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Zusammenfassung

Der erste Beginn, über den wir soeben gesprochen haben, war nur ein Anlauf, eine Vorbereitung zu dem Angriff, der nun einsetzt. Erst jetzt fängt der zweite Stil an, seine Eigenart so recht zu entfalten 1).

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Referenzen

  1. 1.
    Über die weitere Entwicklung: Mau, Wm., S. 156 ff. und R.M. 17, 1902, S. 179; 18, 1903, S. 222 f.; Petersen, R.M., 9, 1894, S. 211 ff.; Ara Pacis, S. 142 ff.; R.M. 18, 1903, S. 188 ff.; Ippel, Dritter Stil, S. 15 ff. Ein abweichendes Bild gibt Curtius, S. 78 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Mau, Wm., Taf. 2b, S. 145. Stuckarchitekturen im oberen Teil der Wand 1. Stils vgl. Abb. 4 und S. 40, Anm. 3.Google Scholar
  3. 3.
    Thiersch, Grabanlagen, Taf. 1-3.Google Scholar
  4. 4.
    Hierüber s. Thiersch a.a.O., S. 14 ff. und Mau, R.M. 10, 1895, S. 230 f., über die scheinbare Form, die das Zimmer, in dem die esquilinischen Odysseelandschaften angebracht waren, durch diese Malereien erhielt.Google Scholar
  5. 1.
    Mau, Wm., S. 145 und 276 nennt als Ausnahme bezeichnenderweise einen Gang (r. vom Tablinum in VII, 2,20).Google Scholar
  6. 2.
    Mau, Wm., S. 156 f., 158 f.: VII, 2, 11, einstmalige Peristylwand (früh oder spät, jedenfalls nicht aus der mittleren Periode des zweiten Stils); Haus des Popidius Priscus: im vorderen Teil des kleinen 3. Zimmer 1. von Atrium (Phase 1c). Auf beiden (violetten) Flächen je eine Girlande (s. auch Villa des Fannius Sinistor: Abb. 77 (Phase 1c) dunkelroter Grund. Zweite Phase: Casa degli Epigrammi: unsere Abb. 106, Mau, Wm., Taf. 6 (violettrot); Casa di Obellio Firmo, kl. Zimmer r. vom Peristyl, Not. d. Sc. 1911, S. 201, mit Girlande und Vögeln, (Die Girlande im oberen Wandteil als hellenistisches Motiv vgl. oben S. 53; bildliche Dekoration der ersten Stufe); Casa dei Gladiatori: Zimmer an der N.O. Ecke des Peristyl, Not. d. Sc. 1899, Abb. auf S. 339, die schwarze Hälfte der Wand; die dekorative Fläche des oberen Wandteils ist hier mit ornamentalen Masken geschmückt. In der sogen, rechten Ala der Casa di Livia, im Zimmer 1. vom Eingang der Domus Caesii Blandi und in einem kleinen Zimmer 1. vom Eingang in VI, 7, 7 (Mau, Wm., S. 205, 212, 214) ist die dekorative Fläche im oberen Wandteil mit einem Pflanzenmotiv geschmückt.Google Scholar
  7. 3.
    Mau, Wm., S. 159: Haus des Popidius Priscus, innerer Teil des 3. Zimmers 1. von Atrium (Phase 1c); Haus des M. Gaviüs Rufus, 7. Zimmer 1. am Peristyl (Phase 1b); Casa del Laberinto, vorderer Teil des kleinen Zimmers 46 (Phase 1c).Google Scholar
  8. 4.
    Maiuri, V. d. M., passim, über die Wandgemälde besonders S. 111 ff. Ältere Literatur bei Maiuri a.a.O. Erste Veröffentlichung: Not. Sc. 1910, S. 139 ff., Taf. 1-20 (dort auch einige bei Maiuri nicht abgeb. Bruchstücke). Siehe auch Kat. Bibl. II, S. 499 (bis 1925), außerdem Pfuhl, M. U. Z., § 961, 968; Bieber, J. d. I. 43, 1928, S. 298 ff. Literatur, S. 298 Anm. 1 (bis 1927); Curtius S. 82 f.; Marconi, S. 37 ff.; Rizzo, S. 6 f; Swindler, Ancient Painting, S. 330 ff., Literatur S. 463 (bis 1926), jetzt auch Little, The Villa Item and the second style, 1933 (angekündigt in A. J. A. 38, 1934, S. 182). Über den Mysterienfries S. 81.Google Scholar
  9. 5.
