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Unterbrechung und Zerfall des Dialogs: Kampf Gegeneinander

  • Bernhard Waldenfels
Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 41)

Zusammenfassung

Während im Aufblick zum Du der Hintergrund des Dialogs sich aufklärt und im Rückblick auf die bestehende Gemeinsamkeit dessen Untergrund ans Licht tritt, wird der Boden des Dialogs verlassen, wenn einer sich weder direkt noch indirekt, weder explizit noch implizit an den Andern wendet als an ein Mit- oder Gegensubjekt, sondern ihn als bloßes Ding auffaßt, ihn zum Worüber einer Verständigung, zum Woran einer Betätigung macht. Geschieht dies auf radikale Weise, so zerfällt das dialogische Miteinander, weil einer sich nicht mehr durch den andern frei bestimmen läßt, sondern sich gegen ihn verschließt, indem er das Zwischenreich des Dialogs einseitig okkupiert oder okkupieren läßt. Diese beiden gegensätzlichen Möglichkeiten lassen sich freilich niemals bis aufs äußerste verwirklichen, weil keiner seine Subjektivität völlig abtun oder sie dem Andern gänzlich abnehmen kann. Das Zwischenreich bleibt umkämpft.

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Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1971

Authors and Affiliations

  • Bernhard Waldenfels

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