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Beauty and the Dialogue of the Arts

Considerations about Gadamer
Chapter
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Part of the Analecta Husserliana book series (ANHU, volume 63)

Abstract

When Gadamer, in his Die Aktualität des Schönen (1977), dealt with the theme of Beauty, he was not only impelled by the intention of finding a criterion for the legitimation of the autonomy of Art, but he also aimed at a possible point of convergence and dialogue of the various arts, those arts which in the western tradition we are used to defining as “Fine Arts” or figurative arts and which Hegel in the last century judged as having definitely died out.

Keywords

Genial Creation Natural Beauty Modem Time Authentic Sense Nomologic Relation 
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Notes

  1. 1.
    Sofern wir die sogenannte klassische Kunst im Auge haben, so war das eine Produktion von Werken, die selber nicht in erster Linie als Kunst verstanden wurden, sondern als in jeweils religiösen oder auch weltlichen Lebensbereichen begegnende Gestaltungen, als eine Ausschmückung der eigenen Lebenswelt und ihrer herausgehobenen Akte des Kultes, der Repräsentation der Herrscher und dergleichen“ (H. G. Gadamer, Die Aktualität des Schönen. Kunst als Spiel, Symbol und Fest, Reclam, Stuttgart 1977, pp. 24–25 ).Google Scholar
  2. 2.
    Es ist die ontologische Funktion des Schönen, den Abgrund zwischen dem Idealen und dem Wirklichen zu schliessen. So gibt uns das Beiwort zur Kunst, ‘schöne Kunst’ zu sein, einen zweiten wesentlichen Wink für unsere Besinnung“ (lvi,p. 20).Google Scholar
  3. 3.
    Der Ausgangspunkt, den Kants Ästhetik bietet, ist, dass der Geschmack, der etwas als schön beurteilt, nicht nur em Wohlgefallen ohne Interesse ist, sondern auch em Wohlgefallen ohne Begriff. Das heisst, dass nicht em Ideal des Gegestandes beurteilt wird, wenn man eine bestimmte Vostellung des Gegenstandes schön nennen lässt“ (H. G. Gadamer, Kunst und Nachahmung, in Kleine Schriften II. Interpretationen, Tübingen 1967, p. 20 ).Google Scholar
  4. 4.
    In der Tat wird auch von Kant das Genie als Naturhaft verstanden -er nennt das genie “den Günstling der Natur,” d.h. den von der Natur so Begünstigten, dass er wie die Natur, nicht in der bewussten Anpassung an Regeln, etwas schafft, das so ist, als ob es nach Regeln gemacht wäre, ja mehr noch: als ob es als ein noch nie Gesehenes nach noch nie erfassten Regeln geschaffen wären; das ist Kunt: dass sie Musterhaftes schafft, ohne bloss Regelgerechtes herzustellen. Dabei ist offenbar die Bestimmung der Kunst als das Schaffen des Genies von der kongenialität des Aufnehmenden niemals wirklich zu trennen. Beides ist ein freies Spiel (Gadamer, Die Aktualität des Schönen,cit., p. 27).Google Scholar
  5. 5.
    Ivi, p. 28.Google Scholar
  6. 6.
    H. G. Gadamer, Dicthen und Deuten,in Kleine Schriften II-,cit., pp. 9–15.Google Scholar
  7. 7.
    H. G. Gadamer, Lyrik als Paradigma der Moderne, in Kleine Schriften IV. Variationen, Mohr, Tübingen 1977, pp. 249–255.Google Scholar
  8. 8.
    H. G. Gadamer, Philosophie und Poesie,cit., p. 241.Google Scholar
  9. 9.
    Gadamer, Dichten und Deuten,cit., p. 12.Google Scholar
  10. 10.
    Gerade darin liegt der Vorrang der Dichtung vor den anderen Kunstarten, durch den sie es ist, die der bildenden Kunst von jeher ihre Aufgabe stellt. Denn was sie mit ihren sprachlichen Mitteln evoziert, ist zwar Anschauung, Präsenz, Dasein, aber in jeden einzelnen, der das dichterische Wort aufnimmt, findet es eine eigene anschauliche und nicht mitteilungsfähige erfüllung. So ruft sie den bildenden Künstler zu seiner Aufgabe. Stellvertretend für alle erfindet er das Bild, das feste Gultigkeit erlangt“ (Ibidem). Google Scholar
  11. 11.
    Wir reden daher mit Recht auch angesichts religiös gebundener Kunst von den freien oder schönen Künsten, für die die Freiheit vom Nutzen und der selbständige Sinn ihres Daseins und Erscheinens, das heisst ihr Schönsein, das Auszeichnende ist“ (H. G. Gadamer, Dichtung und Mimesis,in Kleine Schriften IV,cit., p. 230).Google Scholar
  12. 12.
    Da steht nichts in sich. Da ist kein Stoff, der als die dumpfe Widerständigkeit der Materie durch die form gebändigt wäre. Das dichterische Werk hat em Sein idealer Art. Es ist auf Reproduktion angewiesen, sei es im eigentlichen Sinne des szenischen Spiels, sei es im Sinne der Rezitation oder des Lesens“ (Ibid.). Google Scholar
  13. 13.
    Dass nun gerade hier der allgemeine Sinn von “Poet,” der “Macher” zu sein, die Wendung ins Eminente nimmt, versteht sich gut. Durch nichts als durch Worte etwas dasein zu lassen, erffüllt offenbar das Ideal des Herstellens. Denn das Wort ist von unbeschränkter Macht und idealer Perfektion. Das ist Dichtung, dass sie so “gemacht” wird, dass sie keinen anderen Sinn hat, als dasein zu lassen. Was als Sprachwerk ein Kunstwerk ist, hat in gar keinen Betracht zu etwas da zu sein. So ist es im eigentlichen Sinne “gemacht” (Ibid.). Google Scholar
  14. 14.
    Dazu bedarf es nicht einmal besonderer wortgeschichtlicher Untersuchungen, um zu erkennen, dass der Sinn von Mimesis lediglich darin besteht, etwas dasein zu lassen, ohne dass irgend etwas damit angefangen wird“ (Ibid.). Google Scholar
  15. 15.
    Ihre eigentliche Vollendung findet eine jede Darstellung in nichts anderen, als dass Dargestellte in ihr recht eigentlich da ist. Wenn Aristoteles beschreibt, wie der Zuschauer erkennt: ‘Das ist der’, so meint er nicht, dass man hinter der Verkleidung den erkennt, der die Verkleidung das, was sie darstellen soll, erkennt. Erkennen heisst hier: Wiedererkennen. Man erkennt wieder, was man kennt, den Gott oder den Helden -oder auch den lächerlichen Zeitgenossen-, von denen man weiss. Mimesis ist Darstellung, bei der der Was-Gehalt des Dargestellten allein im Blick ist, das, was man vor sich hat und das man ‘erkennt’ “ (Ivi,p. 231).Google Scholar

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