    Über das Verhältnis der Fresken 2. Stils zur Baugeschichte s. vor allem Maiuri, V. d. M., S. 99 f. Sie sitzen häufig (z.B. im Saal 5 durchweg, im Saal 6 meistens) auf vorsullanischem Mauerwerk: auf Opus quadratum und incertum von etwa 250-200 v. Chr. und auf primitivem Pseudoretikulat der Jahre 150-100 v. Chr.; s. Maiuri, V. d. M., S. 38 ff., Abb. 7 f., S. 99 f. und passim bei Besprechung der einzelnen Wandbilder. An gewissen Stellen jedoch, besonders im Atrium und in einigen daran grenzenden Zimmern (6 und 7), befinden sie sich (oder befanden sie sich) auf wahrscheinlich in nachhellenistischer Zeit zugesetzten Türen (IV, V; S. 16, Anm. 3), ferner auf den neuen Mauern der im 1. Jahrh. v. Chr. eingebauten Cubicula und der kleinen Zimmer 3, 4, 8, 11-14, 16, 15, 19-21. Die Dekorationen 2. Stilssind, vielleicht mit Ausnahme von einigen Stücken im Atrium, wahrscheinlich gleichzeitig mit den genannten Veränderungen, zu denen jedenfalls auch das Niedrigermachen von Tür VII (vielleicht auch von IX und X) gerechnet werden kann. Im Atrium ist nach Maiuri der jetzt zu besprechenden Periode eine ältere Dekoration 2. Stils vorhergegangen (S. 55; Anm. 4). Sie scheint noch keine Rücksicht auf das Niedrigermachen der Türen zu nehmen und ist mithin früher. Maiuri (S. 44) scheint es allerdings doch noch für möglich zu halten, daß die Türen IV, V, Xiii ? teilweise schon in der Tuffperiode geschlossen worden seien. Das bei ihrer Zusetzung verwendete Mauerwerk gibt aber meines Wissens keine Anhaltspunkte für eine genaue Datierung bezw. Eingliederung innerhalb des 2. Stils (s. Maiuri, V. d. M., S. 45, Abb. 11 rechts: das Opus incertum, mit dem Tür IV zugesetzt ist). Es kann von Bedeutung sein, daß die Gewölbe in den Cubicula 4 und 16 beinahe Halbkreise bilden, die in Cubiculum 8 dagegen deutlich Segmentform zeigen (vgl. Delbrück, Hell. Bauten II, S. 75 f.). Einen Terminus post quem bietet allein das Mauerwerk aus der Tuff période (ungefähr 150-100 v. Chr.), in der auch das einfache Bad angelegt worden ist, wo Reste eines älteren Anstrichs gefunden wurden (V. d. M., S. 64). Die Dekorationen im 2. Stil gehören sichtlich einer späteren Zeit an. Dies gilt sogar wahrscheinlich für die ältere Atriumdekoration. Die Fresken 2. Stils fallen wahrscheinlich noch vor die Abtrennung von Gang 3 vom Tablinum durch eine Mauer (a.a.O., S. 52), auf der sich die schwarze Wand 3. Stils und ein oberer Wandteil mit weißem Grund ebenfalls 3. Stils (nicht 4. Stils, S. 79) befinden. Ohne Zweifel sind sie älter als die Einteilung des ursprünglich im 2. Stil dekorierten Cubiculum 11-14 in kleinere und niedrigere Zimmer mit Dekorationen 3. (nicht 4.) Stils (S. 79, Anm. 4). Einen sicheren Terminus ante quem vermittelt dann der nachaugusteische Umbau und die Vergrößerung der Villa in nachaugusteischer Zeit in Mauerwerk mit Retikulatbelag und rechteckig verzahnten Ziegelecken und mit Pfeilern in Opus mixtum. Auch hierin lehrt uns die Baugeschichte und das Mauerwerk nichts von Belang. Auf Grund der Baugeschichte kommen wir jetzt nicht weiter, als daß wir das Haus in die Zeit zwischen den Anfang der sullanischen und das Ende (oder doch eher den Beginn) der augusteischen Periode datieren können. Über die Mosaiken und die übrigen Fußbodenbekleidungen s. Band II. Die Fußbodendekoration in Saal 5, die wahrscheinlich, aber nicht bestimmt gleichzeitig mit unseren Dekorationen ist, weist auf eine ziemlich frühe Entstehungszeit (Maiuri, V. d. M., S. 210; Blake, M. A. A. R. 8, 1930, S. 40 f). Die wohl gleichzeitigen Mosaiken in den Cubicula 3, 4, 8, 11-14, 16 besagen nichts Genaueres als 1. Jahrh. v. Chr. (Maiuri, V. d. M., S. 212: spätestens frühaugusteisch). Wir können sie daher im Augenblick lieber noch außer Betracht lassen. Maiuris Datierung des Umbaus des 1. Jahrh. v. Chr. und der Dekorationen 2. Stils in frühaugusteische Zeit (a.a.O., S. 100, vgl. 115) entbehrt einer zwingenden Begründung (S. 114 datiert er die Dekorationen „tra 1a fine dell’ età repubblicana ed il regno di Augusto“). Sie können auch älter sein. In Band II kommen wir in größerem Zusammenhang wieder auf diese Fragen zurück. (Über Reste von Dekorationen 2. Stils in der Villa Item, die möglicherweise Dekorationen der späteren Phase angehört haben und von denen nur noch herausgeschlagene Bruchstücke übrig sind, S. 83, Anm. 2).Google Scholar
  10. 1.
    Maiuri, V. d. M., S. 74.Google Scholar
  11. 2.
    Über die einfachste Dekoration zweiten Stils in der Villa und die Einzelheiten im Peristyl und im Atrium, aus denen sich schließen läßt, daß die Wände zweiten Stils nicht allzufrüh sind, s. S. 82 f.Google Scholar
  12. 3.
    Siehe die Abb. bei Maiuri und die Beschreibung dort S. 196. Besonders richte ich die Aufmerksamkeit a) auf die Reihe liegender, mit kleinen stehenden abwechselnder Quadern über den großen Platten des mittleren Wandteils, b) auf die vollständige Verbindung von Epistyl, Fries und Konsolengesims, und c) auf die drei Reihen liegender, mit kleinen stehenden abwechselnder Quadern, durch die zusammen eine schöne Gesamtwirkung des hohen oberen Wandteils erreicht ist. Der Unterschied gegen Abb. 7 fällt sofort auf.Google Scholar
  13. 4.
    Anderson 26, 551; Spinazzola, Arti Taf. 89; Curtius, S. 373, Abb. 204; Rizzo, Taf. 6.Google Scholar
  14. 1.
    Das „Procoiton“ des Cubiculum ist noch mit Inkrustation von altem Typus geschmückt.Google Scholar
  15. 2.
    Die Wand mit dem Priapusopfer: Abb. 11, das Tafelbildchen mit der nächsten Umgebung für sich u.a. bei Maiuri, V. d. M., S. 181, Abb. 68; das von der gegenüberliegenden Wand mit dem Graffito „Roxane“: a.a.O., S. 182, Abb. 69.Google Scholar
  16. 3.
