 außeruniversitäre LUC-Anbieter in Österreich gab. Ein Auslaufen der Regelung mit 2003 wurde jedoch vorwiegend auf Drängen von wirtschaftspolitischen Institutionen und Erwachsenenbildungseinrichtungen verhindert. Erst der zunehmende öffentliche, mediale und von Universitäten geäußerte Druck auf diese Einrichtungen ohne wissenschaftliche Anbindung, führte zum endgültigen Aus der LUC-Verordnung.

2.3 Universität für Weiterbildung – Donau-Universität Krems

Österreich weist in der Hochschullandschaft eine Besonderheit auf: eine eigene Universität mit Schwerpunkt Weiterbildung. 2015 feierte die Donau-Universität Krems ihr 20-jähriges Bestehen. Dabei zeigte sie ihre Entwicklung von einem Modellprojekt zur öffentlichen Universität für Weiterbildung, mit derzeit rund 9000 Studierenden, 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und über 1000 Vortragenden. Die Donau-Universität Krems erhielt mit dem DUK-Gesetz 2004 eine Angleichung an jene der anderen 21 Universitäten (UG 2002), wenngleich sich ihre Finanzierung durch einen überwiegenden Anteil an Selbstfinanzierung unterscheidet. Die gesetzlichen Aufgaben sind primär die Entwicklung und Durchführung von Universitätslehrgängen aber auch die wissenschaftliche Erforschung zur Unterstützung der Lehre. In diesem Sinne nimmt wissenschaftliche Weiterbildung den gesamten Wirkungsbereich der Donau-Universität Krems ein. Sie differenziert sich demnach durch ihr Studienangebot: gesetzlich begründet, darf die Donau-Universität Krems, im Gegensatz zu den anderen 21 öffentlichen österreichischen Universitäten, ausschließlich Universitätslehrgänge aber keine ordentlichen (regulären) Studien anbieten. Eine Novellierung des DUK-Gesetzes 2014 ermöglichte der Donau-Universität Krems, erstmals mit WS 2015/16, zwei PhD-Studien durchzuführen.

Ein widersprüchliches Signal zur Bedeutung der Donau-Universität Krems zeigt sich durch ihre Rolle innerhalb der österreichischen Universitätspolitik. Als einzige öffentliche Universität ist die Donau-Universität Krems kein Mitglied der österreichischen Universitätenkonferenz. Damit fehlt nicht nur eine Institution im Dachverband, sondern auch die wichtige Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Weiterbildung auf nationaler Ebene. Festzuhalten ist, und dies werden die weiteren Ausführungen zeigen, dass die Donau-Universität Krems mit Abstand größter Anbieter von wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich ist.

2.4 Bedeutung eines Netzwerkes für wissenschaftliche Weiterbildung – AUCEN

Wesentlich zur Positionierung und dem Verständnis der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich hat das Netzwerk AUCEN beitragen. Das Austrian University Continuing Education and Staff Development Network, 2005 formal als Verein gegründet, verfolgt in Hinblick auf wissenschaftliche Weiterbildung folgende inhaltliche Schwerpunkte (Gornik et al. 2017, S. 140):
  • die Strategieentwicklung, Professionalisierung und Institutionalisierung von universitärer Weiterbildung an den österreichischen Universitäten,

  • die strategische Positionierung von AUCEN in Hinblick auf Diskussionen rund um universitäre Weiterbildung in der österreichischen Bildungslandschaft und

  • als wesentlicher Kern der inhaltliche Austausch der Netzwerkmitglieder und dadurch die laufende Weiterentwicklung von Professionalisierungsmaßnahmen in der universitären Weiterbildung.

Eine formale Vereinsstruktur, in der 20 von 22 österreichischen Universitäten institutionelles AUCEN-Mitglied sind, ermöglicht nachhaltig und nach außen sichtbar zu agieren. Kern des Netzwerkes bilden die zwei Mal jährlich stattfindenden AUCEN-Meetings. AUCEN agiert zudem stark vernetzt mit der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF): so fand 2005 erstmals eine gemeinsame Jahrestagung statt. Zehn Jahre später wurde an der Universität Wien unter dem Thema „Die Vielfalt der Lifelong Learners – Herausforderungen für die Weiterbildung an Hochschulen“ erneut eine gemeinsame Jahrestagung, mit über 300 teilnehmenden Personen, durchgeführt. National ist es AUCEN in den vergangenen Jahren zunehmend gelungen, in österreichweiten Projekten, vor allem im Kontext der Qualitätsentwicklung wissenschaftlicher Weiterbildung, maßgeblich zu wirken.

