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Erzählungen, Tierfabeln und Lieder aus der Minahasa

  • J. Boddé
  • P. N. Wilken
  • J. Louwerier
  • F. S. A. de Clercq
  • H. H. Juynboll
  • P. N. Wilken
  • J. Louwerier
  • H. H. Louwerier
  • J. Louwerier
  • P. N. Wilken
  • P. N. Wilken
  • J. Louwerier
  • H. H. Juynboll

Zusammenfassung

Eine ganz eigentümliche Stellung in der vielgestalteten indonesischen Völkerfamilie wird eingenommen durch die Bewohner der nordöstlichen Landzunge der tiefeingeschnittenen Insel Celebes, unter dem Namen Minahasa bekannt. Vor etwa fünfzig Jahren noch gefürchtet als wilde Kopfjäger, die, vom albernsten Aberglauben beängstigt den eigennützigen Bestrebungen einer schlauen Priesterschaft unterworfen waren, sind sie jetzt grösstenteils zum christlichen Glauben bekehrt worden, und gehören demzufolge zu den meistgebildeten Völkern des Archipels. Die gemeinschaftliche Religion hat die Minahaser enger mit den niederländischen Beherrschern verknüpft; zwar haben die Zwangskultur des Kaffeebaumes (jetzt aufgehoben) und weitere unverständigen Massregeln der Autoritäten dann und wann Unzufriedenheit erweckt; trotzdem aber wünscht die Bevölkerung im groszen und ganzen nichts weiteres als mit dem niederländischen Reiche vereinigt zu bleiben, einen Teil des holländischen Staates zu bilden.

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Literatur

  1. 1).
    Tonaas, eigentlich der Name des Oberpriesters bei den Posso’s oder Opferfesten der heidnischen Minahaser, ist auch der Titel eines Zimmeroder Maurermeisters, u. s. w.; er wird auch Tieren beigelegt, stets in der Bedeutung: der Grösste, der Führer.Google Scholar
  2. 1).
    Die Abstammung von Menschen aus Tieren und Pflanzen, und die Umwandlung der ersteren in Tiere und Pflanzen ist den Gedanken der Einge-bornen gar nicht zuwider. Behauptet doch der von ihnen angenommene „Animismus” die Einheitlichkeit des „Sumangatf”s, (Lebensaether, Lebenskraft) welcher auch den Tieren, häufig auch den Pflanzen zugeschrieben wird, mit dem des Menschen. Vgl. Bern. I.Google Scholar
  3. 1).
    Ygl. die ausführliche javanische Bearbeitung eines ähnlichen Themas S. 51.Google Scholar
  4. 1).
    Sus Babirussa Alfurus.Google Scholar
  5. 1).
    Der „Saguweer”- oder Palmweinbaum. Der Blütenzweig des Baumes wird, während er noch am Baume ist, geschüttelt und geklopft; dies wird, drei Wochen lang, jeden dritten oder vierten Tag wiederholt, und dann werden die Blüten des Majangs abgeschnitten. Nachdem aus einigen Kerbschnitten der Saft ausgeflossen und der Majang ausgegoren ist, wird ein Bambuskocher (Samar oder Gata) untenan gehängt. Jeden Morgen und Abend wird dann ein dünnes Scheibchen vom Majang abgeschnitten; sechs Monate lang giebt der Baum alltäglich etwa 20 Weinflaschen des süssen Saftes, welcher häufig gegoren getrunken wird.Google Scholar
  6. 1).
    In der Nähe der Palme, die den Palmwein liefert hat der Alifuru häufig eine Hütte, Eleppan (Trinkstelle) genannt, an der gewöhnlich die Freunde zum Trinken und Reden zusammenkommen. Aus ihren roten Augen und dem vielfachen Vorkommen der Supit — (eine dem Podagra ähnliche Krankheit) stellt sich klar heraus dass öfters von dem Palmwein tüchtig getrunken wird.Google Scholar
  7. 2).
    Reisfass, von Baumrinde angefertigt.Google Scholar
  8. 3).
    In früheren Zeiten trugen die Alifuru das Haar lang.Google Scholar
  9. 1).
    Der Schrei von einigen “Vögeln ist von ominöser Bedeutung für das Gelingen oder Misslingen irgend eines Unternehmens; allerlei Sachen kommen dabei in Betracht: Ort, Zeit, Art der hervorgebrachten Laute u. s. w.Google Scholar
  10. 1).
    Feu erberg in der Minahasa.Google Scholar
  11. 1).
    Ein Vogel, der nicht fliegen, sondern nur flattern kann.Google Scholar
  12. 1).
    Stelzvogel, kleiner als der Storch, der sich auf den Reisfeldern auf hält, zumal bei Hindern, denen er überall folgt, und manchmal sich auf den Kücken setzt.Google Scholar
  13. 2).
    Kele ist ein Bambusglied, mit gebogenem Handgriff, aus nämlichem Material, welches als Wassernapf verwendet wird.Google Scholar
  14. 1).
    Eine Pflanze die, wie die Melone und die Ghirke, über den Boden an den Zäunen kriecht.. Das gelbe, trockene, mehlartige Fruchtfleisch wird als Zuthat häufig gegessen.Google Scholar
  15. 2).
    In der Minahasa, wie überhaupt im ganzen Indischen Archipel (Mittel- und Ost-Java und Bali ausgenommen) stehen die Häuser auf Pfählen oder Steinen über der Erde. Der untere Baum ist der gewöhnliche Aufenthaltsort der Schweine, Ziegen u. s. w. die auf den hinuntergeworfenen Abhub aasen.Google Scholar
  16. 1).
    Vgl. Bern. Y.Google Scholar
  17. 1).
    Yogel von Mittelgrösse und mit schönfarbigen Federn.Google Scholar
  18. 2).
    Elastischer Stock, an dem die Litze einer Vogelschlinge befestigt ist.Google Scholar

Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1904

Authors and Affiliations

  • J. Boddé
  • P. N. Wilken
  • J. Louwerier
  • F. S. A. de Clercq
  • H. H. Juynboll
  • P. N. Wilken
  • J. Louwerier
  • H. H. Louwerier
  • J. Louwerier
  • P. N. Wilken
  • P. N. Wilken
  • J. Louwerier
  • H. H. Juynboll

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