    Der Aufbau über dem Sockel ist der normale: schmales Band mit vertieftem Spiegelrand, schmale und breite Platten mit doppeltem Spiegelrand, Zierleisten (vgl. die Reliefrahmen 1. Stils) und Einfassungsbändern; — schmaler dunkler Streifen, Eierstab; — Reihe von liegenden Quadern (kleine stehende mit langen liegenden abwechselnd mit doppeltem Spiegelrand und Einfassungsband; — Streifen; ein Gebälk mit Adlern als Stützen vor dem Fries (vgl. das Peristyl der Domus Caesii Blandi: Mau, Wm., S. 143) und Balkenköpfe unten und oben (vgl. Jupitertempel, aber mit keilförmigerem Durchschnitt als dort); — Streifen; — drei Reihen liegender Rechtecke; — Gesims; Kassettendecke, Epistyl. Der Alkoven A ist auch im mittleren Wandteil in einigen Einzelheiten von Alkoven B verschieden (Abb. 14, Maiuri, V. d. M., Taf. 16 und S. 173 ff., Abb. 64 ff.: an die Stelle eines Eierstabs ist hier ein lesbisches Kymation getreten und die Platten haben alle ihre eigenen, an den Seitenkanten etwas schmäleren Einfassungsstreifen, die durch einen feinen Perlstab von einander geschieden sind; das Gesims ist einfacher). Wegen des oberen Wandteils vgl. S. 65.Google Scholar
  17. 4.
    Zinnober kommt, soweit mir bekannt ist, im 1. Stil nicht vor, selbst nicht „uti medicamento“. Über die Datierung im Zusammenhang mit der ausgiebigeren Verwendung dieser Farbe S. 87. Auch die Casa dei Grifi hat schon hochrote (zinnoberrote ?) Platten.Google Scholar
  18. 5.
    Vielleicht ein gemaltes Gesims mit tragenden Figuren oben an einer Wand 1. Stils (S. 38, Anm. 1, VI, 14, 35; spätere Zutat?).Google Scholar
  19. 6.
    Für die Kassettendecke während der ersten Stufe s. S. 52.Google Scholar
  20. 1.
    Pfuhl, M. u. Z., Abb. 654. Über die Verläßlichkeit der Kopien (Naiskosbilder) aus Herkulaneum für die Rekonstruktion S. 103.Google Scholar
  21. 2.
    Breite Fenster, u.a. an der Rückseite des Tablinum der Casa di Sallustio: Mau, Wm., S. 19, Pompeji2, S. 296, Abb. 152 und im Tablinum von VII, ins. occ. 13, Mau, Pompeji2, S. 314.Google Scholar
  22. 3.
    Solche Bogen am Podium sind in der wirklichen Architektur dieser Zeit am Tempel des Jupiter Anxur in Terracina (u.a. Anderson-Spiers-Ashby, Taf. 32a) und an ein Grabmal vor dem Nuceriner Tor bekannt (Mau, Pompeji2, S. 450, Abb. 265; S. 452, Abb. 266, erste Kaiserzeit; vgl. auch unsere Abb. 100. Bogen dieser Art sitzen auch am Podium eines ins Wasser hineingebauten Heiligtums, das auf einem Tondo, wahrscheinlich 3. Stils, wiedergegeben ist (Pitt. d’Erc. II, S. 277, Taf. 51) und an dem einer Villa (Rostov-Tzeff, R.M. 26, 1911, Taf. 8, 2 (4. Stils). Mehr über dies Motiv in Band V.Google Scholar
  23. 4.
    Mau, Wm., S. 37 f. 1. Stil (nur in der Casa dell’ Ancora sicherlich original); 2. Stil ebendort und S. 263, vgl. Beyen, Mantegna, S. 131, Anm. 3 (Centuripe); Brief des Theuphilos an Zenon, S. 14, Anm. 1; auch hier ist wahrscheinlich von einem ιμάτιν die Rede.Google Scholar
  24. 1.
    Spinazzola, Arti 87; Curtius, S. 71, Abb. 48, S. 69, Abb. 47; Rizzo, Taf. 5.Google Scholar
  25. 2.
    Kostbare Steinsorten sind schon in der Casa dei Grifi nachgeahmt (Abb. 7, Lugli, Mon. ant. di Roma I, S. 304).Google Scholar
  26. 3.
    Auf den Photographien schwer zu unterscheiden, am besten sichtbar Not. d. Sc. a.a.O.Google Scholar
  27. 4.
    Die anderen Farben sind bei Maiuri, V. d. M., Taf. 18 zu sehen.Google Scholar
  28. 5.
    Leonhard, Mosaikstudien, Taf. 1; Blake, M. A. A. R. 8, 1930, Taf. 50, 4.Google Scholar
  29. 6.
    Curtius, S. 71, Abb. 48; Maiuri, V. d. M., S. 193, Abb. 80.Google Scholar
  30. 1.
    Maiuri, V. d. M., S. 192; vgl. in der Wirklichkeit die nur ein Gebälk tragenden Pfeiler mit Halbsäulen, die als Abschluß der seitlichen Apsiden des Augustusforums dienen: Lugli, Mon. ant. di Roma I, S. 49.Google Scholar
  31. 2.
    Mau, Wm., S. 262. Die Wand ist hier mit zwei Vögeln belebt: ein späterer Zug.Google Scholar
  32. 3.