3 Facts und Figures – die wissenschaftliche Weiterbildung in Zahlen

3.1 Angebot und Formate der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich

Den österreichischen Hochschulen steht per Gesetz in der Weiterbildung das Format Lehrgang (Universitätslehrgänge, Hochschullehrgang, Lehrgang) zur Verfügung. Ganz allgemein (uniko 2014, S. 2) werden an den österreichischen Universitäten folgende Weiterbildungsformen angeboten: Nicht-curriculare Weiterbildungsangebote (z. B. Kurse, Seminare, Workshops oder Vorträge), curriculare Weiterbildungsprogramme (Universitätslehrgänge mit Masterabschluss oder mit akademischer Bezeichnung oder ohne Abschlussbezeichnung) sowie sonstige curriculare Weiterbildungsformate (z. B. Zertifikats- oder Universitätskurse). Die gesamte Angebotsvielfalt der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich ist jedoch wesentlich breiter, wenngleich statistisch nicht ausreichend erfasst.

Exemplarisch werden nun Aktivitäten für eine breite Zielgruppe (auch ohne akademischer Vorbildung, die aber wissenschaftlich und lerninteressiert ist) angeführt, die in Österreich in den letzten Jahren Beachtung fanden: „Montagsakademie – Bildung für alle“ und „Vita activa – Lernen verbindet Generationen“ (Universität Graz), „Universität im Dorf“ und https://www.uibk.ac.at/weiterbildung/community-education/uni.com/index.html.de (Zugegriffen am 19.07.2017) (Universität Innsbruck), „Uni 55-PLUS“ (Universität Salzburg) oder „University Meets Public“ und „UniMind – University Extension“ (Universität Wien). Deshalb muss, ohne weitere Projekte und Aktivitäten auszuführen, darauf hingewiesen werden, dass die wissenschaftliche Weiterbildungslandschaft durchaus vielfältiger ist, als im Beitrag abgebildet werden kann.

In Hinblick auf die Einrichtung formaler Weiterbildungsformate hat jeder Hochschulsektor eigene gesetzliche Regelungen. Während Universitäten ihre Universitätslehrgänge durch interne, qualitätsgesicherte Einrichtungssysteme per Verordnung selbst erlassen können, sind hingegen Lehrgänge an Privatuniversitäten durch eine externe Programmakkreditierung zu genehmigen. Wesentlich zur Qualitätssicherung ist – trotz der unterschiedlichen Verfahren – jedenfalls, dass die wissenschaftliche Weiterbildung in die hochschulinterne Qualitätssicherung und -entwicklung integriert ist und auch die Anforderungen der Weiterbildung dabei Berücksichtigung finden (AQ Austria 2012, S. 44–45).

Wie ausgeführt sind als formale Studien im Weiterbildungsbereich in Österreich an den Universitäten nur Universitätslehrgänge möglich. Weiterbildungsstudien, die zu einem Bachelorgrad führen, sind an den österreichischen Hochschulen gesetzlich nicht möglich.

Das Universitätsgesetz sieht vor, Universitätslehrgänge auch mit einem akademischen Mastergrad – der in diesem Fach international gebräuchlich ist – zu versehen. Eine weitere Möglichkeit sind Universitätslehrgänge, die zu einer akademischen Bezeichnung führen oder ohne Abschlussbezeichnung eingerichtet werden. Da Universitätslehrgänge unter eine andere Einrichtungsverordnung fallen, als die regulären (ordentlichen) Masterstudien, sind sie den außerordentlichen Studien zugeordnet. In Folge dessen, sind Weiterbildungsstudierende –auch der Universitätslehrgänge mit Masterabschluss – außerordentliche Studierende. Dieser Status impliziert, dass Weiterbildungsstudierende von nahezu allen staatlichen Förderungen ausgeschlossen sind und Probleme mit der Anerkennung/Gleichwertigkeit des akademischen Masterabschlusses haben. Im Gegensatz zu Regelstudien, die an den österreichischen Universitäten unter der Einhaltung bestimmter Voraussetzungen kostenfrei sind, unterliegen Universitätslehrgänge der Selbstfinanzierung durch Lehrgangsbeiträge.

