Advertisement

Die Bildliche Dekoration der Dritten Stufe

  • H. G. Beyen

Zusammenfassung

Die bildliche Dekoration der ersten Stufe, die nicht nennenswert über den ersten Stil hinausging und in der einige Ateliers selbst noch hinter dem Inkrustationsstil zurückblieben, ist in einem besondern Abschnitt behandelt worden. Was die Maler während der zweiten Stufe hinzuzugeben hatten, ist ebenfalls oben angeführt worden (S. 86 ff.):das Bedeutendste waren die großen illusionistischen Figurengruppen, wie der Mysterienzyklus der Villa Item. Auch auf die bildliche Dekoration der dritten Stufe ist— während der Besprechung des ganzen Systems—unsere Aufmerksamkeit schon mehrfach gelenkt worden. Hier folgt daher nur noch eine Zusammenfassung.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1.
    Barnabei, S. 54.Google Scholar
  2. 2.
    Der linke belustigt sich mit Fischen, wie es auf späteren pompe janischen Bildern oftmals Eros und Aphrodite tun.Google Scholar
  3. 3.
    Abg. u. a. Herrmann, Denkmäler, Taf. 9; vgl. auch das Aquarium (und den Tigerreiter) aus der Casa del Fauno (Leonhard, Mosaikstudien, Taf. 1,4). Im Zusammenhang mit der langen Lebensdauer vieler antiker Motive ist es bemerkenswert, daß die Felsstufen am unteren Rande des Bildes in ungefähr derselben Form noch auf altholländischen Stilleben und „Aquaria“ vorkommen.Google Scholar
  4. 4.
    Das Interieur können wir hier außer Betracht lassen: auf der Stele der Hediste ist übrigens die Einordnung der Figur in die architektonische Umgebung bereits sehr weit fortgeschritten.Google Scholar
  5. 1.
    Der Spiegel der Platte ist wenigstens so angedeutet, als ob das Licht von links einfiele. Weniger deutlich ist der Lichteinfall am Relief rahmen zu erkennen.Google Scholar
  6. 2.
    Der mit Andeutung des Lichteinfalls wiedergegebene Spiegelrand der Relief rahmen, das Pflanzenornament.Google Scholar
  7. 3.
    R. M. 26, 1911, S. 85 f (mit Abb. 52).Google Scholar
  8. 4.
    Wie sich aus dem Baum hinter diesem Gebäude ergibt, ist dies keine Aedicula mit geschlossener Rückwand und ebenso wenig ein Portal vorbau des zylinderförmigen Monuments.Google Scholar
  9. 1.
    Über den Ursprung der Architekturen soll in Band V gesprochen werden (s. Rostovtzeff, a.a.O., S. 134 f.).Google Scholar
  10. 2.
    Ich meine hier den 1. Stil im Privathaus, soweit man ihn kennt, an den der 2. Stil in Italien sich anschließt. In hellenistischen Palästen kann es natürlich Wände 1. Stils mit eingelassenen Gemälden oder Reliefs im mittleren Wandteil gegeben haben.Google Scholar
  11. 3.
    Zwei weitere Plattenmalereien dieser Art, die eine davon auf einer Platte mit vertieftem Rande (Opferszene), die andere in einem Rahmen auf Wandbruchstücken im Nationalmuseum (M. n. 9276, Helbig 568, Guida 1390, Estratto délia Guida 1064, Elia, Pitture e Mosaici, 178, Phot. Alinari 39141; und M. n. 8593, Estratto délia Guida 923, Elia a.a.O., 377, Pitt. d’Ere. II, S. 263, Taf. 48, Rostovtzeff, R. M. 26, 1911, S. 33, Abb. 10, Phot. Brogi 6526). Beide gehören aber der Phase II an.Google Scholar
  12. 1.
    Sambon, S. 20, nr. 36 f., mit ziemlich ungenauen Abb.; Rostovtzeff, R. M. 26, 1911, S. 30, Abb. 9 zu S. 26, dort wohl nur versehentlich nach London versetzt.Google Scholar
  13. 1.
    Nach Phot. Sommer 9203.Google Scholar
  14. 2.
    Der helle Streifen auf der rechten Seite des Pfeilers könnte auf den Gedanken bringen, daß sechskantige Säulen gemeint seien. Dem widerspricht aber nicht so sehr das rechteckige Kapitell, wie die rechts gradlinig verlaufende Rille, die Schaft und Hals von einander trennt. Gemalte, gekantete Säulen finden sich auch im Peristyl des Hauses des Gavius Rufus (Phase Ib), Mau, Wm., S. 147, vgl. 273). Wahrscheinlich waren die Säulen im Prospekt des gewöhnlichen Trikliniums der Fanniusvilla (Abb. 77) nicht sechskantig sondern kanelliert.Google Scholar
  15. 3.
    Außerdem ganz links noch etwas von einem zweiten Pfeiler. 4) Ist links vielleicht noch etwas von Hell und Dunkel zu sehen ?Google Scholar
  16. 5.
    Im Haus des Caesius Blandus (Phase IIa; Mau, Wm., S. 211 f.); im sog. Triklinium der Casa di Livia unter den Fruchtschalen (Phase IIb; a.a.O. S. 196 f., s. Taf. 9; Beyen, J. d. I. 42, 1927, S. 51, Abb. 2; Rizzo, Mon. d. Pitt III, 3, S. 52, Abb. 35; S. 57, Abb. 41.Google Scholar
  17. 6.
    Maiuri, Casa del Menandro, S. 141, Abb. 65.Google Scholar
  18. 1.
    Sambon, S. 21, nr. 38 mit Abb.Google Scholar
  19. 2.
