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Archäologie: Geschlechterperspektiven für die Vergangenheit

  • Julia Katharina KochEmail author
  • Susanne Moraw
  • Ulrike Rambuscheck
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Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 65)

Zusammenfassung

Archäologische Geschlechterforschung untersucht das Geschlechterrollenverständnis vergangener Kulturen mittels der Verknüpfung materieller Hinterlassenschaften (Befunde, Bilder) mit Sozialgruppen. Dazu kommt die Wissenschaftsgeschichte, die Forschung zu Archäologinnen. Die Akzeptanz im Fach wächst, nicht zuletzt dank der Arbeit von „FemArc – Netzwerk archäologisch arbeitender Frauen e.V.“.

Schlüsselwörter

Materielle Kultur Antike Vorgeschichte Matriarchat FemArc Archäologinnen 

1 Einleitung

Archäologie, die „Wissenschaft von den Altertümern“, beschäftigt sich mit den materiellen Hinterlassenschaften vergangener Kulturen. Diese Hinterlassenschaften reichen von Geräten, Kunstobjekten und Gräbern über Bauwerke bis hin zu Bodeneingriffen und Siedlungslandschaften. Sie werden analysiert in Bezug auf Genese, Bestand und Wandel (prä-)historischer Gesellschaften. Die Ausdifferenzierung auf mehrere akademische Fächer erfolgt nach den verschiedenen Perioden und Weltregionen und ist bedingt durch unterschiedliche Forschungstraditionen (Borbein et al. 2000; Eggert und Veit 2013). Die Akzeptanz von Genderforschung als integraler Bestandteil der jeweiligen Fächer schreitet eher langsam voran. Im Folgenden werden exemplarisch die Prähistorische Archäologie Europas und die Klassische Archäologie vorgestellt.

2 Die archäologische Geschlechterforschung

Mit einem Verweis auf eine diffuse „Steinzeit“ werden Zuweisungen von Geschlechterrollen in populären wie auch wissenschaftlichen Medien gerne als natürlich, seit Jahrtausenden existent und durch notwendige Verhaltensweisen innerhalb einer nomadischen jagenden Gesellschaft begründet und damit zementiert – ungeachtet dessen, dass eben diese Zuweisungen eher im bürgerlichen europäischen Milieu des 19. Jahrhunderts ihren Ursprung hatten. Aufgrund dessen fällt den archäologischen Wissenschaften im Rahmen der Geschlechterforschungen die Rolle zu, auf die Veränderlichkeit und eben nicht Naturgegebenheit der Geschlechterrollen hinzuweisen. Geschlechterforschung und Archäologie zu verbinden, lohnt sich aber auch über diese eine Fragestellung hinaus.

2.1 Anfänge der archäologischen Geschlechterforschung

Erste Frauenbewegung und Sozialismus: Im Zuge der Revolution von 1848 und der Ersten Frauenbewegung (Röder et al. 1996, S. 14–16) entstand ein verstärktes Interesse an der Rolle und der Bedeutung von Frauen in der Geschichte. Das zeigt sich beispielsweise in der Arbeit der Prähistorikerin Johanna Mestorf (Koch und Mertens 2002). Explizit antiemanzipatorisch (Röder et al. 1996, S. 25), aber wirkmächtig war das „Mutterrecht“ von Johann Jakob Bachofen (1861): eine kühn spekulative Universalgeschichte, deren vier Stufen anhand der angeblich jeweils vorherrschenden Geschlechter- und Familienverhältnisse definiert wurden. Dritte Stufe war das Mutterrecht (Matriarchat), das in der vierten Stufe vom zivilisatorisch überlegenen Vaterrecht (Patriarchat) abgelöst worden sei (Hartmann 2004, S. 5–10). In der Rezeption von Friedrich Engels (1884) und August Bebel (1879, mit auf Engels rekurrierenden, überarbeiteten Neuauflagen) wurde diese Wertung umgedreht. Der Übergang zum Patriarchat galt nun als gesellschaftspolitischer Sündenfall, die damit einhergehende Unterdrückung der Frauen als Urform aller gesellschaftlichen Unterdrückungsverhältnisse (Hartmann 2004, S. 11–13; Marx und Engels 1984, S. 68). Diese Wertung und dieses universalgeschichtliche Modell wurden von der archäologischen Forschung in der sozialistisch geprägten DDR übernommen, so z. B. bei Verena Zinserling (1972) – sie verfasste die erste deutschsprachige archäologische Monografie zu Frauen im Mittelmeerraum – und Friedrich Schlette (1988). In der frühen BRD kam Geschlechter- oder Frauenforschung kaum vor (Röder et al. 1996, S. 136–154). Eine der wenigen, aufgrund ihrer Qualität immer noch zitierten Ausnahmen ist die Dissertation von Erika Götte (1961) zu klassischen Frauengemachszenen.