Aktuelle Diskussionen zur Einordnung der Universitätslehrgänge gehen in zwei konträre Richtungen: Einerseits die Forderung nach der Gleichwertigkeit des Abschlusses, verbunden mit der Empfehlung „Lehrgang“ für weiterbildende Studien und den Status außerordentliche Studierende zu hinterfragen (AUCEN, AQ Austria). Andererseits gibt es bildungspolitische Bestrebungen, Universitätslehrgänge nicht gleichwertiger, sondern deren Sonderstatus (beispielsweise durch eigene akademische Grade) noch sichtbarer zu machen. Ein Sonderweg hätte weitreichende Folgen: die wissenschaftlichen Weiterbildungsprogramme, v. a. jene mit Masterabschluss, würden weiter aus dem Bologna-System rücken und den Studierenden könnten keine Bologna-konformen Masterabschlüsse angeboten werden. Dies widerspricht den bisherigen Anstrengungen der wissenschaftlichen Weiterbildung integrierter Teil des internationalen Hochschulsystems zu sein.

Generell zeigt sich an den österreichischen Universitäten ein eindeutiges Bild, welche Weiterbildungsformate angeboten werden. Das Weiterbildungsangebot ist an den österreichischen Universitäten mit seiner gesamten Vielfalt vorhanden. In einer österreichweiten Erhebung aus dem Jahr 2015 (Gornik 2015, S. 49–51) haben 70 % der österreichischen Universitäten in Hinblick auf die Verwendung der folgenden Formate (Abb. 2) rückgemeldet:
Abb. 2

Weiterbildungsformate an österreichischen Universitäten. (Quelle: Gornik 2015, S. 50, adaptiert)

Demnach findet sich das Format Universitätslehrgang mit Masterabschluss oder akademischer Bezeichnung an allen befragten Universitäten2 wieder.

Interessant ist eine differenzierte Betrachtung, nach Zuständigkeit innerhalb der Universität (Abb. 2). Im Zuständigkeitsbereich der Weiterbildungseinrichtungen, der von der administrativen Unterstützung bis zur gesamten finanziellen Abwicklung reichen kann, sind demnach Universitätslehrgänge mit Masterabschluss oder akademischer Bezeichnung, Einzelseminare ohne ECTS und Universitätslehrgänge ohne Abschlussbezeichnung. Im Gegensatz dazu werden Sommerhochschulen nicht dem Verantwortungsbereich der Weiterbildungseinrichtungen zugeordnet. Unter Sonstiges wurden einzelne Nennungen, wie Kooperationsformate oder kostenfreie Corporate Programs, zusammengefasst. Die Donau-Universität Krems war in dieser Befragung nicht enthalten – ihr aktueller Studienführer zeigt jedoch, dass die gesamte Vielfalt an Weiterbildungsformaten angeboten wird.

3.2 Weiterbildungsstudierende in Österreich

Die statistischen Zahlen der wissenschaftlichen Weiterbildung für den Bereich der formalen Formate sind flächendeckend gut erfasst, wenngleich es hier Ungenauigkeiten bei der Kategorisierung gibt. Für das WS 2016/17 kann für die österreichischen Hochschulen von folgender Verteilung (Abb. 3) ausgegangen werden: von insgesamt 25.345 Weiterbildungsstudierenden entfallen rund 80 % auf die öffentlichen Universitäten, 12 % auf den Fachhochschulsektor, 7 % auf die Pädagogischen Hochschulen und 1 % auf die Privatuniversitäten.
Abb. 3

Weiterbildungsstudierende an österreichischen Hochschulen im WS 2016/17. (Quelle: STATcub Austria 2018, eigene Darstellung) (Daten zu Universitätslehrgängen, Hochschullehrgängen, Lehrgängen zur Weiterbildung (ohne sonstige Lehrgänge) und Postsekundären Lehrgängen (ohne sonstige Lehrgänge) im WS 2016/17.)

Die quantitative Entwicklung der Weiterbildungsstudierenden an den österreichischen Universitäten (Abb. 4) zeigt seit 2005/2006 eine kontinuierlich steigende Tendenz. Dabei wird eine dreiteilig des Weiterbildungsangebotes an den österreichischen Universitäten deutlich: einerseits mit 45 % aller Weiterbildungsstudierenden an der Donau-Universität Krems und 34 % an den klassischen Universitäten (Wien, Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt, Innsbruck). Andererseits entfallen die übrigen 21 % der Weiterbildungsstudierenden gesamt auf 15 weitere österreichischen Universitäten. Die Akademie der bildenden Künste hatte im WS 2016/2017 als einzige österreichische öffentliche Universität statistisch keine Weiterbildungsstudierenden in Universitätslehrgängen.
Abb. 4

Entwicklung der Weiterbildungsstudierenden an österreichischen Universitäten im Vergleich. (Quelle: Gornik 2015, S. 36, eigene Darstellung)