    Stele der Helixo: Pagenstecher, Alexandrinische Studien, S. B. Heid. 8, 1917, Abh. 12, Taf. 1; Pfuhl, M. U. Z., Abb. 747. — Dioscuridesmosaik: u.a. Herrmann, Denkmäler, Taf. 106. Hahnenkampf: Pfuhl, M. U. Z., Abb. 687, mit einem Gebälk zwischen Pfeilern. Nach Blake, M. A. A. R. 8, 1930, S. 144, wahrscheinlich gleichzeitig mit dem 2. Stil oder sogar später. Dies Letzte kommt mir sehr unwahrscheinlich vor. Vgl. die Einübung eines Satyrchors, aus der Casa del Poeta, Pfuhl a.a.O., Abb. 686, m. E. ebenfalls wahrscheinlich 2. Stils (nach Blake a.a.O. ebenso wahrscheinlich 4. Stils). Vgl. den Hahnenkampf mit einer Stele aus Pagasae R. P. G. R. 242, 6. Triglyphon ohne Epistyl wie auf dem Hahnenkampf vgl. A. A. 47, 1932, Sp. 25, Abb. 1 (Portalrelief in Capua).Google Scholar
  33. 4.
    Hermaphroditenrelief: Schreiber, Hell. Reliefs, Taf. 15; Ikariosrelief, S. 176; Pagasae: Pfuhl, M. u. Z., § 990.Google Scholar
  34. 5.
    Thiersch, Grabanlagen, Taf. 1-3. Der Raum über der niedrigen Wand ist dort durch einen breiten blauen Streifen wohl als Luft gekennzeichnet; der mittlere Wandteil ist anders gebildet. Die Quadern auf unserer Wand, die nicht mit schmalen Rechtecken abwechseln, passen ebenfalls in das hellenistische System, vgl. auch Delos: Mon. Piot 14, 1907, Taf. 6, c, auch für die Höhe der wie ein Sockel wirkenden unteren Quaderschichten. Der Durchblick oben stimmt mit drei Reihen liegender Rechtecke des ersten Stils überein: Wirth, A. M. 56, 1931, S. 39, Abb. 2 und Beilagen 14-15.Google Scholar
  35. 1.
    Girlande im oberen Wandteil gegen glatten Grund s. auch S. 62, Anm. 2.Google Scholar
  36. 2.
    Mau, Wm., S. 263. In Zimmer 43 „Fugenschnitt“ (d.h. vertiefter Spiegelrand): „violette Linien ohne Unterscheidung von Licht und Schatten“, was eher ein Zeichen von späterer Entstehung zu sein scheint. Dagegen ist die Darstellung eines Teppichs in Zimmer 28 (erstes Zimmer r. vom W. Atrium; Mau a.a.O.) dem ersten Stil entlehnt. Von den anderen Motiven der Dekorationen zweiten Stils im Hause des Fauns kommen zwei Kassettendecken (Mau a.a.O.) in der Villa dei Misteri im Cubiculum 16 (Abb. 16) vor; Vorherrschen der gelben Farbe in Zimmer 43 der Casa del Fauno vgl. Maiuri, V. d. M., Taf. 17, cub. 3; gemalte Tür in Zimmer 28 der Casa del Fauno vgl. Abb. 17. Vgl. auch die Kassettendecken an den Bogen auf Abb. 12 rechts (Haus des Gavius Rufus), ungefähr gleichzeitig mit der Villa Item.Google Scholar
  37. 3.
    Mau, Wm., S. 53 (oberhalb der Dekoration des zweiten Peristyls der Casa del Fauno: Abb. 2, Mau, Taf. Ia). Eine andere Art von Mehrstöckigkeit im Innern des Hauses ist im ersten Stil allerdings bekannt, nämlich das Zwerggeschoß oben an der Wand: Priene: Priene S. 312 ff.; Delos: Mon. Piot 14, 1907, Taf. 6A, a, Curtius, S. 57, Abb. 36; Turm der Winde in Athen: Stuart-Revett, Antiquities of Athens I. Kap 3, Taf. 4, Curtius, S. 63, Abb. 42; Wirth, A. M. 56, 1931, Beilage 11 ff.; Pompeji, Haus des Sallust: Mau, Wm., Taf. Ib-d; Curtius, S. 64, Abb. 43. Siehe Delbrück, Hell. Bauten II, S. 128 f. (Galeriemauer); vgl. die Tempelfassade (Abb. 4) und die Stuckarchitekturen in VI, 13, 9 (oben S. 40, Anm. 3).Google Scholar
  38. 4.
    Ein Beispiel für eine Art von zweitem Stockwerk haben wir an der linken (östlichen) Wand des Peristyls in der Casa della Parete Nera, wo über der Dekoration mit Halbsäulen noch ein Zwerggeschoß mit kleinen Pilastern sitzt. (Mau, Wm., S. 94; Pompeji2, S. 370, 457; Mau-Ippel, Pompeji6, S. 249, Abb. 136. In der großen Architektur sind noch reichere Formen möglich, so ragt in der Basilika in Pompeji über die Inkrustationswand mit Halbsäulen noch eine Säulenreihe empor.Google Scholar
  39. 5.
    Hinweise auf eine spätere Entstehungszeit sind dagegen einige Einzelheiten an der Wand der Casa del Laberinto; so sind die Konsolenstützen mehr gegabelt und mehr pflanzlich ausgebildet als im Cubiculum der Villa Item, und der Eierstab ist weniger streng und scharf ausgeführt (nicht ganz so, wie er bei Mau, Wm., Taf. 3 abgebildet ist: s. a.a.O., S. 142). Auch die Form der Kapitelle kann in dieselbe Richtung weisen.Google Scholar
  40. 1.
    Die Pfeiler hinter den Säulen befinden sich nunmehr vor der Wand.Google Scholar
  41. 2.
    In der Ausführung scheinen allerdings einige kleine Unregelmäßigkeiten entstanden zu sein.Google Scholar
  42. 3.
    Die linke Seite der Dekoration ist nicht abgebildet.Google Scholar
  43. 1.