Zweite Frauenbewegung und Matriarchatsmythos: Im Zuge der gesellschaftlichen Umwälzungen der 1968er und der Zweiten Frauenbewegung (Röder et al. 1996, S. 53–111) wurde in der BRD die Idee von historischem Matriarchat und „Großer Göttin“ erneut aufgegriffen: als feministische Utopie und moderner Mythos, der archäologisch nicht nachzuweisen ist. Erforscht werden können nur Theorien zum Matriarchat (Wagner-Hasel 1992; Röder et al. 1996; Hartmann 2004). Gleichfalls nach 1968 entstanden neue Ansätze in der archäologischen Geschlechterforschung unter Einfluss der in den USA und Skandinavien schon früher einsetzenden Diskussionen (Conkey und Spector 1984; Bertelsen et al. 1987).

2.2 Methoden und Diskurse der Geschlechterforschung in der Prähistorischen Archäologie

Geschlechter und Gräberfelder: Für eine traditionelle Gräberfeldanalyse werden bei der archäologischen Geschlechterbestimmung ausgehend von den Beigaben Frauen- und Männerbestattungen unterschieden – meist stereotyp mittels Schmuck als weibliche Ausstattungsanzeiger und Waffen als männliche (Derks 2012, S. 6). Hier brachte die Geschlechterforschung eine methodische Verfeinerung. Die Dichotomie in den Gräbern mit dem menschlichen Körper einerseits und den Beigaben andererseits entspricht den Kategorien Sex und Gender (Alt und Röder 2009; Hofmann 2009). Unter Sex werden Daten für das biologische Geschlecht zusammengefasst, wie Knochenmaße oder seltener DNA. Für Gender-Einteilungen können alle kulturell bedingten Merkmale in den Gräbern, von den Beigaben bis zu Bestattungssitten, herangezogen werden. Inzwischen ist es Konsens, dass erst in Kombination von statistisch basierter Differenzierung der materiellen Ausstattungsgruppen und anthropologischer Geschlechtsbestimmung eine transparente Methode besteht, Gräber verschiedenen sozialen Geschlechtergruppen zuzuordnen (Kleibscheidel 1997; Hofmann 2009, S. 146). Dabei gilt es, entsprechend des Konzeptes Doing Gender die Verbindungen zwischen sozialem und biologischem Geschlecht, sozialem und biologischem Alter sowie Status zu beachten. Obwohl die Behandlung der menschlichen Körper während der Bestattung kulturell bedingt ist, die Ausprägung von Sex-Merkmalen also beeinflusst sein kann, wird – trotz der Kontroverse um die Kategorien Sex und Gender im Zuge der Auseinandersetzung mit den Thesen Judith Butlers (für die Archäologie: Kästner 1999, S. 7; Bernbeck 1997, S. 328) – für die archäologische Geschlechterforschung an der Sex/Gender-Dichotomie festgehalten, da sie sich methodisch als brauchbar erwiesen hat (Hofmann 2009, S. 135).

Geschlechter und Siedlungslandschaften: Gender-relevante Fragestellungen für Analysen anderer Fundplatzgattungen wie Siedlungen, Heiligtümer, Werkplätze oder Objektdepots schriftloser Kulturen werden bislang zögerlich entwickelt. Denn eine Übertragung der Verknüpfung einzelner Objektgattungen mit Geschlechtergruppen, die für die jeweiligen Gräberfeldanalysen gefunden wurden, auf Material zeitgleicher Siedlungen oder Heiligtümer ist methodisch nur bedingt möglich. Aspekten zu geschlechterabhängigen Bewegungs- und Kommunikationsräumen wurde bisher selten nachgegangen (Reinhold 2005), auch wenn sie inzwischen durch die Erweiterung mit naturwissenschaftlichen Methoden wie Isotopenanalysen neue Impulse gewinnen (Koch 2013).

Geschlechter und Arbeitsteilung: Eine Annäherung an die Rekonstruktion der Arbeitsteilung bei Herstellungs- und Nutzungsprozessen in (prä-)historischen Gesellschaften wird durch verschiedene Methoden ermöglicht. Im Vordergrund stehen dabei ethnografische Analogien, da außerhalb des mediterranen Kulturraumes nur partiell Bildquellen zur Verfügung stehen (Owen 2005; Kerig 2011). Eine detaillierte Aufstellung einzelner Arbeitsschritte für die Produktion von Objekten und Nahrungsmitteln wie auch Analysen der Skelette auf Abnutzungen durch wiederholte Bewegungen helfen dabei, traditionelle Geschlechterzuweisungen zu erkennen, zu diskutieren und gelegentlich zu widerlegen (Pany-Kucera et al. 2010).

