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Fabeln und Legenden der Eingebornen von Neu-Guinea und der Kei-Insulaner

  • J. L. D. van der Roest
  • A. Goudswaard
  • J. G. F. Riedel

Zusammenfassung

Die Bevölkerung der grössten Insel auf der Welt, Neu-Guinea, wird mit den Bewolinern der östlich und süd-östlich von ihr liegenden Inselgruppen zu einer Rasse, der melanesischen1), zusammengefasst. Die Unterschiede zwischen den Melanesiern (oder Papua’s) und den westlich wohnenden Indonesiern sind in fast allen Hinsichten aussergewöhnlich scharf und auffallend. Der Indonesier ist hell oder dunkelbraun, vielfach untersetzt, hat eine platte, breite Nase, schlichtes Haar; Angesicht und Körper sind unbehaart. Der Papua dagegen ist von hoher Gestalt und russbrauner Hautfarbe; seine Nase ist lang, der eines Europäers ähnlich, das Haar ist kraus, oft zu gewaltigen Bündeln frisiert, Antlitz und Körper sind stark behaart. Auch geistig sind der Malaye und der Papua vielfach die reinen Antipoden; während der Character des durchschnittlichen Indonesiers geschlossen, zurückhaltend und schweigsam ist, äussert der Papua alle seine Gemütsempfindungen frei und laut.

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Literatur

  1. 1).
    Indessen wird von vielen Anthropologen noch eine Trennung gemacht zwischen Papua’s und Melanesiern.Google Scholar
  2. 1).
    Die von Dr J. A. Brandes gezogene Grenzlinie zwischen den westlichen und den östlichen Sprachen des Archipels geht zwischen Savu und Kote, Mittel- und Ost-Flores, östlich von Buton, westlich von den Sula-Inseln, östlich von der Minahasa, der Sangir- und Talaut-Gruppe und den Philippinen.Google Scholar
  3. 1).
    An der Westküste der „Geelvinksbaai“ auf Neuguinea.Google Scholar
  4. 1).
    Biak oder Wiak — Insel in der „Geelvinkbaai“.Google Scholar
  5. 1).
    Mafor of Mefor — kleine Insel in der Geelvinkbaai. Maforische Stämme haben sich teilweise auch auf dem Festland van Neu-Guinea angesiedelt.Google Scholar
  6. 1).
    Die Bewohner der Kei-Inselgruppe, südlich von der westliehen Halbinsel von Neu-Gruinea liegend, gehören auch zu der Papua-Rasse.Google Scholar
  7. 2).
    Vgl. die buginesische Legende: „Die geliehene Lanze“ S. 369.Google Scholar

Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1904

Authors and Affiliations

  • J. L. D. van der Roest
  • A. Goudswaard
  • J. G. F. Riedel

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