    Im ersten Stil vergleichbar die kleineren Pilaster in der Casa dei Capitelli Figurati: Zahn II, Taf. 36; vgl. Delbrück, Hell. Bauten II, S. 129, Abb. 63. Dort fehlt natürlich die perspektivische Verkürzung von Gebälk und Mauer. Der erste Stil bringt bisweilen auch durch unregelmäßige, asymmetrische Anbringung von Rechtecken Abwechslung zustande. Der zweite tut dies nicht.Google Scholar
  44. 2.
    Über Scheintüren in der Grabmalskunst und in der profanen Kunst: Delbrück, Hell. Bauten II, S. 137f. (Unteritalien, Sizilien); Pagenstecher, Nekropolis, S. 85 f. (Makedonien, Kleinasien, Alexandria); Welter, R. M. 42, 1927, S. 94 f., 103, 111. Gemalte Scheintüren u.a. in etruskischen und alexandrinischen Gräbern, in letzteren auf den Loculusverschlüssen. Hinter Figuren sind sie uns nunmehr, ganz wie in den Sarkophagen des Sidamaratypus, auch in den Wandmalereien aus dem Tempel der palmyrenischen Götter in Dura bekannt geworden: Cumont, Doura-Europos, Taf. 31 ff., 44 ff. (1. Jahrh. n. Chr.). Mehr hierüber in Band V.Google Scholar
  45. 1.
    Springer 12, S. 91, Abb. 209.Google Scholar
  46. 2.
    Rostovtzeff, J. H. S. 39, 1919, S. 144.Google Scholar
  47. 3.
    Über die Frage des Gebrauchs und die Brauchbarkeit dergleichen Theatermalereien im west-und ostgriechischen und im römischen Theater S. 124 ff.Google Scholar
  48. 4.
    Ein Beispiel einer solchen gemalten Bühnenwand ist die Bühne des Apaturius (S. 111 ff.).Google Scholar
  49. 5.
    Neben gemalten Scheintüren kamen nach dem ersten Stil auch hölzerne vor, so wahrschei nlich an der nördlichen Atriumwand der Villa dei Misteri: Maiuri, V. d. M., S. 197. Die hölzernen Scheintüren, die Maiuri hier für möglich hält, müßten aber jedenfalls später sein als die zwei aufeinanderfolgenden Dekorationen im 2. Stil in diesem Atrium, und wir können sie also nicht mit diesen in Beziehung setzen (vgl. S. 55, Anm. 4).Google Scholar
  50. 1.
    Bei Maiuri a.a.O. steht irrtümlich unter der Abb. 73: Alkoven A; diesen stellt aber unsere Abb. 16 und 19, Maiuri a.a.O., S. 184, Abb. 71 und S. 185, Abb. 72 dar.Google Scholar
  51. 1.
    Die Abwechslung mit schmalen Quadern war, wie wir sahen, auch im ersten Stil gebräuchlich. An Wänden mit Pilastern ist sie mir übrigens nicht bekannt.Google Scholar
  52. 2.
    Ein Ansatz hierzu findet sich in I, 2, 16: 1. Stil, zwei Reihen liegender Rechtecke mit kleinen stehenden ohne vertiefte Randstreifen abwechselnd (Mau, Wm., S. 63).Google Scholar
  53. 3.
    Auch in Athen, Wirth, R.M. 56, 1931, S. 25, Abb. 3; für das Zwischengesims zwischen b’ und c’ s. z.B. VI, 9, 3: R.M. 42, 1927, Beilage 1, 1.Google Scholar
  54. 4.
    Bezw.: „übereinstimmen können“, denn mit. Bestimmtheit läßt es sich bei der ziemlich schwachen Ausbildung des Räumlichen nicht behaupten. Man kann sich auch vorstellen, daß das Gebälk hier etwas tiefer als das im Vordergrund gesessen hat.Google Scholar
  55. 5.
    Die stehenden Inkrustationsplatten reichen, wie es sich gehört, etwa bis zur halben Höhe der hintersten Säulen hinauf, und es folgt auf sie: ein schmales ornamentiertes Trennungsglied, eine Reihe liegender Quadern, Epistyl, Fries und Gesims.Google Scholar
  56. 1.
    Zahn, II, Taf. 36; vgl. Delbrück, Hell. Bauten II, S. 129, Abb. 63.Google Scholar
  57. 2.
    Niccolini, Nuovi Scavi, Taf. 13; Curtius, S. 76, Abb. 52, (Phase Ha). Andere Abkömmlinge dieses Motivs werden wir zu gelegener Zeit noch behandeln.Google Scholar
  58. 3.
    Siehe hierüber Maiuri, V. d. M., S. 186.Google Scholar
  59. 1.
    Vgl. die Säulen mit verkröpftem Gebälk auch mit denen auf der angrenzenden Wand.Google Scholar
  60. 2.
    Eine frühe Form von verdoppeltem, noch nicht verkröpftem Sockel sowohl in Abb. 13 links, als auch in Abb. 18. Ein vollständiger doppelter Sockel im großen Triklinium von VII, 2, 11. Dort ruhen die Säulen auf dem ersten Sockel (Mau, Wm., S. 272). Scheinbar eine Weiterbildung unseres Typus ist die Wand aus der Farnesina, M. d. I. XII, Taf. 24, wo jedoch der untere Sockel ganz ornamental gehalten ist, der obere hingegen in der Mitte zurückweicht.Google Scholar
  61. 1.
    Allerdings kommen Galeriemauern mit Portiken kleiner Halbsäulen ganz oben an der Wand und Pseudoportiken über sehr hohen Podien vor (Ephebensaal des Gymnasion in Priene). Höchstens sind also Scheintüren oben an der Wand, wie die kleine Tür im Lararium der Casa del Fauno (Abb. 4) oder in der Höhe der Pseudoportikus in dem eben genannten Saal in Priene denkbar (vgl. das im Text sogleich erwähnte Therongrab in Agrigento).Google Scholar
  62. 2.