Trotz aller Ausführungen, die eine erkennbare Steigerung der teilnehmenden Personen in den formal erfassten Weiterbildungsprogrammen zeigen, stimmt eine andere Entwicklung bedenklich. Betrachtet man das Verhältnis von Regel- zu Weiterbildungsstudierenden (Gornik 2015, S. 38), so sind im Durchschnitt 3,16 % der 352.593 Gesamtstudierenden der österreichischen Universitäten aus dem Weiterbildungsbereich. Dies bedeutet, dass die enormen Zuwachsraten in den Regelstudienbereichen nicht gleichbedeutend korrelierend mit dem Wachstum der Weiterbildungsstudierenden erfolgt sind. Positiv abweichend vom Durchschnitt sind die Alpenadria Universität Klagenfurt mit einem Anteil von 16,35 % an Weiterbildungsstudierenden und die Medizinische Universität Graz (14,44 %). An der größten Universität Österreichs, der Universität Wien, sind nur 1,42 % der insgesamt über 111.000 Studierenden der Weiterbildung zuzuordnen.

Generell ist der universitäre Weiterbildungsbereich stark national ausgerichtet: so kommen etwa 68 % aller Weiterbildungsstudierenden aus Österreich (bmwfw 2014, S. 172). Der Anteil der über 30-jährigen Weiterbildungsstudierenden liegt bei über 70 % und diese sind mit knapp 52 % weiblich. Diese Durchschnittswerte variieren jedoch je nach Universität und Universitätslehrgang stark. Insgesamt wird in Österreich von 938 formal eingerichteten Universitätslehrgängen ausgegangen, wobei das bmwfw (2014, S. 174) darauf hinweist, dass schätzungsweise nur 66 % davon angeboten oder durchgeführt werden.

3.3 Erlöse und Abschlüsse

Welchen nominalen Anteil die wissenschaftliche Weiterbildung am gesamten Weiterbildungsvolumen in Österreich einnimmt, ist bisher nicht erhoben worden. Insgesamt wird von einem Finanzvolumen für den gesamten Weiterbildungsbereich in Österreich (Gruber und Lenz 2016, S. 58–59) von 2,6 Mrd. Euro ausgegangen, wovon 531 Millionen geschätzt auf den Anteil der Privatpersonen entfallen. Die österreichischen Universitäten weisen in den jährlichen Rechnungsabschlüssen (veröffentlicht im unidata) die Einnahmen aus dem Weiterbildungsbereich aus. Der größte universitäre Weiterbildungsanbieter, die Donau-Universität Krems, wies 2016 27,8 Millionen Euro an Erlösen aus Weiterbildungsleistungen aus. Mit 10,3 Millionen Euro an Weiterbildungserlösen ist die Wirtschaftsuniversität Wien umsatzstärkster universitärer Weiterbildungsanbieter in Österreich.

Für Österreich ist allgemein festzuhalten, dass die regulären (ordentlichen) Studienabschlüsse in den letzten 20 Jahren um mehr als 250 % (Statistik Austria 2017, S. 42) zugenommen haben und sich damit eine erweiterte Zielgruppe für die wissenschaftliche Weiterbildung ergibt. Am Beispiel der Donau-Universität Krems zeigt sich für einen Vergleichszeitraum von zehn Jahren (WS 2005/06 – WS 2015/216) eine Verdopplung der Zahl der Absolventinnen und Absolventen auf 2163 Personen jährlich.

4 Universitäre Weiterbildungseinrichtungen und ihre Struktur

4.1 Personal, Organisation und Finanzen

In einer repräsentativen Befragung (vgl. Gornik 2015) wurden Aspekte der Personal- und Organisationsstruktur sowie der Finanzierung der universitären Weiterbildungseinrichtungen in Österreich erhoben.

Im Gegensatz zu den Annahmen von Pellert und Cendon (2007, S. 309), gab es keinen Trend zur Ausgliederung von wissenschaftlichen Weiterbildungseinrichtungen an Universitäten. Mehrheitlich sind Weiterbildungseinrichtungen als eigene Dienstleistungseinrichtung oder als Teil einer Dienstleistungseinrichtung organisiert. 87 % gaben an, rechtlich eine Teileinrichtung der eigenen Universität zu sein und überwiegend direkt dem Rektorat berichtspflichtig. Jedoch haben einige Universitäten, wie die Universitäten Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt, Agenden der wissenschaftlichen Weiterbildung auf unterschiedlichen Organisationsformen und Abteilungen aufgeteilt.