Rekonstruktion und Präsentation in zeitgenössischen Medien: Die vor allem in populärwissenschaftlichen Medien, wie Museen, Filmen oder Schulbüchern, verbreiteten visuellen Rekonstruktionen (prä-)historischer Lebenswelten wurden ebenfalls in den Fokus der feministischen Kritik gerückt (Fries et al. 2007). Die stetige Zunahme von Darstellungen von Frauen verschiedenen Alters bei ganz unterschiedlichen Tätigkeiten in solchen Bildern darf als Erfolg der Geschlechterforschung gewertet werden.

2.3 Methoden und Diskurse der Geschlechterforschung in der Klassischen Archäologie

Hier ist die vorherrschende Methode zur Erforschung von Geschlechterrollen und -verhältnissen die ikonografische Analyse: die Untersuchung von Bildformeln im Hinblick auf die Bedeutung, die sie für damalige RezipientInnen hatten (Hölscher 2000). Für die Interpretation hinzugezogen werden schriftliche Zeugnisse in Griechisch oder Latein. Daraus resultiert eine oft enge Zusammenarbeit mit Altphilologie und Alter Geschichte. Eingebunden wurde und wird die Geschlechterforschung in der Klassischen Archäologie in zeitbedingte Fragestellungen und Diskurse. Allen gemeinsam ist die Abwendung vom traditionellen, rein androzentrischen Forschungsinteresse. Die Anregungen stammen meist aus dem anglo-amerikanischen Raum, zum Teil aus Frankreich.

Sozialgeschichte und Rezeptionsästhetik: Die zeitgenössische Geschlechterforschung in den klassischen Altertumswissenschaften beginnt mit der US-amerikanischen Sozialgeschichtlerin Sarah B. Pomeroy (1975). Auf die deutsche Archäologie übertragen wurden diese Fragen im selben Jahr von Lambert Schneider, der archaische Mädchenstatuen darauf untersuchte, welche sozial erwünschten Eigenschaften hier zur Darstellung gebracht wurden (Schneider 1975; Neumer-Pfau 1982 zu hellenistischen Aphrodite-Statuen). Die Frage, wie Geschlechterrollen in der Kunst für die BetrachterInnen inszeniert und welche Botschaften damit vermittelt wurden, war und ist Thema diverser Monografien (z. B. Muth 1998).

Foucault und Lacan: Zu den ersten deutschsprachigen Auseinandersetzungen mit dem Historiker und Philosophen Michel Foucault sowie dem Psychoanalytiker Jacques Lacan gehören Richard Neudecker (1994) zur Latrine und der ‚Sorge um sich‘ sowie Adrian Stähli (1999) zu hellenistischen erotischen Gruppen und männlicher Sexualmoral. Natascha Sojc publizierte einen Aufsatzband des von ihr geleiteten Arbeitskreises zur Übertragung der Theorien auf archäologische Zeugnisse (Sojc 2005). Dort wurden die Ansätze Foucaults und Lacans fruchtbar gemacht, beispielsweise für eine Rekonstruktion des weiblichen Blicks auf Amazonen-Sarkophage im antiken Rom oder für eine Analyse der Statuen des sexuell uneindeutig charakterisierten Gottes Attis.

Körper, Nacktheit, Sexualität, Pornografie: Diese Aspekte wurden zunächst in der US-amerikanischen Forschung behandelt, mit oft eindeutig feministischer Agenda (z. B. Keuls 1985). Die Forschung in Deutschland fokussiert vor allem auf die ersten beiden Aspekte, wobei nicht immer methodisch scharf getrennt wurde zwischen männlichen und weiblichen Körperbildern. Ein weiteres Problem ist, dass manche ForscherInnen die androzentrische Haltung der antiken Künstler unreflektiert übernahmen und auch in ihrer eigenen Forschung den männlichen Körper zum Maßstab erhoben. Ein positives Beispiel ist die unveröffentlichte Göttinger Habilitationsschrift von Johanna Fabricius (s. aber Fabricius 2001) zu Körperbildern in Griechenland und Rom.

Kinder und Mütter: Seit der Jahrtausendwende wird, in Deutschland und international, verstärkt mit zusätzlichen Differenzbegriffen wie etwa ‚Alter‘ operiert. Das führte u. a. zu einer Reihe von Monografien über Kinderdarstellungen, so von Annika Backe-Dahmen (2006) oder Claudia Behling (2016). 2014 erschien der erste Sammelband speziell zu Mädchen (Moraw und Kieburg 2014). Viktoria Räuchle (2017) schrieb die erste Monografie zum Mütterlichkeitskonzept in der attischen Kunst.