    Breit genug, um einen gehörigen Zugang zur Tür zu verschaffen, oftmals mit Treppen oder Rampen an den Seiten. Nur durch hohe Treppen ohne Podium zu erreichende Vordertüren sind mir nicht bekannt.Google Scholar
  63. 3.
    Delbrück, Hell. Bauten II, S. 138 mit Abb. 70.Google Scholar
  64. 4.
    Vgl. noch die Scheintüren in Sueideh (Syrien), erwähnt bei DelbrüCK a.a.O., S. 137; Vogüé, Syrie Centrale I, 2, Taf. 4; Butler, Am. Exp. to Syria II, 327 ff. Der Tempel, zu dem sie gehört, steht in hellenistischer Tradition, stammt aber aus der frühen Kaiserzeit.Google Scholar
  65. 1.
    Über die Möglichkeit eines Vorkommens von über einen Sockel gehobenen Türen in Kulissen, die in die ϑυρώματα gestellt werden, können wir wenig sagen: vgl. S. 358.Google Scholar
  66. 2.
    Bieber, Theaterwesen, S. 42 f. Abb. 44-47.Google Scholar
  67. 3.
    Mau, Pompeji2, S. 153; vgl. Byvanck, R.M. 40, 1925, S. 111 ff.Google Scholar
  68. 4.
    Bieber a.a.O., S. 76 und Abb. 80; Levi, Terracotte del Museo Naz. di Napoli, nr. 773, Abb. 134.Google Scholar
  69. 5.
    Zumal in der Monumentalarchitektur bilden Höfe und offene Plätze eine Übergangsform zwischen Außen-und Innenarchitektur. Auch die Scaenae Frons nimmt eine Zwischenstellung ein.Google Scholar
  70. 6.
    Delbrück, Hell. Bauten I, Taf. 16 ff.; Podien mit rundplastischen Säulen in der Cella der Venustempel des Caesarforums A.A. 48, 1933, Sp. 617 f., Abb. 20 (ursprünglich?); vgl. das Nymphäüm der „Villa des Horaz“ bei Tivoli, J.H.S. 4, 1914, S. 131 ff mit Abb. 8 ff. (Rekonstruktion; Dreiviertelsäulen und Rundsäulen). Ein Vorläufer im ersten Stil (mit Rundsäulen) ist das Tribunal der Basilica in Pompeji.Google Scholar
  71. 7.
    Tempelpodien sind bekanntlich schon altitalisch, aber für das Scheintürmotiv ist das nicht von Bedeutung. Über die hellenistischen und sullanischen Podien mit Pseudoportiken s. Delbrück, Hell. Bauten II, S. 118, 128 ff.Google Scholar
  72. 8.
    DelbrüCK a.a.O. II, S. 137, Abb. 68 und 69. Ebenso zwei Scheintüren neben der Eingangstür am Tempel von Sueideh s. oben S. 76, Anm. 4.Google Scholar
  73. 9.
    Delbrück, a.a.O. II, S. 37 ff. Weniger hoch sitzt die Scheintür(?) im Grottenbezirk von Praeneste: Delbrück a.a.O., II, S. 137, I, Taf. 116.Google Scholar
  74. 1.
    Veröffentlicht von Gatti, Not. d. Sc, 1905, S. 13 ff. Abb. 1 u. 2; Rizzo a.a.O., S. 19 ff. mit Abb.; vgl. O. Jh. 8, 1905, S. 253 ff., Taf. 5 (farbig); Kekulé a.a.O. S. 143 ff., 280; Bieber, Theaterwesen, Taf. 56, S. 111, Abb. 109 (weitere Literatur dort auf S. 187 zu Nr. 46).Google Scholar
  75. 2.
    Dieses Podium ist selbstverständlich niedriger als das Pulpitum und ist nicht mit dem Sockel vom Beginn des 2. Stils zu verwechseln, der oftmals noch ziemlich hoch ist. Über die geringe Möglichkeit für einen älteren niedrigen Sockel an der Bühnenfront siehe Anhang S. 358.Google Scholar
  76. 3.
    Das Postament von zwei Säulen in Abb. 18 rechts und links steht tatsächlich ein ganzes Stück weiter hinten und auf einem breiten Sockel. Auch der einfache zweite Sockel in Abb. 13 links ist in einem gewissen Abstand vom großen Sockel gedacht.Google Scholar
  77. 1.
    Mau, Pompeji2, S. 157; anders Byvanck, R.M. 40, 1925, S. 113 f.Google Scholar
  78. 2.
    Pompejanisches Theater, A.A. 21, 1906, Sp. 307, Abb. 3; Delbrück a.a. O II, S. 133, Abb. 65. Mau, Pompeji8, S. 157, Abb. 74 gibt eine etwas einfachere Säulenstellung an als Puchstein. Apsidensaal: Delbrück a.a.O. I, Taf. 15. Beide Rekonstruktionen sind natürlich lange, bevor diese Wanddekoration bekannt wurde, gemacht worden. Eine Regia zwischen einem trapezförmig vorspringenden Flügelpaar hat das Szenengebäude in Ferentum (Fiechter, Theater, Abb. 75). — Angesichts der Unvollkommenheit antiker Perspektive kann man sich die Nische im Podium von Abb. 19 auch als rechteckig zurückspringend denken. Trapezförmig gebildete Grundrisse in wirklicher Architektur (auch in der Domus Aurea des Nero) sind zum Teil als perspektivisch illusionistische Effekte aufzufassen, siehe Delbrücks Bemerkung über die scheinbare Steigerung der Raumtiefe von Apsiden aus ungefähr sullanischer Zeit (a.a.O. II, S. 114).Google Scholar
  79. 3.