In Hinblick auf die Finanzierung der Weiterbildungseinrichtungen werden mehrere Ausprägungen deutlich: es gibt Weiterbildungseinrichtungen, die sich zu 100 % selbstfinanzieren müssen, zu 75 % selbstfinanziert agieren oder Räume und Ausstattung unentgeltlich bzw. finanzielle Subventionen von der Universität erhalten. Es herrscht somit, in Hinblick auf die Finanzierung, eine hohe Bandbreite vor und reicht von eigenständiger Vollfinanzierung bis hin zur Bereitstellung von Personalressourcen aus dem Globalbudget der Universität. Die Universitäten erwarten mehrheitlich, dass von den Weiterbildungseinrichtungen Einnahmen an die Universität fließen. Diese sind durch unterschiedlich hohe Overhead-Sätze, mit bis zu 30 % auf die Weiterbildungseinnahmen, festgesetzt.

Im Jahr 2006 war die Ausgangslage der Personalbesetzung in den hochschulischen Weiterbildungseinrichtungen sehr gering (Pellert und Cendon 2007, S. 297) und daher mehrheitlich ohne Leitungs- oder Personalstruktur. Im Personalbereich der universitären Weiterbildungseinrichtungen (Tab. 1) sind in den letzten zehn Jahren Veränderungen erkennbar.
Tab. 1

Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in universitären Weiterbildungseinrichtungen. (Quelle: Gornik 2015, S. 55)

 

1 bis 3 Personen

4 bis 10 Personen

11 bis 20 Personen

über 30 Personen

Leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Management)

11 Einrichtungen

2 Einrichtungen

Keine

Keine

Personal im organisatorischen/administrativen Bereich

6 Einrichtungen

3 Einrichtungen

2 Einrichtungen

2 Einrichtungen

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

4 Einrichtungen

Keine

Keine

Keine

Studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte (über 10 Stunden/Woche)

1 Einrichtung

Keine

Keine

Keine

Damit zeigen sich auch die unternommenen Anstrengungen in den Aufbau von Personal- und Organisationsstrukturen im universitären Weiterbildungsbereich. Dennoch bleibt mehrheitlich der Personalstand in den Weiterbildungseinrichtungen mit maximal drei Personen niedrig. Lediglich zwei Universitäten gaben an, eine Struktur mit mindestens vier leitenden Führungskräften und damit zusammenhängend Abteilungsleitungen zu haben.

Nicht immer sind Personen, die in der Weiterbildung für eine Universität administrativ oder organisatorisch tätig sind, der jeweiligen Weiterbildungseinrichtung zugeordnet. Dieses Personal ist dienstrechtlich an anderen Organisationseinheiten der Universität oder extern bei Kooperationspartnern angesiedelt und daher in Tab. 1 nicht enthalten.

4.2 Aufgaben der wissenschaftlichen Weiterbildungseinrichtungen

Das Aufgabenportfolio von universitären Weiterbildungseinrichtungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen (Gornik 2015, S. 57–61). Der primäre Fokus der Weiterbildungseinrichtungen an den österreichischen Universitäten liegt dabei auf Administration und Serviceorientierung. Hauptsächlich vorrangig sind die Erfüllung zentraler Serviceleistungen, wie Beratung und Informationen zu Weiterbildungsprogrammen oder das Ausstellen von Studiendokumenten. Das weitere Kerngeschäft der Weiterbildungseinrichtungen setzt sich aus einer breiten Vielfalt zusammen: Personalführung, finanzielle und budgetäre Verantwortung, Aufbau von Kooperationen, Marketing- und PR, Vertretung der wissenschaftlichen Weiterbildung nach außen, Planung und Entwicklung von neuen Weiterbildungsprogrammen und Etablierung von Qualitätsmaßnahmen. Die Erstellung von Publikationen, Veröffentlichungen, Vortragstätigkeiten oder die Abwicklung von Förderanträgen oder Drittmittelprojekten sind jene Aufgaben, die von den Weiterbildungseinrichtungen derzeit noch am geringsten durchgeführt werden. Weniger als die Hälfte der Weiterbildungseinrichtungen gab an, in diesen Bereichen aktiv zu sein.

Unter Berücksichtigung, dass in der Mehrzahl der universitären Weiterbildungseinrichtungen (Tab. 1) eine Handvoll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind, ist eine enorme Aufgabenvielfalt zu erbringen. 79 % der Befragten gingen von einer Zunahme des Aufgabenportfolios in den kommenden Jahren speziell in den Bereichen Qualitätsmanagement und Programm-Aufbau aus. Ergänzend kommen neue Anforderungen an den hochschulischen Weiterbildungsbereich: steigende Ansprüche seitens der Studierenden nach individueller Betreuung, zunehmender Einsatz von neuen didaktischen Maßnahmen, höhere Anforderungen an das Lehrpersonal aber auch neue Marktbegleiter, die verstärkte Vermarktungsmaßnahmen notwendig machen. Es stellt sich daher die Frage, wie Weiterbildungseinrichtungen mit ihrem bereits jetzt breiten Aufgabenportfolio, ohne zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen der eigenen Universität, diese zukünftig bewältigen sollen.