    Not. d. Sc. 1910, S. 319; S. 321, Abb. 3; vgl. die J. d. I. 28, 1913, S. 241, Abb. 78 abgebildete Dekoration.Google Scholar
  20. 3.
    Blake a.a.O., S. 75 (Neapel), 85 (Pompeji VII, 15, 1-2).Google Scholar
  21. 4.
    Diese Technik kann aber auch noch während des 2. Stils fortbestanden haben. Hellenistisch ist sie ja tatsächlich noch in den Mosaiken der Casa del Menandro (2. Stils). Die hellenistische anmutenden Delfinen in einem Mosaik eines Zimmers der Casa del Criptoportico sind wahrscheinlich mit der Wanddekoration 2. Stils in demselben Zimmer gleichzeitig. (Blake a.a.O., S. 76). Für das Bogenmotiv in einem Mosaik 2. Stils s. das vergleichbare Brückenmotiv auf einer Mosaikschwelle am Eingang zum Bade der Casa delle Nozze d’Argento. Dies Bad ist im 1. Jahrh. v. Chr. gebaut und war im 2. Stil dekoriert (Mau, Pompeji2, S. 321 f.). Architektonisch-illusionistische Ornamente (Zahnschnitt) oder abstrakt-illusionistische Ornamente (perspektivisch dargestellte Würfel und Mäander) kennt der 1. Stil allerdings, aber dies Motiv scheint mir für seine Zeit doch zu gewagt.Google Scholar
  22. 1.
    Auch sonst gab man den Haken, die zum Aufhängen von Vorhängen dienten, die Form eines Schiffsvorderteils: Not. d. Sc. a.a.O., S. 321; 1896, S. 424; 1905, S. 254 f. An den Columnae Rostratae wurden bisweilen auch Nachahmungen von ganzen Schiffsvorderteile angebracht: Daremberg-Saglio, Dict., S. 1351, Abb. 1787.Google Scholar
  23. 2.
    Wieder anders ging es dem Aquarium, das aus dem hellenistischen Mosaik längs dem Sockel und dem mittleren Wandteil wahrscheinlich noch während des 2. Stils in den oberen Wandteil herauf genommen wurde, dies letztere nach Analogie der dekorativen Stilleben und der Landschaft (S. 232, Anm. 2 und Beyen, J.d.I. 42, 1927, S. 61).Google Scholar
  24. 1.
    Zunächst haben viele Naiskosbilder mit architektonischem Hintergrund etwas Prospektartiges, z.B. die Stele der Hediste. Auch ein Ausblick ins Freie wird manchmal vorgetäuscht: z.B. auf einer Stele aus Sidon (Gaz. arch. 1877, Taf. 16, R. P. G. R. 244. 4). Dort stehen die gemalten Figuren zwischen zwei schweren, plastisch ausgeführten seitlichen Stützen. Über ihnen hängt eine Girlande, die am Gebälk befestigt ist, und hinter ihnen erscheinen Bäume. Die Girlande, und vor allem die Bäume, vermitteln einigermaßen den Eindruck, daß man zwischen den Stützen und an den Figuren vorbei ins Freie sieht. Auf diese Eigentümlichkeit der Naiskosmalerei kommen wir bei Behandlung der Aedicula während der 2. Phase noch zurück.Google Scholar
  25. 2.
    Vielleicht darf man hier an den Maler Protogenes erinnern, der zuerst einfache „naves“ malte (Plinius Xxxv, 101), später ein berühmter Künstler wurde. Ich möchte glauben, daß er nicht etwa bis zu seinem 50. Jahre Anstreicher gewesen ist, wie manche aus der Pliniusanekdote entnehmen, sondern einfache Votivbilder für Schiffer und dergleichen gemacht hat.Google Scholar
  26. 1.
    Barnabei, S. 72; Sambon, S. 21 nr. 38 mit Abb. Nach Sambon wäre das Gefäß aus Flechtwerk, sollte es nicht aus buntem Glase sein ?Google Scholar
  27. 1.
    Beyen, Stilleben, Taf. 11 unten.Google Scholar
  28. 1.
    Wenigstens der Ausgangspunkt in der Wandmalerei. Außerhalb von ihr gibt es noch andere Quellen für das Vogelbild 3. Stils. Ein Verbindungsglied zwischen den Vögeln auf Abb. 62 und denen des 3. Stils findet man im Haus des Caesius Blandus (Phase H?; Mau, Wm., S. 210, Beyen, Stilleben, S. 21, Anm. 3). Wenn der Sperling auf einem Gesims (Le Musée III, Taf. 27; Six, Bulletin tot Bev. der kennis der ant. Beschaving I, 1926, S. 7, Abb. 5 aus Boscoreale) ebenfalls in den 2. Stil gehört, verdient er hier erwähnt zu werden, er stammt aber nicht aus der Fanniusvilla (nicht bei Sambon).Google Scholar
  29. 2.
    Maiuri, Casa del Menandro, Taf. 11, S. 99, Abb. 47.Google Scholar
  30. 3.
    Die weitere Entwicklung dieses Motivs, die sich zum Teil mit der des Vogelstücks überschneidet (s. oben unter 10c) wird in Band II behandelt werden.Google Scholar
  31. 1.
    Man darf hier wohl die in Fiorellis Pompeianae Antiquitates I, 1, S. 100 besprochenen Bilder aus den anderen Zimmern, die verloren zu sein scheinen, anfügen, kann je doch nicht mit Sicherheit behaupten, daß sie gleichzeitig entstanden wären.Google Scholar

Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1938

Authors and Affiliations

  • H. G. Beyen

There are no affiliations available

Personalised recommendations