Männlichkeit: Noch ganz am Anfang steht die in den USA bereits etablierte Männlichkeitsforschung (z. B. Kampen et al. 2002). Hier gibt es eher Skizzen (Maischberger 2002) als ausgeführte Projekte.

2.4 Forschung zu Archäologinnen

Wissenschaftsgeschichte: Seit der Jahrtausendwende werden Frauen verstärkt auch als Subjekte der Archäologie thematisiert. 1999 widmete sich eine Tagung der norddeutschen Prähistorikerin Johanna Mestorf (Koch und Mertens 2002). Irma Wehgartner arbeitete intensiv zu Klassischen Archäologinnen (z. B. Wehgartner 2002). Adelheid Müller (2012) schrieb ihre Dissertation zu gelehrten Frauen um 1800, die sich aktiv und produktiv am damaligen archäologischen Diskurs beteiligten. Ein Sammelband vereint deutsche und internationale „Ausgräberinnen, Forscherinnen, Pionierinnen“ ab der Mitte des 19. Jahrhunderts (Fries und Gutsmiedl-Schümann 2013).

Heutige Situation: Explizit kritisch-feministisch sind Studien, die sich mit der beruflichen Situation und den Karrierechancen heutiger Archäologinnen auseinandersetzen (Haidle und Owen 1998; Bräuning 2012). Dazu gehört die Kritik an der (Feld-)Archäologie als immer noch zutiefst männlich geprägtem Feld und den Problemen, mit denen sich insbesondere Ausgräberinnen konfrontiert sehen (Moser 2015).

2.5 Organisationsformen und institutionelle Verankerung

FemArc – Netzwerk archäologisch arbeitender Frauen e.V.: Als Reaktion auf die mangelnde Präsenz von Frauen in der Archäologie wurde 1991 das „Netzwerk archäologisch arbeitender Frauen“ gegründet und 2005 in einen Verein umgewandelt (Mertens und Bergmann 2004; FemArc 2017). Damit verbunden sind die FemArcEdition als Herausgeberin der Reihe „Frauen – Forschung – Archäologie“ und die AG Geschlechterforschung, die archäologische Geschlechterforschung in die Tagungen der deutschen Altertumsverbände hineinträgt. Das Frauen und Männern offenstehende gesamteuropäische Pendant zu FemArc, und eng mit diesem vernetzt, ist die bei der European Association of Archaeologists angesiedelte Arbeitsgruppe „Archaeology and Gender in Europe“ (Dommasnes et al. 2010; AGE 2017).

Institutionelle Verankerung: Professuren für archäologische Geschlechterforschung gibt es in Deutschland nicht. Ebenso wenig wurde ihr eines der Forschungscluster des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI 2017) gewidmet. Entsprechende Lehrveranstaltungen sind selten. Eher, wenn überhaupt, werden Geschlechterfragen innerhalb eines anderen Veranstaltungsthemas mit behandelt. In den fachspezifischen Handbüchern wird die Geschlechterforschung in Deutschland erst seit der Jahrtausendwende wahrgenommen, wie in der ersten disziplinenübergreifenden Darstellung zu Theorien in der Archäologie von Reinhard Bernbeck (1997). Für die Klassische Archäologie ist der erste Beitrag für ein Handbuch des Jahres 2000 belegt, geschrie- ben von einer US-Amerikanerin (Kampen 2000). In der Prähistorischen Archäologie wurde das Thema erstmals 2014 aufgegriffen, dann aber sogar mit zwei Beiträgen: Kerstin P. Hofmann (2014) zur Geschlechterforschung und Julia K. Koch (2014) zur Feministischen Archäologie.

3 Fazit

Im Laufe der Zeit hat die archäologische Geschlechterforschung alle Forschungsbereiche der Archäologie durchdrungen und wird vermehrt nicht mehr nur auf Frauen bezogen. Neben der Erforschung von Kindern, soweit möglich getrennt in Mädchen und Jungen, öffnet sich nun auch die Diskussion zu Männlichkeitsbildern. Dadurch wird eine stärkere soziale Differenzierung prähistorischer und antiker Gesellschaften erkennbar, wie dies vorher nicht der Fall gewesen ist. Dass der archäologische Genderdiskurs langsam auch die breite Öffentlichkeit erreicht, zeigen Sonder- wie Dauerausstellungen in Museen (Auffermann und Weniger 1998; Röder 2014).

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Authors and Affiliations

  • Julia Katharina Koch
    • 1
    Email author
  • Susanne Moraw
    • 2
  • Ulrike Rambuscheck
    • 3
  1. 1.Christian-Albrechts-Universität KielDivision: SFB 1266 TransformationsDimensionenKielDeutschland
  2. 2.Institut für AltertumswissenschaftenFriedrich-Schiller-Universität JenaJenaDeutschland
  3. 3.Freie LektorinHannoverDeutschland

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