    Über den Sockelfries: Mau, Wm., S. 307; Ippel, Dritter Stil, S. 7 ff. Ippel bezeichnet den Sockel 2. Stils als die Wurzel für den Sockelfries des dritten, was unsere Ableitung nicht ausschließt (vgl. S. 6 ff.).Google Scholar
  80. 4.
    Siehe Maiuri, V. d. M., S. 59 ff. Abb. 20, S. 187; vgl. die Grundrisse auf Taf. A zu S. 34 und Taf. B zu S. 38. Für die Zuweisung der Dekorationen 11 und 14 an den 3. Stil vgl. Band III. Maiuri, der freilich nicht anerkennt, daß der 3. Stil einer Übergangsperiode zwischen dem 2. und dem 4. Stil angehört (V.d.M., S. 116), schreibt sie jedoch auf S. 187 (und 117) zu Unrecht dem 4. Stil zu. Sie sind gleichzeitig mit dem neuen Sockel 3. Stils in Saal 6 und der obersten Abteilung der Dekoration im Tablinum (Maiuri a.a.O. S. 203, nach ihm ebenfalls 4. Stils; vgl. auch M. A. A. R. 10, 1932, S. 34 ff., sub. 7). Diese Frage ist wichtig für das Verhältnis des 3. zum 4. Stil. Auch die schöne schwarze Dekoration des Tablinums, die nach Maiuri später ist und also an den 4. Stil angeschlossen werden muß, kann nunmehr nach bisher üblicher Weise dem 3. Stile zugewiesen werden, ganz gleich, ob die Dekoration oberhalb von ihr früher oder später ist; denn diese ist jedenfalls 3. Stils. Wir haben hier also keinen Beleg dafür, daß der 3. Stil auf den 4. gefolgt wäre.Google Scholar
  81. 5.
    Wir besprechen nur die bedeutsameren Bruchstücke. Wichtig ist außerdem ein „simulacro di divinità (Marte?) eretto su un podio“ a.a.O., S. 188.Google Scholar
  82. 1.
    Dies möchte ich aus der großen Tiefe der vollkommen sichtbaren mit Kassetten geschmückten Decke des „Fastigium“ schließen: vgl. Abb. 19 und Rizzo, Mon. d. Pitt. III, 1,S. 13, Abb. 12; anders Abb. 23, wo der Giebel eine Basis hat.Google Scholar
  83. 2.
    Abb. 100, 106, 123. Mau, Wm., Taf. 9 mit Fastigium. Erst in der zweiten Phase kommen außerdem auch Bilder vor, die von einer spitz wie ein Satteldach ohne Basis verlaufenden Umrahmung, nicht etwa einer Aedicula umgeben sind (ungefähr dasselbe in der Casa del Citarista: Herrmann, Denkmäler, S. 145 ff. Abb. 40 f.). Diese Bilderrahmen vom Ende des 2. Stils werden von architektonisch ausgestalteten Prospektrahmen, wie hier in Abb. 20a und in Abb. 19 abzuleiten sein, ganz wie die von einem Segmentbogen bekrönten Giebel der Aediculae mit Bildern 3. Stils von den lediglich einen Prospekt und noch kein Bild umschließenden Regiae, wie z.B. im Hause des Popidius Priscus (Mau, Wm., S. 177), herstammen.Google Scholar
  84. 3.
    Vitruv a.a.O.: „pro fastigiis appagineculi…“.Google Scholar
  85. 4.
    Über den Segmentbogen siehe Band II (Chronologie).Google Scholar
  86. 1.
    Schilde in Relief z.B. zwischen den Pilastern oben an der Außenwand des Buleuterion in Milet, gemalt in einem Grab auf Euböa (Vollmöller, A. M. 26, 1901, S. 341, nicht vollkommen gesichert); in der Nähe von Chiusi (Not. d. Sc. 1915, S. 14 f., Abb. 8-10: späthellenistisch mit Girlanden). Die Girlanden mit den Bändern auf Abb. 12 rechts sind mit denen in einem Alexandrinischen Grabe bei Thiersch, Grabanlagen, Taf. 1 links zu vergleichen.Google Scholar
  87. 2.
    Nach Alinari 39, 104a. Maiuri, V. d. M., S. 55 ff., 121 ff. mit Abb.; dort sind auch S. 160 f. (217), Anm. 69-76 die meisten der älteren Abhandlungen (von DE Petra, Cooke, Rizzo, Comparetti, Macchioro, Bieber) zitiert; Taf. G-U, Farbtafeln 1-15 vgl. S. 210; vollständiges Literaturverzeichnis bis 1927 bei Bieber, J. d. I. 43, 1928, S. 298 ff. Außerdem Curtius, S. 343 ff.; Marconi, S. 38 ff.; Rizzo, S. 8 f.; Swindler, Ancient Painting, S. 330 ff. W. Herbig hat in seinem Aufsatz „Zwei Strömungen in der späthellenistischen Wandmalerei“ (Die Antike 7, 1931, S. 135 ff.) Stilvergleichungen zwischen den Fresken der Villa in Boscoreale und der Villa Item angestellt, jedoch nur unter Berücksichtigung des Mysteriensaals.Google Scholar
  88. 3.
    In den Blöcken und Plinthen hat man allerdings kein statuarisches Element zu sehen.Google Scholar
  89. 4.
    Über diese Art der Aufstellung wird unten (S. 213 ff.) bei der Behandlung der großen Figuren im Cubicu-lum der Fanniusvilla noch zu reden sein (vgl. densidonischen Klagefrauensarkophag und den Altar aus Priene). Dekorative Aufstellung von Statuen in der späthellenistischen Architektur: Rodenwaldt, A. A. 48, 1933. Sp. 750. Aus augusteischer Zeit erwähne ich die Statuen im Tempel des Mars Ultor in Rom: Lugli, Mon, ant. di Roma I, S. 52 (vgl. die Statuen an der Umfassungsmauer des Augustusforums a.a. O., S. 47). Diese Beispiele bieten aber noch lediglich Reihung von Einzelfiguren. Vergleichbar mit den bildmäßig aufgefaßten Statuengruppen im Mysteriensaal sind rundplastische Werke wie die Niobiden, die jedoch mehr für eine Aufstellung in landschaftlicher Umgebung gedacht waren. Über das allgemeine Verlangen des Hellenismus, einen ruhigen Hintergrund für seine Figuren zu haben, s. unten S. 105.Google Scholar
  90. 5.