5 Entwicklungstendenzen der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich

5.1 Zentrale Veränderungen der Rahmenbedingungen

Im Vergleich zu den Ausführungen zur strategischen Positionierung der wissenschaftlichen Weiterbildung in Österreich (Pellert und Cendon 2007), lässt sich aktuell eindeutig erkennen, dass in den universitären Entwicklungsplänen, Weiterbildung jedenfalls als eigenes Kapitel angeführt wird oder Weiterbildungseinrichtungen – im Gegensatz zu früher – als organisatorisch eigene Einheiten in Organigrammen abgebildet werden. Dieses Signal muss jedoch unter einem breiteren Aspekt der Entwicklung betrachtet werden. Nämlich der Berücksichtigung jener zentralen Faktoren (dazu u. a. Meisel und Feld 2009, S. 35; Fröhlich und Jütte 2004, S. 9; Hanft und Teichler 2007, S. 23–27, 33–34; Wolter 2011 S. 23–26), die zur verstärkten Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Weiterbildung geführt haben. Dazu zählen allgemein relevante Entwicklungen, die zur Förderung von wissenschaftlicher Weiterbildung beigetragen haben, wie:
  • Veränderungen in der (Weiter-)Bildungspolitik auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene (Bologna, LLL, EQR, NQR)

  • Veränderungen in der Finanzierung der Universitäten, eng zusammenhängend mit

  • Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen der wissenschaftlichen Weiterbildung

  • Sozio-demografische Entwicklungen der Gesellschaft

  • Veränderungen der Bildungsbedarfe und Bildungsbedürfnisse der Lifelong Learner

  • Veränderte Qualifikations- und Kompetenzanforderungen aufgrund abzeichnender Veränderungen (u. a. kürzerer Innovationszyklen) in der Wirtschaft, bei Partnern sowie Kunden und

  • Institutionelle Eigeninteressen der Universitäten (v. a. Erschließung neuer Finanzierungsquellen).

Spezifisch für Österreich sind folgende Parameter (u. a. Gruber und Lenz 2016, S. 104–106; Pellert und Cendon 2007, S. 280–281; Gornik 2015, S. 21) ergänzend zu beachten:
  • Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Vollrechtsfähigkeit der Universitäten (UG 2002)

  • Veränderungen in der österreichischen Studienarchitektur ausgelöst durch den Bologna-Prozess und den notwendigen curricularen Studienanpassungen

  • Steigerung der Wertigkeit des Abschlusses der Mastergrade aus der wissenschaftlichen Weiterbildung durch die Umsetzung der dreiteiligen Bologna-Studienarchitektur im Regelstudienbereich

  • Aufbau einer starken Institution der Weiterbildungsuniversität Donau-Universität Krems und damit der verbundene Ansporn für andere Universitäten im Weiterbildungsbereich aktiv zu werden

  • Zunehmende Durchlässigkeit der Übergänge innerhalb des Hochschulsektors

  • Verstärkte Konkurrenzsituation im Bereich der Weiterbildung

  • Tendenz zur stärkeren Abschlussbezogenheit und Zunahme des Wunsches nach Akademisierung

  • Zunehmende Öffnung der Hochschulen und Diskussionen rund um den Zugang für „nicht-traditionelle Studierende“

  • Entwicklung von Lifelong Learning-Strategien an den österreichischen Universitäten und Sichtbarmachung in den Leistungsvereinbarungen 2010–2012

  • Diskussionen und Einordnungen (Zuordnungen von Abschlüssen) im Rahmen des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) sowie

  • Geplante Umsetzungen zum gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan (gö UEP).