    Über die Möglichkeit eines geschichtlichen Zusammenhangs hoffe ich in Band V sprechen zu können.Google Scholar
  91. 1.
    Maiuri hat in seiner abschließenden Veröffentlichung der ganzen Villa den Nachweis erbracht, daß der Saal mit den Mysterienbildern keinesfalls ein Kultraum gewesen sein kann, wie früher geglaubt wurde (V. d. M., S. 57 f., 166 ff.). Er nimmt allerdings an, daß er einen gewissen geweihten Charakter gehabt hat, da die Domina des Hauses eine Dionysospriesterin gewesen sein wird. Die Anbringung eines Gemäldes in einem Zimmer, in das es ursprünglich eigentlich nicht gehört, während die Stelle doch eine gute „ratio“ dafür hat, steht ganz mit dem Zeitgeist in Einklang (s. Kapitel III).Google Scholar
  92. 2.
    S. die Beschreibung bei Maiuri, V. d. M., S. 124 f. Zu beachten sind: a) die flachen Profile von Ablauf und Karnies am Sockel (vgl. die erste Stufe), b) die reiche Umrahmung der schmalen stehenden Platten mit einem Eierstab (vgl. die Profilrahmen 1. Stils), c) den plastisch gedachten Mäander (vgl. Abb. 5 und im 1. Stile auf Delos: Mon. Piot 14, 1907, Taf. 6 A, a; Curtius, S. 57, Abb. 36; vgl. Wirth, R.M. 42, 1927, S. 58, Anm. 2; Mäander in Boscoreale: Abb. 79a, 80, d) die Verwendung von „alabastro orientale“ in den darüber befindlichen Quaderreihen (vgl. die großen Platten in der Casa dei Grifi, Abb. 7). Nachgeahmten Alabaster findet man im 1. Stil öfters: u.a. in den Fauces der Casa del Fauno (vgl. oben S. 40, Abb. 4).Google Scholar
  93. 3.
    Bei Maiuri, V. d. M., S. 123, Abb. 44 sichtbar.Google Scholar
  94. 4.
    Wirth, R.M. 42, 1927, Beilage 1.Google Scholar
  95. 5.
    Abgeb. u. a. bei Leonhard, Mosaikstudien, Taf. 1 (Casa del Fauno).Google Scholar
  96. 6.
    Eine Reihe von Rechtecken, die ein wenig höher als breit sind, am Sockel; Felderwechsel im mittleren Wandteil.Google Scholar
  97. 7.
    Blake, M. A. A. R. 8, 1930, S. 36 ff.Google Scholar
  98. 1.
    Sehr einfachen Schmuck haben ferner die Cubicula 19-21 am Peristyl, vgl. oben S. 63.Google Scholar
  99. 2.
    Es gibt in der Mysterien villa noch zwei aus Wänden 2. Stils herausgehackte Bruchstücke, die noch im Altertum in Wände 4. Stils wieder eingesetzt worden sind (Maiuri, V. d. M., S. 205, Abb. 88 und S. 207 Abb. 89). Von diesen ist das erste mit seinen überschlanken Figuren wahrscheinlich später entstanden als die eben beschriebenen Fresken (es war ein Mittelbild in der Art von denen aus der Casa del Citarista im Museo Nazionale: Helbig 323, 566, 1401; vgl. 152; Herrmann, Denkmäler, Taf. 108-110, 112, vgl. 111). Das zw.eite könnte an sich gleichzeitig sein. So sind wahrscheinlich Dekorationen aus drei verschiedenen Perioden des 2. Stils in der Villa erhalten: die älteren aus dem Atrium, die übrigen an ihren Wänden verbliebenen und die eben genannten Bruchstücke.Google Scholar
  100. 3.
    Maiuri, V. d. M., Taf. 2 und 5 u.a.; Rizzo, Taf. 13.Google Scholar
  101. 1.
    Hell, Bauten II, S. 163.Google Scholar
  102. 2.
    Vgl. Ronczewski, A. A. 49, 1934, Sp. 33 f., Abb. 16 (nach R. nur kaiserzeitlich).Google Scholar
  103. 3.
    Über die Kapitelle der Säulen und Pilaster s. unten S. 320 ff.Google Scholar
  104. 4.
    In Abb. 16, 17 und 19 kommt Zahnschnitt am Säulengebälk vor. Das plastische Zahnschnittgesims bleibt bekanntlich während des 2. Stils oben an der Wand bestehen: siehe Abb. 13 rechts.Google Scholar
  105. 1.
    Wirth, R. M. 42, 1927, S. 58, Anm. 2 (Mäander). Über die Ranke siehe Band II bei der Behandlung der zweiten Phase (Domus Caesii Blandi) und der Chronologie; Waffenfriese S. 55 mit Anm. 6. Im ornamentalen 3. Stil kommen wieder Waffenfriese im oberen Teil der Wand vor: Nuovi Scavi I, 7, x Exe-dra 12, Not. d. Sc. 1929, S. 371. Auch der miniaturartige Figurenfries im Alkoven B des Cubiculum 16 (S. 74) schließt sich an schmale Friese des 1. Stils an.Google Scholar

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© Springer Science+Business Media Dordrecht 1938

Authors and Affiliations

  • H. G. Beyen

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