Zusammenfassend ist die wissenschaftliche Weiterbildung kein isoliert zu betrachtendes System, sondern immer im gesellschaftlichen Kontext und in der Verbindung zu den Themen Wissenschaft, Berufswelt, Wirtschaft, Bildungssystem, Lifelong Learning sowie der Akteure (der Weiterbildungseinrichtung, den Lernenden und Lehrenden) zu sehen. Die wissenschaftlichen Weiterbildungseinrichtungen haben sich diesen Veränderungen gestellt, wenngleich sich dadurch universitätsspezifische Spannungsfelder oder breiter gefasst Kommunikationsprobleme zwischen Universitäten und Weiterbildung (nach Wolter 2007, S. 386–388) aufgetan haben: Ein Spannungsfeld nach Innen sind die immer wieder und andauernden Diskussionen rund um die Rolle der wissenschaftlichen Weiterbildung innerhalb einer Universität. Nach wie vor lassen sich – trotz des Ausbaus an Strukturen und Formaten – strategische Ausrichtungen als echter integrativer Bestandteil der Universitätsentwicklung vermissen. Auch fehlen an vielen Universitäten Anreizsysteme für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich im wissenschaftlichen Weitebildungsbereich engagieren wollen.

Trotz der zunehmenden Professionalisierung von Weiterbildungseinrichtungen erscheinen, aufgrund der ständig zunehmenden Anforderungen an die Weiterbildung, veränderte Strukturen notwendig. Im universitären Weiterbildungsbereich müssen neue Entwicklungen und Markttrends rascher umgesetzt werden, besonders unter Anbetracht einer zunehmenden Marktkonkurrenz durch Fachhochschulen und Privatuniversitäten. Die universitären Strukturen erlauben dies oftmals nicht bzw. wären zusätzliche Investitionen notwendig, damit die wissenschaftliche Weiterbildung ihre Vorreiter-Rolle im Bereich der Lehre weiter ausbauen kann.

Die wissenschaftliche Weiterbildung in Österreich befindet sich auch in wiederkehrenden, von außerhalb der Universitäten herangetragen, Spannungsfeldern. Dies betrifft vor allem den Vorwurf an die kostenpflichtigen wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote, Masterabschlüsse „erkaufen“ zu können. Diesem Vorwurf versuchen die einzelnen Weiterbildungseinrichtungen oder auch AUCEN durch verstärkte Kommunikation zu dem Thema Qualitätssicherung zu entgegnen. Ein weiteres Spannungsfeld, ebenfalls bedingt durch die zunehmende Konkurrenzsituation im gesamten hochschulischen österreichischen Weiterbildungsbereich, betrifft die Finanzierung. Bereits jetzt bestehen innerhalb des Hochschulsektors unterschiedliche Finanzierungsmodelle, die dadurch zu unterschiedlich hohen Lehrgangsbeiträgen führen und ein „Preisdumping“ unter den Weiterbildungsanbietern ist zu beobachten. Ergänzend dazu, werden berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme in immer kürzer zu absolvierender Dauer angeboten. So sind Lehrgänge mit Masterabschluss im Umfang von 120 ECTS-Punkten, die berufsbegleitend in vier Semestern absolvierbar sein sollen, keine Ausnahme mehr.

5.2 Diskussionsfelder

Aufgrund der bisherigen Ergebnisse und Ausführungen kann davon ausgegangen werden, dass sich der hochschulische Weiterbildungsmarkt in Österreich weiter verändern wird. Entscheidend für die Richtung der Entwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung wird sein, wie mit den ausgeführten Spannungsfeldern (u. a. Anerkennung, Finanzierung, Gleichwertigkeit) hochschulübergreifend umgegangen wird. Zumindest für die Universitäten soll der Ende 2015 veröffentlichte gesamtösterreichische Universitätsentwicklungsplan 2016–2021 (gö UEP) als gemeinsamer strategischer Planungsrahmen dienen und dabei die Stärkung des Hochschulsystems, die differenzierte Profilbildung und die Förderung von Third Mission-Aktivitäten (bmwfw 2015, S. 8) fokussieren. Für die wissenschaftliche Weiterbildung ergibt sich der wichtigste Ausblick im System-Ziel 3 zur Verbesserung der Qualität der universitären Lehre. Es wird festgehalten, dass „wissenschaftliche Weiterbildung auch als Beitrag zur sozialen Durchlässigkeit und als Antwort auf die demografische Entwicklung der Gesellschaft (z. B. Alters-, Herkunfts- und [Vor-]Bildungsstruktur) gesehen werden“ (bmwfw 2015, S. 13) kann. In diesem Zusammenhang und zur Klärung der Handlungsfelder in der universitären/wissenschaftlichen Weiterbildung ist bis spätestens 2018 eine Studie vorgesehen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Ergebnisse dieser Studie einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung und Positionierung der wissenschaftlichen Weiterbildung an den österreichischen Universitäten leisten könnten.

Von Bedeutung für die Positionierung der wissenschaftlichen Weiterbildung wird der Umgang mit der Kritik an möglichen Qualitätsdefiziten sein. Hier kann nur darauf hingewiesen werden, dass die Qualitätsarbeit in der wissenschaftlichen Weiterbildung als Grundstein für die Gleichwertigkeit mit regulären (ordentlichen) Masterabschlüssen gesehen werden sollte.

Die starke Fokussierung der österreichischen universitären Weiterbildungseinrichtungen auf die Zielgruppe der Akademikerinnen und Akademiker wird und kann nicht weiter der (alleinige) Fokus sein. Immer stärker erfolgt die Nachfrage von Personen, die keinen traditionellen Hochschulweg gegangen sind, beruflich höchst qualifiziert sind und durch ein wissenschaftliches Weiterbildungsangebot ein „akademischen Upgrading“ (i. S. v. Wolter 2011, S. 25) anstreben. Für diese neue Zielgruppe müssen an den Universitäten Möglichkeiten und ausreichende Beratungsleistungen geschaffen werden, um außerhochschulisch erworbene informelle oder non-formale Kompetenzen entsprechend zu berücksichtigen. Die Verfahren müssen allerdings transparent und qualitätsgesichert über alle Universitäten hinweg gestaltet sein.

6 Fazit

Ob die wissenschaftliche Weiterbildung an den österreichischen Universitäten, mit ihrem gesamten Potenzial, wirklich als dritte Kernaufgabe wahrgenommen wird, konnte nur in Teilen beantwortetet werden. Es zeigt sich jedoch, dass die wissenschaftliche Weiterbildung stark mit den nationalen sowie internationalen Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren, dem (unterschiedlich intensiven) Ausbau der Weiterbildungseinrichtungen an den österreichischen Universitäten und der Entwicklung der Donau-Universität Krems zusammenhängt. Die ausgeführten Aspekte machen deutlich und lassen darauf schließen, dass Anstrengungen, wenn auch in unterschiedlicher Intensität, an den österreichischen Universitäten erfolgt sind. Der Ausbau der formalen Angebote hat quantitativ messbar und stark zugenommen. Umso stärker stehen die für wissenschaftliche Weiterbildung zuständigen Einrichtungen vor großen finanziellen, personellen und organisatorischen Herausforderungen Es ist daher ungewiss, ob diese von den Weiterbildungseinrichtungen alleine, ohne starke und entsprechende Unterstützung der eigenen Universität, bewältigt werden können. Gefordert sind hier die Hochschulleitungen und die Politik, dem Wert der wissenschaftlichen Weiterbildung so zu begegnen, dass die ausgeführten hinderlichen Rahmenbedingungen die Entwicklung nicht hemmen. Die derzeitige Gefahr besteht darin, dass sich wissenschaftliche Weiterbildungseinrichtungen zu stark auf administrativ-unterstützende Serviceleistungen zum Ausbau des formalen Angebotes konzentrieren müssen. Dadurch haben sie nicht die Möglichkeit, sich dem erweiterten Spektrum der wissenschaftlichen Weiterbildung, das über formale und postgraduale Studien hinausgeht, zu widmen. Es scheint jedenfalls notwendig, dass sich Universitäten und Hochschulen in der wissenschaftlichen Weiterbildung stärker untereinander vernetzen, vor allem bei Lifelong Learning Projekten oder offenen Bildungsformaten.

Die Erfahrung, die die wissenschaftlichen Weiterbildungseinrichtungen aus den letzten zehn Jahren jeweils mitbringen, sollte von den Universitäten selbst stärker Beachtung finden. Eine strikte Trennung von wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten und Angeboten aus der regulären Lehre, ist kontraproduktiv: die wissenschaftliche Weiterbildung kann – aufgrund der Kenntnis mit den Weiterbildungszielgruppen – einen enormen Mehrwert und Erfahrung einbringen. So sind gerade die österreichischen Universitäten in ihrer Vorreiterrolle der wissenschaftlichen Weiterbildung gefordert, die Tendenz zur Stärkung dieser und ihrer zuständigen Einrichtungen fortzusetzen, entsprechende Unterstützungsmaßnahmen vorzusehen und damit eine Professionalisierung des gesamten Feldes zu fördern.

Fußnoten

  1. 1.

    Im vorliegenden Artikel wird der Begriff der wissenschaftlichen Weiterbildung verwendet, mit Ausnahme von Literaturangaben, die explizit universitäre Weiterbildung anführen.

  2. 2.

    Rückmeldung von 15 Universitäten, ohne Berücksichtigung der Donau-Universität Krems.

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  1. 1.Postgraduate CenterUniversität WienWienÖsterreich

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